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Neues und Bekanntes

16. August 2012

Einige ganz neue Gesichter im Teilnehmerfeld und die erfreuliche Teilnahme verloren geglaubter Spieler, die das Teilnehmerfeld auf einen Höchststand für 2012 anschwellen ließen. Im Preisgeld neue und ungewohnte Gesichter, aber auch einige Spieler, die man schon wie alte Bekannte bei der Auszahlung des Preisgeldes begrüßen konnte – und zum Schluss ein abruptes Turnierende durch ein Backgammon: Die Teilnehmer des Augustturniers der Berliner Meisterschaft erlebten ein abwechslungsreiches Backgammonturnier, durch das auch in der Jahreswertung einige Weichen gestellt wurden.

Insgesamt 25 Teilnehmer ließen sich in die Teilnehmerliste einschreiben. Darunter mit Marcel Jochem und Ben Gottesman zwei ganz neue Gesichter und mit Andreas Wagener ein Spieler, den wir nach längerer Pause endlich wieder bei uns begrüßen können. Sven Rümcker ist in der Berliner Backgammonszene kein Unbekannter. Aber zumindest seit Beginn der modernen Geschichtsschreibung des Berliner Backgammon im Jahr 2008 hatte er an unseren Turnieren nicht teilgenommen. In seinem Schlepptau unternahm Peer Röwer einen weiteren Anlauf, bei der Berliner Meisterschaft einen dotierten Platz zu belegen.

Neben den üblichen Verdächtigen – von den Top Ten fehlten nur Ralf Sudbrak und Co-Veranstalter Christian Plenz – sind mit Marcel, Hans Schwichow, Peter van de Bruck und Martin Birkhahn auch wieder einige auswärtige Teilnehmer dabei, als zum Halali geblasen wird.

Vorrunde:

Bei den letzten Turnieren hatte der Ranglistenführende Tilman Söhnchen Stück für Stück von seinem Vorsprung auf seine Verfolger eingebüßt – diesmal könnte es zum Führungswechsel kommen, denn Helmut Krausser und Thomas Koch lauern mit einem Rückstand von jeweils nur noch rund 10 Punkten. Doch Helmut und Thomas müssen in der Vorrunde Federn lassen und reihen sich ohne Sieg (Helmut) bzw. mit nur einem Punkt (Thomas) außerhalb der Plätze ein, die zur Teilnahme an der Finalrunde um den Turniersieg berechtigen.

Etwas besser läuft es für den Primus der Rangliste: Zwar muss Tilman in der ersten Runde die Hilfe der Auslosung in Anspruch nehmen, die ihm einen kampflosen Punkt beschert und kommt anschließend gegen Hartmut Schuler unter die Räder. Aber zwei 5:2-Siege gegen Marcel Jochem und Carsten Wenderdel bringen ihn auf drei Punkte nach der Vorrunde, die in diesem Jahr noch immer für das direkte Erreichen der Finalrunde gereicht haben.

An der Spitze der Vorrundentabelle sind nach 3 Matches der Vorrunde noch drei Spieler ungeschlagen: Der Titelverteidiger Igor Kaplanski gibt sich gegen Igor Bakunowizki keine Blöße und schickt auch Guido Weidner und Hartmut Schuler geschlagen vom Brett. Ihm gleich tut es Martin Birkhahn, der sich ebenfalls gegen Hartmut, gegen Jan Jacobowitz und gegen den Ranglistenzweiten Helmut durchsetzt.

Dass auch Sven Rümcker dabei ist, dürfte nur für diejenigen eine Überraschung sein, die aus der Tatsache, dass er nicht zu den Stammteilnehmern der Berliner Meisterschaft gehört, geschlossen haben, dass er ein Rookie ist und eine leichte Beute sein wird. Doch Sven kann sich in den ersten drei Runden mit Thomas Krüger (Mai), Peter van de Bruck (Juni) und Thomas Koch (März) gleich gegen drei Turniersieger dieses Jahres durchsetzen und scheint ebenfalls schon für das Finalrunde der besten acht gebucht zu sein.

Für diese ungeschlagenen Spieler war bisher ihr letztes Vorrundenmatch immer eine Art Schaulaufen gewesen. So scheint es zunächst nicht weiter ins Gewicht zu fallen, dass Martin im direkten Duell an der Spitze der Vorrundentabelle gegen Sven verliert. Oder dass Igor im letzten Match doch noch eine Niederlage hinnehmen muss – er verliert gegen den starken Neuling Marcel Jochem, der mit diesem Sieg ebenfalls auf 3:1 Siege kommt.

