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Berliner Meisterschaft 2014

Ausschreibung für die Turnierserie „Berliner Backgammon-Meisterschaft“ 2014

1. Hinweis: In dieser Ausschreibung wird ausschließlich die männliche Form von Substantiven, Pronomina etc. verwendet. Ausdrücklich wird darauf verwiesen, dass dies der Bequemlichkeit und der Lesbarkeit halber geschieht und dass stets und ohne Ausnahme beide Geschlechter gemeint sind – außer beim Lady’s Prize, der Teilnehmerinnen vorbehalten ist.
2. Hinweis: Es gibt auch eine Ultrakurzfassung dieser Ausschreibung.
3. Hinweis: Non-German speakers please check The Foreign Languages Section!

Anmeldung und Teilnahme

An der Berliner Meisterschaft nimmt teil, wer sich am Spieltag (alle Termine im Berliner Backgammon Kalender) bis fünf Minuten vor Turnierbeginn (i. d. R. bis 12:55 Uhr) bei der Turnierleitung angemeldet und das Startgeld entrichtet hat. Die Auslosung erfolgt gegen 12:55, Turnierstart ist 13:00 Uhr.
Nach Ermessen der Turnierleitung und wenn die Umstände es erlauben, gibt es die Möglichkeit eines verspäteten Turniereinstiegs (siehe “Verspäteter Turniereinstieg“).
Die Turnierleitung kann in Abstimmung mit dem Turnierkomitee die Anmeldung eines Spielers ohne Angabe von Gründen zurückweisen, wenn die berechtigte Befürchtung besteht, dass die Teilnahme des Spielers den Turnierfrieden stören oder den Turnierablauf beeinträchtigen könnte.

Spielklassen

Die Spieler haben die Möglichkeit, als Champion oder als Amateur teilzunehmen. Alle Teilnehmer spielen zusammen in demselben Turnier.

Startgelder und -gebühren

Champions: 40 € (33 EUR Startgeld, 3 EUR Jahrespool I, 4 EUR Anmeldung).
Amateure: 10 € (9 EUR Startgeld, 1 EUR Anmeldung).

Das Startgeld wird am Turniertag an die Spieler, die einen Geldrang erreicht haben, ausgeschüttet oder dem Jahrespool II zugeführt, der am Ende der Saison ausgeschüttet wird. Amateure erhalten keinen Anteil an den Startgeldern, sondern je nach erreichtem Geldrang eine Anerkennungsprämie.

Side Pool: Champions haben die Möglichkeit, zusätzlich einen Side Pool auszuspielen. Die Teilnahme am Side Pool kostet 27 € + 3 € Anmeldung. Den Sidepool gewinnt der Spieler, der in der Hauptrunde am weitesten kommt. Erreicht kein Side Pool-Spieler die Hauptrunde, gewinnt der Spieler den Side Pool, der in der Second Chance am weitesten kommt. Erreichen mehrere Spieler das gleiche Level, wird der Side Pool zu gleichen Teilen unter diesen Spielern aufgeteilt. Erreicht kein Side Pool-Spieler Hauptrunde oder Second Chance, erfolgt eine Rückzahlung der eingezahlten Gelder (abzüglich der Anmeldegebühr). Nehmen zehn oder mehr Spieler am Sidepool teil, erfolgt die Aufteilung im Verhältnis 70:30 auf zwei Spieler, die nach den obigen Kriterien bestimmt werden.

Modus

Vorrunde

Die Vorrunde wird mit 5 Matches mit einer Matchlänge von 5 Punkte ausgetragen. Bei weniger als 17 Teilnehmern kann die Turnierleitung die Anzahl der Matches in der Vorrunde herabsetzen. Niemand spielt mehr als einmal gegen denselben Gegner (Ausnahmen: s.u.). Die Turnierleitung strebt an, dass ein Teilnehmer im Verlauf der Vorrunde nicht viel öfter gegen Amateure spielt als andere Teilnehmer. Allerdings können die Teilnahme vieler Amateure oder die Regeln des Schweizer Systems es notwendig machen, von diesem Ziel abzuweichen.
Die erste Runde wird bei Turnierbeginn frei ausgelost und ist nicht veränderbar. Die Runden 2 und 3 werden ebenfalls zum Turnierbeginn frei ausgelost, jedoch kann die Ankunft eines Late-comers eine Neuauslosung erforderlich machen. Eine Neuauslosung darf nicht mehr erfolgen, sobald ein Teilnehmer sein zweites Match der Vorrunde begonnen hat. Die Turnierleitung kann zu Turnierbeginn entscheiden, dass vier Runden zu Turnierbeginn frei ausgelost werden.
Freilose werden unter Vorbehalt ausgelost und können entfallen, wenn sich die Teilnehmeranzahl verändert (siehe „Vorzeitiges Verlassen des Turniers“ und “Verspäteter Turniereinstieg“).
Die Matches der ersten drei Runden müssen in der ausgelosten Reihenfolge ausgetragen werden. Wer mit dem Match einer Runde fertig ist, meldet sein Ergebnis und beginnt unverzüglich die nächste Runde, sobald der für die nächste Runde ausgeloste Gegner ebenfalls sein Match der vorhergehenden Runde beendet hat.
Für die 4. und 5. Runde werden nur noch Spieler ausgelost, die regulär im Turnier verbleiben. Diese Runden werden nach Maßgabe des Schweizer Systems ausgelost, wonach punktgleiche oder der Punktzahl nach benachbarte Gegner gegeneinander spielen müssen.
Werden nur drei Runden zu Beginn des Turniers ausgelost, oder ist die Anzahl der Matches in der Vorrunde auf 4 beschränkt, so gilt die für die 5. Runde vorgesehene Regelung (auch) für Runde 4.
Die Reihenfolge der Spieler am Ende der Vorrunde richtet sich nach der:

  1. Anzahl der Siegpunkte,
  2. Buchholzwertung,
  3. Sonneborn-Berger-Wertung und
  4. Anzahl der Matches gegen Amateure (je weniger, desto besser)
  5. Losentscheid.

