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Das Berliner Backgammonjahr 2011 in Zahlen und Statistiken (I)

10. Januar 2012

Das Backgammonjahr 2011 ist Geschichte: Neuer Berliner Meister ist Christian Plenz, der nach einem dritten Platz (2009) und dem Vizetitel 2010 nun die Berliner Meisterschaft feiern konnte. Seit seinem Sieg bei der Berliner Meisterschaft im März hatte Christian die Rangliste angeführt und gab die Führung nicht wieder ab.

Punktgleich hinter ihm zwei Spieler: Matthias Strumpf konnte nach einem holprigen Start ins Jahr und diversen Berliner Meisterschaften in den vorigen Jahren nun den Vizetitel gewinnen, ex aequo mit Klaus Klein, der gegenüber der Rangliste 2010 einen großen Sprung von Platz 13 auf den geteilten zweiten Platz gemacht hat.

In der Rangliste 2011 spiegeln sich die Ergebnisse des Jahres wider, so wie sie sich bei den 10 Turnieren der Berliner Meisterschaft ereignet haben. Zugleich schlagen sich die Ergebnisse des Jahres in der ewigen Berliner Rangliste auf ELO-Basis wieder, die über die Jahre hinaus geführt wird und an der dementsprechend längerfristige Entwicklungen abzulesen sind.

Wir unternehmen nun einen Rückblick auf das Jahr 2011 aus statistischer Sicht und wollen untersuchen, von welchen Spielern das Jahr bestimmt wurde und wo bemerkenswerte Leistungen und Erfolge und Bilanzen zu finden sind.

Was eine solche Rückschau nicht leisten kann, ist, diese Leistungen und Erfolge zu differenzieren, zu gewichten und zu objektivieren wie es eine ELO-Liste tut, wie es zum Beispiel auch die Deutsche Backgammonrangliste ist. Unberücksichtigt bleibt beispielsweise die Länge der einzelnen Matches; unter den Tisch fällt aber auch die Stärke der einzelnen Gegner von Teilnehmern, die bei einer Berechnung auf ELO-Basis in Form der Wertungszahl des Gegners in eine Rangliste eingeht. Und auch der Glücksfaktor, der eine gewisse Rolle spielen wird – auch wenn in einen solchen Rückblick relativ viele Matches und Ergebnisse eingehen – kann hier nicht berücksichtigt werden.

Dennoch wird ein solcher Rückblick hoffentlich für einige Teilnehmer der Berliner Backgammonturniere interessante Einblicke und Details zum abgelaufenen Backgammonjahr bereit halten:

Turnierteilnahmen:

Genau wie im Jahr 2010 hatten wir bei den zehn Turnieren der Berliner Meisterschaft 2011 insgesamt 58 verschiedene Teilnehmer. 240 Turnierteilnahmen insgesamt entsprechen einem Durchschnitt von 24 Spielern pro Turnier. Diese 58 Teilnehmer spielten 752 gewertete Matches (ohne Onepointer-Stechen und Vorrunden-Qualifikationen für die Second Chance). Das dürfte angesichts der Veränderung beim Modus (Second Chance) Rekord für die Berliner Turnierserie sein.

2011 haben auch die ersten beiden Jahreszeitenturniere stattgefunden, der Berliner Frühling und der Berliner Herbst. Mit diesen beiden Turnieren können wir unsere Teilnehmerzahl 2011 auf insgesamt 61 Spieler steigern. Zu den 752 Matches der Berliner Meisterschaft kommen nochmal 62 Matches dazu, sodass bei unseren Turnieren 2011 insgesamt 814 Matches stattgefunden haben (ohne Stichkämpfe, Vorrunden-Qualifikationen und das Doppelturnier beim Jahresendturnier).

Die meisten Teilnehmer hatte die Berliner Meisterschaft bei den Turnieren im Mai, Juni und September sowie beim Jahresendturnier im November mit jeweils 26 Spielern. Den geringsten Zuspruch gab es beim Monatsturnier im August mit 20 Teilnehmern. Und die Premiere der Jahreszeitenturniere, der Berliner Frühling, hatte 15 Teilnehmer. Also insgesamt eine sehr konstante und erfreulich hohe Teilnehmerzahl!

