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Berlin: 9-7 am 9.7.

10. Juli 2016

Bericht vom Juliturnier von Berlin Backgammon
Fußball, Fußball, Fußball hieß es in den letzten Wochen ohne Unterlass. Für ein paar Unentwegte gibt es aber noch mehr Sport im Leben: Den Denksport Backgammon, und das ist, wie man in Berlin zu sagen pflegt, auch gut so! Dem Denksport Backgammon konnten wir uns beim Juliturnier der Berliner Meisterschaft ausführlich widmen.

Michael Rieder (li) gegen Thorsten Miesel, KiebitzMichael Rieder (li) gegen Thorsten Miesel, Kiebitz

Neulinge gab es im Juli nicht. Michael Rieder, der zum letzten Mal im Mai 2015 mitgespielt hat und damals im Finale der Second Chance stand, war heute wieder dabei und konnte wieder gut mithalten. Er startete in der Beginnersklasse.

Prüfender Blick auf den Fotografen: Peter SchneiderPrüfender Blick auf den Fotografen: Peter Schneider

In die Mastersklasse schrieb sich Peter Schneider ein, der zum zweiten Mal in diesem Jahr dabei war.

Vorne: Yonas (li) gegen Georg, dahinter Bernhard Ludwig (li) gegen RalfVorne: Yonas (li) gegen Georg, dahinter Bernhard Ludwig (li) gegen Ralf

Georg Lachnit-Winter, der Hannoveraner Turnierleiter, nutzte unser Turnier für einen Berlin-Ausflug. Ein nachahmenswerte Möglichkeit, ein paar Stunden, Tage oder ein Wochenende in Berlin zu bereichern!

Bernhard Ludwig Winkelhaus (li) gegen Stefan BüchnerBernhard Ludwig Winkelhaus (li) gegen Stefan Büchner

Ein großer Teil der Fotos stammt dieses Mal von Stefan Büchner, ihr werdet unschwer seine deutlich besseren von meinen unterscheiden können. Danke, Stefan!

Spannende AuslosungSpannende Auslosung

Es war schon ausgelost, die Paarungen der ersten Runde aber waren noch nicht bekanntgegeben, da klopfte ein Überraschungsgast an: Tibor Taylor, frischgebackener Vater. Eigentlich hätte er als late comer starten müssen, aber wir waren alle waren dafür, die Auslosung zu wiederholen.

Frischgebackener Vater, erfolgreicher Turnierspieler: Tibor TaylorFrischgebackener Vater, erfolgreicher Turnierspieler: Tibor Taylor

Rolf Schüler, der amtierende Berliner Meister, schritt standesgemäß durch die Vorrunde, an deren Ende er fünf Siege auf seinem Spielkonto verbucht hatte.

Rolf Schüler, amtierender Berliner Meister, wurde heute DritterRolf Schüler, amtierender Berliner Meister, wurde heute Dritter

Vier Siege hatten Tibor Taylor, Igor K, Helmut Krausser, Thomas Krüger und Vitali Olchanski. Sie alle hatten ausweislich des Berliner Glücksindex‘ eher leichte Lose – bis auf Thomas Krüger, der das drittschwerste Los hatte!

Hat heute wieder stark gepunktet und führt die Rangliste an: Thomas KrügerHat heute wieder stark gepunktet und führt die Rangliste an: Thomas Krüger

Das schwerste Los hatte Yonas Brinkmann, der als Beginner dennoch auf beachtliche zwei Siege kam, es folgte Kurt Zerwer, der es ebenfalls auf zwei Siege brachte.

Der Zug ist beendet, jetzt kann Kurt nach dem Fotografen schauenDer Zug ist beendet, jetzt kann Kurt nach dem Fotografen schauen

Das leichteste Los hatte Sokrates Bukalis, der drei Siege erspielte – genau so viele wie Matthias Strumpf und Dankwart Plattner. Diese drei beanspruchten die zwei freien Plätze in der Hauptrunde.

