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Berliner Meisterschaft

Ausschreibung für die Turnierserie „Berliner Backgammon-Meisterschaft“ 2017/18

und für die Beginnersturniere von Berlin Backgammon

Non-German speakers please check The Foreign Languages Section!

1. Hinweis: In dieser Ausschreibung wird ausschließlich die männliche Form von Substantiven, Pronomina etc. verwendet. Ausdrücklich wird darauf verwiesen, dass dies der Bequemlichkeit und der Lesbarkeit halber geschieht und dass stets und ohne Ausnahme beide Geschlechter gemeint sind – außer beim Lady’s Prize, der Teilnehmerinnen vorbehalten ist.
2. Hinweis: Es gibt auch eine Ultrakurzfassung dieser Ausschreibung. Interessenten, die unsere Turnier noch nicht kennen, wird empfohlen, zunächst die Ultrakurzfassung zu lesen.
3. Hinweis: Substantielle Änderungen gegenüber der Saison 2017/18 sind rot gekennzeichnet.

Anmeldung und Teilnahme

An der Berliner Meisterschaft nimmt teil, wer sich am Spieltag (alle Termine im Berliner Backgammon Kalender) bis fünf Minuten vor Turnierbeginn (i. d. R. bis 12:55 Uhr) bei der Turnierleitung angemeldet und das Startgeld entrichtet hat. Die Auslosung erfolgt um 12:55, Turnierstart ist um 13:00 Uhr.
Nach Ermessen der Turnierleitung und wenn die Umstände es erlauben, gibt es die Möglichkeit eines verspäteten Turniereinstiegs.
Die Turnierleitung kann in Abstimmung mit dem Turnierkomitee die Anmeldung eines Spielers ohne Angabe von Gründen zurückweisen, wenn die berechtigte Befürchtung besteht, dass die Teilnahme des Spielers den Turnierfrieden stören oder den Turnierablauf beeinträchtigen könnte.

Spielklassen

Normalerweise spielen Masters und Beginners in eigenständigen Turnieren, die gleichzeitig stattfinden. Kommt kein eigenständiges Beginnersturnier zustande, spielen Beginners und Masters zusammen in demselben Turnier (integriertes Turnier). Die besonderen Regelungen eines integrierten Turniers sind in einem eigenen Abschnitt zusammengefasst.

Startgelder und -gebühren

Masters: 50 EUR (42 EUR Startgeld, 4 EUR Jahrespool I, 4 EUR Anmeldung).
Beginners: 12 EUR (8-11 EUR Startgeld und 1 bis 4 EUR Anmeldung je nach Variante des Beginnersturniers).
Für Spieler, die ohne Uhr zum Turnier kommen, erhöht sich die Anmeldegebühr um 1€.

Das Startgeld wird am Turniertag an die Spieler, die einen Preisrang erreicht haben, ausgeschüttet oder dem Jahrespool II zugeführt, der am Ende der Saison ausgeschüttet wird.

Side Pool

Masters haben die Möglichkeit, zusätzlich einen Side Pool auszuspielen. Die Teilnahme am Side Pool kostet 32 EUR + 3 EUR Anmeldung. Den Side Pool gewinnt der Spieler, der in der Hauptrunde am weitesten kommt. Erreicht kein Side Pool-Spieler die Hauptrunde, gewinnt der Spieler den Side Pool, der in der Second Chance am weitesten kommt. Erreichen mehrere Spieler das gleiche Level, wird der Side Pool zu gleichen Teilen unter diesen Spielern aufgeteilt. Erreicht kein Side Pool-Spieler Hauptrunde oder Second Chance, erfolgt eine Rückzahlung der eingezahlten Gelder (abzüglich der Anmeldegebühr). Nehmen zehn oder mehr Spieler am Side Pool teil, erfolgt die Aufteilung im Verhältnis 70:30 auf zwei Spieler, die nach den obigen Kriterien bestimmt werden.

Modus

Auf eine Vorrunde folgen Hauptrunde und Second Chance, beide im K.O.-Modus. Falls nötig, wird eine Qualifikationsrunde zwischengeschaltet.

Vorrunde

In der Vorrunde werden vier Matches mit einer Matchlänge von 7 Punkten ausgetragen. Bei weniger als 17 Teilnehmern kann die Turnierleitung die Anzahl der Matches in der Vorrunde herabsetzen. Niemand spielt mehr als einmal gegen denselben Gegner (Ausnahmen s.u.).
Die erste Runde wird zu Turnierbeginn frei ausgelost und ist nicht veränderbar. Die Runden 2 bis 4 werden ebenfalls zu Turnierbeginn frei ausgelost, jedoch kann die Ankunft eines Latecomers eine Neuauslosung erforderlich machen. Eine Neuauslosung darf nicht mehr erfolgen, sobald ein Teilnehmer sein zweites Match der Vorrunde begonnen hat. Die Turnierleitung kann zu Turnierbeginn entscheiden, dass nur drei Runden zu Turnierbeginn frei ausgelost werden.
Freilose werden unter Vorbehalt ausgelost und können entfallen, wenn sich die Teilnehmeranzahl verändert (siehe „Vorzeitiges Verlassen des Turniers“ und „Verspäteter Turniereinstieg“).
Wer mit dem Match einer Runde fertig ist, meldet sein Ergebnis schriftlich durch Abgabe eines Scoresheets und beginnt nach einer Pause von fünf Minuten unverzüglich sein nächstes Match, sobald der für die nächste Runde ausgeloste Gegner ebenfalls sein Match der vorhergehenden Runde beendet hat.
Die Matches der zu Turnierbeginn ausgelosten Runden müssen in der vorgegebenen Reihenfolge ausgetragen werden. Überspringt ein Teilnehmer das Match einer Runde, wird es für den überspringenden Spieler als Niederlage gewertet und für seinen Gegner als Sieg, es sei denn, das Match kann ohne Verzögerung des Turniers nachgeholt werden.
Die Reihenfolge der Spieler am Ende der Vorrunde richtet sich nach der:

  1. Anzahl der Siegpunkte,
  2. Buchholzwertung,
  3. Sonneborn-Berger-Wertung

Die Buchholzwertung ist die Summe der Siege derjenigen Spieler und Spielerinnen, gegen die man in der Vorrunde gespielt hat. Je erfolgreicher die Spieler, gegen die man gespielt hat, waren, desto mehr Buchholzpunkte gibt es.

Die Sonneborn-Berger-Wertung ist die Summe der Siege derjenigen Spieler und Spielerinnen, gegen die man in der Vorrunde gewonnen hat. Je erfolgreicher die Gegner, die man besiegt hat, waren, desto mehr Sonneborn-Berger-Punkte gibt es.