Nach der Vorrunde
Nach dem Abschluss der regulären Vorrundenmatches spielen die ersten acht der Vorrundentabelle in drei Runden die Hauptrunde um den Turniersieg im KO-System. Die Verlierer der Viertelfinals werden ins Viertelfinale der Second Chance relegiert.
Weitere acht Spieler spielen, ebenfalls im KO-System, in vier Runden die Second Chance aus. Die Sieger der Achtelfinals treten gegen die Verlierer der Viertelfinals der Hauptrunde an.
Bei Punktgleichheit gehen der Hauptrunde und der Second Chance Qualifikationsrunden voraus.
Startberechtigt für die Hauptrunde, die Second Chance und vorangestellte Qualifikationsrunden sind alle Spieler, die die Vorrunde regelgerecht beendet haben, d.h. in allen Runden der Vorrunde ausgelost wurden und gespielt bzw. ein Freilos gehabt haben, oder das Turnier als Late-comer mitgespielt haben. Kampflose Siege und Freilose werden für die Turnierwertung als erzielter Gewinnpunkt gewertet (aber nicht bei Late-comers, s. „Verspäteter Turniereinstieg“).

Qualifikation für die Hauptrunde

Für die Hauptrunde, in der der Turniersieger ermittelt wird, sind alle Spieler direkt qualifiziert, die startberechtigt sind und am Ende der Vorrunde mehr Punkte erreicht haben als der Neuntplatzierte der Vorrunde. Wer so viele Punkte hat wie der 8. der Vorrundentabelle, erhält die Chance, sich indirekt für die Hauptrunde zu qualifizieren. Diese Teilnehmer werden durch eine geeignete Anzahl von Qualifikationsrunden im K.O.-System ermittelt. Es werden je nach zeitlichen Gegebenheiten Onepointer oder Twopointer ohne Cube gespielt.
An den Qualifikationsrunden nehmen je nach Zahl der punktgleichen Spieler und der notwendigen Runden unterschiedlich viele Spieler teil (mindestens zwei Spieler bzw. eine Runde mit mindestens einer Paarung und Freilos(en)). Dabei gilt die Regel, dass so wenige Runden wie möglich gespielt werden.

Beispiel 1:

Rang Spieler Punkte Stechen
 7 A 3
 8 B 2 x
 9 C 2 x
10 D 1

Hat der Siebtplatzierte mehr Punkte als der Achtplatzierte und sind der Acht- und der Neuntplatzierte der Vorrunde punktgleich, während der Zehtnplatzierte weniger Punkte hat als der Neuntplatzierte, so steht Platz 8 für zwei Spieler zur Verfügung. Es muss nur ein Qualifikationsmatch zwischen dem Acht- und dem Neuntplatzierten gespielt werden.

Freilose in der Qualifikation nach folgenden Kriterien, die in dieser Reihenfolge zur Anwendung kommen, vergeben:

  1. tatsächlich gewonnene Vorrundenmatches (wer in der Vorrunde kein Freilos hatte, wird gegenüber Spielern bevorzugt, die eines hatten),
  2. Buchholzwertung,
  3. Bilanz der in der Vorrunde bereits ausgetragenen Matches aller für die Qualifikation punktgleichen Spieler untereinander,
  4. Sonneborn-Berger-Wertung,
  5. Anzahl der Matches gegen Amateure (weniger ist besser) und
  6. Losentscheid.

Die Kriterien werden in der angegebenen Reihenfolge abgearbeitet. Sobald das erste Kriterium gefunden ist, das eine hinreichende Differenzierung zwischen den punktgleichen Spielern herstellt, wird es angewandt; auf die Anwendung weiterer Kriterien wird dann verzichtet.

Beispiel 2:

Rang Spieler Punkte K1 K2 K3 K4 K5 Stechen
7 A 2 2 10 1 5 1
8 B 2 2 9 0 3 1 x
9 C 2 2 9 0 3 1 x

Sind der Siebt-, Acht- und Neuntplatzierte der Vorrunde punktgleich, und zwar auch nach Abzug der Siege durch Freilos (Kriterium 1, K1), so müssen alle dreiin die Qualifikationsrunde. Hat einer der Spieler mehr Buchholzpunkte (Kriterium 2) als die anderen beiden, hat er in der Qualifikationsrunde ein Freilos und rückt somit kampflos in die Hauptrunde (auf Platz 7), während die beiden anderen beiden ein Qualifikationsmatch um den 8. Platz spielen. Im Beispiel müssen die Spieler A, B und C in die Qualifikationsrunde, Spieler A hat dort aber ein Freilos und ist für die Hauptrunde qualifiziert, und die Spieler B und C spielen das einzige Match der Qualifikationsrunde. Der Sieger nimmt an der Hauptrunde teil, der Verlierer geht direkt in die Second Chance (oder muss sich dafür qualifizieren).

Beispiel 3:

Rang Spieler Punkte K1 K2 K3 K4 K5 Stechen
 5 A 3 3 7 0 1 5
 6 B 2 2 9 1 5 1 x
 7 C 2 2 10 2 1 4
 8 D 2 2 9 0 5 1 x
 9 E 2 2 10 0 3 1 x
10 F 2 1 7 0 3 1 x

Hat der Fünftplatzierte mehr Punkte als der Sechstplatzierte und haben insgesamt fünf Spieler so viele Punkt wie der Sechtsplatzierte, stehen drei Plätze in der Hauptrunde zur Verfügung. Ein Spieler erhält ein Freilos und rückt ohne Match auf den 6. Platz (im Beispiel ist das Spieler C, denn er hat so viele Buchholzpunkte (Kriterium 2) wie Spieler E, jedoch mehr Siege gegen direkte Konkurrenten (Kriterium 3) als dieser. Die Spieler B, D, E und F müssen eine Qualifikationsrunde um die restlichen beiden offenen Plätze spielen.

Qualifikation für die Second Chance

Die acht Spieler, die die Second Chance ausspielen, können sich entweder direkt oder indirekt für die Second Chance qualifizieren (siehe „Qualifikation für die Second Chance“).
Für die Second Chance sind alle Spieler direkt qualifiziert, die startberechtigt sind und weitere Kriterien erfüllen:

  1. a) Sie haben entweder so viele Punkte wie der Achte der Tabelle, haben sich jedoch nicht für die Hauptrunde qualifizieren können, oder
    b) sie haben weniger Punkte als der 8. der Tabelle und mindestens einen Punkt, und
  2. sie haben mehr Punkte als der 16. der Tabelle.

Für die direkte Qualifikation müssen beide Kriterien erfüllt sein. Sind nach diesen Kriterien mehr als acht Teilnehmer direkt für die Second Chance qualifiziert, so gilt, dass niemand direkt für die Second Chance qualifiziert ist und alle Spieler, die nicht die Hauptrunde erreicht haben und mindestens einen Punkt haben, in die Qualifikation für die Second Chance müssen.

Alle Spieler, die nicht direkt für die Second Chance qualifiziert sind und die am Ende der Vorrunde mindestens einen Punkt haben, erhalten die Chance, sich indirekt für die Second Chance zu qualifizieren und werden ebenfalls durch eine geeignete Zahl von Qualifikationsrunden ermittelt.

Zu diesem Zweck wird wie bei den Qualifikationsrunden für die Hauptrunde verfahren.

Freilose in der Qualifikation werden in dieser Reihenfolge nach folgenden Kriterien vergeben:

  1. Abschneiden in der Qualifikation für die Hauptrunde,
  2. tatsächlich gewonnene Vorrundenmatches (wer in der Vorrunde kein Freilos hatte, wird gegenüber Spielern bevorzugt, die eines hatten),
  3. Buchholzwertung,
  4. Bilanz der in der Vorrunde bereits ausgetragenen Matches aller nach c) punktgleichen Spieler untereinander,
  5. Sonneborn-Berger-Wertung
  6. Anzahl der Matches gegen Amateure (weniger ist besser) und
  7. Losentscheid.

Die Kriterien werden in der angegebenen Reihenfolge abgearbeitet. Sobald das erste Kriterium gefunden ist, das eine hinreichende Differenzierung zwischen den punktgleichen Spielern herstellt, wird es angewandt; auf die Anwendung weiterer Kriterien wird dann verzichtet.

Spielpause

Nachdem die Vorrunde gespielt ist, findet eine Pause statt, die für die Qualifikations-Stechrunden und zum Essen genutzt werden kann. In der Regel wird das Turnier ca. 60 Minuten nach dem Ende der Vorrunde fortgesetzt, wobei die Turnierleitung versuchen wird, jedem Spieler mindestens 20 Minuten spielfreie Zeit zu ermöglichen. Jedoch kann die Turnierleitung am Turniertag eine hiervon abweichende Entscheidung treffen, wenn die Umstände dies erfordern. Spieler, die das Spiellokal während des Turniers – dazu gehört auch die Spielpause – verlassen wollen, müssen sich bei der Turnierleitung abmelden. Bei der Abmeldung wird die Turnierleitung eine Rückkehrzeit festlegen. Die Rückkehrzeit ist unbedingt einzuhalten, da sonst Strafpunkte drohen (s. „Verspätungen“).

Hauptrunde

Die Viertelfinalpaarungen werden aufgrund der Platzierung der Vorrunde ermittelt (1-8, 4-5, 3-6, 2-7). Die Viertelfinals und die Halbfinals werden auf 7 Punkte ausgetragen, das Finale auf 9 Punkte. Die Verlierer der Viertelfinals setzen das Turnier im Viertelfinale der Second Chance fort. Die Verlierer der Halbfinals spielen den 3. Platz in einem 5-Punkte-Match aus.

Second Chance

Die Achtelfinalpaarungen werden aufgrund der Platzierung der Vorrunde ermittelt (9-16, 12-13, 11-14, 10-15). Die Hauptrunde der Second Chance mit 8 Teilnehmern wird über 4 Runden (Achtelfinale, Viertelfinale und Halbfinale auf 5, Finale auf 7 Punkte) gespielt. Nach dem Achtelfinale wird das Feld mit den Verlierern der Viertelfinals der Hauptrunde aufgestockt.

Zeitplan

Hinweis: Der Turnierbeginn ist fix. Der Rest des Zeitplans dient der Orientierung. Obwohl die Turnierleitung danach streben wird, ihn einzuhalten, kann er am Turniertag abweichen.

Turnierbeginn: 13.00 Uhr
Ende der Vorrunde und der Qualifikationsstechen: gegen 18:30 Uhr.
Essenspause: bis ca. 19:30 Uhr
Beginn der Viertelfinals in Hauptrunde und Second Chance: ca. 19:30 Uhr. Ende zwischen 23:00 und 24:00 Uhr.
Siegprämien werden erst bei der Siegerehrung ausgezahlt, die am Ende des Turniers stattfindet. Von dieser Regelung kann es keine Ausnahme geben.

Uhr

Alle Matches werden mit Uhr ausgetragen. Über Ausnahmen entscheidet die Turnierleitung. Die Zugzeit beträgt 12 Sekunden plus doppelte Matchlänge in Minuten Reservezeit.
Bei Qualifikationsmatches in den Stechrunden beträgt die Zugzeit 12 Sekunden plus eine Minuten Reservezeit pro Matchpunkt. Jedoch werden Qualifikationsmatches in den Stechrunden in der Regel ohne Uhr ausgetragen, allerdings kann die Turnierleitung am Turniertag oder bei einzelnen Matches anders entscheiden.
Teilnehmer, die zum ersten Mal mit Uhr spielen, erhalten in der Vorrunde pro Matchpunkt 30 Sekunden mehr Reservezeit.
Für Matches, die im Zeitplan zurückhängen und den pünktlichen Fortgang des Turniers gefährden, kann die Turnierleitung entscheiden, dass für den Rest des Matches die Zugzeit auf bis zu 8 Sekunden und eine halbe Minute Reservezeit pro Punkt herabgesetzt wird. Die Herabsetzung der Zugzeit kann auch während eines Spiels erfolgen.

Ausschüttung der Startgelder

Affirmative action: Die Frau, die im Turnier am weitesten kommt, erhält unabhängig davon, ob sie als Champion oder als Amateurin angetreten ist, den Lady’s Prize.

Nachwuchsförderung: Von den Teilnehmern, die weder nationale noch internationale Turniererfahrung haben und entweder 1) als Champion zum ersten Mal in Berlin an einem Turnier teilnehmen oder 2) als Amateur mit weniger als 250 Experience Points (das sind die insgesamt gespielten Matchpunkte) bei Turnierbeginn teilnehmen, erhält derjenige, der im Turnier am weitesten kommt, den Rookie’s Prize.

Lady’s Prize und Rookie’s Prize können kumuliert werden. Sie werden dem Jahrespool I entnommen.

