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Welch ein Thriller! Was für ein Krimi!

20. Dezember 2016

Bericht vom Jahresendturnier von Berlin Backgammon

Wie im richtigen Leben: da arbeitet man mit Mühe und Sorgfalt, mit Einsatz und auch ein bisschen Glück auf ein Ziel hin, erreicht es fast, und muss am Ende hilflos zusehen, wie ein anderer einen noch überholt. Oder doch nicht überholt. Oder fast überholt. Oder man überholt und fällt wieder zurück. Oder … oder?

So ging es an dem Wochenende des Jahresendturniers von Berlin Backgammon gleich mehreren Teilnehmern, und warum es ihnen so ging, davon handelt unter anderem dieser Bericht. Er handelt aber auch von einem stark spielenden Beginner, der so manchen Master das Fürchten lehrte. Er handelt von einem Alleinspieler in der Meisterschaft im Beratungsdoppel. Er handelt von unserem zweitägigen Berliner Jahresendturnier, das mit Fug und Recht als das größte deutsche Regionalturnier bezeichnet werden kann, sowohl, was seine vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern angeht (da sind wir aber noch nicht ganz vorn), als auch, was die vielen Wettbewerbe und Preise betrifft. Oder kennt ihr ein Regionalturnier, bei dem neben dem Hauptturnier weitere vier Nebenturniere ausgetragen werden? Bei dem es eine Calcutta-Auktion gibt? Er handelt von einem Turnier, das den Teilnehmerinnen alle Höhen und Tiefen der Spannung bescherte, und von einer großartigen Saison, in der insgesamt 73 Spielerinnen und Spieler 284 Mal am Start waren.

Blick in den unteren TurniersaalBlick in den unteren Turniersaal

Beginnen wir mit der Teilnehmerzahl, die erfreulich hoch war: 33 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren am Wochenende dabei (darunter sieben Beginners-Starter und drei Ladys). Wir wollen alle ein spannendes Turnier erleben, viel spielen, viel Freude haben, uns gut unterhalten, und am besten auch noch etwas gewinnen! Die große Teilnehmerzahl hat dem Turnier heute sechs Preisränge beschert.

Zwei Neulinge gab es bei diesem Turnier. Der eine war Malte Quiter, ein Berliner, der sich schon als Kind beim Blick in die Spielesammlung von diesem seltsamen Karton mit dem vielen bunte Zacken drauf angezogen fühlte.

Malte Quiter mit UnterstützerinMalte Quiter mit Unterstützerin

Erst später traute er sich, das Spiel auch selbst auszuprobieren, es faszinierte ihn immer mehr, und irgendwann stieß er auf GNUBG, mit dem er weiter übte und sein Spiel verbessern konnte. Inzwischen kann er es so gut, dass er, der zunächst einmal vorsichtig in der Beginnersklasse gestartet ist, vermutlich auch in der Mastersklasse gut mithalten könnte.

Peter Naguib (li) gegen Rolf SchülerPeter Naguib (li) gegen Rolf Schüler

Der andere Neuling, Peter Naguib, ist gar keiner: Ein ganz alter Hase, der lange vor meiner Berliner Zeit viel, ausgiebig und auf hohem Niveau gespielt hat und den anderen alten Hasen unter uns bestens bekannt ist. Willkommen zurück, Peter!

Und noch einen neuen Spieler gab es, einen, den wir aber alle kennen: Sven Horn.

Sven HornSven Horn

Als Betreiber unseres Turnierlokals und als sein eigener Mehr-als-Vollzeit-Angestellter konnte er natürlich nicht am Turnier teilnehmen, aber ich habe ihn eingeladen, bei einem der Nebenturniere mitzumachen. So hat der erfahrene und starke Schachspieler Sven am Wochenende sein erstes Backgammonturnier gespielt. Davon gleich mehr.

Von weit her angereist waren Stefan Blancke aus Lüneburg,

Stefan Blancke (li) gegen Matthias StrumpfStefan Blancke (li) gegen Matthias Strumpf

Ulrich Tamm aus Bielefeld,

Das ist nicht das Beratungsdoppel: Ulrich Tamm (li) gegen Faruk KocaerDas ist nicht das Beratungsdoppel: Ulrich Tamm (li) gegen Faruk Kocaer

Bernhard Kaiser und Georg Lachnit-Winter, die beiden Hannoveraner Turnierleiter,

Peter Naguib (li), Georg Lachnit-Winter, Bernhard KaiserPeter Naguib (li), Georg Lachnit-Winter, Bernhard Kaiser

Heribert Lindner aus Fulda

Heribert LindnerHeribert Lindner

und Heike Münch aus Dresden, von der ich leider kein Foto habe. Schön, dass ihr da wart!

