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Daniel Houdini – mit Entfesselungskunst zum Turniersieg

23. Juni 2011

Bericht Berliner Meisterschaft Juni 2011

26 Spieler – Teilnehmerrekord für dieses Jahr eingestellt – konnten wir beim Juniturnier der Berliner Meisterschaft im Café Kleisther begrüßen. Sie gingen auf die Jagd nach insgesamt 1100 €, darunter den 240 €, die der Angriff der Half Entries im Mai als Added in den Preisgeldtopf des Juniturniers gespült hatte. Da stellten sich einige Fragen:

Würde sich in diesem Feld einer der nominellen Favoriten durchsetzen? Einer der Turniersieger des Jahres 2011 seinen zweiten Turniersieg feiern können? Oder würden sich wie im Mai Außenseiter, Newcomer und Half Entries in den Vordergrund spielen können?

Unter den 26 Teilnehmern waren etliche Sieger vergangener Turniere, mit Dirk Jansen aus Hamburg und Martin Barkwill, der sogar aus Newcastle angereist war, zwei auswärtige Spieler und mit Martin, Thomas Krüger und Andreas Wagener wieder einige neue, unbekannte Gesichter. Neu und unbekannt ist vielen Teilnehmern auch das Gesicht von Dieter Münster – zumindest als Mitspieler. Er war Stammteilnehmer bei der Berliner Meisterschaft um die Jahrtausendwende herum. Nun ist er immer noch bei fast jedem Turnier dabei, begnügt sich aber seit längerer Zeit mit der Rolle des Dauerkiebitzes, der die Teilnehmer mit Geschichten aus der guten alten Zeit unterhält. Aber auch er lässt sich diesmal in die Teilnehmerliste eintragen. Und wird Teil eines Teilnehmerfelds. wie es so interessant nicht jedes Mal zusammenkommt!

Und alle 26 Teilnehmer waren nicht nur auf der Jagd nach dem attraktiven Preisgeld, sondern auch nach den Ranglistenpunkten, die beim letzten Turnier der ersten Jahreshälfte 2011 zu vergeben waren.

Zuvor aber fand unser erster Backgammon Workshop statt, bei dem Peer Röwer vor den immer zahlreicher eintreffenden Teilnehmern zum Thema „Wann löse ich den Anker, den ich beim Gegner gemacht habe, auf?“ referierte, diverse Positionen vorstellte und zusammen mit den Zuhörern der Frage nachging, wann ein Anker zu halten ist und welche Kriterien und Indikatoren es gibt, die für ein Auflösen des Ankers sprechen könnten.

Vorrunde: Enttäuschte Platzhirsche, Augenrollen und Stöhnen hier…

Die Vorrunde steht einerseits im Zeichen enttäuschter Platzhirsche. Peer Röwer etwa steht in der ewigen Berliner Rangliste auf ELO-Basis auf Platz 5. Er war nach seinem zweiten Platz in der Consolation des Kaiserbrunnen-Cups sicherlich mit großen Hoffnungen nach seinem schönen Workshop ins Turnier gestartet, aber Gerhard Zerbin und vor allem Sokrates Bukalis durchkreuzen seine Ambitionen früh, und spätestens nachdem er – nach zwei anschließenden Siegen – in der letzten Runde auch noch gegen den Ranglistenersten Christian Plenz verloren hatte, ist klar, dass er zumindest nicht mehr um den Turniersieg würde mitspielen können. Ähnliches gilt für den mehrfachen Berliner Meister Matthias Strumpf, der noch das Aprilturnier der Berliner Meisterschaft gewinnen konnte – dieses Highlight wird doch hoffentlich kein Strohfeuer gewesen sein? So geht es auch Ralf Sudbrak, der in der Jahreswertung Platz 2 hinter Christian belegt, und Hamid Akbari, der bisher als einziger in diesem Jahr bei jedem Turnier das Viertelfinale erreicht hatte – diesmal wird der Wettbewerb um den Turniersieg nach der Vorrunde ohne Hamid und Ralf stattfinden. Sie müssen wie Peer, Matthias und 14 weitere Turnierteilnehmer nach der Vorrunde ihre zweite Chance in der Second Chance suchen.

Auch der deutsche Ranglistenzweite Christian Plenz, der die Berliner Jahreswertung 2011 anführt, hatte im Mai bei der Berliner Meisterschaft und beim Pfingstturnier in Brakel einen kleinen Durchhänger, und zunächst sieht es so aus, als würde sich dieser fortsetzen. Er verliert ein gutes und sehr aufregendes Match gegen Titelverteidiger Daniel Kotrc, in dem es mehrfach so aussieht, als habe Christian bereits gewonnen.

