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Das Turnier der DMPs

16. September 2018

Bericht vom Septemberturnier von Berlin Backgammon am 15. September 2018

Am zweiten Saisonturnier, gleichzeitig dem letzten Turnier vor dem Berlin Backgammon Festival im Oktober, nahmen 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer teil.

Dieses Mal verzichtete Bill Gates darauf, uns mit seinen Windows-Updates Streiche zu spielen und das Konkurrenzprodukt Open Office zu sabotieren, so dass die Anmeldung (trotz eines Versuchs, sie zur Diskussionsveranstaltung umzufunktionieren, alles in allem) unkompliziert verlief und das Turnier pünktlich mit der Ansprache des Turnierleiters beginnen konnte.

Jutta Lange, Marcus SelleJutta Lange, Marcus Selle

Da ging es vor allem um das Berlin Backgammon Festival im Oktober. Ich bitte alle Spielerinnen und Spieler, auch die regulären Berliner Spieler, sich vorab per E-Mail oder auf andere geeignete Weise (z. B. per WhatsApp, Facebook-Message, aber nicht mündlich) anzumelden. Das hilft bei der Planung, der Aufstellung der Tische und Spielplätze, die VOR dem Turnier erfolgen muss und sich an der erwarteten Teilnehmerzahl orientiert. Außerdem bitte ich alle, frühzeitig zu erscheinen (die Anmeldung beginnt bereits um 12:00 Uhr), so dass wir die Anmeldung um 13:00 abschließen können. Wir brauchen für diejenigen, die zum ersten Mal teilnehmen, Tutoren, damit die Neulinge wissen, welche Wettbewerbe angeboten werden, den Ablauf des Turniers kennen und wissen, wie sie ihren nächsten Gegner finden können. Ich erwarte, dass alle regulars dafür zur Verfügung stehen! Bitte bringt alle Boards und Uhren, die ihr habt, am besten zwei oder drei, zum Turnier mit, denn die wenigsten Auswärtigen werden ihr Board mitbringen.

Sabine Brinkmann, Thomas FrübingSabine Brinkmann, Thomas Frübing

Am Festivalsamstag werden ich nochmals Mochy-Jackpots anbieten, und wer eine Chance haben will, ein wertvolles Gammoner-Board zu gewinnen und danach im Schaumatch gegen Mochy anzutreten, ist herzlich eingeladen, daran teilzunehmen. Bei Bedarf bin ich auch bereit, am Donnerstag und Freitag vor dem Turnier Mochy-Jackpots anzubieten. Wer daran Interesse hat, möge sich bitte bei mir melden.

Vor Turnierbeginn konnten wir auch zwei Neulinge begrüßen:

Marcus SelleMarcus Selle

Marcus Selle aus Berlin hat bisher überwiegend im Freundeskreis gespielt, ist aber ein Spieler, der sich den Direkteinstieg in die Mastersklasse zutraute – zu Recht, wie wir sehen werden.

Kenn PfefferkornKenn Pfefferkorn

Kenn Pfefferkorn, ebenfalls aus Berlin, startete in der Beginnersklasse.

Willkommen, Marcus und Kenn!

Und dann wurden die Auslosungen der ersten Runde bekanntgegeben, und die Matches konnte beginnen.

Am Ende der Vorrunde hätte ich am liebsten einen Preis für den Pechvogel des Turniers vergeben: An Jürgen Lange, der alle seine Matches im DMP verlor!

Familienduell, im DMP entschieden: Jürgen und Jutta LangeFamilienduell, im DMP entschieden: Jürgen und Jutta Lange

Auch Jutta, seine Frau, tat es im fast gleich: Nachdem sie ebenfalls einige ihrer Spiele im DMP verloren hatte (und auch eines gegen ihren Mann auf diese Weise gewonnen hatte), hatte sie im letzten Match der Vorrunde die Chance, gegen Günter Schmidt in die Hauptrunde einzuziehen. Aber sie verlor im DMP und musste sich mit der Teilnahme an der Second Chance begnügen!

Auf der anderen Seite des Spektrums der Möglichkeiten stand Ralf Sudbrak, der in allen seinen Matches weit zurücklag, dann aber aufholen und im DMP gewinnen konnte! So hatte er am Ende der Vorrunde vier Siege, ebensoviele wie Frank von Willert. Aus den beiden konnte in diesem Turnier noch was werden, und so war es dann auch, aber davon gleich.