Doch je mehr Ergebnisse der letzten Runde eintrudeln, desto klarer wird es: Diesmal, bei 25 Teilnehmern, ist es keine Selbstverständlichkeit, mit 3 Siegen die Finalrunde zu erreichen: Ihren dritten Sieg melden nämlich nicht nur Tilman Söhnchen und Marcel Jochem, sondern auch Thomas Krüger (gegen Guido Weidner), Dankwart Plattner (gegen Sokrates Bukalis, Julian Becker (gegen Matthias Strumpf), Peer Röwer (gegen Andreas Wagener) und Rochus Wegener (gegen Peter Gaebler).

Und so gibt es nun die Situation, dass hinter Sven Rümcker auf einmal neun Spieler in der Vorrunde 3:1 Siege gesammelt haben – und dass das diesmal nicht reicht, um nach der Vorrunde für das Viertelfinale qualifiziert zu sein: Nur für sieben Spieler ist im Viertelfinale Platz, zwei Spieler werden in der 2nd Chance einen weiteren Versuch unternehmen müssen, einen Preisgeldplatz zu belegen

Genau wie die sieben Spieler, die nach der Vorrunde immerhin zweimal gewonnen haben und die diesmal keine Chance bekommen, sich in einer Stechrunde noch einen oder zwei Finalrundenplätze zu erspielen.

Stechen

Die Onepointer-Stechrunde steht diesmal nicht nur deshalb unter neuen Vorzeichen, weil ihre Teilnehmer nur eine Niederlage in der Vorrunde kassiert hatten. Wegen der ungewöhnlichen Konstellation findet sie diesmal ausnahmsweise in Form eines umgekehrten KO-Systems statt: Jeder Spieler, der einen Onepointer gewinnt, darf ausscheiden, weil er sich dadurch für die Finalrunde qualifiziert. Und jeder Verlierer muss einen weiteren Onepointer spielen, bis die beiden Spieler gefunden sind, die anschließend ihre Chance in der 2nd Chance suchen müssen.

Es ist Igor Kaplanski, der sich als Erster für die Finalrunde qualifiziert. Ihm folgen im Viertelfinale Tilman, Dankwart, Peer und Rochus und anschließend Martin und Marcel. Thomas Krüger und Julian Becker dagegen müssen in die 2nd Chance.

2nd Chance

In den Qualifikationsrunden für die 2nd Chance hat sich unterdessen der Ranglistenzweite Helmut Krausser durch drei Siege in Onepointern für das Viertelfinale qualifiziert, während Thomas Koch in der Rangliste etwas Boden auf Helmut und Tilman verliert, weil er nach einem Sieg gegen Jan Jacobowitz in der Runde der letzten 16 gegen den bisherigen Ranglistenfünften Matthias Strumpf verliert – auch in den ersten Runden der 2nd Chance treffen namhafte und etablierte Spieler aufeinander.

Viel leichter wird es auch anschließend nicht: Matthias muss im Viertelfinale gegen Peter van de Bruck und nach seiner Niederlage die Heimfahrt antreten.

Helmut setzt seinen kleinen Lauf mit einem 5:0 gegen Thomas Krüger fort, der sich eben noch Chancen auf Finalrunde und Turniersieg ausrechnen konnte. Und auch für den zweiten Verlierer der Finalrunden-Stechrunde markiert schon die Runde der letzten acht der 2nd Chance die Endstation: Julian Becker verliert im DMP gegen Guido Weidner. Schließlich setzt sich Hartmut Schuler deutlich gegen Carsten Wenderdel durch. Im Halbfinale setzt sich Hartmut dann 5:3 bei DMP gegen Guido durch und erreicht nach einer Reihe von Misserfolgen bei den bisherigen Monatsturnieren der Berliner Meisterschaft immerhin das Finale der 2nd Chance! Und es reißt Helmuts kleine 2nd-Chance-Erfolgsserie beim 3:5 gegen Peter van de Bruck, der wieder ein Finale erreicht.

Hier geht Hartmut schnell 6:0 auf 7 Punkte in Führung und träumt schon von einem glatten Sieg und seinem ersten Preisgeldplatz seit Monaten. Aber Peter gibt sich nicht geschlagen und kommt über 1:6 und 2:6 auf 6:6 heran: Double Match Point! In diesem entscheidenden Game kann Hartmut Peter erfolgreich primen und das Match nach Hause bringen – herzlichen Glückwunsch zum Gewinn der 2nd Chance im August 2012!