Nach der Anmeldung und vor der Auslosung habe ich als Turnierleiter im Namen der Berliner Backgammon Community die Gelegenheit wahrgenommen, allen, die unser Berliner Backgammon Turnier in der Saison 2016 durch besonderen Einsatz unterstützt haben und damit einen Beitrag zum Gelingen der Berliner Meisterschaft und überhaupt des Backgammonlebens in Berlin beigetragen haben, für ihre Unterstützung und ihren Einsatz zu danken.

Alle warten gespannt darauf, was der Turnierleiter vor Turnierbeginn zu sagen hat …Alle warten gespannt darauf, was der Turnierleiter vor Turnierbeginn zu sagen hat …

… aber der ist noch mit den letzten Korrekturen in seinen Turnierunterlagen beschäftigt. Rolf und Sven freuen sich bereits.… aber der ist noch mit den letzten Korrekturen in seinen Turnierunterlagen beschäftigt. Rolf und Sven freuen sich bereits.

Endlich! Danksagung, Hinweise zu den Formaten und zum Ablauf, die Paarungen der ersten Runde werden bekanntgegebenEndlich! Danksagung, Hinweise zu den Formaten und zum Ablauf, die Paarungen der ersten Runde werden bekanntgegeben

Fünf von Euch habe ich in besonderem Maße hervorgehoben und mich im Namen der Berliner Backgammon Community nicht nur mit einem Händedruck, sondern auch mit einer kleinen Medaille bedankt. In zufälliger Reihenfolge sind dies:

Bernhard KaiserBernhard Kaiser

Bernhard Kaiser, der viele der Matches, die in Berlin gespielt wurden, transkribiert und der Gemeinschaft zur Verfügung gestellt hat. Für diese Mühe und für die viele Arbeit schönen Dank, Bernhard! Wie er uns selbst gesagt hat, macht es ihm viel Spaß, unsere Matches zu transkribieren, solange er so viele schöne Blunder findet. Strengt euch also bitte weiter an, blundert schön, damit wir auch 2017 unseren Chef-Transkribenten Bernhard Kaiser bei Laune halten! Ich werde mich bemühen, in dieser Hinsicht mit gutem Beispiel voranzugehen; hoffe aber gleichzeitig, diesbezüglich nicht allzu erfolgreich zu sein.

Pechvogel Igor Bakunowizki (li) gegen Matthias StrumpfPechvogel Igor Bakunowizki (li) gegen Matthias Strumpf

Der nächste, der sich besondere Verdienste um die Berliner Backgammon Community erworben hat, ist Igor Bakunowizki. Vor ein paar Monaten haben wir uns über die Pokale, die beim Jahresendturnier zu verteilen wären, unterhalten, und darüber, dass das Logo auf ihnen nicht besonders gelungen sei. Igor bot an, ein neues Logo zu entwerfen, und hat zwischen August und November eine ganze Menge Arbeit darauf verwandt, dieses Ziel in die Tat umzusetzen. Unermüdlich stellte er Entwurf um Entwurf vor, manche nur mir, manche der WhatsApp Gruppe von Berlin Backgammon, und herausgekommen ist ein Logo, dass sich wirklich sehen lassen kann, und das jetzt unsere Pokale ziert:

Unser neues Logo von Berlin Backgammon. Danke schön, Igor!

Thomas Krüger (li) gegen Sokrates BukalisThomas Krüger (li) gegen Sokrates Bukalis

Wie ihr wisst, hat mich Thomas Krüger die ganze Saison über bei der Turnierleitung unterstützt und dadurch geholfen, die Berliner Turnierserie zu einem Erfolg zu machen. Mit seiner ruhigen und überlegten Art hat er manches Mal dazu beigetragen, den Überblick zu bewahren. Danke dafür, Thomas!

Sabine Brinkmann (li) gegen Vitali OlchanskiSabine Brinkmann (li) gegen Vitali Olchanski

Drei Jahre lang hatte Berlin Backgammon kein eigenständiges Beginners-Turnier mehr. Das wird sich 2017 ändern, denn nun hat Sabine Brinkmann sich intensiv darauf vorbereitet, diese Aufgabe zu übernehmen und ab 2017 das Beginners-Turnier zu leiten. Es wird weiterhin mit dem Masters-Turnier verzahnt bleiben und zeitgleich mit dem Mastersturnier stattfinden. Vielen Dank im voraus, Sabine!

