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Die Begegnung der Veteranen

22. Juli 2012

Turnierbericht Berliner Meisterschaft Juli 2012

Start in die zweite Saisonhälfte der Berliner Meisterschaft 2012: Die Teilnehmerzahl hat sich in diesem Jahr bei einem Ausreißer nach unten (17 Teilnehmer im Mai) zwischen 20 und 22 eingependelt, die 21 Teilnehmer dieses Turniers passten dort genau hinein. Die ungerade Teilnehmerzahl führte zum Turnierteilnehmer Freilos. Bekommt man es in der Vorrunde zugelost, erhält man kampflos einen Siegpunkt für die Vorrundenwertung und die halbe Punktzahl (2,5) für die Ranglistenwertung.

Mit Ilona Klein, die sich zusammen mit ihrem Mann James zum zweiten Mal nach dem Aprilturnier einschreiben lässt, nimmt endlich einmal wieder eine Frau teil und den Wettbewerb mit der Männerwelt auf, die sonst leider zu oft unter sich ist.

Mit Frank Donat und Markus Kühn heißen wir zwei für uns neue Spieler herzlich willkommen. Der in Düsseldorf lebende Markus hat einen Berlin-Aufenthalt zur Turnierteilnahme genutzt. Auch Hans Schwichow aus Essen war einmal mehr – zum dritten Mal in diesem Jahr – aufgetaucht. Und last but not least hatte auch Martin Birkhahn wieder in Berlin Station gemacht, diesmal auf der Rückreise von den Backgammon Weltmeisterschaften in Monaco, wo er immerhin die Runde der letzten 32 erreicht hatte.

Sie gesellten sich zu 15 Spielern aus unserem Teilnehmerstamm, die, aus Berlin  kommend, mehr oder weniger regelmäßig die Monatsturniere der Berliner Meisterschaft besuchen. Darunter war natürlich auch die Ranglistenspitze dieses Jahres mit den drei Führenden Tilman Söhnchen, Helmut Krausser und Thomas Koch sowie dem mehrfachen Berliner Meister Matthias Strumpf, dem Sieger des Maiturniers, Thomas Krüger und Dankwart Plattner, der zuletzt mit zwei Finalteilnahmen hintereinander überzeugen konnte.

Vorrunde

Zum Turniergeschehen:
In der Vorrunde ist es so wie immer in diesem Jahr: Um die Finalrunde der besten acht sicher zu erreichen, ist man gut beraten, in den vier Vorrundenmatches dreimal zu gewinnen.

In den Vordergrund spielen sich zu Beginn einige Spieler, die bisher noch keine Abonnenten auf einen Finalrundenplatz gewesen waren. Markus Kühn hat nach drei Runden ebenso schon dreimal gewonnen wie Hans Schwichow und auch Guido Weidner. Markus, Hans und Guido haben damit einen Startplatz im Viertelfinale ebenso scheinbar sicher wie Igor Kaplanski und Gerhard Zerbin. Die beiden Dauerbrenner, die schon seit Jahren im Teilnehmerfeld der Berliner Meisterschaft zu finden sind, haben auch das nötige Glück und profitieren ein wenig davon, dass ihnen in der Vorrunde ein Freilos zugelost wird, aber sie sind diesmal in guter Form und scheinen ebenfalls schon nach drei Runden mit drei aus drei so gut wie qualifiziert.

Nicht ungewöhnlich, aber für den neutralen Beobachter dennoch auffällig ist diesmal, wie oft im Verlauf der Vorrunde fassungslos mit dem Kopf geschüttelt wird und die berühmten Badluckstories durch den Turniersaal schwirren, wie oft sie die Positionsanalysen bestimmen, die am Rande des Turniers stattfinden und wie oft die Turnierleitung hören muss, wie man ein eigentlich schon gewonnenes Match noch verloren hat.