Pechvogel Mel, Detlev AppelPechvogel Mel, Detlev Appel

Es ist eine Regel bei Berlin Backgammon, dass im Vormonat erfolgreiche Spieler kaum Siege zustandebringen, und dieses Mal gehorchte die Augustsiegerin Mel dieser Regel. Sie gehörte zu den vier Spielern, die im September keinen Sieg erringen konnten! Hütet Euch vor dem Turniersieg, Leute! Wer hingegen im Vormonat Zweiter war …, doch davon weiter unten im Text.

Frank Petrikat (li), Detlev AppelFrank Petrikat (li), Detlev Appel

Wo es viele Spieler mit vielen Niederlagen gibt, gibt es viele mit vielen Siegen – elf Spieler hatten drei Siege und mehr. Ein Stechen war nicht nötig, denn Michael Horchler auf Platz 8 und Frank Petrikat auf Platz 9 trennte ein Buchholzpunkt, damit rutschte Michael gerade noch in die Hauptrunde und Frank musste sich mit der Second Chance begnügen.

Alle Ergebnisse stehen wie immer in der Turnierübersicht, in der alle Matches, Ergebnisse etc. dokumentiert sind: https://berlin-backgammon.org/2018/09/16/runde-fur-runde-verlauf-des-berliner-septemberturniers-2018/.

Für den Einzug in die Hauptrunde war kein Stechen nötig, und Michael siegte in der Hauptrunde munter weiter: Zuerst schickte er Rolf Schüler in die Second Chance, danach Guido Weidner ins Spiel um den dritten Platz. Nach dem Augustturnier schon wieder eine Finalteilnahme! Aber gegen wen? Er musste eine Weile warten, denn Ralf Sudbrak siegte in gewohnter Weise nach hohem Rückstand im DMP: Erst gegen Günter Schmidt, danach gegen Thomas Frübing.

Finale, im DMP entschieden: Ralf Sudbrak (li), Michael HorchlerFinale, im DMP entschieden: Ralf Sudbrak (li), Michael Horchler

Im Finale machte Ralf es dann andersherum: Er führte im 9-Punkte-Match bald 8-2 und war auf dem besten Weg, das Turnier zu gewinnen, als Michael begann, seine Kämpferqualitäten unter Beweis zu stellen. Er holte Punkt um Punkt auf und klaute Ralf (der den Side Pool schon sicher hatte) schließlich die Lizenz zum Sieg im DMP: Am Ende hieß es 9-8 für Michael. Das war sein Septembersieg nach dem zweiten Platz im August. Glückwunsch Euch beiden! Und auch Glückwunsch an Guido und Thomas Frübing, die im Spiel um den dritten Platz gegeneinander antraten. Guido siegte im 5-Punkte-Match nach gedoppeltem Gammon im ersten Spiel unangefochten.

Match um Platz 3: Guido Weidner (li), Thomas FrübingMatch um Platz 3: Guido Weidner (li), Thomas Frübing

In der Second Chance siegte Günter Schmidt nach seiner Relegation aus der Hauptrunde gegen Paul Schlegel und Igor Bakunowizki, und Frank von Willert, ebenfalls aus der Hauptrunde relegiert, tat es im gleich und bezwang nacheinander Frank Petrikat und Rolf Schüler. Im Finale ging Günter dann die Luft aus, und Frank setzte seinen Siegszug fort: Sieg für Frank von Willert! Glückwunsch, Frank und Günter!

Finale der Second Chance: Frank von Willert, Günter SchmidtFinale der Second Chance: Frank von Willert, Günter Schmidt

Den Rookie’s Prize gewann Marcus Selle, der von allen Spielern ohne Turniererfahrung am weitesten gekommen ist und es bis ins erste Achtelfinale der Second Chance geschafft hat. Glückwunsch!