Sein erstes Backgammonturnier: Sven Horn im Director’s Invitational Tournament

Sven ist uns seit drei Jahren ein zuverlässiger Gastgeber, der dafür sorgt, dass unser Berliner Turnier eine großzügige Heimstatt mit idealen Turnierbedingungen hat und und dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und die Gäste gut mit Essen und Trinken versorgt sind. Dafür vielen Dank, Sven!

Die fünf genannten erhielten nicht nur eine Dankes-Medaille, sondern auch einen Startplatz im erstmalig ausgelobten Director’s Invitational Tournament. Hinzu kamen weitere Teilnehmer, die ebenfalls einen Beitrag zum Gelingen der Berliner Meisterschaft geleistet und dafür ein Dankeschön unserer Community verdient haben, sowie einige weitere Eingeladene: Rolf Schüler und Ralf Sudbrak für die zahlreichen konstruktiven Diskussionen und Beratungen,

Ralf zieht gegen Igor K (verdeckt), im Hintergrund Tibor Taylor (li) gegen Rolf Schüler, Stefan Blancke kann sich nicht entscheiden, auf welchem Tisch die spannendere Partie läuftRalf zieht gegen Igor K (verdeckt), im Hintergrund Tibor Taylor (li) gegen Rolf Schüler, Stefan Blancke kann sich nicht entscheiden, auf welchem Tisch die spannendere Partie läuft

Igor K für die Übertragung der Kurzausschreibung ins Russische, Sokrates Bukalis für die Unterstützung bei den Turnieren, Vitali Olchanski dafür, dass er die Kugelschreiber aus Zypern mitgebracht hat, Matthias Strumpf für zahlreiche Denkanstöße, Bernhard Ludwig Winkelhaus für die Aufstockung des Jahrespools 2015 (in der nächsten Saison wäre mal wieder eine Aufstockung fällig, Belu!), dazu Michael Horchler, Asha Hanka, Yonas Brinkmann und Faruk Kocaer.

Allen, die geholfen haben, sage ich herzlichen Dank, nicht nur in meinem Namen, sondern im Namen der Berliner Backgammon Community. Ich bin sicher, dass jeder einen kleinen Beitrag leisten kann, um unsere Community voranzubringen und zu stärken und so das Berliner Backgammongeschehen noch vielfältiger und lebendiger zu gestalten. Es kostet z. B. keine Mühe, die Hinweise auf die Ergebnisse, auf die Turnierberichte, und auf Einladungen, die auf Facebook erscheinen, mit seinen Facebook-Freunden zu teilen.

Es kostet diejenigen unter euch, die auf Grid Gammon spielen, nur einmalig ein paar Minuten, unter „Thoughts“ einen Hinweis auch das Berliner Backgammonleben zu hinterlegen, den jeder lesen kann, der auf „Player Info“ klickt, und der etwa so lauten könnte:
If you visit Berlin, meet me and other players at our tournaments, usually the 2nd saturday of each month, or for a chouette on Thursdays and Sundays. See our website above for our calendar and information in various languages.
Und so macht Ihr das:
Klickt in der Buttonleiste oben auf den Info-Button. Es öffnet sich das „Personal Info“-Fenster.
Falls nicht Euer Profil zu sehen ist, klickt unten auf den Button „Me“.
Klickt oben auf den Karteireiter „Edit Personal“.
Tragt ins Feld „web“ diese Adresse ein: https://berlin-backgammon.org/english-2/.
Kopiert den obigen Text in eines der beiden „Thoughts“-Felder. (Er passt genau in eins, so habe Ihr immer noch genug Platz, in dem zweiten „Thoughts“-Feld anderes einzutragen.)
Klickt auf den nicht ganz leicht zu erkennenden Button „Update my personal information with these values“ (oben, unter den Karteireitern).
Fertig!

Wir können auch noch mehr machen: Neulingen intensiver helfen, sich schnell einzufinden, ihnen ein gutes Gefühl geben, damit sie wiederkommen, etc. Ich denke, wir sind hier auf gutem Wege, aber es gibt immer noch ein bißchen mehr. Freunde zu unserem Turnier mitbringen, Spielern, die man zufällig trifft, von unserem Turnier erzählen. Bestimmt fällt Euch noch mehr ein!

