h1

Gelungener Auftakt der Berliner Backgammonmeisterschaft 2015

11. Januar 2015

24 Teilnehmer und Teilnehmerinnen kamen gestern zum Jahresauftaktturnier der Berliner Meisterschaft und erlebten ein entspanntes und angenehmes Turnier, in dem sich geselliges Miteinander und spannender Wettkampf wohltuend ergänzten.

Der Plural der weiblichen Form von „Teilnehmer“ ist zutreffend, denn seit langer Zeit nahmen wieder zwei Frauen teil: Ilona Klein, erfahrene Spielerin und Zypernfahrerin, startete in der Championsklasse.

Iris zieht, Ilona (li) passt aufIris zieht, Ilona (li) passt auf

Iris Meumann präferierte bis vor kurzem das traditionelle Backgammon und hat erst vor einigen Wochen den Weg zum modernen Backgammon gefunden. Nach ihrem frühen Ausscheiden beim Lady’s Tournament auf Zypern hat sie fleißig trainiert; dass es sich für die Beginnersstarterin gelohnt hat, wird dieser Bericht zeigen.

Unter den Teilnehmern waren drei weitere Neulinge:
Michail Huber wohnt erst seit kurzem in Berlin. Bei seinem ersten Live-Turnier trat er als Beginner an.

Michail HuberMichail Huber

Ebenfalls als Beginner trat Kurt Zerwer aus dem Berliner Süden an. Es war sein erstes Live-Turnier überhaupt.

Kurt (li) gegen Matthias, dahinter Lutz (li)  gegen DieterKurt (li) gegen Matthias, dahinter Lutz (li) gegen Dieter

Nicht als Anfänger zu werten ist Robert Frickinger, der den weiten Weg aus Halle nicht gescheut hat.

Wo soll er hin, der Checker? Robert gegen BLWWo soll er hin, der Checker? Robert gegen BLW

Er hat sich in seiner Heimatstadt Nürnberg – Heimatstadt bekannter Backgammonspieler – schon in den 80er Jahren mit den Großen unseres Spiels gemessen. Nach mehr als 20 Jahren Abstinenz ist er nun wieder zum Backgammon gestoßen und hat naturgemäß als Champion mitgespielt.

Michail (li), LutzMichail (li), Lutz

Schon lange hatten wir Lutz Steuer aus Leipzig, der bei seiner ersten Teilnahme am Berliner Turnier im Januar 2014 als Amateuer gestartet war und bei seiner zweiten Teilnahme am Berliner Turnier in der Championsklasse antrat, und den Berliner Carsten Müncheberg nicht mehr gesehen.

Carsten (li) gegen SokratesCarsten (li) gegen Sokrates

Auch konnten wir den ehemaligen Lokalmatador Christian Plenz begrüßen, der einen Besuch in Berlin zur Turnierteilnahme nutzte.

Christian PlenzChristian Plenz

Schön, dass Ihr da wart; wir hoffen, es hat euch gefallen! Kommt bald wieder!

Zum ersten Mal haben wir in Berlin auch die letzten Reste des Schweizer Systems in unserem Turnierformat aufgegeben. In dieser Saison werden alle fünf Matches der Vorrunde zu Turnierbeginn ausgelost. Technisch gesprochen spielen wir ein „gekapptes Jeder-gegen-jeden“-System.

Thorsten (li) gegen JakobThorsten (li) gegen Jakob

Einhellig war die Meinung zu hören, dass Turnier dadurch flüssiger verläuft und weniger Leerlauf herrscht. Trotzdem hat es ziemlich lange gedauert, bis das Turnier beendet war. Ob es an der auf 2:30 Minuten pro Matchpunkt verlängerten Bedenkzeit liegt? Wir werden den Sachverhalt beobachten und die Bedenkzeit gegebenenfalls wieder auf die bisher praktizierten 2:00 Minuten herabsetzen.

Michail und Kurt konnten in der Vorrunde nur jeweils ein Match gewinnen. Robert Frickinger schaffte locker vier Siege und kam zusammen mit Christian, Rolf, Gerhard und Dieter (der heute bei den Champions startete und damit einen guten Riecher bewies) ohne Stechen in die Hauptrunde. Das Hauptfeld wurde komplettiert durch die im Stechen siegreichen Vitali, Ralf und Igor K.

Die anderen Spieler mit drei Siegen mussten in die Second Chance: Bernhard-Ludwig Winkelhaus, Matthias, Sokrates, Lutz und Michael Horchler. Die drei übrigen Plätze in der Second Chance wurden von Iris, Reiner und Dankwart belegt.

Iris, die in der Vorrunde noch den Berliner Meister 2013 und 2014, Igor K, im DMP besiegen konnte und auch Rolf in den DMP gezwungen hatte, konnte gegen Michael nichts ausrichten.

Der schied erst im Halbfinale gegen Bernhard-Ludwig aus. Matthias musste sich Sokrates geschlagen geben und der wiederum Igor K, der auch Lutz ausschalten konnte. So standen sich im Finale der Second Chance BLW und Igor K gegenüber. BLW konnte die Initiative an sich reißen, er war Igor K immer einen Schritt voraus. Der alte Fighter Igor K, das Croco55, schnappt immer wieder zurück und zwang BLW schließlich in eine spannende DMP-Partie. Die ließ sich Bernhard aber nicht nehmen und entriss Igor K den Sieg in der Second Chance. Der war not amused; dennoch sollte man die Hand, die einen beglückwünschen will, nicht ausschlagen. Glückwunsch, Bernhard, und Gratulation, Igor!

