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Unglaublich: Gerhard zum Sieg überredet!

12. April 2015

21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter fünf Beginners, nahmen den sonnigen Nachmittag am zweiten Samstag im April zum Anlass, ihren Denksport zum Freiluftsport zu machen.

Straßenszene in Berlin: Backgammon bei sonnigem Wetter vor dem Lokal. Im Vordergrund Michael und Sokrates (mit Sonnenbrille), dahinter Gerhard und Iris mit KiebitzenStraßenszene in Berlin: Backgammon bei sonnigem Wetter vor dem Lokal. Im Vordergrund Michael und Sokrates (mit Sonnenbrille), dahinter Gerhard und Iris mit Kiebitzen

Das gute Wetter machte, dass Maik Kerner, der an solchen Tagen mal seinem Beruf nachgeht, mal seinem Ersthobby frönt, im April nicht bei unserem Turnier dabei war. Dafür kam er am späten Abend vorbei, um nach getaner Arbeit sein Zweithobby zu genießen und noch ein paar Partien gegen Csabo zu spielen.

Außer Konkurrenz: Maik (links) und CsaboAußer Konkurrenz: Maik (links) und Csabo

Zu Beginn des Turniers konnten wir drei neue Gesichter begrüßen: Das waren Sabine und Yonas Brinkmann aus Berlin, die bisher nur gegeneinander gespielt haben und das nach Regeln, die von den internationalen Regeln deutlich abweichen. Deshalb starteten beide auch vorsichtshalber in der Beginnersklasse.

Mussten gleich zwei Mal gegeneinander antreten: Yonas und Sabine Brinkmann. Kerstin kiebitzt.Mussten gleich zwei Mal gegeneinander antreten: Yonas und Sabine Brinkmann. Kerstin kiebitzt.

Hinzu kam Paul Schlegel aus Dresden, der Erfahrungen in der Deutschen Backgammon-Internet-Meisterschaft gesammelt hat und deshalb in der Championsklasse startete (und das ganz zu Recht).

Freiluftdenksport: Bernhard Ludwig (re) und PaulFreiluftdenksport: Bernhard Ludwig (re) und Paul

Alle drei spielten ihr erstes Live-Turnier und konnten gut mithalten. Herzlich willkommen bei unserem Berliner Turnier!

Zusammen mit Iris und Kerstin aus Egelsbach bei Frankfurt, die wieder in Berlin weilte, waren damit drei Frauen im Starterfeld.

Damentrio: Sabine (vorn) gegen Iris, Kerstin. Yonas passt genau auf.Damentrio: Sabine (vorn) gegen Iris, Kerstin. Yonas passt genau auf.

Das sollte völlig normal sein, ist es in Berlin aber noch lange nicht. Darum freut es mich besonders, und anlässlich dieses Ereignisses habe ich (in meiner Eigenschaft als Frauenbeauftragter von Berlin Backgammon) öffentlich versprochen, bei dem Turnier, bei dem erstmals fünf Frauen am Start sind, eine Turnierrunde auszugeben.

Zudem habe ich vor dem Turnierstart noch an zwei wichtige Regelungen erinnert, die nicht allen jederzeit präsent sind, es aber sein sollten: Settlements zwischen Startern aus der gleichen Klasse müssen der Turnierleitung vor dem Match bekanntgemacht werden, am Aushandeln von Settlements zwischen Startern aus verschiedenen Klassen muss die Turnierleitung von Anfang an beteiligt sein. Und der Einsatz von Uhren ist in Berlin Pflicht, gell?

Entscheidende Neuigkeiten im Handbuch: Ralf lernt kurz vor dem Finalmatch seine Uhr kennen. Es ist nie zu spät!Entscheidende Neuigkeiten im Handbuch: Ralf lernt kurz vor dem Finalmatch seine Uhr kennen. Es ist nie zu spät!

Bereits um 12:45 wurden dieses Mal die Paarungen für das Satellitenturnier ausgelost, und die erste Runde der Kurzmatches um einen Startplatz bei einem Monatsturnier von Berlin Backgammon konnte so vor dem eigentlichen Turnierbeginn durchgeführt werden. Die zweite Runde wurde nach dem Ende der Vorrunde gespielt, und das Finale konnte dann entspannt am Abend stattfinden. Thomas Krüger setzte sich gegen Rolf Schüler durch, Glückwunsch, Thomas!

Finale des Satellitenturniers: Rolf (re) gegen ThomasFinale des Satellitenturniers: Rolf (re) gegen Thomas

Auch wenn beim ersten Mal noch nicht alles ganz rund gelaufen ist, ist der Start vor dem Hauptturnier der richtige Weg zur Lösung; auch im Mai wird das Satellitenturnier wieder um 12:45 Uhr beginnen.

