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Erst mit Handbremse, dann mit Turbo: Igor K ist Berliner Backgammon-Meister 2013!

23. November 2013

Bericht vom Jahresendturnier der Berliner Meisterschaft, November 2013 (zugleich Daniel-Kotrc-Gedächtnisturnier)

Vor dem Jahresendturnier knisterte es vor Spannung in der Berliner Backgammonszene. Wer würde Berliner Backgammonmeister werden? Würde es einer der drei Führenden schaffen: Matthias, zwar Erster der Rangliste, aber nur mit einem hauchdünnen Vorsprung von einem Pünktchen, oder Ralf, der im Oktoberturnier stark gepunktet und kurz vor der Ziellinie aufgeschlossen hatte, oder Thomas, der die ganze Saison über konstant gespielt hat und nun nur einen halben Schritt zurück lag, und dessen Atem die beiden Führenden im Nacken spürten, als es am Samstag losging? Oder könnte von weiter hinten einer der beiden Igors ins Ziel stürmen? Oder gar jemand ganz anders, jemand, mit dem keiner gerechnet hatte?

Soviel war klar: Jeder, der Berliner Backgammonmeister werden wollte, musste im Prinzip das Jahresendturnier gewinnen, wenn keiner seiner Konkurrenten stolperte. Matthias und Ralf bedurften keiner Hilfe Dritter und konnten auf jeden Fall aus eigener Kraft den Meistertitel erringen. Das galt im wesentlichen auch für Thomas; allerdings mit der kleinen Einschränkung, dass keiner der beiden vor ihm Liegenden über die Relegation die Second Chance gewinnen würde. Für alle anderen galt, dass sie das Turnier gewinnen und dass alle der vor ihnen Liegenden straucheln mussten. Ihre Equity war zwar gering, aber wer weiß? Das Stück ist nicht zu Ende, bevor der Vorhang fällt. Wir haben erst kürzlich in der Superliga gesehen, wie jemand, der praktisch schon geschlagen ist, mit einer Sequenz, die seltener als der Supergau eintritt, sich vom elenden Bären, dessen Fell schon verteilt ist, zum stolzen Adler mausert, der majestätisch durch die Lüfte schwebt. Also? Wer hat den Meisterpokal nach Hause genommen?

Sechs Objekte der BegierdeSechs obskure Objekte der Begierde

Die unglaubliche Dramatik dieses Turniers läßt sich am besten am Tabellenstand der ersten fünf der Tabelle nachvollziehen.

Samstag, 14:00 Uhr

Zu Beginn des Turniers gedenken wir des allzu früh verstorbenen Daniel mit einer Schweigeminute.

Insgesamt sind 20 Teilnehmer angetreten. Zu den 12 Jahrespoolteilhabern gesellen sich weitere fünf durch Nachzahlung. Peer und Christian zahlen sogar ganz nach, denn sie sind 2013 zum ersten Mal dabei. Die fünf führenden der Rangliste sind alle anwesend und bekommen jeweils sieben Anwesenheitspunkte. Drei Teilnehmer nehmen nicht an der Ausschüttung des Jahrespools teil.
Anwesend ist auch Gerhard, der gerne mitspielen will, aber erst später, da er erst einmal weg muss. Bis er wieder zurückkommt, soll Chabo ihn im Turnier vertreten. Dieses Mal werden alle vor Beginn des Turniers gefragt, alle Teilnehmer sind einverstanden. Und so kann sich auch Gerhard anmelden, gleich wieder abmelden und Chabo ist bis auf weiteres sein Stellvertreter auf Er… im Turnier.
Chabo, der Stellvertreter Gerhards im TurnierChabo, der Stellvertreter Gerhards im Turnier

Matthias Strumpf 230
Ralf Sudbrak 229
Thomas Krüger 221
Igor Bakunowizki 210
Igor Kaplanski 206

Samstag, 15:30 Uhr. Das erste Match der Vorrunde ist gespielt.

Thomas (re), Dritter der Meisterschaftsfavoriten, muss in der ersten Runde gegen Bernhard Kaiser antretenThomas (re), Dritter der Meisterschaftsfavoriten, muss in der ersten Runde gegen Bernhard Kaiser antreten

Matthias gewinnt gleich sein erstes Vorrundenmatch und schlägt schon mal einen seiner Verfolger. Auch die anderen patzen, nur Igor B gewinnt. Matthias baut seinen Vorsprung auf seinen schärfsten Verfolger Ralf auf acht Punkte aus, und auf Igor K hat er nun 31 Punkte Vorsprung.