Turnierpause: Peter Schneider (li), Sokrates BukalisTurnierpause: Peter Schneider (li), Sokrates Bukalis

In so einem Fall sieht das Berliner Turnierformat ein Stechen vor, das durch Onepointer entschieden wird. Sollte es ein Freilos geben, dann entscheidet ein ganzer Katalog von Kriterien, wer es in der ersten Runde in Anspruch nehmen darf. Das genaue Reglement ist in der Berliner Turnierausschreibung dokumentiert. Das „verdiente Freilos“ erhielt aufgrund der guten Buchholzwertung Dankwart, Matthias setzte sich im Stechen durch, Sokrates musste in die Second Chance.

Wie soll ich den ziehen? Matthias Strumpf (li) gegen Sokrates BukalisWie soll ich den ziehen? Matthias Strumpf (li) gegen Sokrates Bukalis

Dort waren noch sieben Plätze unbesetzt, und alle 13 Spieler mit weniger als drei Siegen (es gab niemanden, der sieglos war) mussten um den Einzug in die Second Chance kämpfen. Thorsten Miesel hatte sich das Freilos verdient. Außerdem schafften es Stefan Büchner, Carlo Petkovsek, Ralf Sudbrak, Peter Schneider, Georg Lachnit-Winter und Michael Rieder in die Second Chance. Für die anderen war das Turnier vorbei; einige von ihnen wurden später noch bei einer angeregten Chouette gesehen.

Am späten Abend: Neuankömmling und Ausgeschiedene bei einer ChouetteAm späten Abend: Neuankömmling und Ausgeschiedene bei einer Chouette

In der Hauptrunde (alle Matches sind hier zu sehen: https://berlin-backgammon.org/2016/07/10/runde-fur-runde-verlauf-des-berliner-juliturniers-2016/#Finalrunde) setzte sich Rolf gegen Helmut durch und traf im Halbfinale auf Dankwart, der zuvor Matthias Strumpf in die Second Chance geschickt hatte. Dankwart hatte aus der Vorrunde eine Rechnung offen, mit einem gewagten Recube (ich bin auf die Auswertung gespannt!) bei 2-0 Führung schaffte er es in einem schönen Spiel mit „vielen Positionen, die wir noch nie gesehen haben“ (Rolf) ins Crawford Game und ließ auch dort Rolf keine Chance. Finale!

Finale: Igor K (verdeckt) gegen DankwartFinale: Igor K (verdeckt) gegen Dankwart

In der anderen Tableauhälfte musste Tibor Igor K den Vortritt lassen, und der konnte im Halbfinale auch Vitali besiegen. So hieß das Finale Dankwart gegen Igor K! Igor hatte heute die Siebenmeilenstiefel angezogen (schon in der Vorrunde hatte er ziemliches Speedgammon gespielt und hätte sich – gäbe es ihn – den Preis für den schnellsten Spieler redlich verdient) und führte schnell 5-0. Doch dann bekam Dankwart etwas bessere Würfel, ging mit dem Doppler mutiger – manchmal zu mutig – um und konnte den Abstand verkürzen, ehe Igor wieder auf 7-4 davonziehen konnte. Dankwart schaffte den Ausgleich – und der gleich gegebene Doppler machte das Spiel zum DMP. Ein paar Päsche halfen ihm ins Board, und als er mit dem Bear-off begann, lauerte Igor auf dem Zweierpunkt auf einen Schuss – der aber nicht mehr kam. So hieß es nach rund zwei Stunden im Finale am 9.7. 9-7 für Dankwart – die Turnierleitung gratuliert dem Sieger und dem Finalisten! Bernhard Kaiser hat die Filmaufnahme des Finalmatchs bereits in Extreme Gammon eingegeben: Igor hat eine Klasse-PR von 4,6 gespielt, Dankwart immerhin eine 7. Danke, Bernhard! Alle Matches, die ich aufgenommen habe, gibt es demnächst im Matcharchiv (https://berlin-backgammon.org/category/match-archiv/).

Spiel um den 3. Platz: Vitali Olchanski (li) gegen Rolf SchülerSpiel um den 3. Platz: Vitali Olchanski (li) gegen Rolf Schüler

Im Spiel um den dritten Platz setzte sich Rolf gegen Vitali durch – Glückwunsch auch Euch beiden!