Ich habe das Director’s Invitational Tournament mit 40 € ausgestattet, die ich meiner eigenen Tasche entnommen habe. Alle Teilnehmer konnten also ohne Einzahlung eines Startgeldes 40 € gewinnen. Wer wollte, konnte auch etwas einzahlen, um mehr zu gewinnen: Ich hatte zwei Sidepools eingerichtet.

Kommen wir nun zur Situation in der Rangliste, die ja wegen der Entscheidung über den Berliner Backgammonmeister interessant ist: Vor dem Turnier war dies die spannende Ausgangslage: Dankwart führte die Rangliste an. Thomas lag 99 Punkte dahinter, und Helmuts Rückstand betrug 108 Punkte.

Helmut KrausserHelmut Krausser

Das waren die drei, die vor Turnierbeginn noch Chancen auf die Berliner Meisterschaft hatten. 99 oder gar 108 Punkte aufzuholen, ist nicht leicht, aber auch nicht unmöglich, denn im Jahresendturnier gab es 150 Punkte zu verteilen (160 mit Willkommenspunkten): Wenn Dankwart es schaffen würde, in der Vorrunde vier Matches (56 Punkte) zu gewinnen, dann wäre er aus eigener Kraft Meister und es gäbe für die beiden anderen nichts zu holen. Sollte er aber nur drei Siege schaffen (42 Punkte), ohne in eine der beiden Finalrunden zu gelangen, dann hätten Thomas oder Helmut (nicht beide) noch Chancen, Dankwart zu überholen. Dafür müssten sie aber schon einen Durchmarsch machen, das heißt alle Spiele von Match 1 der Vorrunde bis zum Finale gewinnen. Ähnliches galt für den Fall, dass Dankwart nur zwei Matches gewönne: Dann reichten vier Siege in der Vorrunde, aber das Finale musste gewonnen werden. Und wenn Dankwart nichts gewinnen würde? Das habe ich vorher nicht ausgerechnet.

Steffen Schenk (li), Peter Naguib, Carlo schaut zuSteffen Schenk (li), Peter Naguib, Carlo schaut zu

Thomas und Helmut machten sich beide gleich daran, ihre Vorgabe zu erfüllen, und beide hatten – ist das nicht Wahnsinn? – nach der Vorrunde fünf Siege (Thomas einen gegen Dankwart). Außer den beiden hatte der Alt-Neuling Peter Naguib ebenfalls 5 Siege und konnte beruhigt in die Essenspause gehen. Vier Siege hatten Igor K, Rolf Schüler, Matthias Strumpf, Steffen Schenk und ein junger Mann, der nur gegen Igor K verloren hatte: der Beginnersstarter Yonas Brinkmann!

YonasYonas

Wie sich nach Abschluss aller Matches der Vorrunde (https://berlin-backgammon.org/2016/12/19/runde-fur-runde-verlauf-des-berliner-jahresendturniers-2016/#Vorrunde) herausstellte, mussten diese acht kein Stechen fürchten und waren alle für die Hauptrunde qualifiziert, denn der 9. der Vorrundentabelle hatte nur drei Siege. Im Umkehrschluss bedeutete das, dass zum ersten Mal seit Ewigkeiten kein Dreisiegspieler in der Hauptrunde vertreten sein würde, dass man also vier Siege brauchte, um in die Hauptrunde zu gelangen, und dass alle Dreisiegspieler sogar um den Einzug in die Second Chance bangen mussten, denn insgesamt hatten 18 Spieler drei Siege und mehr.
Zu denjenigen, denen ihre drei Siege aus der Vorrunde nichts nützten, gehörten der Titelaspirant Dankwart, Faruk Kocaer, Michael Horchler, Thorsten Miesel und Ulrich Tamm.

Thorsten Miesel (li) gegen Helmut KrausserThorsten Miesel (li) gegen Helmut Krausser

Sie alle waren am Samstag abend aus dem Hauptturnier ausgeschieden und mussten ab jetzt in die Nebenwettbewerbe, von denen es ja einige gab.

Schauen wir uns nun ausnahmsweise die Second Chance (https://berlin-backgammon.org/2016/12/19/runde-fur-runde-verlauf-des-berliner-jahresendturniers-2016/#SecondChance) vor der Hauptrunde an: Dort war der munter aufspielende Beginnersstarter Malte Quiter dem erfahrenen Georg Lachnit-Winter nicht gewachsen, Georg wiederum nicht Igor K, und Igor K nicht Rolf Schüler, so dass letzterer im Finale stand, nachdem er zuvor, aus der Hauptrunde relegiert, Bernhard Ludwig Winkelhaus besiegt hatte. Rolfs Gegner im Finale der Second Chance war Bernhard Kaiser, der sich zuvor gegen Vitali Olchanski, gegen Helmut Krausser und im Halbfinale gegen Matthias Strumpf durchgesetzt hatte.