Die meisten Matches hatten wir mit 92 beim Jahresendturnier (ohne das Doppelturnier). Bei den anderen Turnieren der Berliner Meisterschaft wurden durchschnittlich 73,33 Matches ausgetragen.

Sieben Spieler nahmen an allen zehn Turnieren der Berliner Meisterschaft teil, nämlich Christian Plenz, Hamid Akbari, Tilman Söhnchen, Dankwart Plattner, Julian Becker, Ralf Sudbrak und Helmut Krausser. Matthias Strumpf, Klaus Klein und Igor Kaplanski fehlten nur bei einem Turnier.

Dankwart, Helmut und Ralf nahmen sogar an allen 12 Turnieren der Berliner Meisterschaft und der Berliner Jahreszeiten teil. Kompliment und danke für diese Beteiligung!

Auch dieses Jahr konnten wir bei jedem Turnier auswärtige Teilnehmer begrüßen: Sie kamen aus Dresden, Leipzig, Weimar, Schwerin, Lüneburg, Münster, Fulda und Bochum. Aus Hamburg hatten wir mehrere Teilnehmer, und der Hamburger Meister Dirk Jansen spielte sogar dreimal mit, leider ohne nennenswerten Erfolg. Dazu hatten wir Teilnehmer aus England, Tschechien, den Niederlanden und den USA.

Die auswärtigen Teilnehmer konnten auch immer wieder durch Erfolge auf sich aurmerksam machen: Martin Birkhahn gewann das Juli-Turnier, Peter van de Bruck einmal die Second Chance. Er, Martin und Stefan Blancke platzierten sich darüber hinaus in den Preisgeldrängen. Pavel Zaoral aus Tschechien gewann im Mai die Second Chance, Michael Klein aus Falls Church, Virgina erreichte den vierten Platz im August. Der erfolgreichste unserer Gäste aus dem Ausland war Martin Barkwill aus Newcastle, der im Juni und im November am Jahresendturnier teilnahm und beide Male das Finale erreichte.

Amateurturnier

Leider sehr unterrepräsentiert bei den Monatsturnieren der Berliner Meisterschaft waren einmal mehr die Frauen: Nur einmal nahm mit Ilka Sackmann eine Spielerin teil. Mehr und mehr zur Domäne der Frauen wurde dafür in diesem Jahr das ebenfalls monatlich stattfindende Amateurturnier. Genau wie bei unseren anderen Turnieren wurde hier mit großem Ehrgeiz gegen die Konkurrenten und um Turniersiege gespielt – wobei gleichzeitig auch nicht zu kurz kam, einen entspannten und kurzweiligen Nachmittag zu verbringen. Das erfreuliche Interesse am Backgammon zeigte sich vor allem darin, dass sich eigentlich alle Teilnehmer im Jahresverlauf verbessern und an Erfahrung gewinnen konnten. Und im Dezember mit 10 Teilnehmern ein neuer Teilnahmerekord aufgestellt werden konnte. Etwa die Hälfte der Teilnehmer des Amateurturniers waren Teilnehmerinnen. Und mit Bea, Molly und Anja konnten sich 2011 drei Spielerinnen in die Liste der Turniersieger eintragen lassen. Die erfolgreichste Teilnehmerin insgesamt war Anja Hackstein, die drei Turniere gewinnen konnte. Hoffentlich traut sich Anja oder die eine oder andere der erfolgreichen Teilnehmerinnnen des Amateuturniers im nächsten Jahr auch einmal die Teilnahme an der Berliner Meisterschaft zu!