Ralf Sudbrak (li), Igor BakunowizkiRalf Sudbrak (li), Igor Bakunowizki

Springen wir gleich ins Halbfinale der Second Chance (alle Paarungen hier: https://berlin-backgammon.org/2016/07/10/runde-fur-runde-verlauf-des-berliner-juliturniers-2016/#SecondChance): Peter Schneider besiegte dort den Ranglistenführenden Thomas Krüger, und im anderen Halbfinale musste Matthias Strumpf im Spiel gegen Helmut Krausser die Segel streichen. Helmut also gegen Peter! Nach 3-3 konnte Helmut 5-3 in Führung gehen, und bei diesem Stand gab ihm Peter in gammonträchtiger Position den Doppler, um vielleicht ein Gammon und damit das Match zu gewinnen. Aber aus dem Gammon wurde nichts, und Peter konnte auch seine Siegchancen nicht realisieren – mit einem starken Auftritt gewann Helmut die Second Chance. Gratulation, Helmut, Glückwunsch, Peter!

Finale der Second Chance: Helmut Krausser (li) gegen Peter SchneiderFinale der Second Chance: Helmut Krausser (li) gegen Peter Schneider

Bleibt noch, von zwei Entscheidungen zu berichten: Die Siegerin des Lady’s Prize wurde in in einem Quasi-Finale entschieden: Er wurde in Match 5 der Vorrunde zwischen Asha und Sabine, die bis dahin je einen Sieg aufwiesen, ausgespielt. Da beide danach im Stechen ausschieden, erhielt die Matchsiegerin Asha Hanka den Lady’s Prize.

Gewann heute den Lady’s Prize: Asha Hanka

Den freien Startplatz in der Mastersklasse sicherte sich Stefan Büchner.

Sabine und Yonas BrinkmannSabine und Yonas Brinkmann

In der Rangliste (https://berlin-backgammon.org/bm-2016/) hat sich durch das Juliturnier nur wenig geändert: Ganz oben hat sich Thomas festgesetzt, es folgen Dankwart und Helmut. Ralf, zuvor punktgleich mit Helmut auf Platz 3, ist auf Rang 4 zurückgefallen. Matthias, Igor K und Rolf haben sich um ein bis zwei Plätze nach vorn geschoben. Tibor hat Rang 10 behalten. Alle diese Spieler haben inzwischen mehr als 250 Ranglistenpunkte. Dahinter hat Vitali den größten Sprung nach vorn gemacht: Von 17 auf 11.

Vitali schüttelt, Dankwart zählt, Thomas prüft (v.r.n.l.)Vitali schüttelt, Dankwart zählt, Thomas prüft (v.r.n.l.)

Auf die nächste Gelegenheit in diesem Jahr, Siege, Punkte und Preisgeldplätze bei einem Meisterschaftsturnier von Berlin Backgammon ins Visier zu nehmen, die Reihenfolge in der Rangliste zu ändern und überhaupt spannende Spiele zu spielen und einen schönen Nachmittag und vielleicht auch Abend zu verbringen, müssen wir nun wieder fünf Wochen warten. Sie kommt beim Augustturnier am 13. August 2016 um 13 Uhr (Anmeldung ab 12:30 Uhr, Auslosung um 12:55 Uhr) im en passant, Schönhauser Allee 58 (U2 Eberswalder Str.), 10437 Berlin, Tel. 0177–7383899. Die Auslosung für das Satellitenturnier findet bereits um 12:45 statt, die erste Runde wird vor dem Start des Hauptturniers gespielt.

Bis dann,
Dankwart

Finalrunde
1. Dankwart Plattner
2. Igor Kaplanski
3. Rolf Schüler
4. Vitali Olchanski

Second Chance
1. Helmut Krausser
2. Peter Schneider

Lady’s Prize
Asha Hanka

Satellit
Stefan Büchner

Die komplette Turnierdokumentation kann Runde für Runde eingesehen werden.

Heute hatte der Turnierleiter gut lachenHeute hatte der Turnierleiter gut lachen

Igor BakunowizkiIgor Bakunowizki

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