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Das letzte Jahresauftaktturnier in Berlin

16. Januar 2017

Bericht vom Jahresauftaktturnier von Berlin Backgammon

Das neue Jahr hat gut begonnen in Berlin: Ein schönes Feuerwerk, schönes Sonnenwetter, später ein bißchen Schnee, Winterkälte, und ein spannendes Jahresauftaktturnier, das gleichzeitig auch das letzte war.

Denn mit der Umstellung von einer Saison, die mit dem Kalenderjahr kongruent ist, zu einer Saison, die im Herbst anfängt und im Sommer endet, also in ähnlichem Takt wie die Fußball-Bundesliga verläuft, gibt es ab sofort kein Jahresauftaktturnier mehr: Ab jetzt heißt es in Berlin Saisonauftaktturnier. Und natürlich auch Saisonendturnier!

Die neue Regelung hat mehrere Vorteile: Wir werden im „en passant“ weniger Terminschwierigkeiten mit unserem zweitägigen Turnier haben, denn im Sommer gibt es anders als im Winter viele freie Sonntage im „en passant“. Mitspieler und Mitspielerinnnen, die schulpflichtige Kinder haben, werden es zu schätzen wissen, dass die jährliche Turnierpause nun im Sommer ist. Und vielleicht ist es auch schöner, unser großes Turnier bei warmem Wetter an der freien Luft zu spielen… Wir werden das herausfinden. Jedenfalls spielen wir die Saison 2017 verkürzt, am 15. und 16. Juli (3. Wochenende) findet das Saisonendturnier statt. Das heißt, dass die Qualifikation für die Beteiligung an der Ausschüttung des Jahrspools nach dem Juniturnier feststeht. Berliner Meister ist, wer im Juli die meisten Punkte in der Tabelle hat. Die Saison 2018 startet dann im September 2017 und geht bis Juni 2018.

Diesen Beschluss haben wir am Anfang des Januarturniers gefasst, zu dem sich 21 Masters und 8 Beginners eingefunden haben.

Gute Laune im Beginnersturnier beim Match um Platz 2: Thomas Frübing (li) und Kurt ZerwerGute Laune im Beginnersturnier beim Match um Platz 2: Thomas Frübing (li) und Kurt Zerwer

Die acht Beginners spielten erstmals seit Jahren ein eigenständiges Turnier: Fünf Runden im Jeder-gegen-jeden-Modus. Die beiden Turniere bleiben trotz Eigenständigkeit verzahnt. Sie finden nicht nur zeitgleich statt. Zudem erhält der Sieger des Beginnerturniers einen Startplatz in der Second Chance. Dafür zahlen die Beginners einen Betrag von 14,- an das Mastersturnier. Davon wandern 12,- EUR in den Jahrespool II und werden beim Saisonendturnier an die Qualifizierten ausgeschüttet. Der Betrag kann jährlich angepasst werden.

Unter den 21 Masters waren keine Neulinge. Aus Moskau angereist ist Alexander Khandin, der unser Turnier immer wieder mal besucht.

Alexander Khandin (li) und Matthias StrumpfAlexander Khandin (li) und Matthias Strumpf

Aljona Dobrushyna war nach längerer Pause wieder da.

Aljona Dobrushyna und Lutz SteuerAljona Dobrushyna und Lutz Steuer

Bei den Beginners war Christiane Klose zum ersten Mal als Spielerin dabei, nachdem sie schon beim Jahresendturnier eifrig gekiebitz hatte.

Asha Hanka (li) und Christiane KloseAsha Hanka (li) und Christiane Klose

Malte Quiter war zum zweiten Mal dabei.

Im Gespräch mit der Turnierleiterin Sabine Brinkmann: Malte QuiterIm Gespräch mit der Turnierleiterin Sabine Brinkmann: Malte Quiter

Nach längerer Pause war Alex Kuhn wieder da.

Alex Kuhn schaut zu, wie Aljona Dobrushyna und Lutz Steuer spielenAlex Kuhn schaut zu, wie Aljona Dobrushyna und Lutz Steuer spielen

Gleich im ersten Match der Vorrunde (https://berlin-backgammon.org/2017/01/15/runde-fur-runde-verlauf-des-berliner-jahresauftaktturniers-2017/#Vorrunde) trafen der Erste und der Dritte der Saison 2016 aufeinander: Dankwart und Helmut.

Helmut Krausser und Guido Weidner (vorne), dahinter beobachtet Alexander Khandin das Match zwischen Tibor Taylor (li) und Matthäus Vigl. Rechts ein Beginnerstisch mit Yonas Brinkmann, Asha Hanka, Christiane KloseHelmut Krausser und Guido Weidner (vorne), dahinter beobachtet Alexander Khandin das Match zwischen Tibor Taylor (li) und Matthäus Vigl. Rechts ein Beginnerstisch mit Yonas Brinkmann, Asha Hanka, Christiane Klose

Dankwart setzte sich durch, scheiterte dann aber an Vitali und Guido, dem Dritten von Dubrovnik, und hatte am Ende der Vorrunde drei Siege, ebenso viele wie Helmut und sieben weitere Spieler. Niemand hatte fünf, vier Spieler – Andreas Kohlschmidt, Vitali Olchanski, Thomas Krüger und Tibor Taylor – hatten vier Siege, so dass den neun Dreisiegspielern 4 Plätze zur Verfügung standen. Igor B, Matthäus Vigl, Helmut Krausser und Dankwart Plattner konnten sich in dem fälligen zweistufigen Stechen durchsetzen, die anderen fünf – Günter Schmidt, Carsten Müncheberg, Guido Weidner, Alexander Khandin und Matthias Strumpf mussten in die Second Chance.