Berliner Meisterschaft: Bilanzen der Vorrunde:

Immerhin 36 der 58 Spieler gelang es, sich mindestens einmal in der Vorrunde unter den besten acht zu platzieren und damit für die Finalrunde um den Turniersieg zu qualifizieren. Am erfolgreichsten dabei war nicht etwa der neue Berliner Meister Christian Plenz, sondern Hamid Akbari, der sich sechsmal unter den besten acht der Vorrunde platzieren konnte. Dahinter folgen Christian Plenz, Matthias Strumpf und Dankwart Plattner mit 5 sowie Ralf Sudbrak und Helmut Krausser mit 4 Qualifikationen für die Finalrunde durch eine erfolgreiche Vorrunde.

Insgesamt gab es mit Igor Kaplanski nur einen Spieler, der nur 4 Siege für den Gewinn der Vorrunde benötigte. Neunmal gab es dagegen einen Vorrundendurchmarsch mit 5 Siegen: Die Spieler mit dieser beeindruckenden Bilanz waren Hamid Akbari, Mejer Breslav, Hartmut Schuler, Martin Birkhahn, Dieter Münster, Ralf Sudbrak und Tilman Söhnchen. Dankwart Plattner gelang dieses Kunststück gleich zweimal.

Der Spitzenplatz nach der Vorrunde war 2011 allerdings eher ein schlechtes Omen für den weiteren Turnierverlauf: Bei zehn Turnieren schied der Erste nach der Vorrunde achtmal schon im Viertelfinale aus; einmal erreichte er er das Finale und ein weiteres Mal gewann er das Turnier. Eine gute Voraussetzung für ein anschließendes erfolgreiches Abschneiden war dagegen ein Platz im unauffälligen Mittelfeld der Finalrunde: Je dreimal belegte der spätere Turniersieger in der Vorrunde Platz 3 und Platz 4.

Im Durchschnitt drei bis vier Spieler pro Turnier erreichten 4 Siege in der Vorrunde. Das reichte immer für die besten acht. 4 Siege sind anscheinend ebenfalls eine gute Voraussetzung für den weiteren Turnierverlauf: 6 von 10 Turniersiegern hatten sich zuvor mit 4 Siegen in der Vorrunde für die Finalrunde qualifiziert, ohne zu viel schwitzen zu müssen, aber auch ohne sich zu komfortabel im scheinbar sicheren Gefühl der eigenen Unbesiegbarkeit einrichten zu können.

Spieler mit drei Siegen in der Vorrunde müssen ja immer zittern und auf die Buchholzwertung schielen, ob sie die Finalrunde um den Turniersieg erreichen: 76mal gab es Spieler, denen 2011 in der Vorrunde 3 Siege gelangen. Nur in knapp der Hälfte der Fälle, 35mal, gelang damit die Qualifikation für die Finalrunde – aber in 41 Fällen haben drei Siege nicht gereicht. Besondere Pechvögel dabei waren Klaus Klein und Julian Becker, die jeweils viermal mit 3 Siegen in der Vorrunde nicht die Finalrunde erreichten. Zweimal passierte dies Sokrates Bukalis, Jan Jacobowitz, Thomas Koch, Vitali Olchanski, Christian Plenz und Tilman Söhnchen. Aber in diesem Jahr gab es ja für die Spieler, die sich in der Vorrunde nicht unter den besten acht platziert hatten, eine zweite Chance.

Berliner Meisterschaft: Bilanzen der Second Chance:

In der 2011 neu geschaffenen Second Chance bestand erstmals die Chance für Spieler, die die Finalrunde um den Turniersieg und die weiteren Plätze in der Vorrunde verpasst hatten, sich dennoch noch einen von 1-2 Geldpreisen zu erspielen. Rekordteilnehmer der Second Chance war Tilman Söhnchen – zumindest aus seiner Sicht gewiss ein zwiespältiger Rekord. Denn dass Tilman bei zehn Turnieren jedes Mal an der Second Chance teilnahm, bedeutete auch, dass er keinen allzu großen Erfolg bei dem Versuch gehabt hatte, sich in der Vorrunde für die besten acht zu qualifizieren. Wobei er beim Jahresendturnier nur wegen des besonderen Regulariums ebenfalls an der Second Chance teilnahm – zuvor hatte er seine fünf Vorrundenmatches gewonnen und sich erstmals für die Finalrunde qualifiziert.