Und nun endlich zum Monatsturnier! Gleich im ersten Match der Vorrunde spielte Rolf, der Ranglistenerste, gegen den mehrfachen Berliner Meister Matthias Strumpf (Matthias gewann).

Rolf (re) gegen CarloRolf (re) gegen Carlo

Und die Nummern zwei und drei der Rangliste 2015, Igor K gegen Dankwart. Anders als im Finale des Märzturniers konnte sich Dankwart durchsetzen, und das war ein gutes Omen: Nach dem Turnier hatten wir die Plätze in der Rangliste getauscht.

Insgesamt war das Feld sehr ausgeglichen: Nur vier der 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten nach der Vorrunde vier Siege, sogar nur zwei konnten lediglich einen Sieg vorweisen. Alle Neulinge hatten mindestens zwei Siege in den Büchern, alle Frauen hatten zwei Siege auf dem Konto, alle Beginners hatten mindestens zwei Siege – Carlo sogar vier und Kurt drei. Für beide ein echter Fehlstart – was die Startklasse angeht.

So ausgeglichen das Teilnehmerfeld, so umkämpft der Einzug in die K.O.-Runden: Sieben Teilnehmer bewarben sich um die vier freien Plätze in der Hauptrunde, und sogar zehn Teilnehmer um die fünf freien Plätze in der Second Chance. Im einstufigen Stechen qualifizierten sich für die Hauptrunde Paul (durch verdientes Freilos), Igor K, Dieter und Ralf. Rolf, Kurt und Michael mussten in die Second Chance. Im Stechen um den Einzug in die Second Chance konnte Kerstin sich gegen Bernhard Ludwig durchsetzen (Revanche fürs Stechen im Märzturnier), Thomas konnte Sokrates ausschalten, Guido unterlag Matthias. Yonas, unser jüngster Teilnehmer, verwehrte seiner Mutter den Einzug in die Second Chance, und Lutz zeigte gegen Schluss der Partie Iris sein Paschwurfkönnen.

Lutz (re), Paschzauberer im letzten Wurf des DMP, und Yonas. Sabine kiebitztLutz (re), Paschzauberer im letzten Wurf des DMP, und Yonas. Sabine kiebitzt

Das benötigte er dann auch im Achtelfinale der Second Chance, als er im DMP gegen Yonas noch drei Steine im Board hatte und am Wurf war. Wieder musste er einen Pasch zücken, dieses Mal ein Zweierpasch, um das Match zu gewinnen – und warf sicherheitshalber einen Fünferpasch. Damit war Yonas draußen – und teilte dieses Schicksal mit Kerstin, Rolf und Kurt. Lutz konnte danach auch noch Dieter schlagen, traf dann aber auf Matthias Strumpf, der zuvor Kerstin und Igor K geschlagen hatte und auch mit Lutz kein Pardon kannte und ins Finale einzog.

Matthias, Kerstin im Achtelfinale der Second ChanceMatthias, Kerstin im Achtelfinale der Second Chance

Kerstin immerhin kann sich mit Lady’s Prize trösten. Glückwunsch, Kerstin! Du bekommst ihn bei deiner nächsten Teilnahme ausgezahlt!

Vor dem kleinen Finale (der Second Chance): Matthias (li), PaulVor dem kleinen Finale (der Second Chance): Matthias (li), Paul

Im Finale der Second Chance traf Matthias auf den Rookie Paul Schlegel, der im Viertelfinale der Hauptrunde gegen Dankwart verloren und danach in der Second Chance Michael und den ebenfalls aus der Hauptrunde relegierten Igor B das Fürchten gelehrt hatte. Gegen Matthias wehrte er sich tapfer und lange, aber gegen die Routine des Altmeisters konnte sich der Neuling noch/doch nicht durchsetzen. Das war dennoch ein mehr als gelungener Einstand, Paul, für den du zu Recht den Rookie Prize erhältst und zu dem die Turnierleitung gratuliert! Und auch dir Glückwunsch, Matthias!

Dieter (li) gegen Igor BDieter (li) gegen Igor B

In der Hauptrunde eilte Gerhard Zerbin wie schon in der Vorrunde von Sieg zu Sieg: Nach Igor B warf er im Halbfinale Dankwart aus dem Turnier (das war die Revanche für den Berliner Frühling) und stand damit im Finale.