Vitali konnte im ersten Match der Finalrunde (https://berlin-backgammon.org/2017/01/15/runde-fur-runde-verlauf-des-berliner-jahresauftaktturniers-2017/#Finalrunde) Helmut Krausser und gleich danach auch Andreas Kohlschmidt besiegen: Finale!

Halbfinale der Second Chance: Tibor Taylor (li) und Dankwart PlattnerHalbfinale der Second Chance: Tibor Taylor (li) und Dankwart Plattner

Zwischendurch hatte Tibor Taylor etwas gewonnen, nämlich den Side Pool: Von den sieben Teilnehmern war er der einzige, der es ins Viertelfinale geschafft hatte! Hat es so etwas schon einmal gegeben?

Händedruck vor dem Finale: Thomas Krüger (li) und Vitali OlchanskiHändedruck vor dem Finale: Thomas Krüger (li) und Vitali Olchanski

In der anderen Tableauhälfte setzte sich Thomas Krüger gegen Dankwart Plattner und Igor B durch – er war der zweite Finalist! Damit stand Thomas zum zweiten Mal hintereinander in einem großen Finale!

Das Finalmatch war kurz: Beim Stand von 3-2 auf 9 Punkte doppelte Thomas früh und korrekt, Vitali hatte zehn Züge später das Spiel gedreht. Mit nur 58 % Spielgewinnwahrscheinlichkeit gab er einen frühen Recube. Darüber gab es nachher viele Diskussionen, aber der Recube war korrekt, wie die Matchtranskription unseres rasenden Transkribenten Bernhard Kaiser – großes DANKE, Bernhard! – zeigt: Natürlich musste Vitali angesicht seiner Gammonchancen hier redoppeln.

Vitalis vieldiskutierter Recube: Schwarz hat soeben das Doppelfenster erreicht, korrektes Redoppel, korrektes Take.Vitalis vieldiskutierter Recube: Schwarz hat soeben das Doppelfenster erreicht, korrektes Redoppel, korrektes Take.

Zwar kann er sie nicht ganz effizient nutzen, aber die Gammons sind wahrscheinlich, und sie bescheren ihm den Matchgewinn, wenn er sie realisieren kann. Und tatsächlich, das Kurzfinale war mit diesem Spiel zu Ende, denn Thomas, der im Match eine ausgezeichnete 3,7 gespielt hat, nutzten die nun folgenden Blunder Vitalis, die zum Teil wohl seiner Nervosität und seiner Müdigkeit (ein Riesenüberseher!), zum Teil aber auch der wirklich vertrackten Situation auf dem Board geschuldet waren, nichts mehr. Gratulation, Vitali und Thomas! Wie alle anderen aufgenommen Matches wird das Finale demnächst im Matcharchiv (https://berlin-backgammon.org/category/match-archiv/) zu finden sein.

Halbfinale: Andreas Kohlschmidt (li) und Vitali OlchanskiHalbfinale: Andreas Kohlschmidt (li) und Vitali Olchanski

Das Match um den dritten Platz zwischen Andreas Kohlschmidt und Igor B konnte Andreas für sich entscheiden. Glückwunsch!

Thomas Krüger (li) gegen Sokrates BukalisThomas Krüger (li) gegen Sokrates Bukalis

Nachdem fünf Plätze in der Second Chance durch Dreisiegspieler belegt waren und einer dem Beginnerssieger vorbehalten ist, standen dort zwei Plätze für sechs Bewerber zur Verfügung. Faruk Kocaer und Sokrates Bukalis konnten in die Second Chance einziehen; für Igor K, Thorsten Miesel, Ralf Sudbrak, Aljona Dobrushyna und Rolf Schüler war das Hauptturnier damit zu Ende.

Ralf Sudbrak (li) und Igor BakunowizkiRalf Sudbrak (li) und Igor Bakunowizki

In der Second Chance (https://berlin-backgammon.org/2017/01/15/runde-fur-runde-verlauf-des-berliner-jahresauftaktturniers-2017/#SecondChance) standen sich in Runde 1 Carsten Münchenberg und Yonas Brinkmann gegenüber. Yonas, der beim Jahresendturnier tapfer gekämpft und Vierter geworden war, hatte das Beginnersturnier gewonnen und den Startplatz in der Second Chance erhalten.

