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Und wieder ist es weg, das Preisgeld!

12. März 2013

Das Märzturnier der Berliner Meisterschaft 2013

Einen Ausflug nach Berlin nutzte der Norweger Andre Larsen, um zusammen mit seinem Landsmann Geir Pedersen das Ranglistenturnier von Berlin Backgammon zu besuchen. Nach verhaltenem Start gewann er drei Matches und war damit sicher in der Finalrunde. Sein Kumpel Geir startete stärker, aber nach dem 2. Sieg in der Vorrunde gelang ihm nichts mehr. Für Andre aber war das Turnier noch lange nicht zu Ende.


Unsere Gäste aus Norwegen: Andre (stehend) hat in Runde 1 gegen Hamid so schnell verloren, dass er Zeit hat, zusammen mit Martin (links) das Spiel von Geir (rechts) gegen Matthias zu beobachten. Es blieb Andres einzige Niederlage bei diesem Turnier, während Matthias und Geir bald um den Einzug in die Finalrunde bangen mussten.

Erstmals konnte in diesem Jahr mit Vorauslosung gespielt werden: In diesem modifizierten Schweizer System werden die ersten 3 Runden der Vorrunde schon zu Turnierbeginn ausgelost, und erst die letzte Runde der Vorrunde wird nach Schweizer Art – nur Punktgleiche können gegeneinander antreten – ausgelost. Die Vorabauslosung soll den Turnierverlauf beschleunigen; mir scheint aber, dass dieses Verfahren nicht viel Zeit spart. Wir werden es weiter beobachten, aber wenn die Vorabauslosung nichts bringt, können wir auch zum echten Schweizer System zurückkehren.


Gerhard (links) überlegt, und Ralf lehnt sich zurück, wenn auch nicht entspannt: Er hat zwei Steine auf der Bar, und Gerhard ein 5-Punkte-Board. Auch die Kiebitze Hamid und Martin (rechts) schauen skeptisch, denn sie wissen: Das sieht nicht gut aus für den König der Vorrundenkönige.

Nach der Vorrunde hatten sieben Spieler 3 oder mehr Punkte – Igor K. war diesmal Vorrundenkönig – und waren damit sicher in der Finalrunde. Fünf weitere hatten zwei Punkte und mussten um den einzigen freien Platz in der Finalrunde ins One-Pointer-Stechen. Tim setzte sich in drei Runden gegen starke Konkurrenz durch – unter anderem gegen die beiden Finalteilnehmer vom Februar und gegen Geir. Geir ging also in die Second Chance und schied dort in der ersten Runde gegen Martin Schwartz aus.

In der Finalrunde hielt Andre in der oberen Tableauhälfte die Spur und liess nichts mehr anbrennen, schickte Martin nach Hause und Tim ins Spiel um den 3. Platz. Letzterer traf dort auf Rochus, der meines Wissens erstmals in Berlin ins Geld kam, und holte sich den 3. Platz. Glückwunsch, Tim, und Gratulation, Rochus!

Damit waren wieder Halbzahler im Geld, und in Berlin bedeutet das, dass der Jahrespool, aus dem das Added des Jahresendturniers finanziert wird, stärker wächst als durch unseren regulären Monatsbeitrag. Insgesamt sind nach 2 Turnieren 339 EUR im Pott, 150 davon gehen an die ersten drei der Rangliste, 10 EUR an die Lady, die ihren Prize im März noch nicht abgeholt hat (Ilona, Du bekommst ihn beim nächsten Turnier!), und der Rest an die addedqualifizierten Teilnehmer des Jahresendturniers.

In der unteren Hälfte des Tableaus hatte Gerhard gegen Hamid zu spielen. Gerhard hatte aber schon zu Turnierbeginn gefragt, ob er, da er das Turnier am frühen Abend für ca. 3 Stunden verlassen müsse, einen Vertreter spielen lassen dürfe, und zwar Chabo, und die Turnierleitung hatte zugestimmt, ohne richtig zu ahnen, was daraus für Probleme entstehen können. Gerhard ließ sich also vertreten, ein Experiment, das wir eher nicht wiederholen werden, und nahm die Gestalt von Chabo an – vollendete Zweieinigkeit! -, und dieser spielte als Stellvertreter alles, was ihm in den Weg kam, in Grund und Boden – und so fand sich der (aus Turniersicht) wiederauferstandene Gerhard im Finale wieder. Dort war dann Schluss mit lustig, denn einen Ausflug nach Berlin nutzte … Aber das hatten wir schon (zwei Mal in diesem Jahr).


Hinten: Andre (rechts) ist am Zug und brütet über einer Stellung, Gerhard schaut skeptisch. Die Kiebitze Thomas (links) und Hamid dahinter.
Vorne: Rochus (links) ist erstmals in Berlin im Geld und spielt gegen Tim um den 3. Platz. Am Ende setzt sich Tim durch.

Andre spielte jedenfalls auf hohem Niveau, und mit dem nötigen Quentchen (ach, Quäntchen!) Glück holte sich das reiche Norwegen aus dem armen Berlin ein ansehnliches Preisgeld ab (und hat es hoffentlich noch vor der Rückreise gleich wieder verbraten. So kurbelt Berlin Backgammon die Konjunktur in der Stadt an. Bald melde ich uns für den Preis der Wirtschaftsförderung an, dann gibt’s beim Jahresendturnier noch mehr Added). Glückwunsch und Gratulation den beiden Finalisten!


Der Preis geht nach Norwegen: Andre Larsen, der Sieger des Märzturniers. Glückwunsch, Andre!

In der Second Chance, die für Direkteinsteiger in diesem Jahr über vier Runden geht, setzten sich zwei Direkteinsteiger durch: Matthias Strumpf, der schon im Februar in einem Finale – im großen – gestanden hatte, und der Schreiber dieser Zeilen. Matthias ist der bessere Spieler, nahm Revanche für meinen Very-Late-Hit-Sieg im Stechen zuvor und setzte sich verdient durch. Glückwunsch, Matthias!


Um Mitternacht ging’s weiter: Hamid und Gerhard hatten nach dem langen Turnier noch nicht genug und spielten noch ein Match der Superliga auf 15 Punkte aus. Das nennt man Durchhaltevermögen!

In der zweiten Rangliste der neuen Saison führt weiter Igor B., nachdem er im März auch nicht schlecht gepunktet hat. Matthias hat sich mit der erneuten Finalteilnahme auf Platz 2 vorgeschoben, auch weil Ralf im März gepatzt hat. Den größten Sprung nach vorn machte Thomas Krüger, und ab dem 3. Platz beginnt ein weitess Mittelfeld, in dem alle Teilnehmer noch eng beieinander liegen.

Die nächste Gelegenheit, Siege, Punkte und Preisgeldplätze ins Visier zu nehmen, ist beim Aprilturnier am

13. April 2013 um 14 Uhr (Registration ab 13:30 Uhr, Auslosung um 13:55 Uhr) im Café Kleisther.

Bis dann, Dankwart!

Finalrunde:

1. Andre Larsen
2. Gerhard Zerbin
3. Tim Schüttler
4. Rochus Wegener

2nd Chance:
1. Matthias Strumpf

Alle Ergebnisse gibt es auf der Ergebnisseite.
Die aktualisierte Rangliste ist auf der Ranglistenseite zu finden.

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