Immerhin: Tilman gehörte auch zu den 9 Spielern, die 2011 Ihre zweite Chance nutzten konnten und die Second Chance gewannen: Die anderen waren Peter van de Bruck, Thomas Koch, Pavel Zaoral, Christian Plenz, Hamid Akbari, Jan Jacobowitz, Tim Schuettler sowie gleich zweimal Vitali Olchanski.

Zu diesen 9 Siegern der Second Chance kamen mit Igor Bakunowizki, Julian Becker, Dankwart Plattner und Matthias Strumpf 4 weitere Spieler, die über den zweiten Platz in der Second Chance einen Platz in den dotierten Rängen belegen konnten.

Daneben gab es auch einige sonst nicht wirklich erfolglose Turnierteilnehmer, die bei ihren Teilnahmen an der Second Chance möglicherweise nicht mehr sonderlich motiviert waren und immer jenseits der Geldplätze blieben: Zu ihnen zählte beispielweise der Vizemeister 2011, Klaus Klein.

Da sich die Zahl der dotierten Plätze nach der Zahl der Turnierteilnehmer bzw. der Summe der eingezahlten Startgelder richtete, gab es dreimal nur einen Geldpreis, sodass Tilman Söhnchen, Christian Plenz und Dieter Münster je einmal das Pech hatten, als Zweitplatzierte der Second Chance keinen Platz in den Geldrängen zu belegen.

Umso bemerkenswerter, dass Christian dennoch in der Second Chance zu den erfolgreichsten Teilnehmern und zu den wenigen Spielern gehörte, die zweimal einen Platz im Geld belegen konnten: Fünfmal verpasste er 2011 die Finalrunde der besten acht und musste in der Second Chance seine zweite Chance suchen. Einmal gewann er und einmal wurde er Zweiter, als es zwei dotierte Plätze gab. Zumindest relativ noch erfolgreicher auf der Suche nach der zweiten Chance war Thomas Koch, der bei nur 4 Teilnahmen an der Second Chance ebenfalls einen Sieg und eine dotierte Finalteilnahme verbuchen konnte.

Als König der zweiten Chance wird sich aber Vitali Olchanski bezeichnen lassen dürfen: Bei 6 Teilnahmen an der Second Chance siegte er nicht nur zweimal, sondern belegte ein weiteres Mal den zweiten Platz. Damit belegte er 2011 einen beachtlichen 11. Platz in der Jahreswertung.

Berliner Meisterschaft: Bilanzen aus der Finalrunde:

Von 58 Teilnehmern, die 2011 an der Berliner Meisterschaft teilnahmen, konnten sich 36 mindestens einmal für die Finalrunde qualifizieren.

Von den erfolgreichen Qualifikanten für die Finalrunde war schon die Rede: Hamid Akbaris sechs Finalrundenteilnahmen waren die Grundlage für seinen 4. Platz in der Abschlusswertung der Berliner Rangliste 2011. Mit 5 Finalrundenteilnahmen folgen Christian Plenz, Matthias Strumpf und Dankwart Plattner vor Ralf Sudbrak und Helmut Krausser, denen (bei je 10 Teilnahmen) 4mal die erfolgreiche Qualifikationen für die Finalrunde gelang. Auch für Dankwart (7.), Ralf (9.) und Helmut (10.) waren die erspielten Vorrundenpunkte nicht nur die Basis für ihre Qualifikationen für die Finalrunde um den Turniersieg, sondern auch für ihre Platzierung in den Top Ten der Jahreswertung.

Dreimal platzierten sich folgende Spieler unter den besten acht der Vorrunde: Julian Becker, Igor Kaplanski, Klaus Klein, Thomas Krüger, Hartmut Schuler und Gerhard Zerbin. Jan Jacobowitz erreichte Platz 5 der Berliner Meisterschaft mit nur 2 Finalrundenteilnahmen, Tilman Söhnchen Platz 6 gar nur mit einer. Seine unermüdlichen Versuche, in der Vorrunde endlich einmal unter die besten acht zu gelangen und sich zum ersten Mal überhaupt für die Finalrunde zu qualifizieren, zogen sich wie ein roter Faden durch die Backgammonsaison 2011. Bis es ihm beim letzten Turnier endlich mit 5 Siegen aus 5 Matches gelang.

Noch mehr als die Zahl der erfolgreichen Qualifikationen für die Finalrunde, spiegeln die Ergebnisse der Finalrunde, in der es jedes Mal vier Geldplätze gab, die Ergebnisse der Rangliste 2011 wider:

27 Teilnehmer belegten 2011 einen Rang in den Preisplätzen der Finalrunde. Der erfolgreichste Teilnehmer hinsichtlich der erreichten Geldplätze in der Finalrunde war der Berliner Meister Christian Plenz. Er erreichte bei seinen 5 Teilnahmen an der Finalrunde viermal über das gewonnene Viertelfinale einen der ersten 4 Turnierplätze, und zwar jeweils einmal den vierten, dritten, zweiten und den ersten Turnierrang.

Dreimal einen Geldplatz in der Finalrunde belegten die gemeinsamen Zweiten der Jahreswertung, der mehrfache Berliner Meister Matthias Strumpf (bei 9 Turnierteilnahmen 5 Qualifikationen für die Finalrunde) und Klaus Klein. Klaus qualifizierte sich bei seinen 9 Teilnahmen zwar nur dreimal für die besten acht, bei jedem dieser drei Turniere qualifizierte er sich dann aber für das Halbfinale und erreichte einen Geldrang. Eine außergewöhnlich positive Bilanz hat auch der Ranglistenfünfte Jan Jacobowitz: Bei 8 Turnierteilnahmen qualifizierte er sich zwar nur zweimal für die besten acht und die Finalrunde. Aber beide Turniere gewann er anschließend!

Bei deutlich weniger Turnierteilnahmen und Teilnahmen an der Finalrunde dennoch außergewöhnlich erfolgreich waren auch Martin Birkhahn, Martin Barkwill und Daniel Kotrc: Martin Birkhahn nahm nur an vier Turnieren teil, qualifizierte sich ebenfalls zweimal für die Finalrunde und wurde dort einmal Vierter und gewann einmal das Turnier. Martin Barkwill nahm nur zweimal an einem Monatsturnier teil und erreichte beide Male das Finale. Daniel Kotrc nahm 2011 als Titelverteidiger der Berliner Meisterschaft leider nur an drei Monatsturnieren teil. Auch er qualifizierte sich bei zwei Turnieren für die Finalrunde und gewann beide Male anschließend das Turnier! Da Martin Birkhahn, Daniel Kotrc und Martin Barkwill nur sporadisch an den Monatsturnieren der Berliner Meisterschaften teilnahmen, spielten sie jedoch keine Rolle für die Gesamtwertung der Berliner Meisterschaft und landeten auf den Plätzen 18, 22 und 24.

Martin Barkwill, Martin Birkhahn und Daniel Kotrc waren aber neben Jan Jacobowitz und Klaus Klein die einzigen Teilnehmer, die (wenn sie sich mehr als einmal für die Finalrunde qualifiziert hatten) anschließend auch immer einen Platz in den Geldrängen erspielen konnten.

Bei ihrer einzigen Finalrundenteilnahme landeten auch Gerald Zander, Vitali Olchanski, Peter van de Bruck, Selim Sehm, Andreas Wagener, Michael Klein und Rolf Schüler auf dem 3. oder 4. Turnierrang und damit in den dotierten Rängen. Stefan Blancke konnte sich bei drei Turnierteilnahmen zweimal für die Finalrunde qualifizieren, erreichte einmal den dritten Platz und war damit ein weiterer auswärtiger Teilnehmer, der bei den Monatsturnieren der Berliner Meisterschaft erfolgreich war. Erwähnenswert ist auch die Entwicklung von Thomas Krüger: Erst seit Juni dabei, brauchte er zwei Turniere, um sich zu akklimatisieren. Von August bis Oktober erreichte er dann dreimal hintereinander die Finalrunde, verlor im Oktober erst im Turnierfinale und belegte in der Jahreswertung Rang 17.