Finale der Second Chance: Rolf Schüler (li) und Bernhard Kaiser vor dem MatchFinale der Second Chance: Rolf Schüler (li) und Bernhard Kaiser vor dem Match

Im auf 7 Punkte verkürzten Match konnte Bernhard eine 6-0-Führung nicht sichern und verlor schließlich 6-7. Gratulation dem Sieger und dem Runner-up! Beide Spieler spielten ein ausgezeichnetes Performance Rating; XG zeigt für Bernhard 3,7 und für Rolf, 4,2 an. Alle aufgenommenen und trasnskribierten Matches finden sich demnächst im Matcharchiv. Danke, Bernhard, für die rasante Transkription!

Kommen wir nun zur Hauptrunde (https://berlin-backgammon.org/2016/12/19/runde-fur-runde-verlauf-des-berliner-jahresendturniers-2016/#Finalrunde): Unter den acht Teilnehmern (Thomas Krüger, Helmut Krausser, Peter Naguib, Igor K, Rolf Schüler, Matthias Strumpf, Steffen Schenk und Yonas Brinkmann) gab es zwei, die mit 5 Siegen in der Vorrunde ihren Willen bekräftigt hatten, noch um den Jahressieg kämpften: Thomas und Helmut!

Spannendes Halbfinale: Thomas (li) gegen Yonas, KiebitzeSpannendes Halbfinale: Thomas (li) gegen Yonas, Kiebitze

Aber Helmut scheiterte im Viertelfinale an Yonas Brinkmann, der im Halbfinale Thomas das Leben schwer machte, schließlich aber doch verlor. Damit war Thomas im Finale. Würde er das gewinnen, so wäre er Berliner Meister 2016!

In der anderen Tableauhälfte schickte Peter Naguib Rolf Schüler in die Second Chance und schlug gleich darauf im Halbfinale Steffen Schenk. Finale für ihn! Gegen Thomas!

Händedruck vor dem Finale: Thomas Krüger (li), Peter NaguibHändedruck vor dem Finale: Thomas Krüger (li), Peter Naguib

Im Finale war Thomas‘ Kraft vorbei, denn er lag schnell 2-10 (auf 15 Punkte) hinten, womit er nur noch theoretische Chancen auf den Match-, Turnier- und Meisterschaftssieg hatte – genauer gesagt gut 15 %. Aber er gabe nie auf, bekam die zweite Luft, doppelte aggressiv und holte Punkt um Punkt auf, konnte ausgleichen, ging sogar in Führung und baute sie weiter aus, bis es 14-10 stand. Was für eine Aufholjagd! Nur noch ein Pünktchen musste er gewinnen, jetzt war er 82%-Favorit, Match, Turnier und die Meisterschaft zu gewinnen, wo er doch kurz zuvor noch 15%-Underdog war! Peter überstand das Crawford-Spiel aber, doppelte danach sofort und spielte auf Gammon, während Thomas es nicht schaffte, seinen letzten Stein aus der Gefahrenzone zu bringen. Peter schaffte den Ausschluss, zog gemütlich seine Steine ins Haus, während Thomas tanzte, und erreichte am Ende eines zweieinhalbstündigen Matchs das Gammon, das ihm den Match- und Turniersieg bescherte (der Sidepool war ihm schon nach dem Viertelfinale sicher)! Welch ein Thriller! Was für ein Krimi! Glückwunsch Euch beiden, Peter und Thomas!

Beide Spieler spielten ein ordentliches bis gutes Match, vor allem angesichts dessen, dass sie beide schon viel Action hinter sich hatten und auch im Lichte dessen, dass vor allem für Thomas sehr viel auf dem Spiel stand. XG weist für Thomas ein Performance Rating von 6,3, für Peter ein PR von 5,3 aus. Danke an Bernhard Kaiser, des das Match in Windeseile transkribiert hat! Alle Matches gibt es demnächst im Matcharchiv! An der Transkription dieses Matches hatte Bernhard wohl nicht viel Freude, denn richtig viele Blunder gab es nicht.

Als das Ergebnis feststand, wussten wir auch, dass Bernhard Kaiser ein Mal wieder ein glückliches Händchen bewiesen hatte, denn er hatte Peter bei der Calcutta-Auktion ersteigert!