Nach einem Zwischenhoch mit seinem Sieg in der 2nd Chance im Juni landet etwa der Berliner Meister Christian Plenz ebenso unsanft auf dem Boden der Tatsachen wie Dankwart Plattner, der im Mai und im Juli zweimal im Turnierfinale gestanden hatte: Diesmal bleiben beide ohne Sieg in der Vorrunde. Und auch die Seuchenserie von Hartmut Schuler, der 2011 einige Achtungszeichen gesetzt hatte, aber in diesem Jahr bisher kein Bein auf die Erde bekommt, setzt sich fort – ein Vorrundensieg reicht nicht zum Einzug in die Finalrunde.

Lehrgeld müssen auch Rookie Frank Donat sowie James und Ilona Klein zahlen – sie bleiben mit je einem Vorrundenpunkt ohne Aussicht auf die Finalrunde und müssen sich mit dem einen oder anderen Achtungserfolg begnügen – Ilona bringt immerhin Matthias Strumpf eine empfindliche 5:1 Niederlage bei, und Frank obsiegt gegen Christian Plenz – beim Berliner Meister klappt an diesem Tag nichts, zumindest nichts zählbares.

Parallel verläuft die Vorrunde für die direkten Verfolger des Ranglistenführenden – aber ebenfalls nicht nach Wunsch: Nach einer Auftaktniederlage stehen Helmut Krausser und Thomas Koch schon etwas unter Druck. Nachdem sie parallel das folgende Match gewinnen, ist die Finalrunde wieder in Reichweite, aber in der dritten Runde verliert Helmut gegen Sokrates Bukalis und Thomas gegen den starken Gast aus Düsseldorf, Markus Kühn.

Um nun noch die Finalrunde zu erreichen und Chancen auf den Turniersieg zu haben, müssen sie hoffen, ihr letztes Vorrundenmatch zu gewinnen, um mit der möglichen 2:2-Bilanz noch ein Hintertüchen über eine Stechrunde der punktgleichen Spieler mit 2 Punkten ins Viertelfinale öffnen zu können, und sich dort durchzusetzen. Ein weiter Weg.
Das erste Ziel wird immerhin erreicht, nachdem Helmut gegen Peter Gaebler die Oberhand behält und Thomas sich gegen Ilona Klein durchsetzen kann. Dann heißt es abwarten für den Ranglistenzweiten und -dritten, und hoffen, dass die endgültige Vorrundentabelle tatsächlich noch das Hintertürchen zum Notausgang in die Finalrunde für die Spieler mit einer 2:2-Bilanz offen lässt.

Aber das Prinzip Hoffnung gilt nicht nur für Helmut Krausser und Thomas Koch:
Unrund verläuft die Vorrunde nämlich auch für Thomas Krüger und Tilman Söhnchen: Die Nummer 5 und die Nummer 1 der Rangliste starten jeweils mit 2 Siegen sowohl vielversprechend, als auch standesgemäß und scheinen auf dem besten Weg in die Finalrunde. Aber beide müssen dann noch gegen Martin Birkhahn und Jan Jacobwoitz ran; Martin und Jan kämpfen selbst noch um einen Finalrundenplatz und sind gut in Form. Tilman zeigt gegen Martin ein starkes Performance Rating von 4,7, und die Auswertung der Mitschrift gegen Jan ergibt gar, dass Tilman eine 1,0 abgeliefert hat – leider spielen die Gegner ebenfalls sehr stark: Martin bleibt kaum hinter Tilman zurück und Jan hält gegen Tilmans 1,0 gar mit einer 0,95 dagegen.
Vor allem aber überlassen Martin und Jan Tilman nur 2 und 0 Punkte, sodass Tilman nach vier Matches ebenso mit einer ausgeglichenen Bilanz von 2:2 dasteht wie Thomas, der Jan nach hartem Kampf bei DMP unterliegt und gegen Martin wenig zu bestellen hat.