Die Dotierung der Geldränge richtet sich nach dem insgesamt eingezahlten Startgeld, abzüglich Jahrespoolbeitrags, der dem Jahrespool II zugeführt wird. Sie werden wie folgt berechnet:

1) Bis 9 Championäquivalente:
Turniersieger 50,0%
Finalist 25,0%
Sieger Second Chance 25,0%
2) Von 10 bis 23 Championäquivalente:
Turniersieger 40,0%
Finalist 25,0%
3. Platz 10,0%
Sieger Second Chance 25,0%
3) Über 23 Championäquivalente:
Turniersieger 36,0%
Finalist 19,0%
3. Platz 13,0%
4. Platz 6,5%
Sieger Second Chance 19,0%
Finalist Second Chance 6,5%

Lady’s und Rookie’s Prize betragen unabhängig von der Teilnehmerzahl jeweils 10,- EUR.

Amateure erhalten keine Geldpreise, sondern kleine Anerkennungsprämien, deren Höhe unabhängig von der Zahl der Teilnehmer ist. Sie erhalten:

Turniersieger 40 EUR
Finalist 30 EUR
3. Platz 20 EUR
4. Platz 15 EUR
Sieger Second Chance 30 EUR
Finalist Second Chance 15 EUR

Die Anerkennungsprämie wird nur dann ausgezahlt, wenn der entsprechende Rang bei den Champions mit einem Geldpreis dotiert ist.

Beispiel 4: Ein Amateur, der Finalist der Second Chance ist, erhält nur dann die Anerkennungsprämie von 15 EUR, wenn ein Champion, der denselben Platz erreicht hätte, einen Geldpreis erhalten hätte. Dies wäre bei einer Teilnehmerzahl von mehr als 23 Championäquivalente der Fall gewesen.

Von allen Geldpreisen – nicht jedoch von den Anerkennungsprämien – wird ein Jahrespoolbeitrag erhoben, der bei Geldpreisen

  • bis unter 125 EUR 2,5 %,
  • zwischen 125 bis unter 250 EUR 5,0 %,
  • ab 250 EUR 10,0%

beträgt. Die so berechneten Geldpreise werden auf den nächsten ganzen Eurobetrag abgerundet und ausgezahlt. Mit dem nicht ausgezahlten Differenzbetrag wird der Jahrespool II dotiert (s.u.).

Beispiel 5: Bei 27 teilnehmenden Championäquivalenten beträgt der berechnete Geldpreis eines Championteilnehmers, der Finalist der Second Chance geworden ist, 6,5 % der Preisgeldsumme oder 57,92 EUR. Nach Abzug des Jahrespoolbeitrags von 2,5 % verbleiben EUR 56,47. Die Auszahlung beträgt nach Abrundung EUR 56,00. Die Differenz von EUR 1,92 wird dem Jahrespool II zugeführt. Bei gleicher Teilnehmerzahl werden für den Turniersieger EUR 320,76 berechnet; davon werden nach Anwendung des Jahrespoolbeitrags und der Abrundung EUR 288,- ausgezahlt, und der Jahrespool II wächst um 32,76 EUR.

Überschüsse bei der Auszahlung

Erreicht ein Amateur einen Preisgeldrang, wird die Differenz zwischen seiner Anerkennungsprämie und dem Geldpreis, den ein Champion auf dem selben Preisgeldrang erhalten hätte, dem Jahrespool II zugeführt.

Jahrespool

Es werden zwei Jahrepools gebildet. In den Jahrespool I zahlt jeder Champion bei der Anmeldung EUR 3,00 ein (Fixbeitrag). Der Jahrespool II wird aus dem Teil des Preisgeldes, der nicht ausgezahlt wird, wenn ein Amateur einen Geldrang erreicht, und aus dem Jahrespoolbeitrag, der, wie im Abschnitt „Ausschüttung der Startgelder“ erläutert, von den Geldpreisen abgezogen wird, dotiert (variabler Betrag).
Am Saisonende werden 30 % des Jahrespools I an die ersten drei der Rangliste als Prämie ausgeschüttet. Sie wird im Verhältnis 1/2, 1/3, 1/6 auf die Plätze aufgeteilt. Der Rest der Jahrespools I, vermindert um die Ausgaben für die Pokale und die Prizes, und der Jahrespool II werden beim Jahresendturnier als zusätzliches Preisgeld („Added“) ausgeschüttet.

Saisonrangliste

  • Jeder Turnierteilnehmer erhält 4 Teilnahmepunkte (6 Punkte beim Jahresendturnier).
  • Für jedes gewonnene Match erhält ein Teilnehmer Ranglistenpunkte entsprechend der Matchlänge.
  • Nach dem Ende der Vorrunde erhalten die Teilnehmer Zusatzpunkte für folgende Leistungen:
    • Für das direkte Erreichen der Viertelfinals der Hauptrunde ohne Niederlage fünf,
    • für das direkte Erreichen der Viertelfinals der Hauptrunde vier,
    • für das indirekte Erreichen der Viertelfinals der Hauptrunde drei,
    • für das direkte Erreichen der Achtelfinals der Second Chance zwei und
    • für das indirekte Erreichen der Achtelfinals der Second Chance einen.
  • Für ein kampflos oder durch Freilos gewonnenes Match und für Siege in den Stechen um den Einzug in die Hauptrunde oder die Second Chance gibt es weder Punkte für die Rangliste noch in der ELO-Rangliste („ewige Berliner Liste“).
  • Für die Ermittlung der Platzierung in der Rangliste werden folgende Kriterien in dieser Reihenfolge ausgewertet:
    • höhere Anzahl der erzielten Punkte in den Ranglistenturnieren,
    • höhere Anzahl der erzielten Turniersiege,
    • höhere Anzahl der tatsächlich gewonnenen Matches,
    • Bilanz der Matches aller punktgleichen Spieler untereinander, gewichtet mit den Matchlängen,
    • kumulierte Buchholzwertung,
    • kumulierte Sonneborn-Berger-Wertung und
    • Losentscheid.

Hinweis: Diese Rechnung wird nur für relevante Platzierungen (z. B. für die Plätze 1 bis 3) zu relevanten Zeitpunkten durchgeführt, in allen anderen Fällen wird der Platz geteilt. Die Turnierleitung bittet zudem alle Spieler, ihr diese Rechnung zu ersparen und für eine ausreichende Differenzierung in der Rangliste zu sorgen.

Die Kriterien werden in der angegebenen Reihenfolge abgearbeitet. Sobald das erste Kriterium gefunden ist, das eine hinreichende Differenzierung zwischen den punktgleichen Spielern herstellt, wird es angewandt; auf die Anwendung weiterer Kriterien wird dann verzichtet.

Wer nach dem Jahresendturnier auf dem ersten Platz der Rangliste steht, ist Berliner Backgammon-Meister, der Nächstplazierte ist Berliner Backgammon-Vizemeister. Kommen die oben genannten Kriterien zum Einsatz, können Berliner Backgammon-Meister und Berliner Backgammon-Vizemeister nicht durch Los bestimmt werden.

Der jeweilige Stand der Jahrespools wird fortlaufend aktualisiert und auf der Website von Berlin Backgammon (https://berlin-backgammon.org/) veröffentlicht.

Für Amateure wird eine gesonderte Rangliste geführt.

Deutsche Backgammon-Rangliste

Die Turniere der Berliner Meisterschaft erfüllen alle Kriterien zur Wertung in der Deutschen Backgammon-Rangliste. Sowohl Champions als auch Amateure werden an die Deutsche Backagmmon-Rangliste gemeldet. Wer nicht gemeldet werden möchte, teilt diesen Wunsch der Turnierleitung bei der Anmeldung zum Turnier mit.

Besonderheiten beim Jahresendturnier

Hinweis: Hier werden nur die von den Monatsturnieren abweichenden Regelungen erwähnt.

Das Jahresendturnier wird an zwei Tagen, Samstag und Sonntag, ausgetragen.

Startgelder

Champions: 90 EUR. Im Startgeld sind 10 € Anmeldegbeühr enthalten.
Amateure: 20 EUR. Im Startgeld sind 2 € Anmeldegbeühr enthalten.
Optionaler Side Pool (nur für Champions): 50 EUR (davon 5 EUR Anmeldung).

Vorrunde

Die Matches werden auf 7 Punkte gespielt.

Hauptrunde

Die Matches werden in den Viertelfinals auf 9 Punkte, in den Halbfinals auf 11 Punkte und im Finale auf 15 Punkte gespielt. Das Match um den dritten Platz wird auf 7 Punkte gespielt.

Second Chance

Die Matchlänge beträgt im Achtel- und im Viertelfinale 7, im Halbfinale 9 und im Finale 13 Punkte.

Ausschüttung der Startgelder

Der nach der Auszahlung von Lady’s und Rookie’s Prizes im Jahresverlauf sowie dem Kauf der Pokale und der Prämiierung der drei Bestplatzierten der Jahresrangliste verbleibende Rest des Jahrespools I sowie der komplette Jahrespool II werden als zusätzliches Preisgeld („Added“) an die Addedqualifizierten ausgeschüttet.
Die Startgelder werden vermindert um die Anmeldegbeühr an alle Teilnehmer ausgezahlt. Ein Abzug von den Preisgeldern wie bei den Monatsturnieren erfolgt nicht. Amateure, die einen Geldrang erreichen, erhalten eine Anerkennungsprämie, die doppelt so hoch ist wie bei den normalen Monatsturnieren. Die Jahrespools werden nur an die Addedqualifizierten ausgeschüttet. Erreicht ein Amateur einen Preisgeldrang, wird die Differenz zwischen seiner Anerkennungsprämie und dem Geldpreis, den ein Champions auf dem selben Preisgeldrang erhalten hätte, dem Jahrespool II des nächsten Jahresendturniers zugeführt.

Jahrespool / Added

Das zusätzliche Preisgeld („Added“) beim Jahresendturnier, das aus den Jahrespools dotiert wird, funktioniert ähnlich wie ein Sidepool, der jedoch anteilig an diejenigen Addedqualifizierten ausgeschüttet wird, die einen Geldrang erreichen. Die Anteile richten sich nach der Gewinnverteilung (→ Ausschüttung der Startgelder) und werden auf die Addedqualifizierten umgerechnet.
Addedqualifiziert ist, wer

  • einen der ersten zwölf Plätze der Jahresrangliste (Stand vor dem Jahresendturnier) erreicht hat, oder
  • an allen Monatsturnieren teilgenommen hat, oder
  • nicht an allen Monatsturnieren teilgenommen hat, aber seinen Anteil an den Jahrespools bei der Anmeldung zum Jahresendturnier nachzahlt. Durch die Nachzahlung wird der Spieler so gestellt, als hätte er bei allen Turnieren in die Jahrespools eingezahlt.

Amateure sind nicht addedqualifiziert.

Der Monatswert des Jahrespools I ist fix. Die Turnierleitung berechnet rechtzeitig vor dem Jahresendturnier den Monatswert des Jahrespools II und gibt ihn auf der website bekannt. Bei der Berechnung des Monatswerts des Jahrespools II bleiben die unterjährigen Ausschüttungen aus dem Jahrespool (Preisgeld für die Bestplatzierten, Rookie’s Prize, Lady’s Prize) unberücksichtigt.

Gibt es nach dem Oktoberturnier eine Rangliste, in der keine eindeutige Reihenfolge der zwölf Addedqualifizierten nach Punkten gebildet werden kann, sollen alle Spieler, die mit dem Zwölftplatzierten punktgleich sind, eine Chance haben, sich für das Added zu qualifizieren. Zu diesem Zweck wird ein Stechen wie bei den Qualifikationsrunden für die Hauptrunde durchgeführt. Freilose in der Qualifikation werden nach den Kriterien vergeben, die auch bei Punktgleichheit über die Platzierung in der Rangliste entscheiden.

Hinweis: Die Turnierleitung bittet auch an dieser Stelle alle Spieler, ihr diese Rechnung zu ersparen und bis zum Novemberturnier für eine ausreichende Differenzierung in der Rangliste zu sorgen.

Die Kriterien werden in der angegebenen Reihenfolge abgearbeitet. Sobald das erste Kriterium gefunden ist, das eine hinreichende Differenzierung zwischen den punktgleichen Spielern herstellt, wird es angewandt; auf die Anwendung weiterer Kriterien wird dann verzichtet.

Spieler, die nicht an allen Turnieren teilgenommen haben und nicht zu den ersten zwölf der Rangliste gehören, können ganz normal am Jahresendturnier teilnehmen, ohne an der Ausschüttung des Jahrespools zu partizipieren, oder sie können, um an der Ausschüttung der Jahrespools teilzunehmen, bei der Anmeldung zum Turnier Nachzahlungen in die Jahrespools leisten.

Hinweis: Die Berechnung des Jahrespools folgt dem Grundsatz, dass durch die Nachzahlung der Spieler so gestellt wird, als habe er bei allen Turnieren in den Jahrespool eingezahlt.