Trotz des großartigen Kampfes und der grandiosen Aufholjagd in der Rangliste und im Turnier sowie im Finalmatch hat es für Thomas am Ende nicht ganz gereicht, ein einziges Pünktchen hat ihm am Ende dieses langen Jahres gefehlt, um Meister zu werden, dasselbe Pünktchen, das ihm den Turniersieg beschert hätte. So brutal ist Backgammon, „the cruellest game“!

Spiel um den 3. Platz: Steffen (li) gegen Yonas, Vitali schaut zuSpiel um den 3. Platz: Steffen (li) gegen Yonas, Vitali schaut zu

Im Spiel um den dritten Platz saßen sich die Verlierer der Halbfinals, Steffen Schenk und Yonas Brinkmann, gegenüber. Was heißt Verlierer, beide hatten ja viele Siege hinter sich! Der Beginnersstarter Yonas lieferte, obwohl er stark erkältet war, erneut ein mutig gespieltes Match, schenkte Steffen, immerhin Liga-Erster 2015, nichts, gab nie auf und zwang Steffen ins DMP-Spiel. Sein Mut und sein Stehvermögen wurden fast belohnt: Erst ein später 5er-Pasch, den Yonas nicht mehr kontern konnte, bescherte Steffen den Matchsieg! Bravo und Glückwunsch auch Euch beiden!

Mit Peters Sieg war Dankwart Berliner Meister vor Thomas, der Vizemeister geworden ist und Helmut, der bis zum Viertelfinale ebenfalls noch Chancen auf den Jahressieg hatte, schließlich aber den 3. Platz der Jahreswertung souverän verteidigt hat. Glückwunsch den drei Ersten!

Hier folgen nun die Bilder von der Siegerehrung. Die Bilder hat Igor Bakunowizki geschossen, nachdem der kurzfristig ernannte Master of Ceremony den Raum dafür eingerichtet und den Zuschauern die Ränge zugewiesen hatte. Danke, Igor!

Vor der Siegerehrung: Die Pokale, hübsch aufgereiht, warten auf AbholungVor der Siegerehrung: Die Pokale, hübsch aufgereiht, warten auf Abholung

Die Siegerehrung hat begonnenDie Siegerehrung hat begonnen

Michael Horchler, ultraentspannt, bei der SiegerehrungMichael Horchler, ultraentspannt, bei der Siegerehrung

Bernhard Kaiser hat bei der Auktion wieder einmal den richtigen Riecher gehabtBernhard Kaiser hat bei der Auktion wieder einmal den richtigen Riecher gehabt

Die Bilder von der Siegerehrung im Beratungsdoppelturnier folgen weiter unten im Bericht, sonst würde ich hier zu viel verraten.

Bernhard Kaiser, Zweiter der Second ChanceBernhard Kaiser, Zweiter der Second Chance
Rolf Schüler, Sieger der Second ChanceRolf Schüler, Sieger der Second Chance
Yonas, Vierter des JahresendturniersYonas, Vierter des Jahresendturniers
Steffen Schenk, Dritter des JahresendturniersSteffen Schenk, Dritter des Jahresendturniers
Yonas (li) und Steffen, Vierter und Dritter des JahresendturniersYonas (li) und Steffen, Vierter und Dritter des Jahresendturniers
Thomas Krüger, Zweiter des JahresendturniersThomas Krüger, Zweiter des Jahresendturniers
Peter Naguib, Sieger des JahresendturniersPeter Naguib, Sieger des Jahresendturniers
Helmut Krausser, Dritter der Jahreswertung der Berliner Backgammon Meisterschaft 2016Helmut Krausser, Dritter der Jahreswertung der Berliner Backgammon Meisterschaft 2016
Thomas Krüger, Berliner Backgammon Vizemeister 2016Thomas Krüger, Berliner Backgammon Vizemeister 2016
Dankwart Plattner, Berliner Backgammon-Meister 2016Dankwart Plattner, Berliner Backgammon-Meister 2016

Das übliche Nebenturnier ist das Satellitenturnier, bei dem acht Teilnehmer einen Startplatz bei einem Monatsturnier ausspielen. Michael Horchler darf demnächst ohne weiter Kosten teilnehmen! Glückwunsch!

Sabine und Dankwart, im Hintergrund Vitali und Heike (leider verdeckt)Sabine und Dankwart, im Hintergrund Vitali und Heike (leider verdeckt)

Den Lady’s Prize hat Sabine Brinkmann gewonnen, den Rookie’s Prize Malte Quiter.