Matthias Strumpf 237
Ralf Sudbrak 229
Thomas Krüger 221
Igor Bakunowizki 217
Igor Kaplanski 206

Samstag, 16:45 Uhr. Das zweite Match der Vorrunde ist gespielt.

In Runde 2 setzt sich Thomas (re.) gegen Peer, den späteren Turniersieger, durchIn Runde 2 setzt sich Thomas (re.) gegen Peer, den späteren Turniersieger, durch

Im zweiten Match der Vorrunde kann Igor B erneut gewinnen. Dabei hilft er Matthias sogar, denn er schlägt Igor K. Aber die Hilfe hat Matthias gar nicht nötig, denn er hat nach seinem zweiten Sieg jetzt 15 Punkte Vorsprung auf seinen ärgsten Verfolger und 38 Punkte Vorsprung auf den abgeschlagenen Igor K. Auch Thomas, der sich nicht zu unrecht über die Horrorauslosung beschwert, die ihm Göttin Fortuna beschert hat (erst Bernhard Kaiser, jetzt Peer, in der nächsten Runde Matthias), gewinnt jetzt, aber Ralf und Igor K verlieren erneut.

Matthias Strumpf 244
Ralf Sudbrak 229
Thomas Krüger 228
Igor Bakunowizki 224
Igor Kaplanski 206

Samstag, 18:00 Uhr. Das dritte Match der Vorrunde ist gespielt.

Matthias (re), Meisterschaftsfavorit, auf dem Weg zum dritten Sieg im dritten Vorrundenmatch - gegen seinen Konkurrenten ThomasMatthias (re), Meisterschaftsfavorit, auf dem Weg zum dritten Sieg im dritten Vorrundenmatch – gegen seinen Konkurrenten Thomas, ebenfalls Meisterschaftsfavorit

Matthias macht alles richtig, schaltet mit Thomas einen weiteren Konkurrenten aus, gewinnt auch sein drittes Vorrundenmatch und eilt Richtung Finalrunde und auf den Meistertitel zu. Ralf verliert erneut, auch Igor B verliert jetzt. Igor K gewinnt sein Match – sein erster Sieg im dritten Match. Matthias hat 22 Punkte Vorsprung auf Ralf, 23 Punkte Vorsprung auf Thomas Krüger, 27 Punkte Vorsprung auf Igor B und 38 Punkte auf Igor K. Was soll da noch passieren? Die Sache ist gelaufen, die Meisterschaft entschieden. Jetzt geht es nur noch darum, wie weit Matthias in der Finalrunde kommt. Oder?

Im 3. Match der Vorrunde kann Rochus (li.) seinen Vorsprung gegen Igor K nicht haltenIm 3. Match der Vorrunde kann Rochus (li.) seinen Vorsprung gegen Igor K nicht halten

Im 3. Match der Vorrunde: Christian Plenz (li) setzt sich gegen Yannick durchIm 3. Match der Vorrunde: Christian Plenz (li) setzt sich gegen Yannick durch

Matthias Strumpf 251
Ralf Sudbrak 229
Thomas Krüger 228
Igor Bakunowizki 224
Igor Kaplanski 213

Samstag, 19:30 Uhr. Das vierte Match der Vorrunde ist gespielt.

Beim Finale war die Zahl der Kiebitze auch nicht größerBeim Finale war die Zahl der Kiebitze auch nicht größer

Matthias verliert erstmals und muss sich Tim geschlagen geben. In dieser Runde gewinnen Ralf und Thomas. Aber die beiden Igors verlieren, und Matthias‘ Vorsprung ist immer noch mehr als komfortabel.

Matthias Strumpf 251
Ralf Sudbrak 236
Thomas Krüger 235
Igor Bakunowizki 224
Igor Kaplanski 213

Samstag, 22:00 Uhr. Die Vorrunde ist beendet.