Finalrunde

Die Viertelfinals der Finalrunde sind immer eine etwas undankbare Angelegenheit. Man hat in der Vorrunde überzeugt, sich mit viel Mühe, Können (und wahrscheinlich auch einigem Glück) für die Finalrunde qualifiziert – aber nach einer einzigen weiteren Niederlage kann das Turnier schon vorbei sein, ohne dass man einen Preisgeldplatz belegt hätte.

So geht es diesmal Rochus Wegener gegen den Ranglistenführenden Tilman Söhnchen. Der Ranglistenspitzenreiter gestattet Rochus nur zwei Punkte, aber da führt Tilman schon 5:0 auf 7 Punkte.

Martin Birkhahn hatte die Berliner Meisterschaft im Juli 2011 ohne Niederlage gewonnen. Seitdem ist er fünfmal aus Schwerin angereist und hat dabei immer wieder seine Qualitäten gezeigt: mit einer Halbfinalteilnahme beim Jahresendturnier 2011, mit dem Sieg bei der 2nd Chance im Mai dieses Jahres. Oder mit dem ersten Platz nach der Vorrunde im Juni 2012. Aber genau wie bei den letzten beiden Turnieren muss Martin auch diesmal nach dem Viertelfinale der Finalrunde seine Koffer packen – Sven Rümcker setzt seinen Siegeszug durch ein glattes 7:1 gegen Martin fort. Nicht anders als Rochus und Martin ergeht es dem Titelverteidiger Igor Kaplanski: Nach seinem Hoch vom Juliturnier zieht er gegen Dankwart Plattner den Kürzeren.

Peer Röwer hat in den letzten Jahren gelegentlich an den Turnieren der Berliner Meisterschaft teilgenommen, aber sein letzter Turniersieg und Preisgeldplatz datiert vom Juni 2008. So ist es kein Wunder, dass er not amused ist, als er gegen Marcel Jochem, der aus Essen angereist ist, nach einer 3:0 Führung noch verliert und – wieder einmal, wie er nicht ohne Bitterkeit erwähnt – eine Runde vor dem Geld ausscheidet.

Während sich Peer, Martin, Igor und Rochus also mit Komplimenten für ihre erfolgreiche Vorrunde zufrieden geben müssen, haben mit Marcel und Sven zwei frische Gesichter bei der Berliner Meisterschaft ebenso einen Preisgeldplatz sicher wie Dankwart, der nach zwei Finalteilnahmen im Aufwind ist, und Tilman Söhnchen. Tilman kann jetzt schon davon ausgehen, mit der vierten Halbfinalteilnahme der Saison nach zwei relativ erfolglosen Teilnahmen einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Berliner Meister 2012 gemacht zu haben, denn seine unmittelbaren Verfolger sind bereits ausgeschieden.

Das Halbfinale zwischen Tilman und Dankwart wird zu einer klaren Angelegenheit. Denn nach einer 1:0 Führung muss Dankwart zwar den Ausgleich hinnehmen. Aber danach holt Tilman keinen Punkt mehr und muss Dankwart den Sieg und den Finaleinzug überlassen.

Knapper verläuft das andere Halbfinale, das die Begegnung zweier Gesichter zeigt, die nicht zu denn Stammteilnehmern und Abonnenten in solchen KO-Spielen gehören: Sven Rümcker geht zwar gleich 4:0 in Führung, aber Marcel kämpft sich wieder heran und schafft nach weiteren vier Partien den Ausgleich. Doch Sven scheint Steherqualitäten zu besitzen und bringt das Match 7:4 nach Hause.

Gratulation an die beiden Finalisten. Kompliment und Glückwunsch aber auch an Marcel Jochem, der gleich bei seiner ersten Teilnahme das Halbfinale und einen Preisgeldplatz erreicht hat! Und an Tilman, der mit der Halbfinalteilnahme Punkte in der Saisonwertung der Berliner Meisterschaft gemacht hat, die noch einmal wichtig werden können im Kampf um die Berliner Meisterschaft 2012.

Finale

Das Finale sieht nicht nur das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Typen. Sondern auch die Begegnung zwischen einem Spieler, der regelmäßig an den Monatsturnieren der Berliner Meisterschaft teilnimmt, in den letzten beiden Jahren am Ende unter den Top Ten der Rangliste zu finden war und auch jetzt wieder im erweiterten Verfolgerfeld zu finden ist. Und einem Spieler, den Insider sicher kennen und schätzen, der aber normalerweise nicht an unseren Turnieren teilnimmt und daher für einige Spieler ein unbeschriebenes Blatt sein dürfte.