Nach der Vorrunde

Startberechtigt für die Hauptrunde, die Second Chance und vorangestellte Qualifikationsrunden sind alle Spieler, die die Vorrunde regelgerecht beendet haben, d. h. in allen Runden der Vorrunde ausgelost wurden und gespielt bzw. ein Freilos gehabt haben, oder das Turnier als Latecomer mitgespielt haben, und die mindestens einen Sieg in der Vorrunde errrungen haben. Kampflose Siege und Freilose werden für die Turnierwertung als erzielter Gewinnpunkt gewertet (aber nicht die Matches, die Latecomers durch Zuspätkommen verpasst haben).
Bei Punktgleichheit gehen der Hauptrunde Qualifikationsrunden voraus.

Hauptrunde

Nach dem Abschluss der regulären Vorrundenmatches spielen die ersten acht der Vorrundentabelle in drei Runden die Hauptrunde um den Turniersieg im KO-System. Die Viertelfinalpaarungen werden durch Losentscheid ermittelt. Die Viertelfinal- und die Halbfinalmatches werden auf 7 Punkte ausgetragen, das Finale auf 9 Punkte. Die Verlierer der Viertelfinalmatches setzen das Turnier im Viertelfinale der Second Chance fort. Die Verlierer der Halbfinalmatches spielen den 3. Platz in einem 5-Punkte-Match aus.

Qualifikation für die Hauptrunde

Gibt es in der Vorrundentabelle zwei oder mehr Spieler mit der gleichen Anzahl von Siegen, gleich hohen Buchholzpunkten und gleicher Sonneborn-Berger-Wertung, so ist derjenige dieser Spieler für die Hauptrunde qualifiziert, der den anderen in der Vorrunde besiegt hat (direkter Vergleich). Gibt es keinen direkten Vergleich, oder führt dieser zu keiner Differenzierung, so wird eine Qualifikationsrunde gespielt, die aus einem 1-Punkt-Match besteht. Gegebenenfalls entstehende Freilose werden in diesem Fall ausgelost.

Second Chance

Für die Second Chance sind alle Spieler qualifiziert, die es nicht in die Hauptrunde geschafft haben und in der Vorrunde mindestens einen Sieg errungen haben. Alle Qualifizierten spielen in der ersten Phase der Second Chance ein oder mehrere 3-Punkt-Matches im K.O.-System. Ausnahme: Gibt es nicht mehr als sieben (bei vollintegriertem Beginnersturnier acht) Teilnehmer, dann wird in der ersten Phase ein einziges 5-Punkt-Match gespielt.

Die erste Runde wird frei ausgelost. Dabei können Freilose entstehen, die nach folgenden Kriterien vergeben werden:

  1. Anzahl der Siege in der Vorrunde
  2. Buchholzwertung,
  3. Sonneborn-Berger-Wertung,
  4. Anzahl der Siege in der Vorrunde gegen punktgleiche Spieler,
  5. Anzahl der Matches gegen Beginners (weniger ist besser) und
  6. Losentscheid.

Die Kriterien werden in der angegebenen Reihenfolge abgearbeitet. Sobald das erste Kriterium gefunden ist, das eine hinreichende Differenzierung zwischen den punktgleichen Spielern herstellt, wird es angewandt; auf die Anwendung weiterer Kriterien wird dann verzichtet.

Danach wird die zweite Runde ebenfalls frei ausgelost (hier entstehen keine Freilose).

In der ersten Phase der Second Chance werden so viele Runden gespielt, wie nötig sind, um die Teilnehmerzahl wie folgt zu reduzieren:
1. Auf sieben, wenn das Beginnersturnier eigenständig oder teilintegriert stattfindet. Sind nur noch sieben Teilnehmer übrig, kommt der Sieger des Beginnersturniers hinzu. Für den Beginners-Starter zahlen die Beginners aus ihrer Kasse EUR 14,- (davon 2,- EUR Anmeldegebühr) in die Kasse des Mastersturniers ein. Der Betrag wird dem Jahrespool II zugeführt,
2. oder auf acht, wenn die Beginners vollintegriert spielen.
In der nächsten Runde (der ersten Achterrunde) wird die Teilnehmerzahl auf vier reduziert. Danach stoßen die aus der Hauptrunde Relegierten, das sind die vier Verlierer des Hauptrundenviertelfinals, hinzu, um in der zweiten Achterrunde das Viertelfinale zu spielen. Viertelfinale und Halbfinale werden auf 5, das Finale wird auf 7 Punkte gespielt.

Spielpause

Nachdem die Vorrunde gespielt ist, findet eine Pause statt, die für die Qualifikationsrunden und zum Essen genutzt werden kann. In der Regel wird das Turnier ca. 60 Minuten nach dem Ende der Vorrunde fortgesetzt, wobei die Turnierleitung versuchen wird, jedem Spieler mindestens 20 Minuten spielfreie Zeit zu ermöglichen. Jedoch kann die Turnierleitung am Turniertag eine hiervon abweichende Entscheidung treffen, wenn die Umstände dies erfordern. Spieler, die das Spiellokal während des Turniers – dazu gehört auch die Spielpause – verlassen wollen, müssen sich bei der Turnierleitung abmelden. Bei der Abmeldung wird die Turnierleitung eine Rückkehrzeit festlegen. Die Rückkehrzeit ist unbedingt einzuhalten, da sonst Strafpunkte drohen (-> Verspätungen).

Zeitplan

Hinweis: Der Turnierbeginn ist fix. Der Rest des Zeitplans dient der Orientierung. Obwohl die Turnierleitung danach streben wird, ihn einzuhalten, kann er am Turniertag abweichen.

Turnierbeginn: 13.00 Uhr
Ende der Vorrunde und Beginn der Qualifikationsrunden bzw. der Essenspause: 18:30 Uhr.
Ende der Essenspause: 19:30 Uhr
Beginn der Viertelfinals in Hauptrunde und Second Chance: 19:30 Uhr. Ende zwischen 23:00 und 24:00 Uhr.

Uhr und Bedenkzeiten

Alle Matches werden mit Uhr ausgetragen. Über Ausnahmen entscheidet die Turnierleitung. Die Zugzeit beträgt 12 Sekunden plus zweieinhalbfache Matchlänge in Minuten Reservezeit (12:30 Minuten in einem 5-Punkte-Match).
In den Qualifikationsrunden beträgt die Zugzeit 12 Sekunden plus 2:30 Minuten Reservezeit pro Matchpunkt. Jedoch werden Matches in den Qualifikationsrunden in der Regel ohne Uhr ausgetragen, allerdings kann die Turnierleitung am Turniertag oder bei einzelnen Matches anders entscheiden. Teilnehmer, die zum ersten Mal mit Uhr spielen, erhalten in der Vorrunde eine Minute mehr Reservezeit (im Saisonendturnier 1:30 Minuten).
Für Matches, die im Zeitplan zurückhängen und den pünktlichen Fortgang des Turniers gefährden, kann die Turnierleitung entscheiden, dass für den Rest des Matches die Zugzeit auf bis zu 8 Sekunden und eine halbe Minute Reservezeit pro Punkt herabgesetzt wird. Die Herabsetzung der Zugzeit kann auch während eines Spiels erfolgen.

