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Ralf startet im Satelliten in die Umlaufbahn

7. April 2012

Gestern hat im Café Belmont ein Satellit für den Berliner Frühling am 15. April um 13 Uhr an gleicher Stelle stattgefunden.

Die positiven Dinge zuerst:

Erfreuliche zwölf Teilnehmer waren mehr, als wir erwartet hatten und bedeuteten einigen Aufwand bei der Suche nach einem spielbaren und fairen Modus. Wir hoffen dass wir mit der Lösung, eine Achtelfinalrunde mit Freilosen vorzuschalten und das Startgeld für die Spieler, die eine Runde mehr spielen mussten,  zu halbieren, eine gute Lösung gefunden haben.

Zwöf Teilnehmer bei einem Satelliten zeigen auch, dass das Format reizvoll ist und auf Interesse stößt. Und wir sind im Überlegungsprozess, das zu wiederholen und beispielweise einmal im Monat auch einen Satelliten für die Berliner Meisterschaft anzubieten.

Nach unseren Eindrücken scheint es eine Reihe sehr interessanter Matches gegeben zu haben. Auffallend war jedenfalls, wie oft Backgame-Positionen zu sehen waren,  teilweise wurde beiderseitig versucht, auf der eigenen Seite den Gegner ins Backgame zu zwingen und sich hinten aus der Umklammerung eines Backgames zu befreien.

Unter den zwölf waren etlliche etablierte Spieler der Berliner Backgammonszene, etwa Igor Kaplanski  oder der Vierte der Jahreswertung 2011, Hamid Akbari, die jedoch schon nach einem Match die (Backgammon)Koffer packen mussten. In ihren jeweils zweiten  Matches erwischte es dann Dankwart Plattner, den Berliner Vizemeister Matthias Strumpf und Thomas Koch, den Sieger des Märzturniers der Berliner Meisterschaft, der gegen Ralf Sudbrak den Kürzeren zog. Bei Thomas war das zweite Match immerhin schon das Halbfinale. Aber das brachte ihm nun außer einen freien Feiertagsabend und der Aussicht, vielleicht wenigstens vom Sieger nach Hause geschickt worden zu sein, wenig.

Erfreulich war die Teilnahme dreier für uns unbekannter Gesichter, die hoffentlich wieder kommen werden!

Mit Yannick Rudolph aus Hamburg konnte sich einer dieser drei durch Siege gegen Igor, Dankwart und Hartmut Schuler bis ins Finale vorspielen. Dort führte er gegen Ralf Sudbrak schon 3:0, ehe sich Ralf in einer sehr volatilen Stellung einen Vorteil erspielte und Yannick mit einer Reihe von Backcheckern hinter einer Prime (bei beiden Spielern) und einigen Gammonaussichten (für beide Seiten) den Dopplerwürfel vor die Nase setzte, den Yannick angstfrei (und sicherlich korrekterweise) annahm. In der Folge verpasste es Ralf wahrscheinlich, noch konsequenter auf ganmmon zu spielen. Aber das Homeboard seinen Gegners machte auch einen respekteinflößenden Eindruck und so scheute Ralf das letzte Risiko und die letzte Konsequenz bei seiner Attacke.

Yannick und Ralf während des umkämpften Finals

Aber es reichte auch so zum Führungswechsel im Match und anschließend entwickelte sich eine ebenfalls sehr abwechslungsreiche Crawford-Partie, die wohl typisch war für den gesamten interessanten Turnierverlauf.  Am Ende hatte Ralf im Race das bessere Ende für sich und sicherte sich den Startplatz für den Berliner Frühling. Außerdem baute Ralf seine außergewöhnlich positive Matchbilanz bei unseren Turnieren im Jahr 2012 auf 11:2 aus. Glückwunsch! Wir hoffen, dass er nach seinem Senkrechtstart dann pünktlich am 15. April zur Registration wieder aus der Satelliten-Umlaufbahn zurückkehrt und am Berliner Frühling teilnehmen wird!

Kompliment aber auch an Yannick, der nicht nur durch seine Ergebnisse überzeugte, sondern auch bei seinen geschlagenen Gegnern nicht nur für Kopfschütteln ob ihres Pechs, sondern auch für anerkennnende Reaktionen sorgte.

Negative Dinge? Da fällt mir ‚leider‘ wenig ein, außer dass das Turnier deutlich länger gedauert hat als erwartet.  Die unerwartet hohe Teilnehmerzahl und dann die Überlegungen zu einem fairen Modus verzögerten leider den Turnierbeginn, außerdem dauern 5-Punkt-Matches halt länger als 3-Pointer, die wir bisher bei Satelliten gespielt hatten. Aber sie machen ein Turnier natürlich auch interessanter.  Hinzu kam eine Reihe enger Matches mit komplizierten Positionen, die längere Überlegungen nötig machten und die das Satellitenturnier auf ca. dreieinhalb Stunden ausdehnten.

Wir hoffen, dass es Euch trotzdem gefallen hat und dass dieses schöne kleine Satellitenturnier ein gutes Omen für den Berliner Frühling war!

Frohe Ostern!

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