In dieser Position beim Stand von 3:2 stehen Christians Chancen, die Partie gammon und damit das Match zu gewinnen, bei mehr als 90%, er muss aber gegen seinen Gegner und dessen schon zerstörtes Homeboard einen Schuss lassen…

… und wird getroffen. Damit ist die Partie für ihn angesichts des Trümmerhaufens seines Gegners natürlich noch nicht verloren. Aber ein paar Züge später muss Christian sich zwischen der vagen Chance, noch gammon zu gewinnen (ca 13%), verbunden mit der ähnlich vagen Gefahr, die Partie noch zu verlieren (ca. 10%), und einem sicheren Punkt entscheiden, und doppelt Daniel (fälschlicherweise) aus der Partie. Das Match geht weiter, die erste Chance, es zu entscheiden, ist vertan.

Später, beim Spielstand von 4:3, stellt sich die Frage, welcher Ablauf Daniel in folgender einigermaßen mausetot erscheinenden Position noch helfen würde. Vorschlag: 61 und ein hoher Pasch:

Gesagt, getan. Daniel wirft 61 von der Bar…und zwei Züge später Pasch-5 und so verwandeln sich innerhalb kürzester Zeit 17% Sieg(un)wahrscheinlichkeit in 100% Siegesgewissheit.

Zwar gewinnt Christian seine letzten beiden Vorrundenmatches, aber der Zug in Richtung Viertelfinale ist abgefahren – er muss auf seine zweite Chance in der Second Chance hoffen.

… unerwartete Erfolgserlebnisse und -strähnen dort.

Ähnlich wie Christian scheint es dem Berliner Meister des Jahres 2010 zu ergehen – nach seinem glücklichen und knappen Sieg gegen Christian verliert Daniel gegen Sokrates Bukalis und – nach einer 4:0-Führung – auch gegen Dankwart Plattner.
Doch der Titelverteidiger des Maiturniers gibt nicht auf, und im letzten Match der Vorrunde gegen Tilman Söhnchen scheint er glatt zu gewinnen – 4:0. Aber Tilman kommt wieder heran, auch er wirft alles in die Waagschale, was er zur Verfügung hat um zum ersten Mal überhaupt die Finalrunde zu erreichen. Im Double Match Point-Spiel beim Stand von 4:4 sieht nun Tilman schon wie der sichere Sieger aus. Doch Daniel kann sich erneut wie Houdini aus der Umklammerung lösen und zur allgemeinen und auch zur eigenen Überraschung die Partie und das Match noch wenden und sich auf den letzten Drücker noch als Achter für das Viertelfinale qualifizieren, auf Kosten von Tilman und punktgleich mit Dirk Jansen und Thomas Koch, die er, dank eines einzigen Buchholzpunktes mehr, als Achter aus der Finalrunde drängt.

Wo Verlierer und Enttäuschte sind, sind andererseits auch immer die Spieler, die einen Lauf bekommen und eine Erfolgssträhne zu fassen kriegen. Neben Daniel ist das beispielsweise Sokrates Bukalis, der eine Woche zuvor ebenso wie Tilman und Igor Bakunowizki gegen die Nummer 1 der Giants List, Masayuki Mochizuki, Erfahrungen sammeln durfte und dort sogar gute Siegchancen hatte. In der Vorrunde besiegt Sokrates immerhin Peer Röwer, Christian Plenz und Daniel Kotrc und qualifiziert sich damit fürs Viertelfinale. Auch Martin Barkwill hat anscheinend eine Menge Backgammonerfahrung und qualifiziert sich für die Finalrunde, ebenso wie der Turnierrookie Andreas Wagener und Hartmut Schuler, der bis vor kurzem auch noch als Turnierneuling gelten musste, bei der Berliner Meisterschaft im Mai allerdings das Finale erreicht hatte und nun deutlich selbstbewusster an- und auftritt als zuvor.

Das Feld der Finalrundenteilnehmer komplettieren Gerhard Zerbin, der sein zweites Viertelfinale hintereinander erreicht, und Klaus Klein, der Vierte der Jahreswertung. Sie alle stehen aber zunächst im Schatten von Dankwart Plattner, der einen Sommerspaziergang durch die Vorrunde zu unternehmen scheint und all seine Spiele gewinnt, die meisten davon sehr souverän und ohne Punktverlust. Nur Sokrates kann ihm zwei Punkte abknöpfen und gegen Daniel liegt Dankwart sogar zurück, bevor er eine Aufholjagd startet und das Match noch wendet. Doch Vorsicht: Für zwei von drei Spielern, die in diesem Jahr mit einer solch makellosen Bilanz durch die Vorrunde spaziert waren, ist das Viertelfinale zur Endstation geworden….