Handshake vor dem Finale: Dieter (sitzend) und RolfHandshake vor dem Finale: Dieter (sitzend) und Rolf

Schon vor dem Ende der Second Chance war das Finale der Hauptrunde, in dem sich Dieter und Rolf gegenüberstanden, mit einem Paukenschlag zu Ende gegangen. Dieter hatte zuvor Vitali und Ralf Sudbrak besiegen können; Rolf war gegen Christian und Gerhard erfolgreich gewesen. Und nun gegen Dieter! Rolf führt mit 5-3 (auf 9), als Dieter ihm einen Cube gab, den Rolf annahm. Kurz darauf sahen Spieler und Zuschauer drei Steine Dieters auf der Bar tanzen, Rolf versuchte sein Board zu schließen. Irgendwie schaffte es Dieter, seine drei Steine auf Rolfs 1erpunkt einzusetzen. Rolf hatte dennoch nichts weiter zu tun, als seine Steine sicher nach Hause und wieder raus zu spielen, aber irgendwann stellte ihm der BG-Teufel ein Bein, er musste einen Schuss lassen, und Dieter traf.

Finale, KiebitzeFinale, Kiebitze

Nun gab es dramatische Szenen, denn Dieter konnte den getroffenen Stein nie dingfest machen, sodass er Rolfs Stein immer wieder treffen und zurückschicken musste. Das gelang ihm so lange, bis er dem Gammon entkommen war, den letzten Stein Rolfs laufen lassen musste, und selbst mit dem Abtragen beginnen konnte. Rolf spielte sehr vorsichtig, gab den Cube viel zu lange nicht zurück. Als er ihn Dieter schließlich doch zurückgab, war er praktisch sicherer Sieger.

Entscheidende Szene im Finale: Rolf (weiß) redoppelt bei eigener 5-3-Führung (auf 9). Warum hat Dieter diesen Recube angenommen?Entscheidende Szene im Finale: Rolf (weiß) redoppelt bei eigener 5-3-Führung (auf 9). Warum hat Dieter diesen Recube angenommen?

Ein klares Pass, aber wieder griff der BG-Teufel ein: Dieses Mal ritt er Dieter, der den Cube annahm und zurückdrehte, statt ihn sofort wegzustellen. Rolf würfelte den Sieg sicher nach Hause! Bravo und Glückwunsch zum Turniersieg und zum Gewinn des Sidepools, Rolf, und Gratulation dem Finalisten Dieter, dem Amateuermeister des letzten Jahres, der dieses Mal in der Championsklasse startete – wahrscheinlich hatte er geahnt, dass er dieses Mal in die Geldränge kommen würde.

Spiel um den 3. Platz: Gerhard (links) gegen RalfSpiel um den 3. Platz: Gerhard (links) gegen Ralf

Das Spiel um den dritten Platz gegen Gerhard entschied Ralf für sich – das ist ein deutlich besserer Saisonstart als 2014. Glückwunsch!

Erstmals in der Geschichte von Berlin Backgammon musste der Lady’s Prize geteilt werden. Ilona und Iris haben ihn sich mit je zwei Siegen gleichermaßen verdient.

Gute Laune beim Lady’s Tournament: Ilona (li) gegen Iris

Den Rookieprize konnte Iris allein für sich verbuchen. Diese Special Prizes bekommt ihr bei der nächsten Teilnahme ausgezahlt!

Außerdem gab es zwei volle Satellitenturniere. Sieger waren Iris gegen Carsten und Gerhard gegen BLW. Beide haben einen freien Startplatz in der Championsklasse erobert! Glückwunsch!

In der Rangliste führen nach dem ersten Saisonturnier naturgemäß der Sieger und der Finalist der Hauptrunde. Zwischen Rolf und Dieter hat sich der Sieger der Second Chance geschoben: BLW. Weil dieses Jahr 2 Ranglistenpunkte pro Matchpunkt vergeben werden, hat der Führende bereits 98 Punkte auf dem Konto.

Und am Ende habe wir noch gelernt, wie andere Mind Sports-Arten für sich werben:

Werbung für das Schachspiel - Sven, Alisa, Schachkalender vor PinguinWerbung für das Schachspiel – Sven, Alisa, Schachkalender vor Pinguin

Die nächste Gelegenheit in diesem Jahr, Siege, Punkte und Preisgeldplätze ins Visier zu nehmen, ist beim Februarturnier am 14. Februar 2015 um 13 Uhr (Anmeldung ab 12:30 Uhr, Auslosung um 12:55 Uhr) im en passant, Schönhauser Allee 58 (U2 Eberswalder Str.), 10437 Berlin, Tel. 0177–7383899.

Bis dann,
Dankwart

Finalrunde
1. Rolf Schüler
2. Dieter Münster
3. Ralf Sudbrak
4. Gerhard Zerbin

Second Chance
1. Bernhard Ludwig Winkelhaus
2. Igor Kaplanski

Lady’s Prize

Ilona Klein und Iris Meumann

Rookie’s Prize

Iris Meumann

Alle Ergebnisse stehen auf der Ergebnisseite.
Die aktualisierte Ranglisten sind auf der Ranglistenseite der Berliner Meisterschaft und auf der Ranglistenseite der Berliner Beginners zu finden.

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: