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Sechs Neue, ein Mirakel und wie immer zwei Sieger

14. November 2017

Bericht vom Novemberturnier von Berlin Backgammon

Ist es mir zu verdenken, dass ich mich über die 39 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die beim Novemberturnier unserer Berliner Meisterschaft dabei waren, freue? So viele Backgammonspieler waren in den Räumen des „en passant“ noch nie, und ich denke, dass das nicht nur ein Ergebnis der guten Turnierleitung (Sabine, Rolf und Dankwart), sondern vor allem der freundlichen und geselligen Spielatmosphäre geschuldet ist, die in Berlin inzwischen die Regel ist. Wir benehmen uns korrekt und freundlich zueinander, wir begrüßen Neue, wir helfen ihnen, sich schnell bei uns zurechtzufinden und gut zu fühlen, wir geizen nicht mit unserem Wissen.

René Heldmaier (li) und Paul SchützRené Heldmaier (li) und Paul Schütz

So haben wir das jetzt lange gemacht, und so soll es weiterhin bleiben! Das alles, damit wir – die, die schon lang dabei sind – weiterhin Spaß haben, und damit viele Neue kommen, die Spaß mit uns haben und unseren Spaß noch vermehren und bald selbst zu denen gehören, die immer wieder gern zu unserem Turnier kommen.

Paul Schlegel (li), Aleksandr KhandinPaul Schlegel (li), Aleksandr Khandin

Dieses Mal gab es sechs neue Spieler zu begrüßen und einen alten Bekannten, der dieses Mal nicht aus Moskau, sondern sogar aus San Francisco, wo er sich inzwischen niedergelassen hat, angereist war: Aleksandr Khandin.

Ufuk Doğanay (li), Frank PetrikatUfuk Doğanay (li), Frank Petrikat

Zum ersten Mal dabei war der Berliner Ufuk Doğanay. Er hat bisher nur traditionelles Backgammon im Freundes- und Familienkreis gespielt, sich aber trotzdem gleich in der Mastersgruppe angemeldet. Dort war er trotz rudimentärer Cubekenntnisse – die Grundlagen hat er sich kurz vor dem Turnier angesehen – nicht schlecht aufgehoben, wie sich herausgestellt hat.

Andreas Kohlschmidt gegen Asha Hanka, Bernhard Ludwig Winkelhaus schaut zuAndreas Kohlschmidt gegen Asha Hanka, Bernhard Ludwig Winkelhaus schaut zu

Auch Asha Hanka spielte erneut in der Mastersklasse. Den Ladie’s Prize bekam sie aber nicht automatisch, denn dieses Mal herrschte Konkurrenz: Auch Ilona Klein bewarb sich darum. Wie das Duell ausging, steht weiter unten.

Carlo Petkovsek (li), Ilona KleinCarlo Petkovsek (li), Ilona Klein

Zum ersten Mal dabei waren auch die Berliner Andy Seidel, Andy Steinau, Matthias Rothbart, Paul Schütz und Bill Weiß. Charon Fathieh hat vor Jahren schon einmal das alte Beginnersturnier besucht, für ihn war es eine Art Zweitpremiere. Alle fünf starteten in der Beginnersklasse.

Andy Steinau (li), Charon FathiehAndy Steinau (li), Charon Fathieh

Euch allen sagen wir: Herzlich willkommen! Kommt wieder, wenn es Euch gefallen hat, lernt dazu, habt Freude am Spiel unter Gleichgesinnten und gehört bald selbst zu denen, die den Neuen sagen: Herzlich willkommen!

Nach der Begrüßung der Neuen begann die Vorrunde (https://berlin-backgammon.org/2017/11/12/runde-fur-runde-verlauf-des-berliner-novemberturniers-2017/#Vorrunde), und an deren Ende zogen zwei Spieler mit vier Siegen und 5 weitere mit drei Siegen in die Hauptrunde ein. Zu den letzteren gehörten Günter Schmidt, Faruk Kocaer, Ilona Klein, Michael Horchler und Thomas Krüger.

Faruk Kocaer (li) und Sokrates BukalisFaruk Kocaer (li) und Sokrates Bukalis

Hätte mir jemand vor Beginn des Turniers gesagt, dass bei dieser Teilnehmerzahl – 27 in der Mastersklasse – in der Vorrunde nur sieben Spielerinnen und Spieler drei oder mehr Siege erringen würden, dann hätte ich mit einem Gefühl großer Sicherheit 1000:1 dagegen gewettet. Aber es war so, wie es war, die Kontrolle ergab auch nichts anderes, und so zwängte sich der vollkommen überraschte Ralf Jonas mit nur zwei Siegen durch das Nadelöhr in die Hauptrunde.