Ausschüttung der Startgelder

Affirmative action: Die Frau, die im Turnier am weitesten kommt, erhält den Lady’s Prize.

Nachwuchsförderung: Von den Teilnehmern, die weder nationale noch internationale Turniererfahrung haben, erhält derjenige, der im Turnier am weitesten kommt, den Rookie’s Prize.

Lady’s Prize und Rookie’s Prize können kumuliert werden. Sie werden dem Jahrespool I entnommen.

Die Dotierung der Preisränge richtet sich nach dem insgesamt eingezahlten Startgeld, abzüglich des Jahrespoolbeitrags, der dem Jahrespool II zugeführt wird. Sie werden wie folgt berechnet:

1) Bis 9 Masters-Äquivalente:
Turniersieger 50,0 %
Finalist 25,0 %
Sieger Second Chance 25,0 %
2) Von 10 bis 25 Masters-Äquivalente:
Turniersieger 43,0 %
Finalist 22,5 %
3. Platz 12,0 %
Sieger Second Chance 22,5 %
3) Über 25 Masters-Äquivalente:
Turniersieger 36,0 %
Finalist 20,0 %
3. Platz 11,0 %
4. Platz 6,5 %
Sieger Second Chance 20,0 %
Finalist Second Chance 6,5 %

Lady’s und Rookie’s Prize betragen unabhängig von der Teilnehmerzahl jeweils 10,- EUR.

Von allen Geldpreisen wird ein Jahrespoolbeitrag erhoben, der bei Geldpreisen

  • bis unter 125 EUR 5,0 %,
  • zwischen 125 bis unter 250 EUR 7,5 %,
  • ab 250 EUR 12,5 %

beträgt. Die so berechneten Geldpreise werden auf den nächsten ganzen Eurobetrag abgerundet und ausgezahlt. Mit dem nicht ausgezahlten Differenzbetrag wird der Jahrespool II gespeist.

Beispiel 1: Bei 20 teilnehmenden Masters-Äquivalenten beträgt der berechnete Geldpreis eines Masterteilnehmers, der Dritter der Hauptrunde geworden ist, 12,0 % der Preisgeldsumme oder 100,80 EUR. Nach Abzug des Jahrespoolbeitrags von 5,04 % verbleiben 95,76 EUR. Die Auszahlung beträgt nach Abrundung 95,00 EUR. Die Differenz von 5,80 EUR wird dem Jahrespool II zugeführt. Bei gleicher Teilnehmerzahl werden für den Turniersieger 361,20 EUR berechnet; davon werden nach Anwendung des Jahrespoolbeitrags und der Abrundung 316,00 EUR ausgezahlt, und der Jahrespool II wächst um 45,20 EUR.

Jahrespool

Es werden zwei Jahrespools gebildet. In den Jahrespool I zahlt jeder Turnierteilnehmer bei der Anmeldung 4 EUR ein (Fixbeitrag). Der Jahrespool II wird 1) aus dem Teil des Preisgeldes, der nicht ausgezahlt wird, wenn ein Beginner im vollintegrierten Beginnersturnier einen Preisrang erreicht, oder 2) aus dem Startgeld, den die Beginners bei einem eigenständigen oder einem teilintegrierten Beginnersturnier für ihren Second-Chance-Starter an die Kasse des Mastersturniers abführen, und 3) aus dem Jahrespoolbeitrag, der, wie im Abschnitt „Ausschüttung der Startgelder“ erläutert, von den Geldpreisen abgezogen wird, gespeist (variabler Beitrag).
Am Saisonende erhält der Beliner Backgammonmeister seine Startgebühr, die er für das Saisonendturnier entrichtet hat, aus dem Jahrespool I als Prämie erstattet. Der Rest des Jahrespools I, vermindert um die Ausgaben für die Pokale und die Prizes, und der Jahrespool II werden beim Saisonendturnier als zusätzliches Preisgeld („Added“) ausgeschüttet.
Der jeweilige Stand der Jahrespools wird fortlaufend aktualisiert und auf der Website von Berlin Backgammon zusammen mit der Rangliste veröffentlicht.

Saisonrangliste

  • Jeder Turnierteilnehmer erhält 6 Teilnahmepunkte.
  • Für jedes gewonnene Match (außer für die Matches der ersten Phase der Second Chance, s. u.), erhält ein Teilnehmer Ranglistenpunkte entsprechend der doppelten Matchlänge. Dies gilt auch für Sieg gegen Freilos und für kampflos gewonnene Matches, sofern der Gegner nicht angetreten ist.
  • Gewinnt ein Teilnehmer alle Matches der ersten Phase der Second Chance, erhält er höchstens zehn Ranglistenpunkte, auch für einen Sieg gegen Freilos.
    • Gibt es sieben (bei vollintegriertem Beginnersturnier: acht) Teilnehmer oder weniger, wird in der ersten Phase nur ein Match (auf 5 Punkte) ausgetragen, und für die Sieger gibt es 10 Ranglistenpunkte.
    • Gibt es bis zu 14 (bei vollintegriertem Beginnersturnier: 16) Qualifizierte, dann müssen diese zwei Matches spielen, bevor die Verlierer des Viertelfinals der Hauptrunde hinzustoßen. Für diese beiden Matches gibt es ebenfalls 10 Punkte, und zwar 4 für das erste und 6 für das zweite Match. Auch diejenigen, die ein Freilos haben, erhalten 4 Siegpunkte.
    • Müssen drei Runden gespielt werden, werden die 10 Punkte für die erste Phase der Second Chance wie folgt aufgeteilt: 2 Punkte für das erste, 3 Punkte für das zweite und 5 Punkte für das dritte Match.
    • Müssen sogar vier Runden gespielt werden, dann gibt es einen Punkt für das erste Match, 2 für das zweite, 3 für das dritte und 4 für das vierte.
  • Nach dem Ende der Vorrunde erhalten die Teilnehmer der beiden K.-O.-Runden Zusatzpunkte für folgende Leistungen:
  • Für Siege in den Stechen um den Einzug in die Hauptrunde gibt es keine Ranglistenpunkte.
  • Gutschrift: Vor dem Saisonendturnier erhalten Spieler, die bei einem der Monatsturniere gefehlt haben, eine Gutschrift in Form von Ranglistenpunkten. Die Höhe der Gutschrift beträgt gerade so viele Ranglistenpunkte, wie der Spieler bei seiner schwächsten Teilnahme der gesamten Saison (ohne Saisonendturnier) erreicht hat, abzüglich der Anwesenheitspunkte. Dies gilt nur, wenn man ein einziges Mal in der Saison fehlt. Schon bei der zweiten Abwesenheit gibt es gar keine Gutschrift, auch nicht für die erste Abwesenheit. Keine Gutschrift gibt es für das Fehlen beim Saisonendturnier.
    Beispiel 2: Gab es ein Turnier, bei dem der Spieler sieglos geblieben ist, dann gibt es für die Abwesenheit 0 Punkte. Ist das schwächste Resultat der Saison dagegen zwei Siege, erhält man für die einmalige Abwesenheit 28 Ranglistenpunkte.
  • Für die Ermittlung der Platzierung in der Abschlussrangliste der Saison werden folgende Kriterien in dieser Reihenfolge ausgewertet:
    • höhere Anzahl der erzielten Punkte in den Ranglistenturnieren,
    • höhere Anzahl der erzielten Turniersiege,
    • höhere Anzahl der tatsächlich gewonnenen Matches,
    • Bilanz der Matches aller punktgleichen Spieler untereinander, gewichtet mit den Matchlängen,
    • kumulierte Buchholzwertung,
    • kumulierte Sonneborn-Berger-Wertung und
    • Losentscheid.