Neben Thomas Krüger erreichte auch der 13. der Jahreswertung Tim Schuettler einmal das Turnierfinale: Er verlor im September gegen Dieter Münster, der nach längerer Turnierpause erst zur Jahresmitte wieder in das Turniergeschehen eingegriffen hatte und in der Schlussrangliste 2011 immerhin Platz 15 belegte.

Martin Birkhahn war 2011 der einzige Teilnehmer, dem es bei einem Turnier (im Juli) gelang, alle 8 Turniermatches von der Vorrunde bis zum Finale zu gewinnen und einen sog. Durchmarsch zu schaffen.

Jan und Daniel gelang als einzigen Teilnehmern das Kunststück, 2011 zwei Turniere zu gewinnen.

Platzierungen in den Geldrängen:

Auch wenn man übergreifend die Erfolge verschiedener Spieler in der Second Chance und der Finalrunde betrachtet, spiegeln sich die Ergebnisse der Jahresrangliste wieder:

Insgesamt sechsmal belegte 2011 Christian Plenz einen Platz im Preisgeld, ihm gelang es dabei, nicht nur alle vier Geldränge in der Finalrunde einmal zu belegen, sondern jeden einzelnen Geldrang jeweils einmal: Neben einem Turniersieg, einem zweiten Platz, einem dritten Turnierrang und einem vierten Platz gewann Christian auch einmal die Second Chance und wurde einmal Zweiter.

Viermal im Preisgeld landeten Matthias Strumpf (einmal Turniersieger, zweimal Turnierzweiter und einmal Zweiter der Second Chance) und Vitali Olchanski (einmal Turnierdritter, zweimal Sieger der Second Chance, einmal Zweiter der Second Chance).

Drei Preisgeldplätze belegten Jan Jacobowitz (zweimal Turniersieger, einmal Sieger der Second Chance), Klaus Klein (je einmal Turniersieger, Zweiter und Dritter des Turniers) und Thomas Koch (einmal Turniersieger, in der Second Chance Sieger und Zweiter).

Zweimal waren 2011 folgende Spieler im Geld: Daniel Kotrc (zwei Turniersiege), Martin Birkhahn (einmal Turniersieger, einmal Vierter), Martin Barkwill (zweimal Turnierfinalist), Ralf Sudbrak (einmal Turnierfinalist und einmal Vierter in der Finalrunde), Helmut Krausser (zweimal Turnierdritter), Tim Schuettler (einmal Turnierfinalist und einmal Sieger der Second Chance), Hamid Akbari (je einmal Turnierdritter und Sieger der Second Chance), Julian Becker (Turnierdritter und Zweiter der Second Chance), Peter van de Bruck (Turniervierter und Sieger der Second Chance) und Dankwart Plattner (Turniervierter und Zweiter der Second Chance).

Sicher nicht vom Glück verfolgt war 2011 Igor Kaplanski: Auf Platz 6 im Vorjahr folgte nun Platz 12: Bei 9 Turnierteilnahmen konnte er sich durchschnittliche 3mal für die Finalrunde qualifizieren, belegte aber nur einmal einen Platz im Preisgeld (Rang 4 im Mai). Ähnliches gilt für Gerhard Zerbin, der zwar dreimal das Viertelfinale der Finalrunde erreichen konnte, allerdings hier jedes Mal ausschied. Am Ende stand Platz 19 der Schlussrangliste 2011 nach Platz 8 im Vorjahr. Mejer Breslav startete furios ins Jahr 2011 (Turnierdritter im Februar, Vorrundensieger im März mit 5 Siegen), konnte an diese Tendenz aber nicht mehr anknüpfen und belegte nach weiteren 4 Turnierteilnahmen Platz 20.