Auch Peter Gaebler hat – immerhin nach einem Sieg gegen Martin Birkhahn in der ersten Runde – die Chance, in der letzten Runde auf 3:1 Siege zu kommen und die Finalrunde so gut wie sicher zu erreichen, aber er unterliegt glatt gegen Helmut Krausser und muss ebenfalls bangen.

Zu diesen fünf Spielern mit einer ausgeglichenen Bilanz nach der Vorrunde gesellen sich noch Sokrates Bukalis und Julian Becker durch Siege in der letzten Vorrunde.

Eine solche Bilanz von 2:2 Siegen hätte in diesem Jahr bisher immer gereicht, um zumindest eine kleine Chance auf das Erreichen der Finalrunde in einer Stechrunde von Onepointern zu bekommen. Diesmal aber deutet sich an, dass es sein könnte, dass eine Bilanz von 2:2 nicht einmal für eine Stechrunde reicht, und dass es sogar passieren könnte, dass diesmal die Spieler mit einer Bilanz von 3:1 Siegen eine Ausscheidungsrunde machen müssen, um aus diesem Kreis einen oder mehrere Spieler zu finden, die die Finalrunde nicht erreichen…

In der letzten Vorrunde geht es also für die Spieler an der Spitze der Vorrundentabelle nicht unbedingt nur darum, wer den Platz an der Sonne nach der Vorrunde belegt und wer ohne Niederlage durch die vier Vorrundenmatches spaziert. Sondern ganz sicher für das Viertelfinale qualifiziert ist nur, wer tatsächlich alle Vorrundenmatches gewinnt.
Von daher ist es auch für die Zusammensetzung des Viertelfinals in der Finalrunde unter Umständen nicht ganz bedeutungslos, dass Hans Schwichow und Markus Kühn ihre direkten Duelle gegen Igor und Gerhard gewinnen und sich ungeschlagen mit 4 Siegen die Spitzenplätze nach der Vorrunde sichern, während Guido gegen Matthias Federn lassen muss und wie Igor und Matthias noch ein wenig zittern muss.
Dahinter erspielen sich Martin Birkhahn, Matthias Strumpf und Jan Jacobowitz in der letzten Runde ihren jeweils dritten Sieg, wie zuvor schon Hans Schwichow und Markus Kühn sowie Igor Kaplanski, Gerhard Zerbin und Guido Weidner.
Und wir stehen das erste Mal in dieser Saison vor der Situation, dass nach der Vorrunde genau acht Spieler 3 oder 4 Punkte gesammelt haben, sodass es keine Stechrunde um weitere Finalrundenplätze gibt.

Hätte nur ein Spieler mehr 3 Punkte erreicht, hätte es diesmal sogar ein Stechen der Spieler mit 3 Punkten nach der Vorrunde gegeben, um auf jene acht Spieler zu kommen, die in der Finalrunde den Turniersieger ausspielen.

2nd Chance

Immerhin sind die sieben Spieler, die in der Vorrunde zwei Punkte geholt haben, aber keine Chance mehr hatten, sich für die Finalrunde zu qualifizieren, für das Viertelfinale der 2nd Chance bereits fest qualifiziert, während sich von den weiter hinten platzierten Spielern nur noch einer für die Hauptrunde der 2nd Chance qualifizieren kann. In einem kleinen Onepointer-Marathon kann sich Dankwart Plattner gegen Christian Plenz, Hartmut Schuler und Frank Donat durchsetzen und sich den letzten Platz im Viertelfinale sichern.

Gegen Julian Becker rafft sich Dankwart anschließend noch einmal zu einer Energieleistung auf, holt ein 0:4 auf, unterliegt am Ende aber denkbar knapp 4:5. Wie Julian muss auch Peter Gaebler im Viertelfinale über DMP gehen, bevor er sich gegen Thomas Krüger durchsetzt.

Im Halbfinale bekommen es Julian und Peter mit hochkarätigen Gegnern zu tun: Der Drittplatzierte der Rangliste 2012 Thomas Koch hatte sich zuvor gegen den Ranglistenersten Tilman Söhnchen durchgesetzt. Und auch gegen Julian führt Thomas anschließend schon 4:0. Aber dann kann Julian in nur einer Partie den Spieß umdrehen und das Match drehen und gewinnen.