Auf das Satellitenturnier und das Speedgammon verzichten wir bis zum Berlin Backgammon Festival am 27. und 28. Oktober zugunsten von „Mochy-Jackpots“ (https://berlin-backgammon.org/2018/06/04/berlin-backgammon-festival/). Spieler, die einen Mochy-Jackpot gewinnen, müssen sich danach noch gegen die anderen Mochy-Jackpot-Sieger durchsetzen. Als Preis erhält der siegreiche Spieler ein wertvolles Original-Gammoner-Board! Zudem darf er oder sie am 28. 10. in einem Schaukampf gegen Mochy antreten, bei dem es ein Preisgeld zu gewinnen gibt. Sieger des Mochy-Jackpots wurde Igor Kaplanski im Finale gegen Carlo Petkovsek. Glückwunsch!

Bis zum 28.10. werden noch mehrer Mochy-Jackpots angeboten, wo und wann, steht am Anfang dieses Berichts. Die zweite Teilnahme kostet übrigens nur 40, die dritte nur noch 30 EUR!

Wird es beim Berlin Backgammon Festival auch so aussehen? Mochy, Gegner, KiebitzeWird es beim Berlin Backgammon Festival auch so aussehen? Mochy, Gegner, Kiebitze

In der zweiten Rangliste der neuen Saison gibt es viele Gutschriftpunkte, die aber jetzt noch keine Bedeutung haben. Der Turniersieger Michael liegt nach seinen beiden Finalteilnahmen mit 182 Punkten an erster Stelle, der Second-Chance-Sieger Frank an zweiter (148 Punkte). Igor Bakunowizki und Ralf Sudbrak folgen gleichauf mit 134 Punkten, Frank Petrikat und Carlo Petkovsek haben 116 respektive 113 Punkte, und Augustsiegerin Mel ist nach dem unglücklich verlaufenen September mit 106 Punkten auf Platz 7 zurückgefallen (https://berlin-backgammon.org/berliner-meisterschaft-2018-19/).

Das nächste Monatsturnier von Berlin Backgammon findet am 27. Oktober im Rahmen des zweitägigen Berlin Backgammon Festivals statt, zu dem sich schon zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland angemeldet haben. Am 27. 10. findet wie gewohnt unser Monatsturnier statt, am 28.10. ist „Mochy-Tag“. Dann wird Mochy einen Schaukampf gegen den Sieger der Jackpot-Sieger austragen, sein überall auf der Welt beliebtes und lehrreiches Mochy-Quiz veranstalten und die Positionen hinterher diskutieren und schließlich Matches gegen Beginners und Masters zu Berliner Konditionen anbieten.

Mochy’s Quiz

Alle Termine stehen im Berliner Backgammon Kalender (https://berlin-backgammon.org/berliner-spieltermine/). Bis dann!

Viele Grüße
Dankwart

Finalrunde
1. Michael Horchler
2. Ralf Sudbrak
3. Guido Weidner
4. Thomas Frübing

Second Chance
1. Frank von Willert
2. Günter Schmidt

Lady’s Prize
Sabine Brinkmann

Rookie’s Prize
Marcus Selle

Mochy-Jackpot
1. Igor Kaplanski

Beginners
1. Detlev Appel
2. Kenn Pfefferkorn

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Runde für Runde: Verlauf des Berliner Septemberturniers 2018

16. September 2018

Runde für Runde: Verlauf des Berliner Septemberturniers 2018

Alle Spielpaarungen der Vorrunde, die Tabelle nach der Vorrunde, die Stechen, die Finalrunde und die Second Chance des Turniers vom 15. 9. 2018 gibt es hier

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Einladung zum 2. Saisonturnier der Berliner Meisterschaft im „en passant“ am 15. September 2018

4. September 2018

-> English Version below

Das nächste Turnier von Berlin Backgammon steht bevor! Nur noch wenige Tage sind es bis zu unserem
2. Saisonturnier der Berliner Meisterschaft 2018/2019.

Wann: Samstag, 15. September 2018.

Registration ab 12:30 Uhr
Auslosung gegen 12.55 Uhr
Spielbeginn 13:00 Uhr

Wo: en passant, Schönhauser Allee 58 (U2 Eberswalder Str.), 10437 Berlin, Tel. 0177–7383899
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Mel, Berlins Akiko

19. August 2018

Bericht vom Saisonauftaktturnier von Berlin Backgammon am 18. August 2018

Zwei lange Monate lang – seit dem Endturnier der Saison 2017/18 Mitte Juni – hat es in Berlin kein Turnierbackgammon mehr gegeben, und viele haben den Saisonstart herbeigesehnt. Gestern war es soweit, und 29 Spielerinnen und Spieler haben den Saisonbeginn genossen!