Carsten Müncheberg (li) und Yonas Brinkmann im Achtelfinale der Second ChanceCarsten Müncheberg (li) und Yonas Brinkmann im Achtelfinale der Second Chance

Aber gegen Carsten reichte es heute nicht, und Carsten siegte später auch im Halbfinale über Helmut Krausser, bis er im Finale stand. Dort traf er auf Dankwart Plattner, der aus der Hauptrunde gekommen war und Matthias Strumpf und Tibor Taylor bezwingen konnte. Angesichts der fortgeschrittenen Zeit haben wir das Match auf 3 Punkte verkürzt; Dankwart konnte sich zu später Stunde in einem spannenden Match mit einigen Swings durchsetzen. Glückwunsch den beiden Finalisten, sagt die Turnierleitung.

Carsten Müncheberg (li) und Matthäus ViglCarsten Müncheberg (li) und Matthäus Vigl

A propos späte Stunde: Dieses Turnier hat definitiv zu lange gedauert. Dafür gibt es drei Gründe: Erstens hat es im Beginnersturnier ein unverschuldetes Problem gegeben, das ich reparieren musste, was eine gute halbe Stunde gedauert hat. Zweitens hat ein Spieler zum wiederholten Mal rundenuntreu gespielt. Liebe Leute, so etwas verzögert das Turnier ungemein! Ich bitte vor allem die erfahrenen Spieler unter Euch: Passt in Zukunft wirklich genau auf, wann ihr gegen wen spielen müsst, und helft den unerfahrenen dabei, den richtige Gegner zu finden! Spielt rundentreu!

Guido Weidner (li) und Rolf SchülerGuido Weidner (li) und Rolf Schüler

Und drittens hat das Speedgammonturnier zu lange gedauert. Wir werden also im Februar noch nicht wie geplant mit einer regelmäßig ausgetragenen Speedgammonmeisterschaft beginnen, sondern zunächst ein weiteres Pilotturnier spielen. Dann werden wir während der Vorrunde nur ein Speedgammonmatch spielen und die restlichen 2-3 Runden in der Turnierpause oder später. Turniermatches werden also wieder klaren Vorrang erhalten vor den Matches der Nebenturniere.

In der Rangliste führt nun der Turniersieger vor dem Turnierzweiten und dem Turnierdritten. Was einigermaßen zu erwarten war. Wir sind gespannt, wie sie sich bis Juli entwickelt.

Das Satellitenturnier, bei dem acht Teilnehmer einen Startplatz bei einem Monatsturnier ausspielen, konnte Igor K für sich entscheiden. Glückwunsch! Den Lady’s Prize hat Aljona Dobrushyna gewonnen.

Tibor Taylor (li) und Faruk Kocaer im Finale des SpeedgammonturniersTibor Taylor (li) und Faruk Kocaer im Finale des Speedgammonturniers

Das Speedgammon-Turnier, das inzwischen einen festen Platz im Berliner Backgammonleben hat, wurde erneut auf 5 Punkte (mit zwei Minuten auf der Uhr und 10 Sekunden Reservezeit) gespielt. Faruk Kocaer, dem das Speedgammon fast besser gefällt als das „normale“, hat es im Finale gegen Tibor Taylor gewonnen. Glückwunsch!

Spieler und Zuschauer: Günter Schmid (li) und Ralf Sudbrak, dahinter Matthias Strumpf (li) und Alexander Khandin. Carsten Müncheberg (sitzend), Sokrates Bukalis, Thorsten Miesel und Tibor Taylor beobachten.Spieler und Zuschauer: Günter Schmid (li) und Ralf Sudbrak, dahinter Matthias Strumpf (li) und Alexander Khandin. Carsten Müncheberg (sitzend), Sokrates Bukalis, Thorsten Miesel und Tibor Taylor beobachten.

Die nächste Monatsturnier von Berlin Backgammon findet am 4. Februar 2017, am ersten Wochendende des Monats, statt. Es beginnt um 13 Uhr (Anmeldung ab 12:30 Uhr, Auslosung um 12:55 Uhr) im en passant, Schönhauser Allee 58 (U2 Eberswalder Str.), 10437 Berlin, Tel. 0177–7383899. Alle Termine stehen im Berliner Backgammon Kalender.

Viele von uns sehen sich aber schon vorher wieder, nämlich am Samstag, dem 21.1., um 13:00 im en passant, beim Wintercup von Berlin Backgammon, der von Rolf veranstaltet und geleitet wird.

Bitte beachtet auch den neuen Termin des Saisonendturniers: Es ist der 15. und 16. Juli 2017! Für Freunde der langfristigen Planung stehen nun im Terminkalender (https://berlin-backgammon.org/berliner-spieltermine/) alle Termine bis zum Saisonendturnier 2018.

Bis bald
Dankwart

Finalrunde
1. Vitali Olchanski
2. Thomas Krüger
3. Andreas Kohlschmidt
4. Igor Bakunowizki

Second Chance
1. Dankwart Plattner
2. Carsten Müncheberg

Lady’s Prize
Aljona Dobrushyna

Satellit
Igor K

Speedgammon
1. Faruk Kocaer
2. Tibor Taylor

nachrichtlich: Beginners
1. Yonas Brinkmann
2. Thomas Frübing
3. Kurt Zerwer

Die komplette Turnierdokumentation kann Runde für Runde eingesehen werden.

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