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Peter schreibt sich in Berlins Backgammonge- dächtnis ein

10. März 2014

Bericht vom Märzturnier der Berliner Meisterschaft 2014

Sonniges Wetter, die ersten Freiluftmatches der Saison, fünf neue Gesichter, ein spannendes Finale – das alles bot das Märzturnier der Berliner Meisterschaft, das von 20 Teilnehmern, davon fünf Amateurstartern, besucht wurde!

Howard, Thomas, Peter (von li) beobachten das 2. HalbfinaleHoward, Thomas, Peter (von li) beobachten das 2. Halbfinale

Zum ersten Mal bei einem Turnier der Berliner Meisterschaft waren Anna Sass, Wolfgang Lux und Alexander Vatchev.

Umlagert: Turnierneulinge Wolfgang und Anna beim 4. Match, Turniertutor Ralf (li), KiebitzeUmlagert: Turnierneulinge Wolfgang und Anna beim 4. Match, Turniertutor Ralf (li), Kiebitze

Anna und Alexander hatten noch nie zuvor mit dem Verdopplungswürfel gespielt. Während Anna ein bißchen Eingewöhnungsschwierigkeiten hatte, doppelte Alexander munter drauflos und nahm auch manchen Doppler an. So schlecht hat er sich dabei nicht angestellt, denn immerhin schaffte er zwei Siege in der Vorrunde.

Alexander - zum ersten Mal bei einem Turnier der Berliner Meisterschaft, zum ersten Mal Spiel mit CubeAlexander – zum ersten Mal bei einem Turnier der Berliner Meisterschaft, zum ersten Mal Spiel mit Cube

Auch Wolfgang, der schon mit Cube gespielt hat, schaffte zwei Siege – mehr als mancher der alten Haudegen. Aus Birmingham angereist war Howard Morris, der Cube- und Checkerplay gut beherrschte und es mit drei Siegen aus der Vorrunde locker ins Stechen und weiter in die Hauptrunde schaffte.

Howard aus Birmingham - ihm gefiel das Berliner Turnier sehr gutHoward aus Birmingham – ihm gefiel das Berliner Turnier sehr gut

Ihm gefiel das Berliner Turnier so gut, dass er ankündigte, in England für uns zu werben und allen zu erzählen, dass Berlin und sein Backgammonturnier eine Reise auf den Kontinent wert seien.

Neu in Berlin, aber nicht neu bei einem Turnier, das ich leite, war Max Raimann, der Hannoveraner Turnierleiter.

Ralf gegen Max, KiebitzeRalf gegen Max, Kiebitze

Mit ebenfalls drei Siegen kam er übers Stechen in die Hauptrunde. Rolf war zum ersten Mal in diesem Jahr bei einem Meisterschaftsturnier dabei.

Werden gefilmt: Ralf gegen RolfWerden gefilmt: Ralf gegen Rolf

Schön, dass ihr da wart, kommt bald wieder!

In diesem Jahr hat es zu meinem nicht geringen Erstaunen und m. W. zum ersten Mal in Berlin einiges Hin und Her um Niederlagen auf Zeit gegeben. Mit Beginn des Märzturniers gilt nun in Berlin, analog zur Jacoby-Rule beim unlimited Game, wo man nicht Gammon gewinnen kann, wenn man vorher nicht gedoppelt hat, dass man nicht auf Zeit verlieren kann, wenn der Gegner einen vorher – spätestens eine Minute vor Ablauf der Zeit – nicht auf den drohenden Zeitmangel hingewiesen hat. Außerdem sind im Falle einer Niederlage Board und Checker unverändert zu lassen. Die Turnierleitung ist von dem Fall in Kenntnis zu setzen, und sie entscheidet endgültig über den Ausgang des Matches. Erster Nutznießer der neuen Regelung war Thorsten, der nach Ablauf der Uhr eine Zeitgutschrift von 15 Sekunden erhalten hat. Das ist nicht viel, hat dem nervenstarken Thorsten aber gereicht, um sein Match zu Ende zu führen. Und es gab auch den ersten Leidtragenden dieser Regelung: Als Gideons Uhr abgelaufen war, konnten beide Spieler bestätigen, dass sein Gegner ihn mehrfach auf die knappe Restzeit aufmerksam gemacht hat. Ich hoffe sehr, dass das Thema nunmehr erledigt ist, und werde diese Regelungen demnächst in die Turnierregeln einarbeiten.

Gerhard (li) im Match gegen ThorstenGerhard (li) im Match gegen Thorsten. In einem anderen Match hatte Thorsten eine Zeitgutschrift von 15 Sekunden erhalten

Dieter (li), GideonDieter (li), Gideon

Vorrundenkönig wurde im März Thomas Krüger, der Ranglistenerste dieses Jahres, der als Belohnung für diese Leistung – Einzug in die Hauptrunde ohne Niederlage – fünf Extrapunkte für die Rangliste erhalten hat. Ihr ahnt es schon – er ist Ranglistenerster geblieben. Edelamateur Dieter und Gerhard folgten mit vier Siegen. Mit drei Siegen mussten Peter, Howard und Gideon ins Stechen, hatten dort aber dank guter Buchholzwertung ein Freilos. Blieben Vitali, Igor B, Max Raimann und Rolf, die im Stechen spielen mussten. Max und Igor B setzten sich durch und gingen in die Hauptrunde, Rolf und Vitali mussten mit der Second Chance vorliebnehmen.