Die letzte Saison 2017/18 war übrigens mit 74 Spielerinnen und Spielern in der Rangliste und 326 Teilnahmen (davon 64 Beginners) die größte, die Berlin Backgammon bisher erlebt hat. Lasst uns gemeinsam weiter daran arbeiten, die Berliner Monatsturniere noch größer, schöner und erfolgreicher zu machen! Dazu können wir alle beitragen: Wir begrüßen Neue und Gäste freundlich und helfen ihnen, sich schnell in unser Turnierformat einzufinden, wir machen ihnen den Aufenthalt bei uns so angenehm wie wir es selber beim Besuch eines auswärtigen Turniers erleben würden (nur Siege machen wir ihnen streitig!), so dass sie gerne wiederkommen, wir werben für unser Turnier, zum Beispiel auf Facebook („Teilen“) oder an anderer geeigneter Stelle.

Sommer in BerlinSommer in Berlin

Der Turnierbeginn verzögerte sich zunächst – vorhergesehene, aber kurzfristig nicht behebbare Schwierigkeiten mit OpenOffice (es hängte sich ausgerechnet bei unserem Turniersheet immer wieder auf, gerne beim Speichern, und musste neu gestartet werden, die verlorenen Daten musste wieder eingegeben werden) erforderten allen Beteiligten viel Geduld ab. Endlich war das übermäßig in die Länge gezogene Anmeldungsprozedere beendet, und wie immer begann das Turnier mit einer Ansage des Turnierleiters.

Der musste zunächst eine Niederlage eingestehen. Im Backgammon kann man ein Spiel, bei dem man sich eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 90 % ausrechnet, ja auch verlieren – sei es, weil man weniger als 10 % Glück gehabt hat, sei es, weil man seine Chancen überschätzt hat. Letzteres war wohl hier der Fall: Hatte der Turnierleiter zu dem Zeitpunkt, als er die Turniereinladung vor ein paar Tagen verschickte, noch vermutet, dass die Chancen, das für die neue Saison geplante Format ins Korsett eines Tabellenkalkulationssheets zu zwängen, bei 90 % lägen, so musste er am Tag vor dem Turnier erkennen, dass ihm das bis zum Turnierbeginn nicht mehr gelingen würde, und das Ruder herumwerfen. Verschoben ist nicht aufgehoben – aber da wir während der Saison nichts ändern, werden wir das neue Format erst in der Saison 2019/20 implementieren.

Matthias Laske (li), Vitali OlchanskiMatthias Laske (li), Vitali Olchanski

So gibt es in der neuen Saison nur ein paar kleine Änderungen:
1. Die Bedenkzeit pro Matchpunkt wird von 2:30 Minuten pro Punkt auf die international üblichen 2 Minuten pro Punkt herabgesetzt.
2. In der ersten Phase der Second Chance, in der bisher 3-Punkt-Matches gespielt wurden, werden nun 5-Punkt-Matches gespielt. Dafür wird die Bedenkzeit pro Matchpunkt auf 1 Minute pro Matchpunkt („Faster-Master“) herabgesetzt. Das setzt uns übrigens in die Lage, auch diese Matches der Deutschen Backgammonrangliste zu melden.
3. In der letzten Saison gab es ein Stechen um den Einzug in die Hauptrunde nur dann, wenn zwei oder mehr Spieler mit derselben Anzahl von Siegen wie der Tabellenachte sowohl dieselbe Anzahl von Buchholzpunkten als auch die gleiche Sonneborn-Berger-Wertung hatten. Nun gehen alle ins Stechen, die dieselbe Anzahl von Buchholzpunkten haben, die Sonneborn-Berger-Wertung spielt für den Einzug in die Hauptrunde keine Rolle mehr.

Jörg Zimmermann (re), Frank MaschkiwitzJörg Zimmermann (re), Frank Maschkiwitz

Danach konnten wir den Berliner Jörg Zimmermann als neuen Spieler begrüßen. Jörg nimmt schon lange immer wieder an den Chouette-Abenden teil und spielt seit 2018 auch die Berliner Liga mit. Nun hat er es auch zu unserem Monatsturnier geschafft.