Sven Rümcker geht scheinbar locker an das Finale heran, während Dankwart Plattner anzumerken ist, dass es für ihn um einiges geht. Durch einen Sieg könnte er in Schlagdistanz zu den führenden Spielern in der Rangliste kommen. Und nachdem er in diesem Jahr schon zwei Finals erreicht hatte, aber auch beide Finals verloren hat, kann diesmal nur der Turniersieg das Ziel sein.

Das Match beginnt mit Vorteilen für Sven. Nachdem er zwei Punkte im Board gemacht und einen Backchecker befreit hat, doppelt er folgerichtig, Dankwarts Take ist allerdings ebenso klar. Doch dann wendet sich das Blatt. Dankwart erreicht einen advanced anchor und trifft anschließend einen Blot und dann einen zweiten.

In dieser Position…

… hat Dankwart so viele Möglichkeiten einen Stein im eigenen Board zu schlagen, dass er, mit einer Siegchance von gut zwei Dritteln und einer Gammonchance von mehr als einem Drittel, ein starkes Redoppel hätte. Allerdings hat er noch einige Arbeit zu erledigen, bis er das Game in der Tasche hat, was Sven selbst eine Gewinnchance von einem Drittel und ein knappes Take geben würde. Vielleicht unterschätzt Dankwart dies und gibt den Redoppler deshalb nicht.

Ein paar Würfe später dagegen hat Sven einen Anker in Dankwarts Homeboard gemacht.

Dankwart hat immer noch einen soliden Vorteil, der je nach Spielstand immer noch für ein Redoppel reichen würde, und bei vielen Matchscores zumindest für eine Initialverdopplung, vor allem bei Rückständen. Und beispielsweise bei einem Rückstand von 1:3 auf 5 Punkte die korrekte Cube Action Redoppel/Pass wäre.
Hier ist es jedoch keine korrekte Verdopplung und ein maga-klares Take. Sven hat nämlich seinerseits eine Siegchance, die immerhin bei mehr als 40% liegt.

Dennoch bringt der Würfel, den Dankwart nun zurückgibt und seinem Gegner vor die Nase setzt, nicht nur die Kiebitze in Aufruhr, sondern auch Sven zum Grübeln und am Ende sogar zu einer Ablehnung. Eine klare Fehleinschätzung. Vielleicht auch ein Stückweit eine taktische Entscheidung, aus der Furcht vor einem Drittel Gammons, die in dieser Position drin sind, und davor geboren, schon nach einer Partie 0:8 zurückzuliegen.

Nur 0:2 zurückliegend, wird Sven zunächst aggressiver und macht Punkt um Punkt, bis er selbst 4:2 führt und obenauf scheint. Das ist allerdings der Moment, in dem Dankwart wieder die Initiative ergreift, früh doppelt und den Ausgleich zum 4:4 schafft.

Bei dieser Position des nächsten Games  stellt sich dann die Frage nach einer Verdopplung:

Dankwart hat zwar nur eine Siegchance von ca. 62,5%. Aber mehr als die Hälfte seiner Gewinne werden Gammons sein. Das macht das Doppel klar richtig. Doch 37,5% eigene Gewinne geben Sven ein zwar riskantes, aber klares Take.

Die anschließende Zugfolge ist richtungsweisend:
Dankwart schlägt offen auf seinem 5-Punkt und setzt einen zweiten Stein auf die Bar.
Sven tanzt.
Anschließend wirft Dankwart einen Pasch-6, mit dem er einen weiteren Stein ins Gefängnis befördert und vor allem zwei weitere Punkte in seinem Homeboard macht.
Sven braucht nun dringend eine 4 oder eine 1, um in Dankwarts Board zu ankern und auf eine Art Gegenspiel hoffen zu können – und tanzt erneut.
Drei Viertel der Spiele gehen nun schon Gammon, und immerhin knapp 20% Backgammon verloren, was das Match abrupt beenden, Sven zum Runner-up und Dankwart zum Turniersieger machen würde.
Sven kann zwar noch einmal mit einer 4 einspielen und profitiert zwischenzeitlich ein wenig davon, dass Dankwart zu wenig aggressiv in seinem Board schlägt und Closed Board anstrebt. Das hilft ihm allerdings wenig, denn sieben Züge, nachdem er gedoppelt wurde, sieht sich Sven folgender einigermaßen aussichtsloser Position gegenüber:

Fast scheint es noch optimistisch, hier zu erkennen, dass Sven noch 4% Siegchance haben soll und nur 90% Gammons und vor allem nur 37,6% Backgammons verliert.
Wie auch immer: Dankwart muss keinen Schuss mehr lassen und am Ende braucht Sven mindestens einen Pasch-4, um Backgammon zu verhindern und im Match zu bleiben.