Auch eine Nummer 1 braucht mal eine 2. Chance

Bevor wir den Blick auf die Finalrunde richten, in der es um den Turniersieg geht, wollen wir zunächst von der Second Chance berichten. Dort können sich naturgemäß ein paar Spieler in den Vordergrund spielen, die in der Vorrunde nicht zum Zuge gekommen waren, aber ihre zweite Chance entschlossen ergreifen und sich über die Qualifikation und das Viertelfinale in die Nähe von Preisgeldplätzen spielen. Da ist zum Beispiel Julian Becker, der im Mai schon das Finale der Second Chance erreicht hatte. Oder Tilman Söhnchen, der zwar wieder nicht die Finalrunde erreicht hat, sich davon aber nicht demotivieren lässt. Wie Julian erreicht er abermals das Halbfinale der Second Chance – zum vierten Mal bei der fünften Ausrichtung dieser Neuerung. Bisher stehen für Tilman eine Halbfinal- und eine Finalteilnahme sowie ein Sieg in der Second Chance zu Buche, sodass er nicht umsonst der König der Second Chance genannt wird. Aber auch die Halbfinalgegner von Julian und Tilman sind keine No-Names: Ex-Turnierveranstalter Thomas Koch hat die Finalrunde nur um Haaresbreite verpasst und ist dementsprechend motiviert. Zudem ist er genau wie Tilman und Julian trostrundenerfahren und hat bei bisher nur drei Turnierteilnahmen in diesem Jahr schon einmal die Second Chance gewonnen. Außerdem war er beim Berliner Frühling im Finale der Consolation. Und Christian Plenz ist kein Geringerer als der Führende der Jahreswertung, die Nummer Eins der ELO-basierten Berliner und die Nummer zwei der Deutschland-Rangliste. Thomas und Christian setzen sich im Halbfinale dann auch durch und bestreiten das Finale der Second Chance. Und hier kontert Christian zu vorgerückter Stunde Thomas mehrfach aus und gewinnt so die Second Chance der Berliner Meisterschaft im Juni – herzlichen Glückwunsch! Auch durch eine erfolgreiche Teilnahme in der Second Chance kann man seine Ranglistenposition behaupten, wie wir noch sehen werden. Glückwunsch auch an Thomas, der bravourös gekämpft hat und am Ende nicht mit leeren Händen dasteht!

Daniels zweiter Streich

Im Viertelfinale der Finalrunde, das diesmal wegen einiger enger und langer Matches, die die Vorrunde bis gegen 21:30 Uhr ausdehnen, erst relativ spät beginnt, kann Andreas Wagener bei seiner ersten Turnierteilnahme den erfahrenen Gerhard Zerbin glatt ausschalten und steht als erster Spieler im Halbfinale. Kompliment.
Klaus Klein gewinnt nach hartem Kampf und Double Match Point bei 5:5 gegen Sokrates Bukalis, der mit seiner Turnierperformance dennoch zufrieden sein dürfte.
Ein kleines Drama spielt sich im Match des Finalisten des Vormonats Hartmut Schuler gegen Martin Barkwill ab: Martin führt bereits 6:0, als Hartmut wie schon mehrfach im Mai den Turbo zündet und Stück für Stück aufholt, bis es 6:6 steht. Doch die Aufholjagd hat Energie, Nerven und vor allem Zeit gekostet und beide Spieler, vor allem aber Hartmut in Zeitnot gebracht. Zudem vergisst er in der Aufregung einmal, die Uhr zu drücken, die Zeit läuft ihm davon und in einer Gewinnstellung der allerletzten Partie endgültig ab. Das wird Dir hoffentlich nicht noch einmal passieren, Hartmut! Damit haben es Andreas und Martin bei ihrer ersten Teilnahme an der Berliner Meisterschaft ins Halbfinale gebracht und schon das ist ein großes Kompliment wert!

Schließlich kann sich im Duell der beiden Turnierveranstalter Daniel Kotrc für die knappe Vorrundenniederlage gegen Dankwart Plattner revanchieren und glatt gewinnen. Dankwart und Gerhard können sich immerhin mit dem geteilten Side Pool trösten. Für Daniel aber ist dies nach der holprig verlaufenen Vorrunde der Beginn einer wundersamen Serie.