Jutta Lange, Jochen ReineckeJutta Lange, Jochen Reinecke

Jutta Lange, die zusammen mit ihrem Mann Jürgen vor ein paar Monaten zu uns gekommen ist, ist nach ihren Erfolgen bei den Beginners zu Saisonbeginn in die Championsklasse aufgestiegen. Übrigens waren bei diesem Turnier vier Ladies am Start – alle in der Mastersklasse! Eine Entwicklung, die ich alter Backgammonfeminist sehr begrüße! Das nächste Ziel sind 6 Teilnehmerinnen in der Mastersklasse – wenn wir das erreichen, gebe ich jeder Lady ein Getränk aus und der Neuen zwei!

Elyas, jüngster Sproß der Brinkmanns, konnte Paul Schlegel besiegenElyas, jüngster Sproß der Brinkmanns, konnte Paul Schlegel besiegen

Bei seiner ersten Teilnahme im Juni 2018 habe ich es versäumt, Elyas, den jüngsten Spross der backgammonbegeisterten Brinkmanns, offiziell zu begrüßen. Das habe ich nun nachgeholt!

Frank von Willer (li), Igor BakunowizkiFrank von Willer (li), Igor Bakunowizki

Ein Wiedersehen gab es mit Frank von Willert, der vor fast 5 Jahren – im September 2013 – sein Debüt bei Berlin Backgammon gab. Seit damals wurde er nicht mehr gesehen – jetzt hat er sich aber vorgenommen, öfter zu kommen. Wir hoffen, dass Du die guten Vorsätze in die Tat umsetzen kannst, Frank!

Euch allen sagt die Berlin Backgammon Community Herzlich willkommen!

Und dann – gegen 14:00 Uhr, das wird noch eine Rolle spielen – konnten die Spiele endlich beginnen. Da es nur drei Beginnersstarter gab, spielten diese nach den Regeln der Ausschreibung teilintegriert – zusammen mit den Masters, aber auf eigene Rechnung.

Am Ende der Vorrunde gab es keinen Spieler mit vier Siegen (und keinen ohne Sieg), wohl aber neun Teilnehmer mit 3 Siegen. Vier Spieler mit gleicher Buchholzwertung sollten also um drei Plätze stechen – bis uns auffiel, dass sich ein Beginnersstarter in die erlauchte Runde der Dreisiegspieler eingeschlichen hatte – Elyas Brinkmann, der in der Vorrunde solche Größen wie Paul Schlegel und Michael Horchler hatte besiegen können. Damit hat er die Beginnerskonkurrenz gewonnen und durfte später in der Second Chance starten. Die drei Siege hat er übrigens trotz des ausweislich des Blix schwersten Loses aller Vorrundenspieler errungen. Bravo, Elyas! Trotzdem durfte er nicht in der Hauptrunde weiterspielen, denn nach der Ausschreibung ist für die Beginnersstarter, wenn sie teilintegriert spielen, nach der Vorrunde Schluss. So war ein Stechen also doch nicht nötig. Von den Frauen hatte es nur Mel Sippel in die Hauptrunde geschafft – von ihr wird noch die Rede sein. Alle Turnierergebnisse sind hier zu inspizieren: https://berlin-backgammon.org/2018/08/19/runde-fuer-runde-verlauf-des-berliner-jahresauftaktturniers-2018/.

Am Ende der Vorrunde stand auch fest, dass Jerzy Behnke den Side Pool gewonnen hatte – er war der einzige Sidepoolspieler, der es in die Hauptrunde geschafft hat.

Jürgen Lange (li), Carlo PetkovsekJürgen Lange (li), Carlo Petkovsek

Jerzy konnte im Viertelfinale Jürgen Lange besiegen, Mel schickte Vitali Olchanski, von dem auch noch die Rede sein wird, in die Second Chance, Michael Horchler besiegte den Neuling Jörg Zimmermann, und Carlo Petkovsek behielt gegen Andreas Kohlschmidt die Oberhand. Im Halbfinale aber musste er sich Michael Horchler geschlagen geben – Finalteilnahme für Michael! Und im anderen Halbfinale lag Mel schon 2 zu 6 gegen Jerzy zurück, überstand aber das Crawfordspiel und gewann das Post-Crawford-Spiel, das sie korrekt sofort gedoppelt hatte, Gammon – Finale gegen Michael!