Die Nachzahlung in den Jahrespool I entspricht dem Fixbeitrag von 3 EUR, den die Teilnehmer bei jedem Monatsturnier entrichten, multipliziert mit der Anzahl der Monatsturniere, an denen der Spieler nicht teilgenommen hat.

Beispiel 6: Ein Spieler, der nicht addedqualifiziert ist, hat an 7 Monatsturnieren teilgenommen. Beim Jahresendturnier muss er 6 EUR in den Jahrespool I nachzahlen, sofern er an der Ausschüttung der Jahrespools teilhaben will.

Zusätzlich muss jeder Spieler, der nicht an allen Turnieren teilgenommen hat und nicht zu den ersten zwölf der Rangliste gehört, für jedes Monatsturnier, an dem er nicht teilgenommen hat, einen variablen Beitrag nachzahlen, dessen Höhe sich erst im Verlauf der Saison durch die Thesaurierung nicht ausgeschütteter Anteile an den Geldpreisen ergibt.

Die Berechnung des Jahrespools erfolgt durch einfache Addition aller nicht ausgeschütteten Teile der Geldpreise, dividiert durch die kumulierte Teilnehmerzahl in der Championsklasse bis Oktober.

Beispiel 7: Es haben bis Oktober kumuliert 270 Champions teilgenommen und dabei 590 EUR in den Jahrespool II eingezahlt. Zudem seien bei 2 Turnieren Amateure ins Geld gekommen. Die Differenz wischen dem Geldrang, den sie erreicht haben, und ihrer Anerkennungsprämie betrage insgesamt 85,- EUR. Dann sind im Jahrespool II insgesamt 675,- EUR angesammelt (die Ausschüttung von Lady’s und Rookie’s Prize bleiben bei dieser Berechnung unberücksichtigt). Der Monatswert des Jahrespools II beträgt also 675/270 = 2,50 EUR.

Beispiel 8: Ein Spieler, der nicht addedqualifiziert ist, hat an 7 Monatsturnieren teilgenommen. Beim Jahresendturnier muss er gemäß den Beispielen 7 und 8 insgesamt 11,00 EUR (6 EUR in den Jahrespool I und 5 EUR in den Jahrespool II) nachzahlen, sofern er an der Ausschüttung der Jahrespools teilhaben will.

Weicht dieser Betrag zu stark von der Equity (der Gewinnerwartung) der Nachzahler ab, so kann die Turnierleitung vor dem Jahresendturnier den Monatswert korrigieren und der durchschnittlichen Equity der Nachzahler annähern.

Ein Spieler, der weder direkt addedqualifiziert ist noch den festgelegten Betrag nachzahlt, ist nicht addedqualifiziert. Er nimmt am Jahresendturnier, jedoch nicht an der Ausschüttung der Jahrespools teil.

Die Verteilung des Addeds erfolgt anteilig auf die Geldränge. Der Teil des Addeds, der auf den Geldrang entfällt, den ein Nichtaddedqualifizierter erreicht, wird anteilig auf alle Addedqualifizierten, die Geldränge erreichen, verteilt.

Beispiel 9: Sind von denjenigen Spielern, die in die Geldränge gelangen, nur der Finalsieger und der Viertplatzierte addedqualifiziert, so erhalten bei mehr als 23 teilnehmenden Championäquivalenten der Finalsieger 36/(36+6,5) = 84,7% und der Viertplatzierte 6,5/(36+6,5) = 15,3% des Addeds.

Beispiel 10: Ist von denjenigen Spielern, die in die Geldränge gelangen, nur der Sieger der Second Chance addedqualifiziert, so erhält er 100% des Addeds.

Rangliste

Abweichend von den normalen Monatsturnieren erhält jeder Turnierteilnehmer 6 Teilnahmepunkte. Die Zusatzpunkte, die für das Erreichen des Viertelfinals oder des Achtelfinales vergeben werden, werden gegenüber einem normalen Monatsturnier um jeweils eins erhöht.

Beispiel 11: Für das direkte Erreichen der Viertelfinals der Hauptrunde ohne Niederlage werden sechs Zusatzpunkte vergeben.

Calcutta-Auktion

Vor Beginn des Jahresendturniers oder zu einem geeigneten Zeitpunkt während des Jahresendturniers kann die Turnierleitung eine Calcutta-Auktion anbieten. Gewonnen hat, wer auf den späteren Sieger setzt. Ausgezahlt werden alle Einzahlungen minus 5%. Bei mehr als 1000 EUR Auszahlung wird die Summe aufgeteilt: 2/3 für den 1., 1/3 für den 2.

Berliner Meisterschaft im Beratungsdoppel

Auch Berliner Meisterschaft im Consulting Double genannt. Sie findet am Sonntag des Jahresendturniers parallel zu und nach den letzten Matches des Jahresendturniers statt. Es ist ein kleines Turnier im einfachen K.O.-Modus, in dem das Berliner Meisterteam im Beratungsdoppel gekürt wird. Die Teilnahme kostet 50 EUR plus 5 EUR Anmeldegebühr pro Team. Gespielt wird auf 7 Punkte, im Finale ebenfalls auf 7, immer mit Uhr (3 Min./Punkt + 15 Sek./Zug). Prämiert werden der 1. und der 2. Platz (2/3, 1/3).

Zeitplan

Hinweis: Nur der Turnierbeginn am Samstag und die Turnierfortsetzung am Sonntag sind fix. Der Zeitplan dient der Orientierung. Obwohl die Turnierleitung danach streben wird, ihn einzuhalten, kann er am Turniertag abweichen.

Turnierbeginn: Samstag 13.00 Uhr
Ende der Vorrunde und der Qualifikationsstechen: Samstag gegen 21:00 Uhr.
Essenspause: nach dem 4. Match der Vorrunde.
Calcutta-Auktion, sofern angeboten: 21:00 Uhr.
Beginn der Viertelfinals in Hauptrunde und der Achtelfinals der Second Chance: 21:30 Uhr.
Fortsetzung Sonntag 13:00 Uhr mit den Halbfinals der Hauptrunde und den Viertelfinals der Second Chance. Gegen 14:00 Uhr Beginn der Meisterschaft im Beratungsdoppel.
Siegprämien werden erst bei der Siegerehrung ausgezahlt, die am Ende des Turniers stattfindet. Von dieser Regelung kann es keine Ausnahme geben.