Matthias verliert erneut, durch ihre Siege rücken Ralf und die beiden Igors wieder etwas näher heran. Aber ihr Rückstand ist größer als zu Beginn des Turniers. Thomas Krüger verliert ebenfalls zum dritten Mal. Ralf, Thomas und Igor K müssen in die Second Chance, Igor B und Matthias ins Stechen um den Einzug in die Finalrunde. Die Reihenfolge der ersten fünf der Rangliste hat sich bis zum Ende der Vorrunde nicht verändert, und Matthias Strumpf hat trotz seiner Niederlagen in den beiden letzten Matches seinen Vorsprung ausbauen können! Dennoch: Matthias muss überraschend ins Stechen. Das erstaunliche Ergebnis der Vorrunde, das das Turniersheet ausgibt, wird mehrfach makro- und mikroskopisch untersucht, aber es bleibt dabei: Matthias muss im Stechen gegen Peer spielen! (Rodryk hört wie verabredet nach der Vorrunde auf: Mit drei Siegen und zwei unglücklichen Niederlagen verlässt er das Turnier zufrieden.)

Mit seinem Abschneiden zufrieden, lehnt er sich nach getaner Arbeit zurück: RodrykMit seinem Abschneiden zufrieden, lehnt er sich nach getaner Arbeit zurück: Rodryk

Matthias Strumpf 251
Ralf Sudbrak 243
Thomas Krüger 235
Igor Bakunowizki 231
Igor Kaplanski 220

Samstag, 22:15 Uhr. Das Stechen ist vorbei.

Im Stechen um den Einzug in die Finalrunde - Matthias (re) gegen PeerIm Stechen um den Einzug in die Finalrunde – Matthias (re) gegen Peer

Im Stechen bekommt Igor B ein Freilos und ist damit sicher in der Finalrunde. Matthias muss gegen Peer antreten. Ein Onepointer entscheidet über Wohl oder Wehe, und Matthias zieht den Kürzeren und muss nun vier Runden Second Chance spielen.

Sonntag, 0:15 Uhr. Das Achtelfinale der Second Chance und das Viertelfinale der Finalrunde sind gespielt.

Im Achtelfinale der Second Chance geschieht das Unfassbare: Matthias (gegen Yannick) und Ralf (gegen Peter Gaebler) scheiden aus, Thomas verliert gegen Igor K und ist auch aus dem Turnier! Nur Igor K bleibt in der Second Chance, und aus dem Quintett der Meisterschaftsanwärter ist ein Duett geworden. Kann sich der mit komfortablem Vorsprung Führende, Matthias, jetzt zurücklehnen? Die beiden Igors haben noch jeweils drei Matches zu spielen. Theoretisch können sie es noch schaffen, ihn zu überholen. Aber nur theoretisch, denn sie müssten alles gewinnen, was noch kommt…

Yannick (li) im Achtelfinale der Second Chance gegen MatthiasYannick (li) im Achtelfinale der Second Chance gegen Matthias

Für Igor B beginnt der lange Weg durch die Second Chance mit einem Sieg über Thomas KrügerFür Igor B beginnt der lange Weg durch die Second Chance mit einem Sieg über Thomas Krüger

Für Igor B geht es im Viertelfinale der Finalrunde weiter: Dort schlägt er Hamid Akbari und verkürzt damit den Abstand auf Matthias auf sieben Punkte. Matthias hat immer noch 24 Punkte auf Igor K. Erst jetzt, nach dem Achtelfinale der Second Chance, hat Igor K überhaupt erst wieder den alten Abstand wiederhergestellt, nachdem er in der Vorrunde schon weit zurückgefallen war! Und Igor B hat durch den Einzug in die Finalrunde vier Punkte und durch seinen Viertelfinalsieg nochmal neun Punkte gutmachen können und ist jetzt Ranglistenzweiter, Ralf nur noch Dritter. Igor B kann noch 26 Punkte machen, Igor K noch 29. Jetzt gibt es erstmal Nachtruhe, morgen wollen alle fit sein.

Matthias Strumpf 251
Igor Bakunowizki 244
Ralf Sudbrak 243
Thomas Krüger 235
Igor Kaplanski 227

Sonntag, 13:00 Uhr. Es geht weiter.

Es gibt noch drei Akteure in diesem Sonntagskrimi: Igor B steht im Halbfinale der Finalrunde, Igor K steht im Viertelfinale der Second Chance, und Matthias, der draußen ist und nur noch passiv zuschauen kann. Wird sein Vorsprung halten? Er hat immer noch sieben Punkte Vorsprung auf Igor B und 24 Punkte Vorsprung auf Igor K. Aber wenn Igor B das Halbfinale gewinnt, hat er Matthias überholt, ist aber noch nicht Meister, denn falls Igor K sein Viertelfinale gewinnt, muss Igor B auch das Finale gewinnen, um Meister zu werden, oder darauf hoffen, dass Igor K das Finale der Second Chance verliert!

Sonntag, 15:00 Uhr. Halbfinale der Finalrunde und Viertelfinale der Second Chance sind gespielt.

Der persische Löwe ist aktiv, aber das Krokodil führt: Hamid gegen Igor KDer persische Löwe ist aktiv, aber das Krokodil führt: Hamid gegen Igor K

Igor K schlägt Hamid im Viertelfinale der Second Chance und macht dadurch sieben Punkte gut, Igor B kann im Halbfinale der Finalrunde gegen Tim nicht gewinnen.

Tim (li) gegen Igor B im HalbfinaleTim (li) gegen Igor B im Halbfinale

Igor B liegt weiter sieben Punkte hinter Matthias, aber halt! Da ist noch das Spiel um den 3. Platz!

Matthias Strumpf 251
Igor Bakunowizki 244
Ralf Sudbrak 243
Thomas Krüger 235
Igor Kaplanski 234

Bis

Sonntag, 16:30 Uhr

ist jetzt Turnierpause, denn es werden Consulting Doubles gespielt.

Consulting Double: Gerhard (vorn li) und Csabo gegen Peter (vorn re) und Bernhard LudwigConsulting Double: Gerhard (vorn li) und Csabo gegen Peter (vorn re) und Bernhard Ludwig

Danach geht es weiter mit dem Spiel um den dritten Platz. Eine Diskussion entbrennt: Was ist, wenn Igor B gewinnt? Dann und wenn Igor K verliert sind er und Matthias punktgleich an der Spitze. Wer wird bei Punktgleichheit Meister? Die Ausschreibung verlangt, dass der Meister die meisten Punkte hat (logisch, der Meister hat am meisten). Hätte keiner der beiden. Dann sagt sie noch, dass der Nächstplazierte Berliner Backgammon-Vizemeister ist. Die Kriterien für die Platzierung sind eindeutig, danach wäre Igor B vorn und Matthias auf Platz 2. Matthias wäre also klar Vizemeister, aber wäre Igor B ohne die meisten Punkte Meister? Ein Fall für die Absolventen juristischer Propädeutika und andere Freunde der Jurisprudenz, und davon gibt es bei Berlin Backgammon mehr als ich vermutet hatte.

Sonntag, 18:30 Uhr

Igor B hat sein Match um den 3. Platz verloren, das Rennen um den Meisterpokal ist für ihn vorbei. Damit erspart er den Berliner Backgammon-Juristen schwierige Beweisführungen und aufwendige Plädoyers. Und der andere Igor? Der hat seinem Gegner Vitali erst den Cube auf 4 gedreht und dann Gammon gewonnen. Für das letzte Pünktchen im Match auf 9 brauchte er nicht mehr lange. Jetzt stand er punktgleich mit Ralf auf Platz 3 der Rangliste, 8 Pünktchen hinter dem immer noch führenden Matthias. Aber anders als Matthias hatte er noch ein Match vor sich, allerdings ein schweres. Denn sein Gegner im Finale der Second Chance war kein Geringerer als Tilman, Berliner Backgammon-Meister 2012 und frischgekürter Sieger des weltklassebesetzten Turniers von Gibraltar. Und der war fest entschlossen, dem Krokodil die Zähne zu zeigen. Dennoch – jetzt hatte Igor es in der Hand, den Gipfel des Berliner Backgammonjahres ohne fremde Hilfe zu erklimmen.