Mel Sippel, Michael Horchler vor dem FinalmatchMel Sippel, Michael Horchler vor dem Finalmatch

Wann war zuletzt eine Lady in Berlin im Finale? Da muss man schon weit in den Annalen zurückblättern, bis zur legendären Andrea Wirth, die bis zu ihrem Wegzug aus Berlin zu den stärksten Berlinern gehörte. Aber es kam noch besser. Beim Stand von 4-4 redoppelte Mel in hoffnungsvoller Stellung auf 4. Michael konnte aber gegen ihr 5-Punkte Board seinen hinteren Stein, den Mel immer wieder schlagen konnte, Mal um Mal einsetzen und streute seine vier Steine in Jägermanier übers Board, um Mels letzten Stein, den sie noch in ihr Homeboard zu bringen hatte und der hinter seiner 5er-Prime auf seinem 1er-Punkt steckengeblieben war, abzufangen und zu schlagen. Mel brauchte nun eine 6, um überhaupt hinten rauszukommen, meinte, ein 6er-Pasch sei ihr nun am liebsten, und – warf ihn!

Beide können es nicht fassen: Da liegt er, der angekündigte 6er-Pasch. Michael ist konsterniert, Mel glücklich: Sie gewinnt 4 Punkte und steht kurz vor dem Turniersieg.Beide können es nicht fassen: Da liegt er, der angekündigte 6er-Pasch. Michael ist konsterniert, Mel glücklich: Sie gewinnt 4 Punkte und steht kurz vor dem Turniersieg.

Und weil’s so schön war (zugegeben, nicht für Michael), zeigen wir die Folge mit Fotos von Jerzy en detail:

Mel kündigt den 6er-Pasch an...Mel kündigt den 6er-Pasch an…
Mel würfelt mit VerveMel würfelt mit Verve
… und da liegt er!… und da liegt er!

Sieg für Mel, und weiter ging’s ins Crawford-Spiel, das sich Mel ebenfalls sicherte. Mel bewies nicht nur im Finalmatch, dass sie in den letzten Monaten viel dazugelernt hat, und sackte nicht nur den Turniersieg, sonder auch den Lady’s Prize ein, der damit erstmals der Turniersiegerin verliehen wird. Bravo Mel, und Glückwunsch auch dem Finalisten Michael!

Die Japanerin Akiko Yazawa ist zweifache Weltmeisterin, Mel hat gerade das Berliner Turnier gewonnen, Sabine war beim Jahresendturnier Finalistin der Second Chance. Alles Beispiele, die (nicht nur) Frauen Mut machen können und zeigen, dass es sich lohnt, die Mühe des Lernens auf sich zu nehmen, um unser Lieblingsspiel Backgammon, das leicht zu lernen und schwer zu beherrschen ist, besser zu verstehen und besser zu spielen!

Jerzy Behnke (li), Carlo Petkovsek vor dem Match um Platz 3Jerzy Behnke (li), Carlo Petkovsek vor dem Match um Platz 3

Im Spiel um den 3. Platz setzte sich Carlo gegen Jerzy durch. Glückwunsch auch Euch beiden!

In der Second Chance konnte der aus der Hauptrunde relegierte Vitali Frank von Willert und danach auch Jochen Reinecke, der sich weit vorgekämpft hat, besiegen, und stand damit im Finale! Igor Bakunowizki, der Elyas Brinkmann, Andreas Kohlschmidt und Frank Petrikat besiegen konnte, war sein Gegner. Er setze sich auch im Finale durch und war damit Sieger der Second Chance. Bravo, Igor, und Glückwunsch auch dem Finalisten Vitali!

Vitali Olchanski (li), Igor Bakunowizki vor dem Finalmatch der Second ChanceVitali Olchanski (li), Igor Bakunowizki vor dem Finalmatch der Second Chance

Und jetzt kommt die späte Stunde des Turnierbeginns ins Spiel: Obwohl wir aufgrund der technischen Schwierigkeiten erst gegen 14:00 Uhr den Spielbetrieb aufnehmen konnten, waren das Finale gegen 23:30 und die Second Chance um 0:10 Uhr beendet. Das ist rekordverdächtig und wird zur Nachahmung empfohlen!