Ralf Sudbrak (li) und Ralf Jonas, dahinter Thomas Krüger (li) und Igor BRalf Sudbrak (li) und Ralf Jonas, dahinter Thomas Krüger (li) und Igor B

Ein echtes Karnevalsmirakulum! Mitgeholfen hatte Fakir Aslan, dem es im letzten Match der Vorrunde nicht gelungen war, seine 6-2-Führung gegen James Klein, die er mit gutem Cubespiel erreicht hatte, in einen Matchsieg zu verwandeln. So konnte er seinen beiden Siegen den dritten, der ihn zur Teilnahme an der Hauptrunde berechtigt hätte, nicht hinzufügen.

Fakir Aslan ruht sich nach der schweren Vorrunde ausFakir Aslan ruht sich nach der schweren Vorrunde aus

Die beiden Viersiegspieler – ausweislich des Blix der eine mit dem schwersten, der andere mit dem leichtesten Los der Vorrunde – spielten gleich im ersten Match der Hauptrunde (https://berlin-backgammon.org/2017/11/12/runde-fur-runde-verlauf-des-berliner-novemberturniers-2017/#Finalrunde) gegeneinander, und es war Aleksandr Khandin, der in einem spannenden Match mit dem letzten Wurf die Oberhand behielt. Im Halbfinale konnte er aber Faruk nicht standhalten, und so stand Faruk im Finale.

In der anderen Tableauhälfte musste Ilona Klein sich Thomas Krüger geschlagen geben. Der konnte im Halbfinale auch Ralf Jonas hinter sich lassen („Was habt ihr mir hier für einen Killer auf den Hals gehetzt?“ fragte Ralf gegen Ende des Matchs), und so stand Thomas gegen Faruk im Finale.

Finale: Thomas Krüger (li), Faruk KocaerFinale: Thomas Krüger (li), Faruk Kocaer

Ganz so ein Killer war Thomas dann aber doch nicht, denn gegen Faruk lag er schnell 0-5 hinten. Der Speedgammonspezialist zeigte sich im Finale von seiner besten Seite und spielte wie entfesselt. Zwar konnte Thomas das Ergebnis noch auf 3-7 aufhübschen, aber dann gewann Faruk das 9-Punkte-Match im nächsten Spiel und damit auch den Side Pool. Gratulation dem Sieger und dem Finalisten!

Match um Platz 3: Aleksandr Khandin (li), Ralf Jonas, KiebitzeMatch um Platz 3: Aleksandr Khandin (li), Ralf Jonas, Kiebitze

Nach dem Halbfinale standen sich die beiden Verlierer Aleksandr und Ralf schließlich im Spiel um den 3. Platz gegenüber (wegen der vielen Teilnehmer gab es bei diesem Turnier vier prämiierte Hauptrundenplätze und zwei in der Second Chance). Ralf war nach dem Angriff von Killer-Thomas noch groggy, und Aleksandr nutzte das geschickt aus. Glückwunsch auch Euch beiden zu den guten Resultaten!

Thomas Frübing (re) und Faruk Kocaer, KiebitzeThomas Frübing (re) und Faruk Kocaer, Kiebitze

Niemand ist an diesem Samstag ohne Vorrundensieg geblieben, und so hatten alle Spieler und Spielerinnen die Chance, an der Second Chance teilzunehmen. In der Second Chance (https://berlin-backgammon.org/2017/11/12/runde-fur-runde-verlauf-des-berliner-novemberturniers-2017/#SecondChance) erfordert das Turnierformat der Saison 2017/18, dass in der ersten Runde so viele Spieler antreten, dass danach die Teilnehmerzahl auf ein Vielfaches von 7 reduziert ist. Also mussten zunächst 8 Spieler – überwiegend Einsiegspieler – antreten (ein Spieler hatte auf die Teilnahme verzichtet), 10 hatten zunächst spielfrei.