Matthias Strumpf 251
Igor Bakunowizki 244
Ralf Sudbrak 243
Igor Kaplanski 243
Thomas Krüger 235

Sonntag, 21:00 Uhr

Finale der Second Chance und Entscheidung über die Berliner Backgammon-Meisterschaft 2013 - Igor K gegen Tilman, Kiebitze. Wem Matthias die Daumen drückt, zeigt er uns nichtFinale der Second Chance und Entscheidung über die Berliner Backgammon-Meisterschaft 2013 – Igor K gegen Tilman, Kiebitze. Wem Matthias die Daumen drückt, zeigt er uns nicht

Wir wissen schon, wie dieses Novembermärchen ausgegangen ist: Am Ende des Matches reißt Igor K jubelnd die Arme hoch: Das Krokodil ist auch außerhalb des Belmontsumpfs eine Macht, es besiegt Tilman, den Tiger von Gibraltar, im Finale der Second Chance und schiebt sich im letzten Match des Jahres vom vierten auf den ersten Platz der Rangliste, ist nun Berliner Backgammonmeister. Wer hätte das zu Turnierbeginn gedacht? Wer hätte das nach der Vorrunde noch für möglich gehalten? Jetzt erst ist der Vorhang gefallen! Herzlichen Glückwunsch, Igor! Und auch dem Vizemeister Matthias und dem Ranglistendritten Igor B gratuliert die Turnierleitung!

Igor Kaplanski 256
Matthias Strumpf 251
Igor Bakunowizki 244
Ralf Sudbrak 243
Thomas Krüger 235

Tilman hat das Finale der Second Chance gefilmt. Wir wissen noch nicht, wie gut die beiden Spieler gespielt haben, denn ich habe das Matchfile noch nicht bekommen. Nach Erhalt werde ich es wie die übrigen Matches im Matcharchiv veröffentlichen (inzwischen geschehen).

Igor K, Berliner Backgammon-Meister 2013. Das Krokodil hat sich zwei Pokale geschnappt: Einen für die Berliner Meisterschaft, den anderen für den Sieg in der Second ChanceIgor K, Berliner Backgammon-Meister 2013. Das Krokodil hat sich zwei Pokale geschnappt: Der große gehört dem Berliner Backgammon-Meister 2013, der kleinere dem Sieger der Second Chance

Berliner Backgammon-Vizemeister 2013 MatthiasBerliner Backgammon-Vizemeister 2013 Matthias

Igor B, Dritter der JahreswertungIgor B, Dritter der Jahreswertung

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Vergessen wir angesichts Igors Bravourstück nicht den Rest des Turniers. Bernhard Kaiser (siehe seine Berliner Blunders and Brilliancies vom November) spazierte durch die Vorrunde, musste im Viertelfinale dann aber Peer weichen und schied schließlich im Halbfinale der Second Chance gegen Tilman aus, der seinerseits im Finale Igor K unterlag. Gratulation zum zweiten Platz in der Second Chance, Tilman!

Peer (li) gegen Hartmut im HalbfinalePeer (li) gegen Hartmut im Halbfinale

Nachdem er Bernhard vertilgt hatte, machte Peer auch Hartmuts Träume zunichte, zum zweiten Mal hintereinander im Finale zu stehen, und rückte statt dessen selbst ins Finale vor. Dort traf er dann auf Tim Schuettler, der zuvor Vitali ausgeschaltet und Igor Bs Meisterambitionen in Luft aufgelöst hatte.

Das Finale beginnt. Links Peer, rechts TimDas Finale beginnt. Links Peer, rechts Tim

Gegen Peer verlor er zwei gedoppelte Gammons hintereinander, raffte sich aber noch einmal auf und kam im 15-Punkte-Finale auf 11 zu 13 heran. Ein kluger Doppler, den Peer sehr mutig – eigentlich schon übermütig – annahm, und schon tanzten drei Steine Bar Dance vor einem Fünfpunkte-Board. Aber Tim schaffte es nicht, sein Board zu schließen, Peer jammerte ein bißchen, um dem Schicksal nachzuhelfen, und wurde schließlich erhört, kam mit einem Pasch hinein, befreite sich aus der Fesselung, schlug zurück und gewann schließlich doch noch. Glückwunsch, Peer, schön, dass Du wieder mal dabei warst!

Peer, der TurniersiegerPeer, der Turniersieger

Und Gratulation, Tim, das war nach dem Turniersieg im Mai doch auch ein schöner Erfolg!