Entspannte Minen: Handshake vor dem großen Turnierfinale im Stehen. Links Gerhard, rechts RalfEntspannte Minen: Handshake vor dem großen Turnierfinale im Stehen. Links Gerhard, rechts Ralf

Dort wartete er auf seinen Gegner, der sich gegen den Berliner Meister der letzten beiden Jahre, Igor K, und gegen Carlo Petkovsek hatte durchsetzen können: Es war Ralf Sudbrak! Gerhard führte schnell 7-0, Ralf konnte dann bei 8-1 das Crawford Game überstehen und auf 8-4 aufholen. Dann war aber Schluss mit lustig, denn Gerhard hatte genug vom Spielchen, setzte drei von Ralfs Steinen auf die Bar und bastelte auch noch ein Closed board. Beim Abtragen musste er keinen Schuss lassen und war damit Sieger des Aprilturniers von Berlin Backgammon! Glückwunsch, Gerhard, und Gratulation, Ralf!

Gerhard hat auch den Side Pool gewonnen. Für all das muss er Igor K danken, denn er wollte eigentlich nur Igor K zum Turnierlokal bringen. Unglaublich, aber wahr – erst im Lokal und Minuten vor dem Turnierstart hat Igor K Gerhard zur Teilnahme überredet.

Gleich gehtGleich geht’s los. Vorher gibt’s ein Lächeln und einen Händedruck: Carlo (re), Dankwart vor dem Match um den 3. Platz

Im Spiel um den dritten Platz konnte ich mich mit einiger Mühe und trotz eines Takefehlers (mindestens!) gegen Carlo durchsetzen. Glückwunsch, Dankwart, sagt die Turnierleitung, und Gratulation, Carlo!

Alle Ergebnisse des Spieltags sind übrigens auf unserer Website en gros und en detail dokumentiert, so dass alle Interessierten den Turnierverlauf genau nachvollziehen können.

In der Rangliste behauptete Rolf die Führung, und das verdankt er einzig und allein Yonas. Der war der einzige, der mich in der Vorrunde hatte schlagen können. Gegen den jungen Mann war einfach kein Kraut gewachsen, so sehr ich mich auch anstrengte, das Spiel kompliziert zu gestalten und Yonas so das Backgammonleben schwer zu machen. Er spielte ordentlich und schlug sich tapfer und mich trotz meiner Gegenwehr, und so bleibt Rolf mit acht Punkten Vorsprung Ranglistenerster. Igor K und ich haben die Plätze getauscht, Michael ist einen Rang vorgerückt und unterstreicht damit die beachtlichen Fortschritte, die er in den letzten Monaten gemacht hat. Ralf hat sich durch den zweiten Platz im Turnier auf Rang 5 katapultiert. Zurück in der Gruppe der ersten zehn, die im Novemberturnier direkt um den Jahrespool mitspielen, ist Matthias durch seinen Sieg in der Second Chance, und Igor B ist ebenfalls in diesen Kreis eingekehrt. Dafür sind Robert und Thorsten, die dieses Mal nicht teilgenommen haben, aus dieser Gruppe herausgefallen und haben Guido, der sich der Papparazzischar erfolgreich entzogen hat, heranrücken lassen.

Im Begriff, nach dem Stift zu greifen: Thomas (re) gegen KurtIm Begriff, nach dem Stift zu greifen: Thomas (re) gegen Kurt

So, das war’s diese Mal von unserem Monatsturnier. Habe nur ich die Teilnehmer heute bei allem Ehrgeiz und Kampfeswillen als angenehm gelassen und besonders entspannt erlebt? Ich hoffe, es ist euch genau so ergangen!

Die nächste Gelegenheit in diesem Jahr, Siege, Punkte und Preisgeldplätze bei Berlin Backgammon ins Visier zu nehmen, ist beim Maiturnier am 9. Mai 2015 um 13 Uhr (Anmeldung ab 12:30 Uhr, Auslosung um 12:55 Uhr) im en passant, Schönhauser Allee 58 (U2 Eberswalder Str.), 10437 Berlin, Tel. 0177–7383899. Die Auslosung für das Satellitenturnier findet bereits um 12:45 statt, die erste Runde wird vor dem Start des Hauptturniers gespielt.

Bis dann,
Dankwart

Finalrunde
1. Gerhard Zerbin
2. Ralf Sudbrak
3. Dankwart Plattner
4. Carlo Petkovsek

Second Chance
1. Matthias Strumpf
2. Paul Schlegel

Lady’s Prize
Kerstin Karolczak

Rookie’s Prize
Paul Schlegel

Satellit
Thomas Krüger

Die detaillierten Ergebnisse und der Turnierverlauf stehen auf der Ergebnisseite.
Die aktualisierte Ranglisten sind auf der Ranglistenseite der Berliner Meisterschaft und auf der Ranglistenseite der Berliner Beginners zu finden.

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