Backgammon ist ein schönes Spiel. Es freuen sich Besiegte wie Sieger - Mel Sippel und Detlev AppelBackgammon ist ein schönes Spiel. Es freuen sich Besiegte wie Sieger – Mel Sippel und Detlev Appel

Als noch sieben übrig waren, kam Mel Sippel, die Siegerin des Begionnersturniers, hinzu, damit das Achtelfinale – und damit die letzten 3-Punkt-Matches – gespielt werden konnte. Dessen Sieger – Thomas Frübing, Rolf Schüler, Carlo Petkovsek und Igor K – mussten nun im Viertelfinale in 5-Punkte-Matches gegen die Verlierer des Viertelfinals der Hauptrunde, die in die Second Chance relegiert werden, antreten.

Sarah Khan (li), Sabine BrinkmannSarah Khan (li), Sabine Brinkmann

In der oberen Tableauhäfte setzte sich Thomas Frübing gegen Günter Schmidt und danach auch gegen Dankwart durch – damit war er zum ersten Mal im Finale der Second Chance! Thomas hat in den letzten Monaten viel trainiert und sein Spiel merklich verbessert. Hinzu kommt große Nervenstärke, die er, der ein ausgezeichneter Schachspieler ist, von dort mitgebracht hat. Zwei Mal habe ich beobachtet, dass er seine Uhr bis auf wenige Sekunden heruntergespielt hat, und zwei Mal geriet er nicht in Hektik, sondern nutzte die verbliebene Zugzeit voll aus, um auch unter Zeitdruck den richtigen Zug zu finden.

Thomas Frübings Uhr zeigt nach dem Match gegen Faruk Kocaer noch 14 Sekunden anThomas Frübings Uhr zeigt nach dem Match gegen Faruk Kocaer noch 14 Sekunden an

Er traf im Finale auf Igor K, der gegen Mel Sippel, Michael Horchler und Carlo Petkovsek siegreich war. Aber der erstarkte Thomas Frübing überwand auch den erfahrenen Igor K und durfte sich über seinen ersten Finalsieg freuen. Bravo, Thomas, und Gratulation, Igor!

Frank Maschkiwitz (li) und Yonas BrinkmannFrank Maschkiwitz (li) und Yonas Brinkmann

Mit drei Vorrundensiegen hat Ilona Klein den Lady’s Prize gewonnen. Ufuk Doğanay erhält den Rookie’s Prize. Glückwunsch Euch beiden! Beide Preise werden gemäß der neuen Ausschreibung bei der nächsten Teilnahme ausgezahlt.

Im November sind zwei Satellitenturniere zustande gekommen. Einen freien Startplatz gewann im ersten Turnier der Beginner René Heldmaier, den zweiten Startplatz teilen sich Igor K und Rolf Schüler. Gratulation!

Im Finale des Speedgammon setzte sich Ralf Jonas gegen Igor K durch. Glückwunsch!

Michael Horchler (li), Ralf Jonas, KiebitzeMichael Horchler (li), Ralf Jonas, Kiebitze

Wir wissen schon, dass die Siegerin des Beginnersturniers Mel Sippel heißt. Auf den Plätzen landeten Sabine Brinkmann und René Heldmaier. Gratulation!

In der Rangliste (https://berlin-backgammon.org/berliner-meisterschaft-201718/) ist Ralf Jonas vorne geblieben, Igor K und Yonas Brinkmann haben die Plätze getauscht.

Carlo Petkovsek (li), Günter Schmidt dynamischCarlo Petkovsek (li), Günter Schmidt dynamisch

Die Rangliste wird sich beim nächsten Monatsturnier von Berlin Backgammon wieder verändern. Es findet am 9. Dezember 2017 statt und beginnt um 13 Uhr (Anmeldung ab 12:30 Uhr, Auslosung um 12:55 Uhr) im en passant, Schönhauser Allee 58 (U2 Eberswalder Str.), 10437 Berlin, Tel. 0177–7383899. Alle Termine stehen im Berliner Backgammon Kalender (https://berlin-backgammon.org/berliner-spieltermine/). Bis dann!

Viele Grüße
Dankwart

Finalrunde
1. Faruk Kocaer
2. Thomas Krüger
3. Alexander Khandin
4. Ralf Jonas

Second Chance
1. Thomas Frübing
2. Igor Kaplanski

Lady’s Prize
Ilona Klein

Rookie’s Prize
Ufuk Doganay

Satellit 1
Rolf Schüler / Igor Kaplanski

Satellit 2
René Heldmaier

SpeedGammon
1. Ralf Jonas
2. Igor Kaplanski

Beginners
1. Mel Sippel
2. Sabine Brinkmann
3. René Heldmaier

 

 

Die komplette Turnierdokumentation kann Runde für Runde eingesehen werden.

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