Auch im Halbfinale überlässt Daniel seinem Gegner Andreas nämlich nur einen Punkt und erreicht wie im Vormonat das Turnierfinale. Spannender verläuft das andere Halbfinale zwischen dem Gast aus Newcastle und dem Urberliner aus Zehlendorf: Klaus geht durch ein gedoppeltes Gammon mit 4:0 und dann 5:2 in Führung, doch Martin holt peu à peu auf, und beim Stand von 5:5 geht es in die entscheidende Partie. Hier kann sich Klaus Vorteile erwürfeln und erspielen, aber Martin lauert auf Klaus‘ 6-Punkt in einer Halteposition und mit einem Fünfpunktboard als mittelbarer Bedrohung auf einen Schuss, der auch kommt – und Martin trifft. Klaus kann zwar wieder einspielen, als Martin sein Homeboard zu Beginn des Bearoffs öffnet, und hat im Rennen noch Restchancen, würfelt aber anschließend zu schwach und hat am Ende keine Chance mehr – Martin Barkwill ist im Finale!

Das Spiel um Platz 3 auf 5 Punkte verläuft unspektakulär – Klaus gewinnt gegen Andreas ein gedoppeltes Gammon, kann auch das Crawfordgame gewinnen und nach Platz 2 im Februar sein zweites Spitzenergebnis einfahren. Herzlichen Glückwunsch Klaus zu Platz 3! Unsere Glückwünsche gehen aber auch an Andreas Wagener, der ein sehr erfolgreiches Turnierdebüt bei der Berliner Meisterschaft feiern kann und dafür mit dem Preisgeld für Platz 4 belohnt wird und auch den Rookies Prize für den erfolgreichsten Turniernewcomer gewinnt – und bei seiner nächsten Teilnahme wird er ihn dann auch in Empfang nehmen können.

Auch das Finale um den Turniersieg zwischen Martin Barkwill und Daniel Kotrc verläuft weniger spannend als aus Sicht der Turnierleitung erhofft: Daniel geht aggressiv an die Sache heran und will die unverhoffte Gelegenheit, seinen zweiten Turniersieg in Folge zu feiern, beim Schopf packen: Gleich das erste Spiel kann er gammon gewinnen und 4:0 in Führung gehen; und danach verwaltet er seinen klaren Vorsprung souverän und lässt seinem Gegner aus Newcastle einfach keine Chance, wieder heranzukommen. Einmal passt Daniel vielleicht etwas (über)vorsichtig, um seinem Gegner keine Gelegenheit zu geben, durch ein Gammon seinerseits 4 Punkte auf einmal zu machen. Das bleibt allerdings die einzige Partie, die an Martin geht; ansonsten vergrößert Daniel Stück für Stück seinen Vorsprung. Martin sieht sich entweder mit Partien konfrontiert, die von Anfang an gegen ihn laufen oder er läuft in Redoppel, die er passen muss.

So kommt es, wie es unter solchen Umständen kommen muss: Beim Stand von 8:1 kommt es zur Crawfordpartie und auch diese gewinnt Daniel – Spiel, Match und Turniersieg! Sein zweiter in Folge bei der zweiten Turnierteilnahme in diesem Jahr. Herzlichen Glückwunsch; Daniel, der sich damit nach dem Gewinn der Berliner Meisterschaft 2010 endgültig wieder in Erinnerung gebracht haben wird – und zumindest nach dem Verlauf der Vorrunde auch als Molch, wie zumindest in Berlin hin und wieder Spieler genannt werden, denen das Schicksal gute Würfe und gute Ergebnisse beschert. Und bei einem so stark besetzten Turnier wie dem in Berlin muss der Sieger ganz unabhängig von seinen Qualitäten als Backgammonspieler wohl nebenbei auch ein Molch sein – vor allem Christian Plenz und Tilman Söhnchen werden diesmal ein Lied davon singen können…

Unsere Glückwünsche gehen aber auch an Martin Barkwill, der bei seiner ersten Turnierteilnahme in Berlin gleich Platz 2 belegt und hoffentlich bald einmal wieder die Gelegenheit findet, mitzuspielen! Congratulations Martin, and thanks for joining us, it’s been fun to play you!

Nach der ersten Jahreshälfte:
Christian Plenz bleibt in der Jahreswertung vorn!