Hinweis: Diese Rechnung wird nur für relevante Platzierungen (z. B. für die Plätze 1 bis 3) zu relevanten Zeitpunkten durchgeführt, in allen anderen Fällen wird der Platz geteilt. Die Turnierleitung bittet zudem alle Spieler, ihr diese Rechnung zu ersparen und im Laufe der Saison für eine ausreichende Differenzierung in der Rangliste zu sorgen.

Die Kriterien werden in der angegebenen Reihenfolge abgearbeitet. Sobald das erste Kriterium gefunden ist, das eine hinreichende Differenzierung zwischen den punktgleichen Spielern herstellt, wird es angewandt; auf die Anwendung weiterer Kriterien wird dann verzichtet.

Wer nach dem Saisonendturnier auf dem ersten Platz der Rangliste steht, ist Berliner Backgammon-Meister, der Nächstplatzierte ist Berliner Backgammon-Vizemeister. Der Nächstplatzierte ist der Dritte der Jahreswertung. Kommen die oben genannten Kriterien zum Einsatz, können Berliner Backgammon-Meister und Berliner Backgammon-Vizemeister nicht durch Los bestimmt werden. Bei Gleichheit nach dem letzten anwendbaren Kriterium muss ein Entscheidungsmatch gespielt werden.

Zusätzliche Jackpots und Nebenturniere

Die Turnierleitung kann zusätzliche Turniere (Satelliten, Jackpots, Speedgammon, Consulting Doubles o. ä.) anbieten.

Satellitenturniere

Die Turnierleitung kann für die Monatsturniere der Berliner Meisterschaft Satellitenturniere anbieten. Ort und Termin werden auf der Website von Berlin Backgammon angezeigt oder im Newsletter bekanntgemacht. Satellitenturniere werden nur bei ausreichender Teilnehmerzahl durchgeführt. Es wird immer ein ganzer Startplatz oder ein Teil eines Startplatzes im nächstfolgenden Monatsturnier ausgespielt.

Matchmitschriften

Das Finale der Hauptrunde wird regelmäßig mitgeschrieben oder gefilmt und anschließend transkribiert, sofern Kapazitäten vorhanden sind, und muss darum immer ausgespielt werden. Matchmitschriften werden veröffentlicht.
Spieler, die ihre Matches mitschreiben oder filmen wollen, benötigen das Einverständnis der Turnierleitung.

Vorzeitiges Verlassen des Turniers

Mit der Einzahlung des Startgeldes verpflichten sich die Turnierteilnehmer, zumindest alle Matches der Vorrunde zu absolvieren. Verlässt ein Spieler während des Turniers, insbesondere während der Vorrunde oder während der Abendessenspause, ohne Abmeldung das Turnier, oder meldet er sich nicht zu der von der Turnierleitung festgesetzten Zeit zurück, verliert er seine weiteren Matches kampflos, und es werden ihm alle bei diesem Turnier erzielten Ranglistenpunkte gestrichen. Zudem entfällt die Startberechtigung für die Hauptrunde und Second Chance inkl. aller Qualifikationsrunden. Schließlich kann von ihm beim nächsten Start das doppelte Startgeld erhoben werden.

Sollte es zu diesem Fall kommen, bleiben alle bereits ausgelosten Paarungen bestehen. Allerdings entfallen ggf. bestehende Freilose der anstehenden Runde und verbleibenden Runden und werden mit Spielern gepaart, deren Gegner gegangen ist. Es gilt der Grundsatz, dass in diesem Fall ein doppelt ausgetragenes Vorrundenmatch theoretisch möglich und gegenüber einer Runde mit Freilos/en Priorität hat.

Nach der Vorrunde kann man sich vom Turnier abmelden, die erzielten Ranglistenpunkte bleiben bestehen.

Verspäteter Turniereinstieg (Latecomer)

Erscheint ein Teilnehmer nach Turnierbeginn, kann ihm die Turnierleitung den nachträglichen Turniereinstieg erlauben, so lange noch kein Teilnehmer das zweite Match der Vorrunde begonnen hat. Der verspätete Spieler spielt, ggf. mit verkürzter Matchlänge, gegen einen Spieler, der wegen der zuvor ungeraden Teilnehmerzahl ein Freilos hatte. Gewinnt der verspätete Spieler das verkürzte Match, erhält er Ranglistenpunkte entsprechend der tatsächlichen Matchlänge. Gewinnt hingegen der Spieler das verkürzte Match, der zuvor ein Freilos hatte, so erhält er Ranglistenpunkte in Höhe der regulären Matchlänge. Kann das Match der ersten Runde nicht mehr gespielt werden, oder ist die Teilnehmerzahl nach Aufnahme des Latecomers ungerade, so erhält der Latecomer in der ersten Runde ein Freilos, der dadurch gewonnene Turnierpunkt wird ihm aber nach Ende der Vorrunde (anders als bei regulären Freilosen) und vor der Entscheidung über die Teilnahme an der Hauptrunde wieder abgezogen. Die Buchholzwertung seiner Gegner wird vor Abzug des Siegpunkts aus dem Freilos ermittelt.

Manipulationen, Settlements, Matchlängen, Wertung

Manipulationen

Absprachen zwischen Spielern, die dazu geeignet sind, den Spielausgang zu verändern und damit die Ranglistenwertung oder die Auszahlungssumme zum Nachteil Dritter, auch des Jahrespools, zu manipulieren, sind unzulässig.

Die Turnierleitung ist verpflichtet, Manipulationen zu sanktionieren, z. B. durch Streichung der am Turniertag erzielten Ranglistenpunkte, erhöhtes Startgeld beim nächsten Turnier, Turnierdisqualifikation (einschließlich der Nichtauszahlung des Preisgeldes) oder Turniersperre. Das Startgeld wird nicht zurückerstattet.

Settlements

Settlements erfordern ohne Ausnahme eine Rücksprache mit und die Zustimmung der Turnierleitung. Unangemeldete Settlements ziehen Sanktionen bis hin zur Streichung der am Turniertag erzielten Ranglistenpunkte, erhöhtes Startgeld beim nächsten Turnier, Turnierdisqualifikation oder Turniersperre nach sich. Das Startgeld wird nicht zurückerstattet.