Malte Quiter mit Support, Georg Lachnit-WinterMalte Quiter mit Support, Georg Lachnit-Winter

Am Speedgammon-Turnier, dass inzwischen einen festen Platz im Berliner Backgammonleben hat, wurde dieses Mal auf 5 Punkte (mit zwei Minuten auf der Uhr und 10 Sekunden Reservezeit) gespielt. Igor B gewann im Finale gegen Bernhard Ludwig Winkelhaus. Glückwunsch!

Das Director’s Invitational Tournament konnte ebenfalls Michael Horchler (im Finale gegen Bernhard Kaiser) gewinnen. Glückwunsch!

Kein Nebenwettbewerb ist die Berliner Doppelmeisterschaft, an der dieses Mal 13 Paare teilnahmen, außerdem gab es ein Rebuy, so dass in der ersten Runde insgesamt 15 Teams spielten. Wer jetzt mitgezählt hat, hat gemerkt, dass da eine Lücke klafft. Wer war Team Nr. 14?

Team Nr. 14 kam nach Turnierstart an (seine Freundin war krank, er hatte sich noch um sie gekümmert). Hätte ich einen Partner für ihn? Nein, leider nicht, alle, die anwesend sind, seien schon im Spiel, antwortete ich. Schade, er hätte gerne mitgespielt. Nun ja, das ginge, man könne auch allein spielen. OK, antwortete Faruk Kocaer nach einer Bedenkzeit, er möchte gerne als Late-Comer allein spielen. Late-Comer müssen sofort spielen, und eines der Teams, die zuvor ein Freilos hatten, muss nun doch antreten. Es waren Michael und Vitali, die die freie Zeit des Freiloses genossen, als sie erfuhren, dass sie doch spielen mussten. Kurze Zeit später hatte Faruk sie besiegt und spielte nun gegen Rolf und Steffen. Auch hier meldete er nach kurzer Zeit Vollzug. Im Halbfinale musste Faruk gegen Igor K und Stefan Blancke antreten, und auch in diesem Match kannte er kein Erbarmen. Finale!

Auch Helmut und Ralf, die sich in der anderen Tableauhälfte ins Finale gespielt hatten, konnten Faruk draufgängerischem Spiel nicht widerstehen, denn er bezwang auch sie:

Finale der Doppelmeisterschaft: Alleinspieler Faruk Kocaer gegen Ralf Sudbrak und Helmut Krausser, ZuschauerFinale der Doppelmeisterschaft: Alleinspieler Faruk Kocaer gegen Ralf Sudbrak und Helmut Krausser, Zuschauer

Faruk Kocaer, der Alleinspieler, ist Berliner Meister im Beratungsdoppel! Euch beiden einen Glückwunsch, Faruk! Und auch den Vizemeistern, Ralf Sudbrak und Helmut Krausser!

Faruk Kocaer, Alleinsieger und Berliner Meister im Beratungsdoppel, hat zwei Pokale erhaltenFaruk Kocaer, Alleinsieger und Berliner Meister im Beratungsdoppel, hat zwei Pokale erhalten

Helmut Krausser und Ralf Sudbrak sind Berliner Vizemeister im BeratungsdoppelHelmut Krausser und Ralf Sudbrak sind Berliner Vizemeister im Beratungsdoppel

Weitere Bilder vom Doppelturnier:

Halbfinale der Doppelmeisterschaft: Matthias Strumpf (li) und Frank Maschkiwitz (beide von hinten) gegen Helmut Krausser (li) und Ralf Sudbrak Halbfinale der Doppelmeisterschaft: Matthias Strumpf (li) und Frank Maschkiwitz (beide von hinten) gegen Helmut Krausser (li) und Ralf Sudbrak

Faruk allein gegen Vitali (re) und Michael, im Hintergrund Carlo und Thorsten gegen Stefan und Igor KFaruk allein gegen Vitali (re) und Michael, im Hintergrund Carlo und Thorsten gegen Stefan und Igor K

Peter Naguib (stehend) spielt mit Igor B gegen Georg Lachnit-Winter (vorn) und Bernhard Kaiser, Kiebitze Peter Naguib (stehend) spielt mit Igor B gegen Georg Lachnit-Winter (vorn) und Bernhard Kaiser, Kiebitze

Matthias (li) und Frank, Asha und BLW im BeratungsdoppelMatthias (li) und Frank, Asha und BLW im Beratungsdoppel