30 von 58 Teilnehmern konnten sich 2011 in der Finalrunde oder der Second Chance (oder beiden) einen Platz in den Preisgeldplätzen erspielen.

Christian Plenz, Jan Jacobowitz und Thomas Koch waren die einzigen Spieler, die sowohl ein Monatsturnier als auch die Second Chance gewinnen konnten.

Berliner Meisterschaft: Matchbilanzen:

Auch die Matchbilanzen der einzelnen Teilnehmer der Berliner Meisterschaft sind im Wesentlichen ein Spiegel der Rangliste des Jahres:

Christian Plenz spielte nicht nur die meisten Matches überhaupt (73), sondern hatte mit 46 Siegen und nur 27 Niederlagen und damit einer Quote von 63 % gewonnenen Matches eine außerordentlich positive Matchbilanz. Der Ranglistenzweite Klaus Klein liegt mit einer Erfolgsquote von 62,7 % (37:22 Siege) interessanterweise nur knapp hinter Christian, aber relativ deutlich vor Matthias Strumpf, der punktgleich mit Klaus Vizemeister 2011 wurde und 58,1 % seiner Matches gewinnen konnte (36:26 Siege), und Hamid Akbari (57,8 %, 37:27 Siege).

Die meisten Turniermatches gewann bei der Berliner Meisterschaft 2011 Christian (46) deutlich vor Klaus, Hamid (je 37) und Matthias (36). 30 Matches oder mehr konnten im Jahresverlauf auch Julian Becker, Tilman Söhnchen (beide 33), Dankwart Plattner (31) und Ralf Sudbrak (30) gewinnen.

Im positiven Bereich liegen die Quoten gewonnener Spiele von anderen Teilnehmern der Berliner Meisterschaft jenseits der Top-4 der Jahreswertung 2011: Thomas Koch (41 Matches, 56,1 % gewonnen) und Hartmut Schuler (36 Matches, 55,6 % gewonnen) nahmen zwar nur an sechs Monatsturnieren teil, haben ihre Platzierung im Vorderfeld der Jahreswertung 2011 (Thomas Platz 14, Hartmut Platz 16) aber nicht zuletzt ihrer positiven Matchbilanz zu verdanken. Ähnliches gilt natürlich auch für Dieter Münster (37 Matches, 54,1 % gewonnen) Jan Jacobowitz (54 Matches, 53,7 % gewonnen), Vitali Olchanski (53 Matches, 52,8 % gewonnen), Thomas Krüger (36 Matches, 52,8 % Siege), Tim Schuettler (42 Matches, 52,4 % Siege) und Tilman Söhnchen (64 Matches, 51,6 % gewonnen). Und auch Julian Becker (65 Matches, 50,8 % gewonnen) gewann mehr als die Hälfte seiner Matches und erreichte damit als Achter einen Platz in den Top Ten der Jahreswertung.

An der Spitze, was die prozentuale Quote seiner gewonnener Matches bei der Berliner Meisterschaft betrifft (aber mit weniger Matches als die regelmäßigen Turnierteilnehmer) liegt mit Daniel Kotrc ein Teilnehmer, der 2011 nur sporadisch an den Monatsturnieren der Berliner Meisterschaft teilnahm. Der Berliner Meister 2010 konnte 68,2 % seiner 22 Matches gewinnen (15:7 Siege). Erwähnenswert auch Martin Barkwill mit 62,5 % gewonnener Matches (16 Matches, 10:6 Siege), Rolf Schüler mit 60 % Siegen (9:6 Siege bei 15 Matches), Martin Birkhahn, der 58,6 % seiner 29 Matches gewinnen konnte (Matchbilanz 17:12) und, ebenfalls mit deutlich weniger Matches: Peter van de Bruck (21 Matches 57,1 % Siege), Peer Röwer (16 Matches, 56,3 % gewonnene Matches) und Stefan Blancke (20 Matches, 55 % gewonnen). Sie alle spielten aber wegen ihrer zu seltenen Teilnahmen keine Rolle beim Kampf um die Berliner Meisterschaft und die Podestplätze.

