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Good bye, Martin!

5. Februar 2017

Bericht vom Februarturnier von Berlin Backgammon

Good bye, Martin!

Martin Birkhahn (re) im April 2016 bei seinem letzten Turnier in Berlin / Martin Birkhahn playing his last tournamen in Berlin (April 2016)Martin Birkhahn (re) im April 2016 bei seinem letzten Turnier in Berlin / Martin Birkhahn playing his last tournamen in Berlin (April 2016)

Berlin trauert um Martin Birkhahn, der am Freitag nach schwerer Krankheit gestorben ist. Wir verlieren mit ihm einen geschätzten Freund und einen ausgezeichneten Backgammonspieler.

Berlin mourns for Martin Birkhahn. We’ve lost an excellent player, a good friend and a great sportsman.

Martin war in Berlin ein gern gesehener Gast, der immer wieder die umständliche Anfahrt von Schwerin nach Berlin in Kauf genommen hat, um an unseren Turnieren teilzunehmen. Er war immer fair, immer um Ausgleich bemüht, abwägend und alles bedenkend, im besten Sinne bescheiden, ohne sein Licht unter den Scheffel zu stellen, also auch von sich überzeugt. „Er war ein vorbildlicher Sportsmann, es war ein Privileg, gegen ihn zu spielen“ hat Helmut Krausser geschrieben, und dem ist nichts hinzuzufügen.

Er gehörte zu den erfolgreichsten Spielern in Berlin. Darüber hinaus war er auch international erfolgreich: Zusammen mit Konrad Fröschl war er 2012 Vize-Europameister und 2014 Vize-Weltmeister im Beratungsdoppel. Mit dem deutschen Team war er 2015 Vize-Europameister. Zuletzt belegte er im März 2016 zusammen mit Maik Stiebler und Norbert Wiebusch den 1. Platz im Team Tournament der Nordic Open.

Martin (li) und Bernhard Kaiser nutzten beim Jahresendturnier 2015 jede Spielpause zum Transkribieren ihrer MatchesMartin (li) und Bernhard Kaiser nutzten beim Jahresendturnier 2015 jede Spielpause zum Transkribieren ihrer Matches

Er war aber nicht nur ein herausragender Backgammonspieler, der seinen Take Point wirklich auf zwei Stellen hinterm Komma berechnete und im Backgammon-Forum zahlreiche lesenswerte Beiträge veröffentlicht hat, sondern auch auf anderen Gebieten interessiert und engagiert: Ein starker Langstreckenläufer mit Marathonerfahrung, ein Kunstinteressierter, der die Fahrt nach Berlin zu unserem Turnier oft dazu genutzt hat, am nächsten Tag ein Museum zu besuchen, überhaupt ein vielseitig interessierter Mensch, mit dem man nicht nur beim Frühstück über Gott und die Welt plaudern konnte. Und er war wie ich studierter Volkswirt. Martin wird vielen in der Welt fehlen.

Der Turnierleiter gratuliert Martin, dem Turnierdritten des Jahresendturniers 2014Der Turnierleiter gratuliert Martin, dem Turnierdritten des Jahresendturniers 2014

Das Februarturnier haben wir Martin gewidmet. Dementsprechend begann unser Turnier am Samstag mit einer Schweigeminute, in der wir seiner gedachten. Spontan sammelten wir 80 EUR, die wir für einen Kranz verwenden werden.

Heike Münch und Frank PetrukatHeike Münch und Frank Petrukat

Yonas und Sabine Brinkmann (vorn), Ute Gass und Kurt Zerwer (hinten)Yonas und Sabine Brinkmann (vorn), Ute Gass und Kurt Zerwer (hinten)

Dann startete die Vorrunde, an deren Ende es einige Überraschungen gab: Matthias Strumpf, mehrfacher Berliner Meister, konnte heute keinen einzigen Sieg einfahren!