Dieser Pasch kommt nicht. Und so endet ein Turnierfinale mit sehr spektakulärem Verlauf und mit vielen taktischen, nicht immer korrekten Cube Decisions, das hier in unserem Match Archiv zu finden ist

Dankwart Plattner gewinnt das Finale der Berliner Meisterschaft im Juli und im dritten Anlauf sein erstes Turnierfinale in diesem Jahr: Herzlichen Glückwunsch!

Gratulation und Kompliment aber auch an Sven Rümcker, der bis zum Finale sechs Matches in Folge gewonnen hatte und sich eindrucksvoll wieder in Erinnerung gebracht hat.

Rangliste

Dank seines Turniersieges hat Dankwart Plattner in der Rangliste 2012 nicht nur einen Sprung um zwei Plätze auf Rang 5 gemacht. Vor allem liegt er mit 167 Punkten jetzt nur noch knapp hinter Igor Kaplanski (173,5 Punkte auf Platz 4), Thomas Koch (179 Punkte auf Platz 3) und Helmut Krausser (183 Punkte auf Platz 2) zurück und hat auf Helmut und Thomas fast 40 Punkte aufgeholt.

Hinter Dankwart können auch Matthias Strumpf (Platz 6 mit 163,5 Punkten) und Thomas Krüger (Platz 7 mit 153 Punkten) noch mindestens auf die Podestplätze schielen. Aber auch der Gewinn der Berliner Meisterschaft ist mit den entsprechenden Ergebnissen sicher noch möglich.

Dahinter klafft schon eine Lücke von ca. 30 Punkten zu Julian Becker auf Platz 8. Auf diesen Platz hat noch eine ganze Reihe von Spielern bis ungefähr zu Platz 15 Chancen, sodass die Frage interessant bleibt, wer sich für den Ranglistencup qualifizieren kann, den nach der Saison der Berliner Meisterschaft die acht punktbesten Spieler des Jahres ausspielen werden.

Ganz vorn hat Tilman Söhnchen seine Spitzenposition nicht nur behauptet. Sondern seinen Vorsprung auf Helmut und Thomas, der vor dem Turnier nur noch ungefähr 10 Punkte betragen hatte, deutlich auf 25 Punkte ausgebaut und sich wohl endgültig als Favorit für den Gewinn der Berliner Meisterschaft 2012 etabliert.

Resümee

Vor den letzten drei Monatsturnieren der Saison bleibt es also spannend. Denn nicht vergessen werden darf, dass am Ende das schwächste Ergebnis oder eine Abwesenheit gestrichen werden wird und sich auch dadurch noch kleinere Veränderungen ergeben können.

Wahrscheinlicher bleibt es allerdings, dass es die Ergebnisse der nächsten Turniere sein werden, die für Veränderungen in der Rangliste ssorgen. Ein Turniersieg ganz vorne kann dafür sorgen, dass die Reihenfolge nochmals entscheidend verändert werden könnte. Und sollte ein Spieler, der jetzt noch irgendwo zwischen Platz 10 und Platz 15 herumzudümpeln scheint, etwa die Berliner Meisterschaft im September gewinnen, wird er ebenfalls einen großen Sprung machen und auf einmal unter den besten acht der Saisonwertung stehen.

Grund genug also, sich auf die Berliner Meisterschaft im September zu freuen, die am 8. September 2012 ab 14 Uhr (Registration ab 13.15) im Café Kleistherstattfinden wird.

Herzlichen Glückwunsch an die Preisträger und danke allen Turnierteilnehmern!

Mein Dank geht auch an Thomas Krüger, der mich bei der Turnierleitung unterstützt und mit dafür gesorgt hat, dass auch dieses Turnier weitgehend reibungslos und in angenehmer Stimmung über die Bühne gebracht wurde!

Daniel Kotrc

Finalrunde:
1. Dankwart Plattner
2. Sven Rümcker
3. Tilman Söhnchen & Marcel Jochem

2nd Chance:
1. Hartmut Schuler
2. Peter van de Bruck

Ein statistischer Überblick über dieses Turnier ist hier zu finden.

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