24 von 58 Spielern haben 2011 eine positive Matchbilanz bei den Turnieren der Berliner Meisterschaft in diesem Jahr (darunter auch einige Spieler mit nur einer Turnierteilnahme, die wir hier nicht aufführen).

Berliner Jahreszeiten

Naturgemäß ändert sich durch zwei Turniere nicht allzu viel in der Gesamtbilanz des Jahres: Eine positive Matchbilanz haben bei den Jahreszeitenturnieren Igor Bakunowizki (Dritter beim Berliner Frühling mit 3 Siegen und 1 Niederlage) und Thomas Koch (Zweiter der Consolation des Berliner Frühlings mit 3 Siegen und 2 Niederlagen). Bemerkenswert auch der 4. Platz von Gerhard Zerbin und die Finalteilnahme von Ralf Sudbrak beim Berliner Frühling, sein dritter Preisgeldplatz 2011.

Eine positive Matchbilanz erspielten sich beim Berliner Herbst der Turnierfinalist Martin Birkhahn und der Dritte Hartmut Schuler, die bei nur einer Niederlage dreimal gewinnen konnten sowie Dankwart Plattner, der an beiden Jahreszeitenturnieren teilnahm, beim Berliner Herbst die Consolation gewinnen konnte, und bei dem 5 Siegen bei beiden Turnieren nur 3 Niederlagen gegenüber stehen. Dem Hamburger Meister 2011, Dirk Jansen, gelang es auch bei den Berliner Jahreszeitenturnieren nicht, einmal einen Preisgeldplatz in Berlin zu belegen. Eine Matchbilanz von 5 Siegen bei 4 Niederlagen unterstreicht aber, dass auch er zu den ernst zu nehmenden Spielern gehört. Auch für ihn gilt wie für alle Spieler: Backgammon hat nicht nur mit gutem Spiel, sondern eben auch mit Glück und Pech zu tun. Das macht den Reiz des Backgammon aus.

Wirklich substanzielle Veränderungen hinsichtlich ihrer Gesamtbilanz 2011 gibt es nur bei drei Spielern:

Christian Plenz nahm nur am Berliner Herbst teil und schied dort nach zwei Niederlagen aus. Dadurch fiel er, was die Differenz seiner gewonnenen zu den verlorenen Matches betrifft, auf Platz 2 zurück. Sogar auf Platz 5 fiel Christian zurück, wenn man die Quote gewonnener Matches betrachtet. Allerdings haben drei der Spieler, die hier vor ihm liegen, signifikant weniger Matches bestritten.

Durch eine Matchbilanz von 7:3 bei den Jahreszeitenturnieren setzt sich Klaus Klein vor Christian Plenz an die Spitze, was die absolute Bilanz gewonnener gegenüber verlorener Matches betrifft: Klaus hat nicht nur bei beiden Jahreszeitenturnieren einen Preisgeldplatz belegt (einmal Sieger der Consolation, einmal Turniervierter) und mit 10 die meisten Matches gespielt. Sondern auch mit der Gesamtbilanz von 44:25 und einer Differenz von + 19 Christian überholt, der in der Bilanz aller gespielter Berliner Turniere 2011 bei 46:29 und einer Differenz von + 17 steht.

Der erfolgreichste Spieler bei den Jahreszeitenturnieren war aber eindeutig Thomas Zimmer: Er gewann beide Turniere, und das mit mit einer makellosen Matchbilanz von 9:0 Siegen. Damit setzt er sich bei der Plus-Minus-Bilanz (Differenz der verlorenen zu gewonnenen Spielen) auf den dritten Gesamtrang hinter Klaus und Christian. Und was die prozentuale Quote gewonnener Matches betrifft, löst er Daniel Kotrc klar als Nummer 1 ab: Turnierserienübergreifend hat Thomas über 82 % seiner Matches gewonnen!

Hier gehts zum zweiten Teil der statistischen Rückschau auf das Jahr 2011.

Herzliche Grüße,
Daniel Kotrc und Christian Plenz

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