Die Turnierleitung verpflichtet sich, Spieler in Fragen von fairen Settlements zu unterstützen und zu beraten, so dass keine Benachteiligung Dritter zustande kommt.

Verkürzung von Matches

Gespielt wird grundsätzlich in allen Matches auf die Länge, die in der Ausschreibung vorgesehen ist.

Findet ein Settlement bzw. eine Teilung der Preisgeldsumme in einem Finalspiel statt, kann auf Antrag der Spieler die Matchlänge verkürzt werden.
Die Ranglistenwertung erfolgt dann entsprechend der (verkürzten) Matchlänge.

Sollte die Verkürzung der Matchlänge auf Entscheidung der Turnierleitung erfolgen, wird die Ranglistenwertung nach ausgeschriebener (unverkürzter) Matchlänge vorgenommen.

Besonderheiten beim Saisonendturnier

Hinweis: Hier werden nur die von den Monatsturnieren abweichenden Regelungen erwähnt.

Das Saisonendturnier ist das letzte Turnier der Saison und wird an zwei Tagen, Samstag und Sonntag, ausgetragen.

Startgelder

Masters: 100 EUR. Im Startgeld sind 10 EUR Anmeldegbeühr enthalten.
Beginners: 22 EUR (12-20 EUR Startgeld und 2 bis 10 EUR Anmeldung je nach Variante des Beginnersturniers).
Für Spieler, die ohne Uhr zum Turnier kommen, erhöht sich die Anmeldegebühr um 1€.

Optionaler Side Pool (nur für Masters: 55 EUR (davon 5 EUR Anmeldung).

Vorrunde

In der Vorrunde werden fünf Matches auf 7 Punkte gespielt.

Hauptrunde

Die Matches sind länger als in der Hauptrunde der Monatsturniere. Die Matches werden in den Viertelfinals auf 9 Punkte, in den Halbfinals auf 11 Punkte und im Finale auf 15 Punkte gespielt. Das Match um den dritten Platz wird auf 7 Punkte gespielt.

Second Chance

Die Matches sind länger als in der Second Chance der Monatsturniere. Die Matchlänge beträgt 5 statt 3, im Viertelfinale 7, im Halbfinale 9 und im Finale 13 Punkte.

Ausschüttung der Startgelder

Der nach der Auszahlung von Lady’s und Rookie’s Prizes im Saisonverlauf sowie dem Kauf der Pokale und der Erstattung des Startgelds des Saisonendturniers an den Berliner Backgammon Meister verbleibende Rest des Jahrespools I sowie der komplette Jahrespool II werden als zusätzliches Preisgeld („Added“) an die Addedqualifizierten ausgeschüttet.
Die Startgelder werden vermindert um die Anmeldegebühr an alle Teilnehmer ausgezahlt. Ein Abzug von den Preisgeldern wie bei den Monatsturnieren erfolgt nicht. Die Jahrespools werden nur an die Addedqualifizierten ausgeschüttet.

Jahrespool / Added

Das zusätzliche Preisgeld („Added“) beim Saisonendturnier, das aus den Jahrespools gespeist wird, funktioniert ähnlich wie ein Side Pool, der jedoch anteilig an diejenigen Addedqualifizierten ausgeschüttet wird, die einen Preisrang erreichen. Die Anteile richten sich nach der Gewinnverteilung (→ Ausschüttung der Startgelder) und werden auf die Addedqualifizierten umgerechnet.
Addedqualifiziert ist, wer

  • einen der ersten zehn Plätze der Saisonrangliste (Stand vor dem Saisonendturnier) erreicht hat, oder
  • an allen Monatsturnieren teilgenommen hat, oder
  • nicht an allen Monatsturnieren teilgenommen hat, aber seinen Anteil an den Jahrespools – berechnet in Monatswerten – bei der Anmeldung zum Saisonendturnier nachzahlt. Durch die Nachzahlung wird der Spieler so gestellt, als hätte er bei allen Turnieren in die beiden Jahrespools eingezahlt.

Der Monatswert des Jahrespools I ist fix. Die Turnierleitung berechnet rechtzeitig vor dem Saisonendturnier den Monatswert des Jahrespools II und gibt ihn auf der Website von Berlin Backgammon zusammen mit der Rangliste bekannt. Bei der Berechnung des Monatswerts des Jahrespools II bleiben die unterjährigen Ausschüttungen aus den Jahrespools (Preisgeld für die Bestplatzierten, Lady’s Prize, Rookie’s Prize) unberücksichtigt.

Gibt es nach dem Turnier, das dem Saisonendturnier vorausgeht, eine Rangliste, in der keine eindeutige Reihenfolge der zehn Addedqualifizierten nach Punkten gebildet werden kann, sollen alle Spieler, die mit dem Zehntplatzierten punktgleich sind, eine Chance haben, sich für das Added zu qualifizieren. Zu diesem Zweck wird ein Stechen, ähnlich wie bei den Qualifikationsrunde, durchgeführt. Freilose in der Qualifikation werden nach den Kriterien vergeben, die auch bei Punktgleichheit über die Platzierung in der Rangliste entscheiden.

Hinweis: Die Turnierleitung bittet auch an dieser Stelle alle Spieler, ihr diese Rechnung zu ersparen und bis zum Saisonendturnier für eine ausreichende Differenzierung in der Rangliste zu sorgen.

Die Kriterien werden in der angegebenen Reihenfolge abgearbeitet. Sobald das erste Kriterium gefunden ist, das eine hinreichende Differenzierung zwischen den punktgleichen Spielern herstellt, wird es angewandt; auf die Anwendung weiterer Kriterien wird dann verzichtet.

Spieler, die nicht an allen Turnieren teilgenommen haben und nicht zu den ersten zehn der Rangliste gehören, können ganz normal am Saisonendturnier teilnehmen, ohne an der Ausschüttung des Jahrespools zu partizipieren, oder sie können sich, um an der Ausschüttung der Jahrespools teilzunehmen, nachqualifizieren, indem sie bei der Anmeldung zum Turnier Nachzahlungen in die Jahrespools leisten.

Hinweis: Die Berechnung des für die Nachqualifikation notwendigen Beitrags zum Jahrespool folgt dem Grundsatz, dass durch die Nachzahlung der Spieler so gestellt wird, als habe er bei allen Turnieren in den Jahrespool eingezahlt.

Die Nachzahlung in den Jahrespool I entspricht dem Fixbeitrag von 4 EUR, den die Teilnehmer bei jedem Monatsturnier entrichten, multipliziert mit der Anzahl der Monatsturniere, an denen der Spieler nicht teilgenommen hat.

Beispiel 3: Ein Spieler, der nicht addedqualifiziert ist, hat an sieben Monatsturnieren teilgenommen. Beim Saisonendturnier muss er 8 EUR in den Jahrespool I nachzahlen, sofern er an der Ausschüttung der Jahrespools teilhaben will.