Peter Gaebler muss währenddessen gegen die Nummer 2 der Rangliste, Helmut Krausser ran. Und parallel wie das ganze bisherige Turnier verläuft auch das Ausscheiden von Helmut und Thomas – Peter steht im Finale gegen Julian, die 2nd Chance ist diesmal eine Domäne der Half Entries.

Im Endspiel auf 7 Punkte geht Julian zwar 1:0 in Führung. Damit hat er sein Pulver allerdings verschossen und muss den Sieg in der 2nd Chance seinem Gegner überlassen.


Herzlichen Glückwunsch Peter Gaebler zum Sieg im Finale der 2nd Chance!

Finalrunde:

Die Finalrunde ist eine reizvolle Mischung aus neuen Gesichtern und alten Hasen, aus internationalen Turnierspielern und Turnierteilnehmern ohne die ganz große Turniererfahrung, aus auswärtigen Spielern und Lokalmatadoren. Und nicht zuletzt steht sie unter der Fragestellung, ob sich die Sidepoolspieler durchsetzen können. In der Vorrunde haben sie groß aufgetrumpft und 6 von 7 in die Finalrunde gebracht, während Guido Weidner und Hans Schwichow die Full Entries ohne Sidepool vertreten, im Viertelfinale gegen Markus Kühn und Matthias Strumpf.
Und es ist sicher nicht ganz erwartet, dass in diesen Vergleichen Sidepool vs. Full Entry beide Sidepoolspieler schon in der ersten KO-Runde klein beigeben müssen und Markus und Matthias zusammen nur einen Punkt holen.

Die beiden weiteren Viertelfinals verlaufen ein wenig enger: Jan Jacobowitz führt gegen Gerhard Zerbin zwar 2:0 auf 7 Punkte, macht danach aber keinen Stich mehr und muss sich damit trösten, diesmal deutlich besser abgeschnitten zu haben als bisher in diesem Jahr und zum ersten Mal die Finalrunde erreicht zu haben. Gerhard dagegen meldet sich nach langer Durstrecke in den Preisgeldrängen zurück und hat zum ersten Mal seit Oktober 2010 wieder einen dotierten Platz erspielt.
Ähnlich wie Gerhard Zerbin hat Igor Kaplanski eine längere Zeit der Erfolglosigkeit hinter sich – sein letzter Turniererfolg in Form eines Preisgeldplatzes datiert vom Mai 2011.
Gegen Martin Birkhahn unternimmt er nach 4 verlorenen Matches in der Finalrunde den fünften Versuch, endlich einmal wieder ein Viertelfinale in der Finalrunde zu überstehen. Zunächst entwickelt sich ein knappes Match mit Vorteilen für Martin, der 1:0 und 3:1 in Führung gehen kann. Doch nach dem 3:3 Ausgleich dreht Igor das 7-Punkte-Match und zieht ins Halbfinale und in die Preisgeldränge ein!

Der Verlauf der beiden Halbfinals könnte kaum unterschiedlicher sein: Igor Kaplanski bekommt es mit Guido Weidner zu tun und überlässt ihm keinen Punkt. Nach fünf Partien steht es 7:0 und Igor erreicht das Endspiel, zum ersten Mal seit Februar 2010.


Wesentlich umkämpfter verläuft das Match zwischen Gerhard Zerbin und Hans Schwichow: Die Führung wechselt mehrfach, Hans geht 1:0 in Führung, Gerhard 2: 1 und später 3:2 und 5:2. Doch Hans kämpft sich wieder ran, gleicht aus und hat Matchpunkt bei 6:5. Doch auch Gerhard hat Lunte gerochen und möchte sein erstes Turnierfinale seit März 2008 erreichen. Und so passiert es. Er übesteht die Crawfordpartie und gewinnt anschließend auch das entscheidende Game bei DMP.
Kompliment an Igor und Gerhard zu ihrem Comeback – aber auch an Hans Schwichow und an Guido Weidner für ihre Halbfinalteilnahme und den geteilten 3. Platz!