Vitali Olchanski (li) und Ralf Sudbrak, dahinter Bernhard Ludwig Winkelhaus (li) und Matthias StrumpfVitali Olchanski (li) und Ralf Sudbrak, dahinter Bernhard Ludwig Winkelhaus (li) und Matthias Strumpf

Nicht viel besser erging es Rolf Schüler, dem Berliner Meister von 2015, und Bernhard Ludwig Winkelhaus, dem Doppelweltmeister, die beide nur einen Sieg vorzeigen konnten!

Der Sieger des Beginners-Turnier darf in diesem Jahr in die Second Chance: Kurt Zerwer (li) durfte im Achtelfinale gegen Günter Schmidt antretenDer Sieger des Beginners-Turnier darf in diesem Jahr in die Second Chance: Kurt Zerwer (li) durfte im Achtelfinale gegen Günter Schmidt antreten

Da es dieses Mal 17 Mastersteilnehmer (und 9 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Beginnersturnier, darunter drei Neulinge) gab, Matthias ohne Sieg geblieben war und aus dem Beginnersfeld ein alter Bekannter, Kurt Zerwer, mit fünf Siegen locker den begehrten für die Beginners reservierten Startplatz in der Second Chance erobert hatte, mussten sie gegeneinander ins Stechen: BeLu unterlag, und damit war Rolf in der Second Chance!

Mussten ins Stechen um den Einzug in die Second Chance: Bernhard Ludwig Winkelhaus (li) und Rolf SchülerMussten ins Stechen um den Einzug in die Second Chance: Bernhard Ludwig Winkelhaus (li) und Rolf Schüler

Dort unterlag er aber gleich im Achtelfinale Ralf Sudbrak, der wiederum im Viertelfinale Carsten Müncheberg und im Halbfinale Igor K schlagen konnte! Finale! In der anderen Tableauhälfte war Frank Maschkiwitz, aus der Hauptrunde kommend, gegen Igor B und sensationell gegen Tobias Hellwag (nach 1-3-Rückstand) erfolgreich!

Halbfibale der Second Chance: Tobias Hellwag (li) und Frank Maschkiwitz, KiebitzeHalbfibale der Second Chance: Tobias Hellwag (li) und Frank Maschkiwitz, Kiebitze

Ralf beendete im Finale zwar Franks Februarparty, aber es bleibt ein schöner Erfolg! Gratulation Euch beiden, Ralf und Frank!

Finale der Second Chance: Ralf Sudbrak (li) und Frank MaschkiwitzFinale der Second Chance: Ralf Sudbrak (li) und Frank Maschkiwitz

In der Hauptrunde fand sich Thorsten Miesel nach Sieg über Faruk Kocaer im Halbfinale wieder, wo er Helmut Krausser unterlag.

Nur zwei Side Pool-Spieler schafften es in die Hauptrunde: Alexander Khandin (re) bereitet Tobias Hellwag im Viertelfinale sichtlich Kopfzerbrechen und setzte sich am Ende durchNur zwei Side Pool-Spieler schafften es in die Hauptrunde: Alexander Khandin (re) bereitet Tobias Hellwag im Viertelfinale sichtlich Kopfzerbrechen und setzte sich am Ende durch

Dankwart Plattner, der Frank zuvor in die Second Chance geschickt hatte, unterlag im Halbfinale unserem Moskauer Gast Alexander Khandin, und so hieß die Finalpaarung Helmut gegen Alexander. Beim Stand von 6-6 auf 9 nahm Alexander einen starken Recube von Helmut an, musste dann sein Holding Game aufgeben und gegen seinen Willen doch noch ins Rennen gehen und unterlag dort klar. Gratulation dem Sieger und dem Runner-up!

Finale: Helmut Krausser (re) und Alexander KhandinFinale: Helmut Krausser (re) und Alexander Khandin

Im Match um Platz 3 setzte sich Thorsten Miesel gegen Dankwart Plattner durch. Gratulation auch Euch beiden!

Match um Platz 3: Thorsten Miesel (li) und Dankwart Plattner.jpgMatch um Platz 3: Thorsten Miesel (li) und Dankwart Plattner.jpg

Faruk Kocaer gefällt unser Speedgammon-Turnier besonders gut. Er konnte es im Februar zum zweiten Mal hintereinander gewinnen. Im Finale besiegte er Alexander Khandin. Gratulation, Faruk!