Howard (li), Peter im ViertelfinaleHoward (li), Peter im Viertelfinale

In der Hauptrunde musste Thomas im Halbfinale Peter Gaebler, der zuvor auch schon Howard besiegt hatte, Platz machen, und in der unteren Tableauhälfte setzte sich Gerhard gegen Gideon und Igor B durch. Im Finale zwischen diesen beiden konnte sich keiner der beiden Spieler richtig absetzen, beide robbten sich Pünktchen für Pünktchen vor.

Vor den Finale - Gerhard (li), PeterVor den Finale – Gerhard (li), Peter

Schließlich kam es zum Double Match Point, in dem Peter Gerhard ein paar Steine auf die Bar stellte, sein Board baute und schließlich die Checker ohne Probleme abtrug. Spiel und Match für Peter. Zwei Teilnahmen, zwei Turniersiege in Folge, bravissimo! (Ein solches Husarenstück ist zuletzt Tilman Söhnchen im September und Oktober 2012, davor Daniel Kotrc im Mai und Juni 2011 und ebenfalls Daniel im August und September 2010 gelungen.) Und Glückwunsch auch an Gerhard, der sich zum zweiten Platz auch erneut den Side Pool sichern konnte. Schließlich Glückwunsch an Thomas, der sich im Spiel um den 3. Platz gegen Igor B durchsetzen konnte. Gratulation auch an Igor!

Igor B (li), Thomas beim Spiel um den 3. PlatzIgor B (li), Thomas beim Spiel um den 3. Platz

Nachdem Rolf und Vitali als Teilnehmer der Second Chance feststanden, blieben für neun Spieler mit mindestens einem Punkt sechs Plätze übrig. Alexander, Dankwart und Igor K hatten Freilose, von den anderen konnten sich Bernhard Ludwig Winkelhaus, Sokrates und Wolfgang Lux durchsetzen. Im Halbfinale setzte Igor K dem Lauf von Max Raimann ein Ende, nachdem er zuvor Dankwart und dann Howard aus dem Turnier geworfen hatte. In der unteren Tableauhälfte war Dieter aus der Hauptrunde gekommen und schickte zunächst Rolf und dann Gideon (für den schon der Einzug in die Hauptrunde und nun das Erreichen des Halbfinals der Second Chance ein schöner Erfolg ist, der mit dem Rookie Prize belohnt wurde) nach Hause.

Vor dem kleinen Finale - Dieter (li), Igor KVor dem kleinen Finale – Dieter (li), Igor K

Gegen Igor K hatte er dann aber keine Chance mehr, und Igor K sicherte sich in einem einseitigen Match den Sieg in der Second Chance. Glückwunsch Euch beiden!

Stellitenfinale: Bernhard Ludwig (li), RolfStellitenfinale: Bernhard Ludwig (li), Rolf

Das Finale im Satellitenturnier, bei dem ein Startplatz für das nächste Monatsturnier ausgespielt wurde, konnte Bernhard Ludwig in einem 2-Punkt-Match ohne Cube für sich entscheiden. Glückwunsch!

In der Rangliste hat Thomas nun seinen Vorsprung weiter ausgebaut und führt das Feld mit 22 Punkten Vorsprung vor Gerhard an. Bester mit zweistelliger Punktzahl und 3. der Rangliste ist nach dem 3. Turnier Igor K, dahinter folgt schon Peter, der aber wohl in diesem Jahr seine guten Chancen auf die Meisterschaft nicht weiter verfolgen wird. Alles Gute, beruflich und privat, am neuen Wohnort, Peter, und komm uns ab und zu besuchen!

Zigarettenpause vor dem Lokal - Bernhard Ludwig, Ralf, Jochen, Igor B (von li)Zigarettenpause vorm en passant – Bernhard Ludwig, Ralf, Jochen, Igor B (von li)

15 Teilnehmer in der Championsklasse zahlten 45 EUR in den Jahrespool I, hinzu kommen 27 EUR für den Jahrespool II. Zusammen mit dem Betrag, der aus dem Jahresendturnier 2013 stammt, beträgt der Jahrespool nach den ersten drei Turnieren der Saison bereits 700 EUR. Davon werden die ersten drei der Jahresrangliste prämiert, Rookie’s und Lady’s Prizes sowie die Pokale bezahlt. Der Rest – und der wird sich sehen lassen – wird dann im Jahresendturnier als Added ausgeschüttet – an diejenigen unter den Turnierbesten, die dafür durch Turnierteilnahme, durch Erfolg oder durch Nachzahlung qualifiziert sind.

Das Finalmatch wird von Peter transkribiert (danke, Peter!). Ich werde es demnächst im Matcharchiv allen Interessierten zur Verfügung stellen.

Die nächste Gelegenheit in diesem Jahr, Siege, Punkte und Preisgeldplätze ins Visier zu nehmen, ist beim Aprilturnier am
12. April 2014 um 13 Uhr (Registration ab 12:30 Uhr, Auslosung um 12:55 Uhr) im en passant, Schönhauser Allee 58 (U2 Eberswalder Str.), 10437 Berlin, Tel. 0177–7383899.

Bis dann,
Dankwart

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Finalrunde
1. Peter Gaebler
2. Gerhard Zerbin
3. Thomas Krüger
4. Igor Bakunowizki

Second Chance
1. Igor Kaplanski
2. Dieter Münster

Alle Ergebnisse stehen auf der Ergebnisseite.
Die aktualisierte Ranglisten sind auf der Ranglistenseite der Berliner Meisterschaft und auf der Ranglistenseite der Berliner Amateure zu finden.

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