Tim, FinalistTim, Finalist

Da freut sich einer! Hartmut, TurnierdritterDa freut sich einer! Hartmut, Turnierdritter

Dritter wurde Hartmut, wie wir schon wissen. Glückwunsch! Und Vierter wurde Igor B, auch das wissen wir schon. Gratulation!
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Erstmals gab es in Berlin bei einem Jahresendturnier ein ordentliches Added. Da wir für Backgammon keine Sponsoren mehr haben, müssen wir das Added selbst ansparen. Das haben wir im Lauf der Saisaon getan. Die ersten zwölf der Rangliste waren automatisch qualifiziert, und einige Spieler haben sich zu Beginn des Jahresendturniers durch Nachzahlung qualifiziert: Am Ende gab es 1374 Euro im Pott, was die normalen Gewinnpreise ungefähr verdoppelte. Dadurch, dass zwei Halbzahler ins Geld kamen, sind jetzt schon 410 EUR im Jahrespool II der nächsten Saison! Das ist doch ein vielversprechender Anfang!
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Parallel zum Jahresendturnier der Berliner Meisterschaft wird in jedem Jahr auch die Berliner Meisterschaft im Consulting Double ausgetragen. Neun Teams waren angetreten, die amtierenden Doppelmeister Thomas und Dankwart abzulösen, die im Halbfinale ausschieden. Im Finale konnten sich Hamid und Vitali gegen Bernhard-Ludwig und Peter durchsetzen! Glückwunsch an die Berliner Meister im Consulting Double und Gratulation den beiden Finalisten, die schon die Vorrunde spielen mussten und aufopfernd gekämpft haben!

Siegerehrung im Consulting Double - Berliner Meister im Consulting Double Vitali und Hamid (re vorn) und Vizemeister Peter (li) und Bernhard Ludwig. Und jetzt erklär mir einer, wie Vitali an den Pokal gekommen ist!Siegerehrung im Consulting Double – Berliner Meister im Consulting Double Vitali und Hamid (re vorn) und Vizemeister Peter (li) und Bernhard Ludwig. Und jetzt erklär mir einer, wie Vitali an den Pokal gekommen ist!

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Bernhards Berliner Blunders and Brilliancies vom November sind übrigens hier zu finden.

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Den Sidepool trugen zwei Gäste von dannen: Christian Plenz (schön, dass Du mal wieder an alter Wirkungsstätte warst, Christian!) und Bernhard Kaiser haben ihn sich geteilt. Bei der Calcutta-Auktion hat Bernhard den richtigen Riecher gehabt und aufs richtige Pferdchen gesetzt: Peer. Richtig leer ist Bernhard also nicht ausgegangen, obwohl er zum ersten Mal in dieser Saison kein Finale erreicht hat.

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In der nächsten Saison ändert sich Wichtiges:
– Die Saison 2014 beginnt schon im Januar (am 11.1.)
– Einführung der Amateurklasse (ersetzt die Halbzahlerklasse)
– Senkung des Startgelds in der Championsklasse auf 40 EUR
– Schweizer Phase mit 5 Matches
– Alle mit mindestens einem Sieg in der Schweizer Phase nehmen am Stechen um den Einzug in die Second Chance teil (sofern sie nicht für die Finalrunde qualifiziert sind)
– Turnierbeginn um 13:00 Uhr
– Änderungen in der Finanzierung der Jahrespools: Der speist sich 2014 aus einem Fixbetrag, der beim Start erhoben wird, aus dem Teil des Preisgeldes, der nicht ausgezahlt wird, wenn ein Amateur ins Geld kommt, und aus dem Jahrespoolbeitrag, einer kleinen Abgabe auf die Gewinne. Und der Jahrespool startet schon ordentlich mit 410 EUR gefüllt ins Jahr 2014!

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Die nächste Gelegenheit, Siege, Punkte und Preisgeldplätze ins Visier zu nehmen, ist beim Jahresauftaktturnier am
11. Januar 2014 um 13 Uhr (Registration ab 12:30 Uhr, Auslosung um 12:55 Uhr) im en passant, Schönhauser Allee 58 (U2 Eberswalder Str.), 10437 Berlin, Tel. 0177–7383899.

Bis dann,
Dankwart

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Finalrunde
1. Peer Röwer
2. Tim Schuettler
3. Hartmut Schuler
4. Igor Bakunowizki

Second Chance
1. Igor Kaplanski
2. Tilman Söhnchen

Alle Ergebnisse gibt es auf der Ergebnisseite.
Die aktualisierte Rangliste ist auf der Ranglistenseite zu finden.

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