Finale-des SpeedGammon-Turniers: Faruk Kocaer (li) und Alexander Khandin.jpgFinale-des SpeedGammon-Turniers: Faruk Kocaer (li) und Alexander Khandin.jpg

Ins Finale des Satellitenturniers hatte sich eine Beginnersstarterin geschlichen: Sabine Brinkmann, die Leiterin des Beginnersturniers, wird beim nächsten Turnier beweisen, dass man das Beginnersturnier auch dann leiten kann, wenn man selbst im Mastersturnier spielt, denn im Finale konnte sie gegen Thorsten Miesel die Oberhand behalten. Gratulation, Sabine!

Turnierleitung macht Spaß: Sabine BrinkmannTurnierleitung macht Spaß: Sabine Brinkmann

Zeitmäßig sind wir dieses Mal recht gut hingekommen, wenn wir es schaffen, noch die ein oder andere kleine Verzögerung abzuschaffen, werden wir noch besser! Jedenfalls war gegen 1 Uhr morgens das Finale der Second Chance, das zeitlich letzte Match des Abends, beendet.

Carsten Müncheberg (li) und Andreas KohlschmidtCarsten Müncheberg (li) und Andreas Kohlschmidt

In der Rangliste ist Helmut Krausser nun an Vitali Olchanski vorbeigezogen. Carsten und Dankwart haben sich je einen Platz vorgearbeitet, Alexander ist auf Platz 5 vorgerückt. Je ein Punkt trennt die drei voneinander. Vier Punkte dahinter hat sich Andreas eingefunden. Ich bin gespannt, was sich in den restlichen Spieltagen in der Rangliste tut.

Damenrunde: Ute Gass, Sabine Brinkmann, Kathrin Hohn-Hein, Gast (v.l.n.r.).jpgDamenrunde: Ute Gass, Sabine Brinkmann, Kathrin Hohn-Hein, Gast (v.l.n.r.).jpg

Bei der Planung des Märzturniers haben wir in diesem Jahr von Anfang an Problem gehabt: Erst hätten wir es fast schon Ende Februar spielen müssen, dann konnte ich es doch auf das zweite Märzwochenende legen. Und dann haben Sven und ich beim Abschied gestern festgestellt, dass es zu einem Missverständnis gekommen ist. Wir werden das Märzturnier also am 4.3. spielen müssen. Bitte notiert den neuen Termin und sagt auch denen Bescheid, die diesen Turnierbericht, unsere Website, den Berliner Backgammonkalender, Facebook, den DBGV-Kalender und Carols Website nicht lesen, bescheid.

Entspannt in einer Spielpause: Rolf Schüler, Bernhard Ludwig Winkelhaus, Tobias Hellwag (v.l.n.r.) an der BarEntspannt in einer Spielpause: Rolf Schüler, Bernhard Ludwig Winkelhaus, Tobias Hellwag (v.l.n.r.) an der Bar

Frank Maschkiwitz (re), Igor BakunowizkiFrank Maschkiwitz (re), Igor Bakunowizki

Die nächste Monatsturnier von Berlin Backgammon findet am 4. März 2017, am ersten Wochendende des Monats, statt. Es beginnt um 13 Uhr (Anmeldung ab 12:30 Uhr, Auslosung um 12:55 Uhr) im en passant, Schönhauser Allee 58 (U2 Eberswalder Str.), 10437 Berlin, Tel. 0177–7383899. Alle Termine stehen im Berliner Backgammon Kalender.

Bis dann,
Dankwart

Finalrunde
1. Helmut Krausser
2. Alexander Khandin
3. Thorsten Miesel
4. Dankwart Plattner

Second Chance
1. Ralf Sudbrak
2. Frank Maschkiwitz

SpeedGammon
1. Faruk Kocaer
2. Alexander Khandin

Satellit
Sabine Brinkmann

nachrichtlich: Beginners
1. Kurt Zerwer
2. Frank Petrikat
3. Sabine Brinkmann

Die komplette Turnierdokumentation kann Runde für Runde eingesehen werden.

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