Finale

Das Finale ist nicht nur die Begegnung zweier Comebacker. Und, nebenbei, das Match zweier befreundeter Spieler. Sondern wenn man einen Blick zurück auf das Ende der Vorrunde wirft, wird deutlich, an was für einem seidenen Faden die Finalrundenteilnahme von Igor Kaplanski und Gerhard Zerbin gehangen hatte. Denn hätte nur ein Spieler mehr nach der Vorrunde dreimal statt zweimal gewonnen, hätten die Spieler mit 3 Punkten nach der Vorrunde in eine Stechrunde gehen müssen, bei der Igor und Gerhard schlechte Karten gehabt hätten, weil sie in der Vorrunde beide ein Freilos zugelost bekommen hatten und dadurch in der Setzliste für eine Stechrunde ganz hinten platziert gewesen wären… Aber so ist es mit dem Konjunktiv: Hätte der Hund nicht geschissen, hätte er den Hasen gekriegt.

Igor Kaplanski und Gerhard Zerbin bereitet es sichtlich Vergnügen, sich bis hierher durchgespielt und den Jungen ein Schnippchen geschlagen zu haben. Es ist ein Treffen von Veteranen. Mit Kiebitz Dieter Münster unterhalten sich Gerhard und Igor vor und eingangs des Finales wie alte Männer in einem Westernfilm, die über die alten Zeiten nachsinnen und in Erinnerungen kramen: Weißt du noch, damals? Waren wir schon mal zusammen im Turnierfinale? Vielleicht in den Neunziger Jahren? Lange her…

Die Geschichte des Finals ist dann schnell erzählt und lässt sich im Grunde bereits kurz zusammenfassen, wenn man die Einschätzungen des Glücks durch Extreme Gammon aus der Sicht von Gerhard Zerbin referiert: Not your day…, quite unlucky…, unlucky…, quity unlucky…

Die Knackpunkte des Finalmatches sind bereits im zweiten Game zu finden, zunächst, als Gerhard bei einem 0:2 Rückstand schon früh diese aussichtsreiche Position mit zwei gegnerischen Blots vorfindet, von der Bar doppelt…

… und direkt anschließend einen Pasch-6 von der Bar würfelt…

Anschließend kann Gerhard aber wieder die Dominanz in diesem Game zurückgewinnen und strebt dem Ausgleich mit zusätzlichen Gammon-Optionen entgegen, als er im Bearoff einen Schuss von der Bar geben muss:

Igor trifft nicht nur diesen Schuss, sondern kann zugleich auch sein Homeboard schließen und redoppeln, nachdem er mit dem Bearoff begonnen hat, während Gerhard noch einen Straggler im Außenfeld stehen hat. Gerhard nimmt die Verdopplung auf 4 korrekterweise an, gewinnt Terrain zurück und ist im Bearoff sogar zwischenzeitlich wieder Favorit, aber ein Pasch-6 entscheidet die Partie zugunsten von Igor und Gerhard liegt nun 0:6 zurück, während gleichzeitig Igor nun zu gut 84% der Sieger des Juliturniers der Berliner Meisterschaft wird.

In der nächsten Partie verpasst Gerhard einige Gelegenheiten zur Verdopplung, darunter auch eine, die Igor hätte ablehnen müssen. So aber bleibt ihm das Pech treu, Igor kann sich peu à peu aus der Bedrängnis lösen und Gerhard vermeidet nur knapp ein Backgammon, das den Matchverlust bedeutet hätte. Dieser ereilt ihn dann aber in der folgenden Crawfordpartie, sodass Igor Kaplanski das Juliturnier der Berliner Meisterschaft 2012 gewinnt!