Zusätzliche Jackpots und Turniere

Die Turnierleitung behält sich vor, zusätzliche Turniere (Satelliten, Jackpots, Consulting Doubles o.ä.) anzubieten.

Satellitenturniere

Die Turnierleitung kann für die Monatsturniere der Berliner Meisterschaft Satellitenturniere anbieten. Ort und Termin werden auf der Website von Berlin Backgammon angezeigt. Satellitenturniere werden nur bei ausreichender Teilnehmerzahl durchgeführt. Es wird immer ein ganzer Startplatz oder ein Teil eines Startplatzes im nächstfolgenden Monatsturnier ausgespielt.

Matchmitschriften

Das Finale der Hauptrunde wird regelmäßig mitgeschrieben, sofern Kapazitäten vorhanden sind, und muss darum immer ausgespielt werden. Matchmitschriften werden veröffentlicht.
Spieler, die ihre Matches mitschreiben oder mitfilmen wollen, benötigen das Einverständnis der Turnierleitung.

Vorzeitiges Verlassen des Turniers

Mit der Einzahlung des Startgeldes verpflichten sich die Turnierteilnehmer, zumindest alle Matches der Vorrunde zu absolvieren. Verlässt ein Spieler während des Turniers, insbesondere während der Vorrunde oder während der Abendessenspause, ohne Abmeldung das Turnier, oder meldet er sich nicht zu der von der Turnierleitung festgesetzten Zeit zurück, dann verliert er seine weiteren Matches kampflos, und es werden ihm alle bei diesem Turnier erzielten Ranglistenpunkte gestrichen. Zudem entfällt die Startberechtigung für die Hauptrunde und Second Chance inkl. aller Qualifikationsrunden. Schließlich kann von ihm beim nächsten Start das doppelte Startgeld erhoben werden.

Sollte es zu diesem Fall kommen, bleiben alle bereits ausgelosten Paarungen bestehen. Allerdings entfallen ggf. bestehende Freilose der anstehenden Runde und verbleibenden Runden und werden mit Spielern gepaart, deren Gegner gegangen ist. Es gilt der Grundsatz, dass in diesem Fall ein doppelt ausgetragenes Vorrundenmatch theoretisch möglich und gegenüber einer Runde mit Freilos/en Priorität hat.

Nach der Vorrunde kann man sich vom Turnier abmelden, die erzielten Ranglistenpunkte bleiben bestehen.

Verspäteter Turniereinstieg (Late-comer)

Erscheint ein Teilnehmer nach Turnierbeginn, kann ihm die Turnierleitung den nachträglichen Turniereinstieg erlauben, so lange noch kein Match Teilnehmer das zweiten Match der Vorrunde begonnen hat. Der verspätete Spieler spielt, ggf. mit verkürzter Matchlänge, gegen einen Spieler, der wegen der zuvor ungeraden Teilnehmerzahl ein Freilos hatte. Kann das Spiel der ersten Runde nicht mehr gespielt werden, oder ist die Teilnehmerzahl nach Aufnahme des Latecomers ungerade, so erhält der Late-comer in der ersten Runde ein Freilos, der dadurch gewonnene Turnierpunkt wird ihm aber nach Ende der Vorrunde (anders als bei regulären Freilosen) und vor der Entscheidung über die Teilnahme an der Hauptrunde wieder abgezogen. Die Buchholzwertung seiner Gegner wird vor Abzug des Siegpunkts aus dem Freilos ermittelt.

Manipulationen, Settlements, Matchlängen, Wertung

Manipulationen:

Absprachen zwischen Spielern, die dazu geeignet sind, den Spielausgang zu verändern und damit die Ranglistenwertung oder die Auszahlungssumme zum Nachteil Dritter, auch des Jahrespools, zu manipulieren, sind unzulässig.

Die Turnierleitung ist verpflichtet, Manipulationen zu sanktionieren, z. B. durch Streichung der am Turniertag erzielten Ranglistenpunkte, erhöhtes Startgeld beim nächsten Turnier, Turnierdisqualifikation oder Turniersperre nach sich. Das Startgeld wird nicht zurückerstattet.

Settlements:

Ebenso verpflichtet sich die Turnierleitung, Spieler in Fragen von fairen Settlements zu unterstützen und zu beraten, sodass keine Benachteiligung Dritter zustande kommt.

Settlements erfordern ohne Ausnahme eine Rücksprache mit und die Zustimmung der Turnierleitung. Unangemeldete Settlements ziehen Sanktionen bis hin zur Streichung der am Turniertag erzielten Ranglistenpunkte, erhöhtes Startgeld beim nächsten Turnier, Turnierdisqualifikation oder Turniersperre nach sich. Das Startgeld wird nicht zurückerstattet.

Verkürzung von Matches

Gespielt wird grundsätzlich in allen Matches auf die Länge, die in der Ausschreibung vorgesehen ist.

Findet ein Settlement bzw. eine Teilung der Preisgeldsumme in einem Finalspiel statt, kann auf Antrag der Spieler die Matchlänge verkürzt werden.
Die Ranglistenwertung erfolgt dann entsprechend der (verkürzten) Matchlänge.

Sollte die Turnierleitung in besonderen Fällen entscheiden, dass die Matchlänge eines Matches verkürzt werden muss, kann die Ranglistenwertung nach ausgeschriebener (unverkürzter) Matchlänge erfolgen.

Turnierregularium (Kurzversion)

4. Hinweis: Es gibt auch eine Langfassung der Turnierregeln.

Für die Austragung der Matches gelten die international üblichen und bekannten Regeln. Diese können jedoch nicht alle Situationen klären, die während eines Turniers auftreten können. Die hier aufgeführten Regeln nehmen der Turnierleitung nicht die Freiheit des Urteils und hindern sie nicht, eine Lösung für einen Disput zu finden, die zuallererst dem Sportsgeist und der Fairness verpflichtet ist und den Besonderheiten des jeweiligen Falles Rechnung trägt.

Generell gilt in allen Siuationen und Streitfällen: Fair Play takes precedence – Fair play geht vor.