Zusätzlich muss jeder Spieler, der nicht an allen Turnieren teilgenommen hat und nicht zu den ersten zehn der Rangliste gehört, für jedes Monatsturnier, an dem er nicht teilgenommen hat, einen variablen Beitrag nachzahlen, dessen Höhe sich erst im Verlauf der Saison durch die Thesaurierung nicht ausgeschütteter Anteile an den Geldpreisen ergibt.

Die Berechnung dieses Teils der Nachzahlung in den Jahrespool II erfolgt durch einfache Addition aller bei den Monatsturnieren nicht ausgeschütteten Teile der Geldpreise, dividiert durch die kumulierte Teilnehmerzahl in der Mastersklasse bis zu dem Turnier, das dem Saisonendturnier vorausgeht.

Beispiel 4: Es haben bis bis zu dem Turnier, das dem Saisonendturnier vorausgeht, kumuliert 270 Masters teilgenommen und dabei 590,00 EUR in den Jahrespool II eingezahlt. Zudem seien bei zwei vollintegrierten Beginnersturnieren Beginners ins Geld gekommen. Die Differenz zwischen dem Preisrang, den sie erreicht haben, und ihrer Anerkennungsprämie betrage insgesamt 85,00 EUR. Dann sind im Jahrespool II insgesamt 675,00 EUR angesammelt (die Ausschüttung von Lady’s und Rookie’s Prize bleiben bei dieser Berechnung unberücksichtigt). Der Monatswert des Jahrespools II beträgt also 675/270 = 2,50 EUR.

Beispiel 5: Ein Spieler, der nicht addedqualifiziert ist, hat an acht (von zehn möglichen) Monatsturnieren teilgenommen. Beim Saisonendturnier muss er gemäß den Beispielen 5 und 6 insgesamt 13,00 EUR 8,00 EUR in den Jahrespool I und 5,00 EUR in den Jahrespool II) nachzahlen, sofern er an der Ausschüttung der Jahrespools teilhaben will.

Weicht dieser Betrag zu stark von der Equity (der Gewinnerwartung) der durch Nachzahlung für die Ausschüttung des Jahrespools Qualifizierten ab, kann die Turnierleitung vor dem Saisonendturnier den Monatswert korrigieren und der prognostizierten Equity der Nachzahler annähern.

Ein Spieler, der weder direkt addedqualifiziert ist noch den festgelegten Betrag nachzahlt, ist nicht addedqualifiziert. Er nimmt am Saisonendturnier, jedoch nicht an der Ausschüttung der Jahrespools teil.

Die Verteilung des Addeds erfolgt anteilig auf die Preisränge. Der Teil des Addeds, der auf den Preisrang entfällt, den ein Nichtaddedqualifizierter erreicht, wird anteilig auf alle Addedqualifizierten, die Preisränge erreichen, verteilt.

Beispiel 6: Sind von denjenigen Spielern, die in die Preisränge gelangen, nur der Finalsieger und der Viertplatzierte addedqualifiziert, so erhalten bei mehr als 25 teilnehmenden Master-Äquivalenten der Finalsieger 36/(36+6,5) = 84,7 % und der Viertplatzierte 6,5/(36+6,5) = 15,3 % des Addeds.

Beispiel 7: Ist von denjenigen Spielern, die in die Preisränge gelangen, nur der Sieger der Second Chance addedqualifiziert, so erhält er 100 % des Addeds.

Rangliste

Abweichend von den normalen Monatsturnieren erhält jeder Turnierteilnehmer 10 Teilnahmepunkte. Die Zusatzpunkte, die für das Erreichen der K.-O.-Runden vergeben werden, sind gegenüber einem normalen Monatsturnier um jeweils drei erhöht.
Für die 5-Punkt-Matches der Second Chance werden folgende Punkte vergeben:

  • Gewinnt ein Teilnehmer alle 5-Punkt-Matches der Second Chance, erhält er höchstens 14 Ranglistenpunkte, auch für einen Sieg gegen Freilos.
  • Gibt es sieben (bei vollintegriertem Beginnersturnier: acht) Teilnehmer oder weniger, gibt es in der ersten Phase nur ein Match (auf 7 Punkte), und für die Sieger gibt es 14 Ranglistenpunkte.
  • Gibt es bis zu 14 (bei vollintegriertem Beginnersturnier: 16) Teilnehmer, dann müssen die Qualifizierten 2 Matches spielen, bevor die Verlierer des Viertelfinals der Hauptrunde hinzustoßen. Für diese beiden Matches gibt es ebenfalls 14 Punkte, und zwar 6 für das erste und 8 für das zweite Match. Auch diejenigen, die ein Freilos haben, erhalten 6 Siegpunkte.
  • Müssen drei Runden gespielt werden, werden die 14 Punkte für die erste Phase der Second Chance wie folgt aufgeteilt: 3 Punkte für das erste Match, 4 Punkte für das zweite Match und 7 Punkte für das dritte Match.
  • Und müssen sogar vier Runden gespielt werden, dann gibt es 2 Punkte für das erste Match, 3 für das zweite, 4 für das dritte und 5 für das vierte.

Beispiel 8: Für das direkte Erreichen der Viertelfinals der Hauptrunde ohne Niederlage werden zehn Zusatzpunkte vergeben.

Calcutta-Auktion

Vor Beginn des Saisonendturniers oder zu einem geeigneten Zeitpunkt während des Saisonendturniers, spätestens jedoch vor der Auslosung der Paarungen der Hauptrunde, soll die Turnierleitung eine Calcutta-Auktion anbieten. Gewonnen hat, wer auf den späteren Sieger setzt. Ausgezahlt werden alle Einzahlungen minus 5 %. Bei mehr als 1.000,00 EUR Auszahlung wird die Summe aufgeteilt: 2/3 für den Ersten, 1/3 für den Zweiten.

Zeitplan

Hinweis: Nur der Turnierbeginn am Samstag und die Turnierfortsetzung am Sonntag sind fix. Der Zeitplan dient der Orientierung. Obwohl die Turnierleitung danach streben wird, ihn einzuhalten, kann er am Turniertag abweichen.

Turnierbeginn: Samstag 13.00 Uhr
Ende der Vorrunde und der Qualifikationsrunden: Samstag gegen 21:00 Uhr.
Essenspause: nach dem 4. Match der Vorrunde.
Calcutta-Auktion, sofern angeboten: 21:00 Uhr.
Beginn der Viertelfinalmatches in Hauptrunde und der Achtelfinalmatches der Second Chance: zwischen 21:30 und 22:30 Uhr.
Fortsetzung am Sonntag um 12:30 Uhr mit den Halbfinalmatches der Hauptrunde und den Viertelfinalmatches der Second Chance. Je nach Umständen kann die Turnierleitung auch den Beginn der Meisterschaft im Beratungsdoppel auf 12:30 Uhr legen.
Siegprämien werden erst bei der Siegerehrung ausgezahlt, die am Ende des Turniers stattfindet. Von dieser Regelung kann es keine Ausnahme geben.