Kompliment und Gratulation an Gerhard Zerbin zur Finalteilnahme und zu einer sehr ordentlichen Performance dort. Anders als der Matchverlauf waren die Performances beider Finalisten nämlich sehr ausgeglichen. Das Finale ist wie immer in unserem Match Archiv zu finden.

Herzlichen Glückwunsch aber vor allem an Igor Kaplanski!
Kein Teilnehmer nimmt solche Anstrengungen auf sich wie er, um immer an den Turnieren der Berliner Meisterschaft teilnehmen zu können. Und wohl keinem Turnierteilnehmer bedeutet Backgammon und die Teilnahme an unseren Turnieren mehr als Igor.
Als Turnierveranstalter sind wir selbstverständlich neutral. Aber über Igors Turniersieg freuen wir uns persönlich mit ihm.

Rangliste

Durch seinen Turniersieg hat Igor nicht nur einen persönlichen Turniererfolg erspielt, sondern sich auch in der Rangliste der Berliner Meisterschaft 2012 wieder in Erinnerung gebracht: Er hat mit inzwischen 150,5 Punkten einen Sprung vom geteilten 7. Platz auf Platz 4 gemacht und Matthias Strumpf (147,5) knapp auf den 5. Platz verdrängt. Mit ca. 20 Punkten Vorsprung auf Igor und Matthias stehen auf den ersten drei Plätzen (seit dem Märzturnier) Tilman Söhnchen (179,5), Helmut Krausser (170) und Thomas Koch (168). Diese drei rücken untereinander immer näher zusammen, der Dritte Thomas ist vom Spitzenreiter Tilman nur durch 11,5 Punkte getrennt.

Hinter den Top Five der Rangliste belegen der Sieger des Maiturniers Thomas Krüger (133) und der Finalist der Turniere im Mai und im Juni, Dankwart Plattner (118) mit etwas Abstand die nächsten Plätze. Dahinter beschließt Christian Plenz (107) die ersten acht der Rangliste, die am Ende des Jahres startberechtigt für den neugeschaffenen Ranglistencup sein werden – ironischerweise ist Christian allein durch seine Teilnahmepunkte im Juli an Ralf Sudbrak (105) vorbeigezogen, der diesmal nicht teilgenommen hat. Die Top Ten beschließt Julian Becker, der dank seiner Finalteilnahme in der 2nd Chance die Marke von 100 Punkten als zehnter Spieler geknackt hat und bei 101 Punkten ebenfallss noch aussichtsreich platziert ist.

Resümee

Das war das Juniturnier der Berliner Meisterschaft 2012 und das erste Ranglistenturnier der zweiten Saisonhälfte. Wir sagen allen Teilnehmern danke für ein schönes und entspanntes Turnier.

Und wir gratulieren allen Preisträgern herzlich, besonders Turniersieger Igor Kaplanski.

Gespannt sind wir, wie sich nun, da das Jahresende näher rückt, die Situation an der Spitze der Saisonrangliste entwickeln wird, namentlich, ob Tilman, Helmut und Thomas oben zusammenbleiben, oder ob noch jemand von den Verfolgern in diese Phalanx einbrechen kann. Und wer sich vor den entscheidenden Turnieren des Jahres noch, etwa durch einen Turniersieg, in eine aussichtsreiche Position für einen Platz unter den besten acht bringen kann.

Die nächste Gelegenheit, Siege, Punkte und Preisgeldplätze ins Visier zu nehmen, ist jedenfalls beim Augustturnier am

12. August 2012 um 14 Uhr (Registration ab 13.15) im Café Kleisther.

Wir freuen uns!

Daniel Kotrc & Christian Plenz

Finalrunde:
1. Igor Kaplanski
2. Gerhard Zerbin
3. Hans Schwichow & Guido Weidner

2nd Chance:
1. Peter Gaebler
2. Julian Becker

Ein statistischer Überblick über dieses Turnier ist hier zu finden,

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