Yonas (li) und Sabine gegen Thomas (hinten) und Dankwart im BeratungsdoppelYonas (li) und Sabine gegen Thomas (hinten) und Dankwart im Beratungsdoppel

Beratungsdoppel: Vitali und Michael, Faruk im BeratungsdoppelBeratungsdoppel: Vitali und Michael, Faruk im Beratungsdoppel

Stefan Blancke (li) und Igor K gegen Carlo Petkovsek (vorn) und Thorsten Miesel im BeratungsdoppelStefan Blancke (li) und Igor K gegen Carlo Petkovsek (vorn) und Thorsten Miesel im Beratungsdoppel

Rolf und Steffen beraten, Alleinspieler Faruk macht sich GedankenRolf und Steffen beraten, Alleinspieler Faruk macht sich Gedanken

Heribert Lindner (li) und Matthäus Vigl, Helmut Krausser (re) und Ralf Sudbrak im BeratungsdoppelHeribert Lindner (li) und Matthäus Vigl, Helmut Krausser (re) und Ralf Sudbrak im Beratungsdoppel

Und weitere Bilder von Teilnehmern und Matches:

Thomas Frühbing (li), Frank MaschkiwitzThomas Frühbing (li), Frank Maschkiwitz

Steffen SchenkSteffen Schenk

Rolf SchülerRolf Schüler

Stefan Blancke (li) und Matthäus Vigl, im Hintergrund Bernhard Kaiser (li) und VitaliStefan Blancke (li) und Matthäus Vigl, im Hintergrund Bernhard Kaiser (li) und Vitali

Thomas KrügerThomas Krüger

Matthäus ViglMatthäus Vigl

Malte und FreundinMalte und Freundin

Igor B (li), Rolf. Soki kiebitztIgor B (li), Rolf. Soki kiebitzt

Carlo (re), Matthias. Matthäus kiebitztCarlo (re), Matthias. Matthäus kiebitzt

Bernhard Ludwig Winkelhaus (li), Ralf SudbrakBernhard Ludwig Winkelhaus (li), Ralf Sudbrak

Die Saison 2017 beginnt in knapp vier Wochen, mit dem Jahresauftaktturnier am 14. Januar 2017. Es beginnt um 13 Uhr (Anmeldung ab 12:30 Uhr, Auslosung um 12:55 Uhr) im en passant, Schönhauser Allee 58 (U2 Eberswalder Str.), 10437 Berlin, Tel. 0177–7383899. Alle Termine stehen im Berliner Backgammon Kalender.

Erstmals seit drei Jahren spielen Beginners wieder ein eigenständiges Beginnersturnier, das dennoch mit dem Masters-Turnier verzahnt bleibt. Die ungefähren Modalitäten habe ich in zwei Newslettern bekannt gemacht, Anfang des nächsten Jahres folgt ein Newsletter, in dem ich noch einmal erkläre, was sich für Beginners und Masters ändert. Bis dann sind auch die Ausschreibungen für das Jahr 2017 fertig!

Das Märzturnier findet nun doch am zweiten Märzwochenende statt, und für das Jahresendturnier hat sich doch noch ein besserer Termin als der noch am Samstag anvisierte 30. 10. gefunden, weil Sven an dem Wochenende nun doch in Berlin bleibt: Es wird am 9. und 10. Dezember 2017 ausgetragen. Immer noch im Raum steht, ob wir die Saison so verschieben, dass wir das Jahresendturnier vor den Schulsommerferien spielen und die neue Saison nach den Sommerferien beginnen, aber das machen wir frühestens im Jahr 2018. Bis dahin bitte ich um Gründe dafür und dagegen.

Bis bald!
Dankwart

Berliner Meisterschaft / Berlin Championship
1. Dankwart Plattner
2. Thomas Krüger
3. Helmut Krausser

Finalrunde
1. Peter Naguib
2. Thomas Krüger
3. Steffen Schenk
4. Yonas Brinkmann

Second Chance
1. Rolf Schüler
2. Bernhard Kaiser

Berliner Beratungsdoppel Meister
1. Faruk Kocaer
2. Helmut Krausser und Ralf Sudbrak

Lady’s Prize
Sabine Brinkmann

Rookie’s Prize
Malte Quiter

Satellit
Michael Horchler

Speedgammon
1. Igor Bakunowizki
2. Bernhard Ludwig Winkelhaus

Director’s Invitational Tournament
1. Michael Horchler
2. Bernhard Kaiser

Die komplette Turnierdokumentation kann Runde für Runde eingesehen werden.

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