Berliner Meisterschaft im Beratungsdoppel

Sie wird auch Berliner Meisterschaft im Consulting Double genannt. Sie findet am Sonntag des Saisonendturniers parallel zu und nach den letzten Matches des Saisonendturniers statt. Es ist ein kleines Turnier im einfachen K.O.-Modus, in dem das Berliner Meisterteam im Beratungsdoppel gekürt wird. Die Teilnahme kostet 50,00 EUR plus 5,00 EUR Anmeldegebühr pro Team. Gespielt wird auf 7 Punkte, im Finale ebenfalls auf 7, immer mit Uhr (3 Min./Punkt + 15 Sek./Zug). Prämiiert werden der 1. und der 2. Platz (2/3, 1/3).

Spezielle Regelungen für das Beginnersturnier

Normalerweise spielen Beginners in einem eigenständigen Turnier. Kommt kein eigenständiges Beginnersturnier zustande, spielen Beginners und Masters zusammen in demselben Turnier (integriertes Turnier). Das integrierte Turnier gibt es in zwei Varianten: teil- und vollintegriert.

Im integrierten Turnier spielen die Beginners zusammen mit den Masters. Im vollintegrierten Beginnersturnier spielen die Beginners sowohl die Vorrunde als auch – bis zu ihrem Ausscheiden – die K.O.-Runden zusammen mit den Masters.

Im teilintegrierten Beginnersturnier spielen die Beginners nur die Vorrunde zusammen mit den Masters. Wie beim eigenständigen Turnier wird nach der Vorrunde ein Beginners-Sieger bestimmt, der an der Second Chance der Masters teilnimmt und als Achter in die Second Chance eintritt, sobald diese auf sieben Masters-Teilnehmer reduziert ist.

Für die anderen Beginners ist das teilintegrierte Turnier nach der Vorrunde beendet.

Das Startgeld der Beginners beträgt immer 12 EUR (eigenständig: 11 EUR Startgeld, 1 EUR Anmeldung, teilintegriert: 10 EUR Startgeld, 2 EUR Anmeldung; vollintegriert: 8 EUR Startgeld, 4 EUR Anmeldung).

Im teilintegrierten Turnier werden ebenso wie im eigenständigen Turnier nach dem Ende der Vorrunde die von den Beginners eingezahlten Startgelder nach Abzug des Betrags, der für die Teilnahme des Beginners-Siegers an der Second Chance an den Jahrespool II abgeführt wird, an die Beginners ausgeschüttet. Die Ausschüttung erfolgt an zwei oder drei Beginners. Sie beträgt:

  • bei bis zu sieben Teilnehmern: 2/3 für den ersten, 1/3 für den zweiten Platz
  • bei mehr als sieben Teilnehmern: 50% für den ersten, 30% für den zweiten, 20% für den 3. Platz

Im vollintegrierten Turnier erhalten diejenigen Beginners, die einen Preisrang erreichen, eine Anerkennungsprämie, deren Höhe unabhängig von der Zahl der Beginners-Teilnehmer ist. Sie erhalten:

Die Anerkennungsprämie wird nur dann ausgezahlt, wenn der entsprechende Rang bei den Masters mit einem Geldpreis dotiert ist.

Beispiel 9: Ein Beginner, der Finalist der Second Chance ist, erhält nur dann die Anerkennungsprämie von 15 EUR, wenn ein Master, der denselben Platz erreicht hätte, einen Geldpreis erhalten hätte. Dies wäre bei einer Teilnehmerzahl von mehr als 25 Masters-Äquivalenten der Fall.

Überschüsse bei der Auszahlung

Erreicht ein Beginner im vollintegrierten Turnier einen Preisrang, wird die Differenz zwischen seiner Anerkennungsprämie und dem Geldpreis, den ein Master auf demselben Preisrang erhalten hätte, dem Jahrespool II zugeführt.

Besonderheiten beim Saisonendturnier der Beginners

Das Startgeld der Beginners beträgt 22 EUR (eigenständig: 20 EUR Startgeld, 2 EUR Anmeldung, teilintegriert: 18 EUR Startgeld, 4 EUR Anmeldung; vollintegriert: 12 EUR Startgeld, 10 EUR Anmeldung).

Im eigenständigen und im teilintegrierten Turnier erfolgt die Auszahlung nach denselben Regeln wie beim Monatsturnier.

Im vollintegrierten Turnier gilt: Beginners, die einen Preisrang erreichen, erhalten eine Anerkennungsprämie, die doppelt so hoch ist wie bei den normalen Monatsturnieren. Erreicht ein Beginner im vollintegrierten Turnier einen Preisrang, wird die Differenz zwischen seiner Anerkennungsprämie und dem Geldpreis, den ein Master auf demselben Preisrang erhalten hätte, dem Jahrespool II des nächsten Saisonendturniers zugeführt.

Jeder Beginners-Turnierteilnehmer im integrierten Turnier erhält 10 Teilnahmepunkte.

Beginners sind nicht addedqualifiziert.

Deutsche Backgammon-Rangliste

Die Turniere der Berliner Meisterschaft erfüllen alle Kriterien zur Wertung in der Deutschen Backgammon-Rangliste. Die Ergebnisse der Masters und bei integrierten Turnieren auch die der Beginners werden an die Deutsche Backgammon-Rangliste gemeldet. Wer nicht gemeldet werden möchte, teilt diesen Wunsch der Turnierleitung bei der Anmeldung zum Turnier mit.

Turnierregularium (Kurzversion)

4. Hinweis: Es gibt auch eine Langfassung der Turnierregeln. Die Langfassung ist die maßgebliche Fassung.

Für die Austragung der Matches gelten die international üblichen und bekannten Regeln. Diese können jedoch nicht alle Situationen klären, die während eines Turniers auftreten können. Die hier aufgeführten Regeln nehmen der Turnierleitung nicht die Freiheit des Urteils und hindern sie nicht, eine Lösung für einen Disput zu finden, die zuallererst dem Sportsgeist und der Fairness verpflichtet ist und den Besonderheiten des jeweiligen Falles Rechnung trägt.

Generell gilt in allen Situationen und Streitfällen: Fair Play takes precedence – Fair play geht vor.

Im Konfliktfall

  • sind Steine und Würfel und alles, was zum Spiel gehört, unberührt zu lassen.
  • Die Turnierleitung ist zur Entscheidungsfindung heranzuziehen.
  • Der Turnierleitung steht es frei, sachverständige Personen beratend zu einer Entscheidungsfindung hinzuzuziehen. Zu diesem Zweck wird ad hoc ein Turnierkomitee aus erfahrenen Turnierspielern gebildet, das die Turnierleitung in ihrer Entscheidungsfindung unterstützen oder dann zum Einsatz kommen kann, wenn Mitglieder der Turnierleitung in einen Konflikt involviert sind.
  • Turnierleitung und Turnierkomitee werden eine faire und angemessene Lösung finden.
  • Grundlage der Entscheidungsfindung sind die Turnierregeln und die internationalen Regeln für Backgammon und Backgammonturniere. Die Entscheidung der Turnierleitung ist in einem Streitfall endgültig.

