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Führungswechsel

24. August 2014

Bericht vom Augustturnier der Berliner Meisterschaft 2014

Im Sommerloch des August fanden sich siebzehn Spieler ein, um um Ruhm, Ehre und Ranglistenpunkte für die Berliner Meisterschaft zu kämpfen. Das Turnier begann mit leichter Verspätung, da die Turnierleitung eine kleine Stellungnahme zu den jüngsten Ereignissen auf unserer website abgab und darauf eine kurze Aussprache erfolgte.

Göran (li) vs Hamid, Igor B kiebitztGöran (li) vs Hamid, Igor B kiebitzt

Nicht dabei war Martin Birkhahn, der bei der Weltmeisterschaft in Monte Carlo nicht auf dem Treppchen stand, aber mit seinem Auftritt – er wurde erst im Viertelfinale von der späteren Weltmeisterin Akiko Yazawa besiegt – durchaus zufrieden sein kann. Wir haben die Daumen gedrückt und gratulieren!

Nicht dabei – zumindest während der ersten Runde – war auch Hamid, der erst gegen halb eins in Dresden losgefahren war und bereit war, in der ersten Runde eine Niederlage hinzunehmen. Nicht dabei war auch Rolf Schüler, der kurz vor 14:00 Uhr auftauchte: Ob er noch mitspielen könne? Für solche Fälle gibt es bei der Berliner Meisterschaft die late-comer-Regelung, die Rolf als erster Berliner Spieler in Anspruch genommen hat: Er wird ab der ersten Runde als Sieger geführt, der Sieg wird ihm vor den Qualifikationsstechen aber wieder abgenommen. Gegen 14:30, Sekunden vor dem ersten Strafpunkt, traf schließlich auch Hamid ein. Er hatte auf der verstopften Autobahn den Raketenantrieb seines Autos nicht voll ausnutzen können.

Zwei Latecomer und seltene Gäste: Hamid (li) vs Rolf (re) in der Vorrunde. Später sollten sie noch einmal aufeinander stoßen.Zwei Latecomer und seltene Gäste: Hamid (li) vs Rolf (re) in der Vorrunde. Später sollten sie noch einmal aufeinander stoßen.

Nicht dabei war auch Thibaud Thompson, der wieder ein paar Wochen in Berlin weilt. Er kam aber noch kurz vorbei, um zu sehen, ob wir alle da sind, und um sich zu verabschieden. Alles Gute, Thibaud!

Thibaud kam zu spät (wir haben angesichts der sichtbaren Umstände Verständnis), und vergnügte sich in einem privaten Side Event mit seiner BegleitungThibaud kam zu spät (wir haben angesichts der sichtbaren Umstände Verständnis), und vergnügte sich in einem privaten Side Event mit seiner Begleitung

Sprechen wir nun nicht von den Abwesenden und Zuspätgekommenen, sondern von den Anwesenden: Zum ersten Mal dabei waren Georg aus Hannover und Ilja aus Amsterdam. Schön, dass ihr da ward, ich hoffe, es hat euch gefallen und ihr kommt bald wieder!

Thomas Krüger (li) gegen Georg Lachnit-WinterThomas Krüger (li) gegen Georg Lachnit-Winter

Georg fackelte nicht lang und siegte fünf Mal, unter anderem gegen den Berliner Meister des letzten Jahres, Igor K. Der hatte nach der Vorrunde immerhin vier Siege, ebenso viele wie Göran und Igor B. Fünf weitere Spieler hatten drei Siege, zwei von ihnen mussten sich um einen Platz streiten: Es traf Rolf und Ilja. Ilja konnte sich durchsetzen, Rolf musste in die Second Chance. Er sollte es dort nicht schlecht haben. Sokrates und Bernhard-Ludwig Winkelhaus mussten ins Stechen um den Einzug in die Second Chance. Das Schicksal schlug Sokrates; für ihn war nach der Qualifikation das Turnier zu Ende.

Sokrates, heute glücklos, wartet auf seinen GegnerSokrates, heute glücklos, wartet auf seinen Gegner

Georg musste im Viertelfinale gegen Ilja antreten, verlor das Match und gleich danach auch das Viertelfinale der Second Chance gegen Rolf Schüler. Nach fünf Siegen in der Vorrunde tut das ein bißchen weh, aber so ist Backgammon! Ilja schlug im Halbfinale auch Thorsten und stand damit im Finale.