Im Konfliktfall

  • sind Steine und Würfel und alles, was zum Spiel gehört, unberührt zu lassen.
  • Die Turnierleitung ist zur Entscheidungsfindung heranzuziehen.
  • Der Turnierleitung steht es frei, sachverständige Personen beratend oder mitentscheidend zu einer Entscheidungsfindung hinzuzuziehen.
  • Zu diesem Zweck wird ein Turnierkomitee aus erfahrenen Turnierspielern gegründet, das die Turnierleitung in ihrer Entscheidungsfindung unterstützen oder dann zum Einsatz kommen kann, wenn Mitglieder der Turnierleitung in einen Konflikt involviert sind.
  • Turnierleitung und Turnierkomitee werden eine faire und angemessene Lösung finden.
  • Grundlage der Entscheidungsfindung sind die Turnierregeln und die internationalen Regeln für Backgammon und Backgammonturniere. Die Entscheidung der Turnierleitung ist in einem Streitfall endgültig.

Würfeln

  • Soweit vorhanden müssen Präzisionswürfel verwendet werden.
  • Es muss mit Würfelbechern gewürfelt werden.
  • Die Spieler dürfen die Würfel vor Beginn jedes einzelnen Spiels austauschen.
  • Sobald ein Spiel in Gang ist, dürfen die Würfel nicht mehr ausgewechselt werden.
  • Es muss grundsätzlich auf der rechten Seite des Boards gewürfelt werden.
  • Vor dem Würfeln muss der Würfelbecher mit den Würfeln sichtbar und hörbar geschüttelt werden. Beim Würfeln muss der Würfelbecher sichtbar sein, die Würfel dürfen beim Herausfallen nicht die Hand berühren. Anschließend müssen die Würfel sichtbar über das Board rollen und flach auf der eigenen Seite des Bretts liegen bleiben.
  • Die Würfelbecher beider Spieler haben zwischen den Würfen auf dem Tisch zu bleiben. Zu keinem Zeitpunkt darf sich der Becher unterhalb des Tisches befinden. Gleiches gilt für die Würfel. Das absichtliche Wegwerfen der Würfel ist ebenso unzulässig.

Ziehen der Steine

  • Beim Spiel mit Uhr ist ein Zug mit dem Betätigen der Uhr nach dem Ziehen der Steine abgeschlossen, beim Spiel ohne Uhr mit dem Aufheben der Würfel vom Board.
  • Züge dürfen rückgängig gemacht werden, solange der Zug nicht abgeschlossen ist. Beim Ausprobieren von vorläufigen Zügen ist unbedingt darauf zu achten, dass jederzeit die Ausgangsposition wieder hergestellt werden kann (etwa indem vorläufig gesetzte Steine von den tatsächlich stehenden Steinen abgesetzt werden).

Illegale Züge

Grundsätzlich sind nur Züge gültig, die nach den Backgammonregeln zulässig sind. Unzulässige Züge sind daher ungültig und müssen korrigiert werden. Ein unzulässiger Zug kann dennoch Gültigkeit erlangen, sobald der Gegner gültig gewürfelt hat, es sei denn, dass dadurch Grundsätze des Fair play verletzt würden.

Spiel mit Uhr

  • Alle regulären Turniermatches werden mit Uhr ausgetragen.
  • Über Ausnahmen entscheidet die Turnierleitung.
  • Es ist wünschenswert, wenn ein Spieler seinen Gegner darauf aufmerksam macht, dass die Uhr zu drücken ist, damit seine Zeit nicht abläuft. Ein Recht darauf gibt es jedoch nicht.
  • Die Uhr ist zu betätigen:
    • nach Beendigung eines eigenen Zuges. Dies betrifft auch Situationen, in denen de facto kein Zug möglich ist (z. B. Stein auf der Bar gegen closed board).
    • nach dem Anbieten einer Verdopplung.
    • nach dem Akzeptieren einer Verdopplung.
  • Die Uhr ist anzuhalten:
    • nach dem Beenden einer Partie.
    • um vom Tisch heruntergefallene Würfel wieder aufzuheben.
    • zur Reklamation illegaler Züge, in Streitfällen, die das laufende Match betreffen und vor Heranziehen der Turnierleitung.

Pausen

  • Jedem Spieler steht bei Matches von 5 oder mehr Punkten Länge eine Pause von 5 Minuten zu, bei einer Matchlänge von mehr 11 und mehr Punkten Länge zwei Pausen von je 5 Minuten.
  • Zwischen zwei Matches steht jedem Spieler eine Pause von 5 Minuten zu.
  • Während einer laufenden Partie kann grundsätzlich keine Pause in Anspruch genommen werden.

Zuschauer

  • Während der Austragung eines Matches haben sich Zuschauer ruhig zu verhalten. Sie sind insbesondere nicht berechtigt, das Spielgeschehen zu kommentieren oder Hinweise zu geben, auch nicht nach Beendigung eines Zuges.
  • Jedem Spieler steht das Recht zu, Zuschauer ohne Angabe von Gründen zum Verlassen des Spieltisch aufzufordern.

Verspätungen

  • Verspätungen, sowohl zu Beginn des Turniers als auch nach Pausen zwischen den Matches, werden von der Turnierleitung mit Strafpunkten belegt. Der erste Strafpunkt wird zu Beginn des Turniers und nach der Abendessenspause 10 Minuten nach der Zeit, für die der Matchbeginn festgelegt war, vergeben. Bei allen anderen Matches wird der erste Strafpunkt fünf Minuten nach der Zeit, für die der Matchbeginn festgelegt war, vergeben. Bei Pausen, die während des Matches in Anspruch genommen werden, wird eine Minute nach Ablauf der Matchpause der erste Strafpunkt vergeben, danach wird wie oben verfahren. Danach wird alle 5 Minuten ein weiterer Strafpunkt vergeben.
  • Das Match wird als verloren gewertet, sobald mehr als 50% der zu erreichenden Matchpunkte durch Strafpunkte verloren sind.

Benehmen
Berlin Backgammon duldet schlechtes Benehmen nicht. Spieler, die sich unsportlich, unhöflich oder unzivilisiert benehmen, ziehen je nach Schwere der Verfehlung folgende Sanktionen auf sich: Ermahnung, Streichung der am Turniertag erzielten Ranglistenpunkte, erhöhtes Startgeld beim nächsten Turnier, Turnierdisqualifikation oder Turniersperre. Gleichzeitig verlieren sie die Punkte für die Rangliste und Geldpreise, Pokale etc. Ihr Startgeld wird nicht zurück erstattet. Diese Sanktionen können auch nachträglich ausgesprochen werden, falls die Verfehlung erst nach dem Turnier bekannt wird.

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