Würfeln

  • Soweit vorhanden müssen Präzisionswürfel verwendet werden.
  • Es muss mit Würfelbechern gewürfelt werden.
  • Die Spieler dürfen die Würfel vor Beginn jedes einzelnen Spiels austauschen.
  • Sobald ein Spiel in Gang ist, dürfen die Würfel nicht mehr ausgewechselt werden.
  • Es muss grundsätzlich auf der rechten Seite des Boards gewürfelt werden.
  • Vor dem Würfeln muss der Würfelbecher mit den Würfeln sichtbar und hörbar geschüttelt werden. Beim Würfeln muss der Würfelbecher sichtbar sein, die Würfel dürfen beim Herausfallen nicht die Hand berühren. Anschließend müssen die Würfel sichtbar über das Board rollen und flach auf der eigenen Seite des Bretts liegen bleiben.
  • Die Würfelbecher beider Spieler haben zwischen den Würfen auf dem Tisch zu bleiben. Zu keinem Zeitpunkt darf sich der Becher unterhalb des Tisches befinden. Gleiches gilt für die Würfel. Das absichtliche Wegwerfen der Würfel ist ebenso unzulässig.

Ziehen der Steine

  • Beim Spiel mit Uhr ist ein Zug mit dem Betätigen der Uhr nach dem Ziehen der Steine abgeschlossen, beim Spiel ohne Uhr mit dem Aufheben der Würfel vom Board.
  • Züge dürfen rückgängig gemacht werden, solange der Zug nicht abgeschlossen ist. Beim Ausprobieren von vorläufigen Zügen ist unbedingt darauf zu achten, dass jederzeit die Ausgangsposition wieder hergestellt werden kann (etwa indem vorläufig gesetzte Steine von den tatsächlich stehenden Steinen abgesetzt werden).

Illegale Züge

Grundsätzlich sind nur Züge gültig, die nach den Backgammonregeln zulässig sind. Unzulässige Züge sind daher ungültig und müssen korrigiert werden. Ein unzulässiger Zug kann dennoch Gültigkeit erlangen, sobald der Gegner gültig gewürfelt hat, es sei denn, dass dadurch Grundsätze des Fair play verletzt würden.

Spiel mit Uhr

  • Alle regulären Turniermatches werden mit Uhr ausgetragen.
  • Über Ausnahmen entscheidet die Turnierleitung.
  • Es ist wünschenswert, wenn ein Spieler seinen Gegner darauf aufmerksam macht, dass die Uhr zu drücken ist, damit seine Zeit nicht abläuft. Ein Recht darauf gibt es jedoch nicht.
  • Die Uhr ist zu betätigen:
    • nach Beendigung eines eigenen Zuges. Dies betrifft auch Situationen, in denen de facto kein Zug möglich ist (z. B. Stein auf der Bar gegen closed board).
    • nach dem Anbieten einer Verdopplung.
    • nach dem Akzeptieren einer Verdopplung.
  • Die Uhr ist anzuhalten:
    • nach dem Beenden einer Partie.
    • um nach einem ungültigen Wurf erneut zu würfeln oder um vom Tisch heruntergefallene Würfel wieder aufzuheben. Vor der Wiederholung des Wurfs ist die Uhr wieder in Gang zu setzen.
    • zur Reklamation illegaler Züge, in Streitfällen, die das laufende Match betreffen und vor Heranziehen der Turnierleitung.
    • die Uhr in einer Stellung abläuft, in der er nicht mehr verlieren kann (gin position).
    • sein Gegner ihn nicht rechtzeitig auf seinen Zeitmangel aufmerksam gemacht hat. In diesem Fall kann der Spieler, dessen Uhr abgelaufen ist, im Rahmen einer Einzelfallentscheidung ein kleines Zeitkontingent erhalten, das ihm ermöglicht, das Match fortzuführen. Es gibt jedoch keinen Anspruch darauf; die Turnierleitung ist gehalten, die Umstände des Falles umfassend zu berücksichtigen.
    • die oben aufgeführten ethischen Grundsätze oder andere Regeln der Fairness verletzt worden sind.Falls das Zeitkontingent eines Spielers vor der Beendigung seines Zuges abgelaufen ist, verliert er das Match. Dies gilt jedoch nicht, wenn

Pausen

  • Jedem Spieler steht bei Matches von fünf oder mehr Punkten Länge eine Pause von fünf Minuten zu, bei einer Matchlänge von mehr 11 und mehr Punkten Länge zwei Pausen von je fünf Minuten.
  • Zwischen zwei Matches steht jedem Spieler eine Pause von fünf Minuten zu.
  • Während einer laufenden Partie kann grundsätzlich keine Pause in Anspruch genommen werden.

Zuschauer

  • Während der Austragung eines Matches haben sich Zuschauer ruhig zu verhalten. Sie sind insbesondere nicht berechtigt, das Spielgeschehen zu kommentieren oder Hinweise zu geben, auch nicht nach Beendigung eines Zuges.
  • Jedem Spieler steht das Recht zu, Zuschauer ohne Angabe von Gründen zum Verlassen des Spieltisches aufzufordern.

Verspätungen

  • Verspätungen, sowohl zu Beginn des Turniers als auch nach Pausen zwischen den Matches, werden von der Turnierleitung mit Strafpunkten belegt. Der erste Strafpunkt wird zu Beginn des Turniers und nach der Abendessenspause zehn Minuten nach der Zeit, für die der Matchbeginn festgelegt war, vergeben. Bei allen anderen Matches wird der erste Strafpunkt fünf Minuten nach der Zeit, für die der Matchbeginn festgelegt war, vergeben. Bei Pausen, die während des Matches in Anspruch genommen werden, wird eine Minute nach Ablauf der Matchpause der erste Strafpunkt vergeben, danach wird wie oben verfahren. Danach wird alle fünf Minuten ein weiterer Strafpunkt vergeben.
  • Das Match wird als verloren gewertet, sobald mehr als 50 % der zu erreichenden Matchpunkte durch Strafpunkte verloren sind.

Benehmen

Berlin Backgammon duldet schlechtes Benehmen nicht. Spieler, die sich unsportlich, unhöflich oder unzivilisiert benehmen, ziehen je nach Schwere der Verfehlung folgende Sanktionen auf sich: Ermahnung, Streichung der am Turniertag erzielten Ranglistenpunkte, erhöhtes Startgeld beim nächsten Turnier, Turnierdisqualifikation oder Turniersperre. Gleichzeitig verlieren sie die Punkte für die Rangliste und Geldpreise, Pokale etc. Ihr Startgeld wird nicht zurück erstattet. Diese Sanktionen können auch nachträglich ausgesprochen werden, falls die Verfehlung erst nach dem Turnier bekannt wird.

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