Wer würde sein Gegner werden? Thomas Krüger war im Viertelfinale gegen Igor K ausgeschieden, der konnte wiederum Vitali schlagen. Die Finalpaarung stand somit fest: Ilja gegen Igor K.

 Finale: Igor K (li) vs Ilja Tardijn, Kiebitze Finale: Igor K (li) vs Ilja Tardijn, Kiebitze

Die beiden Is schenkten sich nichts: In einem hochklassigen Match (leider konnte ich es nicht filmen) führte Igor 5-1, musste den Ausgleich hinnehmen, lag zurück, führte wieder: Ein Krimi, der sich im DMP fortsetze: Igor K konnte Ilja immer wieder treffen, der schaffte es irgendwie, hinten herauszukommen, konnte Igor festsetzen, begann abzutragen, aber dann landete Igor einen late hit. Dem hatte Ilja nichts mehr entgegenzusetzen, Igor machte den Sack zu, trug seine Steine ab und gewann das Finale und räumte überhaupt ab: Der Side Pool war auch sein, und das Satellitenturnier um einen freien Startplatz hat er (im Finale gegen Ralf) auch gewonnen. Glückwunsch, Igor, und Gratulation, Ilja! Im Spiel um den 3. Platz konnte sich Vitali gegen Thorsten durchsetzen. Gratulation auch Euch beiden!

Spiel um den 3. Platz - Thorsten (li) vs VitaliSpiel um den 3. Platz – Thorsten (li) vs Vitali

Rolf, der nur knapp in der Second Chance gelandet war (er hatte in seinen ersten beiden Matches nur Gegner, die ihm kaum Buchholzpunkte brachten und musste dadurch ins Stechen), machte sich nun auf, wenigstens in der Second Chance was zu reißen: Nacheinander schlug er Bernhard-Ludwig, Georg und im Halbfinale Dankwart.

Thomas Krüger (re) gg Dankwart, Kiebitze, KameraaufzeichnungThomas Krüger (re) gg Dankwart, Kiebitze, Kameraaufzeichnung

Damit war der echte Late-Comer im Finale. Hamid, der unechte Late-Comer, schlug Matthias, Thomas Krüger und im Halbfinale Göran: Im kleinen Finale trafen sich also die beiden Late-Comer. Rolf setzte sich durch. Glückwunsch, Rolf, und Gratulation, Hamid!

Vor dem Finale der Second Chance - Hamid (li), RolfVor dem Finale der Second Chance – Hamid (li), Rolf

Durch seinen starken Auftritt hat Igor sich die Führung in der Rangliste (271 Punkte) geholt und Thomas (254 Punkte) auf den zweiten Platz verdrängt. Der Zweikampf an der Spitze geht weiter, aber jetzt liegen leichte Vorteile bei Igor K, der in dieser Saison ungemein konstant spielt (vier Mal im Finale der Second Chance). Igor B und Vitali folgen mit 209 und 208 Punkten. Thorsten und Michael Horchler haben die Plätze 11 und 12 (der zwölfte Platz ist der letzte, der im Oktober zur Teilnahme an der Ausschüttung des Jahrespools beim Jahresendturniers berechtigt).

Rolf (li) gegen Matthias, im Hintergrund Igor B (li) vs DieterRolf (li) gegen Matthias, im Hintergrund Igor B (li) vs Dieter

Alle Ergebnisse sind auf der Ergebnisseite zu finden, deren Publikation ebenso wie dieser Bericht dieses Mal aus mehreren Gründen etwas länger gedauert hat.

Die nächste Gelegenheit in diesem Jahr, Siege, Punkte und Preisgeldplätze ins Visier zu nehmen, ist beim Septemberturnier am 13. September 2014 um 13 Uhr (Anmeldung ab 12:30 Uhr, Auslosung um 12:55 Uhr) im en passant, Schönhauser Allee 58 (U2 Eberswalder Str.), 10437 Berlin, Tel. 0177–7383899. Dazu lade ich schon jetzt herzlich ein!

Dankwart

Finalrunde
1. Igor Kaplanski
2. Ilja Tardijn
3. Vitali Olchanski
4. Thorsten Miesel

Second Chance
1. Rolf Schüler
2. Hamid Akbari

Alle Ergebnisse stehen auf der Ergebnisseite.
Die aktualisierte Ranglisten sind auf der Ranglistenseite der Berliner Meisterschaft und auf der Ranglistenseite der Berliner Amateure zu finden.

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