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Zwei Septemberturniere: Batumi und Athen

4. Oktober 2015

Ultrakurzberichte aus Batumi und Athen

Im September habe ich zwei Turniere gespielt, über die kurz berichten will.

Zunächst war da das große Gogi-Bukia-Memorial-Turnier in Batumi/Georgien, von der WBF und Marco Fornasir veranstaltet. Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer spielten in zwei Klassen. Das Preisgeld war vom Bruder des bei einem Autounfall ums Leben gekommenen Liebhaber des traditionellen Backgammon Gogi Bukia um 20.000 USD aufgestockt. Mit dem Turnier setzt er Gogi ein schönes Denkmal.

Wie ihr wisst, waren viele Deutsche und einige Berliner unter den Teilnehmern, darunter auch der unglückliche Hartmut, dessen tragischer Gehirnschlag das Turnier überschattete. Kurz zuvor war Hartmut in Heppenheim noch Zweiter der Einzelkonkurrenz und Zweiter im Doppel geworden.

Batumi kann es architektonisch fast mit Dubai oder Las Vegas aufnehmen, hat aber auch seine angenehmen Seiten. Das subtropische Klima verbietet das Anziehen auch nur der leichtesten Jäckchens zu jeder Tages- und Nachtzeit, wie aus dem nachfolgenden Foto ersichtlich, das im Freien aufgenommen wurde.

Die überaus freundlichen Georgier gaben sich erfolgreich Mühe, uns den Aufenthalt angenehm zu gestalten. Spielerisch war es ein durchaus starkes Turnier, es gab ausgezeichnete georgische und armenische Spieler unter den Teilnehmern. Nicht umsonst spielte sich im Triple-KO-Format Sergej Drmoyan aus Armenien bis ins Finale und unterlag erst dort dem wie entfesselt spielenden Berliner Guido Weidner. Bravo, Guido! Ich selbst habe in dem Turnier nichts gerissen, hatte aber die Genugtuung, dass der Saldo meines Matchkontos positiv war. Immerhin!

Ein rauschendes Fest („Gala Dinner“) mit einem Speisenangebot, unter dem sich die Tische bogen, musikalischen und tänzerischen Darbietungen und nicht zuletzt der Preisverleihung rundete das Turnier ab. Georgien, du siehst uns wieder!

Blick in den TurniersaalBlick in den Turniersaal

Zwei Wochen später hatte ich die Gelegenheit, sozusagen en passant am ersten Saisonturnier der Griechischen Meisterschaft 2015/16 teilzunehmen. Das eintägige Turnier wurde am 26.9.2015 im Doppel-KO-Format (nicht Double-Elimination) ausgetragen, wie ein Triple-KO-Format, aber eben mit nur zwei Leben. Alle Matches wurden auf 9 Punkte gespielt. Freilos kriegt immer der Beste, um das Turnier zu beschleunigen. Dem gleichen Zweck dient, dass immer Punktgleiche gegeneinander gelost werden. Dennoch dauerte das Turnier unendlich lang… Es begann um 13:00 Uhr und war erst um 3 Uhr morgens beendet.

Das Turnier fand im Athener en passant statt, das dort MindGames Café heisst und dem begeisterten BG-Spieler Stefanos Charaklias gehört (er wurde Zweiter, ich schaffte den 3. Platz). Erster der rund 30 TN, von denen ich viele bereits im letzten Jahr kennengelernt hatte, wurde der ausgezeichnete Yannis Atmatzidis (alle Ergebnisse: http://www.ftbgsystem.com/t/1522). Zur Vorbereitung hatte er extra lang geschlafen und war auch morgens um 2 zum ersten Finalmatch (ein zweites brauchte er nicht) noch topfit. Es wird übrigens wie in Berlin mit Uhr gespielt. Für Berlin fruchtbar machen können wir die Regelung, dass der erste der Rangliste beim Saisonendturnier kein Startgeld bezahlen muss. Auch wenn sich die Anreise extra zu dem Turnier nicht lohnt, kann ich jedem, der sich während eines Turniers der Griechischen Meisterschaft in Griechenland aufhält, die Teilnahme sehr empfehlen.

Dankwart

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