Die erste Hälfte der Backgammonsaison 2011 ist vorbei, fünf von zehn Turnieren der Berliner Meisterschaft sind absolviert. Zeit, sich ein wenig intensiver mit dem Geschehen in der Jahreswertung zu befassen:

Durch seinen erneuten Turniersieg kann Daniel um sieben Plätze auf Platz 10 klettern; dort steht er punktgleich mit Mejer Breslav, der nach einem superstarken Jahresbeginn etwas an Boden eingebüßt hat. Außerdem setzt Daniel seinen erstaunlichen Aufstieg in der ‚ewigen Berliner Liste‘ fort und steht jetzt auf Platz 3.

Während die Reihenfolge im Verfolgerfeld zuletzt nach jedem Turnier durcheinander gewürfelt worden ist; während die Turniere der ersten Saisonhälfte gezeigt haben, wie ausgeglichen und stark das Feld der Berliner Backgammonspieler ist, wie viele Spieler durch ein Spitzenergebnis in der Finalrunde oder der Second Chance auf sich aufmerksam machen können, gibt es an der Spitze der Jahreswertung eine Konstante:

Seit März führt Christian Plenz die Saisonwertung von Berlin Backgammon an und hat bereits 169 Punkte gesammelt, 26 mehr als sein schärfster Verfolger. Aber Christians Verfolgerfeld besteht immerhin aus einem Dutzend Spielern, die nach fünf Turnieren um die 100 Punkte oder mehr gesammelt haben und in der Rangliste relativ eng beieinander liegen.

Vor Daniel und Mejer haben sich mit Jan Jacobowitz (9.), der Berlin Backgammon beim Turnier in Estoril vertreten hat und daher diesmal nicht teilnehmen konnte, Igor Kaplanski (8.) und Matthias Strumpf (5.) sehr erfahrene Turnierspieler, und dazwischen mit den aufstrebenden Julian Becker und Tilman Söhnchen, die punktgleich auf Platz 6 liegen, weitere Spieler vor der zweiten Jahreshälfte aussichtsreich in Position gebracht. Hamid Akbari hat zwar im Juni zum ersten Mal in diesem Jahr die KO-Runde um den Turniersieg verpasst, aber auf Platz 4 ebenfalls noch eine gute Position in der Spitzengruppe.
An der Spitze dieser Gruppe befinden sich Ralf Sudbrak (3.) und Klaus Klein, der dank seines dritten Platzes im Juni einen Sprung um drei Plätze auf Platz 2 machen konnte. Aber auch Dankwart Plattner und Helmut Krausser, die auf den Plätzen 12 und 13 die unmittelbare Verfolgergruppe abschließen, darf man noch nicht abschreiben, was die Spitzenplätze der Gesamtwertung betrifft.

Vor den vier regulären Turnieren der zweiten Saisonhälfte und dem Jahresendturnier im November darf man also sehr gespannt sein, ob einer seiner Verfolger Christian nochmal an der Spitze ablösen kann. Oder ob es Christian gelingt, seinen Vorsprung durch den Sommer und den Herbst zu transportieren.

Weiter geht’s!

Die nächste Gelegenheit, Christian näher auf den Pelz zu rücken, bietet sich am 9. Juli – dann startet das erste Turnier der zweiten Saisonhälfte – wie immer um 14.30 Uhr (Registration ab 14 Uhr) im Café Kleisther.

Am 4. Juli wird es erstmals ein Satellitenturnier für die Berliner Meisterschaft geben: 8 Spieler werden dann im Café Graffiti für 6 € Startgeld einen Startplatz ausspielen können, wobei der Sieger den Startplatz (Wert 45 €, Full Entry) erhält und der Zweite den eingezahlten Überschuss in Höhe von 3 €.

Vor Turnierbeginn wird um 13 Uhr auch wieder ein Workshop zu einem Backgammonproblem stattfinden: Christian Plenz wird sich dann unter dem Titel: Aggressive Doppler, risikoreiche Takes im Matchplay: Wann sind sie richtig, wann sind sie falsch, und wie spiele ich sie weiter? mit unterschiedlichen Strategien beim Checkerplay und mit dem Dopplerwürfel im Matchplay in Theorie und Praxis befassen.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern des Juniturniers der Berliner Meisterschaft und gratulieren allen Preisträgern herzlich! Auf ein Neues am 9. Juli!

Herzliche Grüße.
Daniel und Dankwart

Finalrunde:
1. Daniel Kotrc
2. Martin Barkwill
3. Klaus Klein
4. Andreas Wagener

Second Chance:
1. Christian Plenz
2. Thomas Koch

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