Den Rookie’s Prize gewann Jörg Zimmermann, der von allen Spielern ohne Turniererfahrung am weitesten gekommen ist und es bis ins Viertelfinale der Hauptrunde geschafft hat. Glückwunsch!

Auf das Satellitenturnier und das Speedgammon verzichten wir bis zum Berlin Backgammon Festival am 27. und 28. Oktober zugunsten von „Mochy-Jackpots“ (https://berlin-backgammon.org/2018/06/04/berlin-backgammon-festival/). Spieler, die einen Mochy-Jackpot gewinnen, müssen sich danach noch gegen die anderen Mochy-Jackpot-Sieger durchsetzen. Als Preis erhält der siegreiche Spieler ein wertvolles Original-Gammoner-Board! Zudem darf er oder sie am 28. 10. in einem Schaukampf gegen Mochy antreten, bei dem es ein Preisgeld zu gewinnen gibt. Sieger des Mochy-Jackpots wurde Dankwart Plattner im Finale gegen Bernhard Ludwig Winkelhaus. Bis zum 28.10. werden wir noch mehrer Mochy-Jackpots anbieten. Die zweite Teilnahme kostet übrigens nur 40, die dritte nur noch 30 EUR!

Bernhard Ludwig Winkelhaus (re), Michael HorchlerBernhard Ludwig Winkelhaus (re), Michael Horchler

In der ersten Rangliste der neuen Saison liegt die Turniersiegerin Mel mit glatt 100 Punkten an der Spitze, gefolgt vom Turnierzweiten Michael Horchler mit 82 Punkten. Igor B, der Sieger der Second Chance, liegt einen Punkt dahinter auf Platz 3, Carlo Petkovsek, der Turnierdritte, auf Platz 4.

Das nächste Monatsturnier von Berlin Backgammon findet am dritten Septembersamstag, also am 15. 9., im en passant, Schönhauser Allee 58 (U2 Eberswalder Str.), 10437 Berlin, Tel. 0177–7383899 statt. Auch bei diesem Turnier erwarte ich eine rege Teilnahme am Mochy-Jackpot, den ich dann erneut anbieten werde. Und im Oktober, am 27. und 28. 10., findet das zweitägige Berlin Backgammon Festival statt, zu dem sich schon zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland angemeldet haben. Am 27. 10. findet wie gewohnt unser Monatsturnier statt, am 28.10. ist „Mochy-Tag“. Dann wird Mochy einen Schaukampf gegen den Sieger der Jackpot-Sieger austragen, sein überall auf der Welt beliebtes und lehrreiches Mochy-Quiz veranstalten und die Positionen hinterher diskutieren und schließlich Matches gegen Beginners und Masters zu Berliner Konditionen anbieten.

Alle Termine stehen im Berliner Backgammon Kalender (https://berlin-backgammon.org/berliner-spieltermine/). Bis dann!

Viele Grüße
Dankwart

Finalrunde
1. Melanie Sippel
2. Michael Horchler
3. Carlo Petkovsek
4. Jerzy Behnke

Second Chance
1. Igor Bakunowizki
2. Vitali Olchanski

Lady’s Prize
Melanie Sippel

Rookie’s Prize
Jutta Lange

Speedgammon
1. Dankwart Plattner
2. Bernhard Ludwig Winkelhaus

Beginners
1. Elyas Brinkmann
2. Maik Kerner

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Runde für Runde: Verlauf des Berliner Jahresauftaktturniers 2018

19. August 2018

Runde für Runde: Verlauf des Berliner Augustturniers 2018

Alle Spielpaarungen der Vorrunde, die Tabelle nach der Vorrunde, die Stechen, die Finalrunde und die Second Chance des Turniers vom 18. 8. 2018 gibt es hier

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Einladung zum Saisonauftaktturnier der Berliner Meisterschaft im „en passant“ am 18. August 2018

15. August 2018

-> English Version below

Das nächste Turnier von Berlin Backgammon steht bevor! Nur noch wenige Tage sind es bis zu unserem
Saisonauftaktturnier der Berliner Meisterschaft 2018/2019.

Wann: Samstag, 18. August 2018.

Registration ab 12:30 Uhr
Auslosung gegen 12.55 Uhr
Spielbeginn 13:00 Uhr

Wo: en passant, Schönhauser Allee 58 (U2 Eberswalder Str.), 10437 Berlin, Tel. 0177–7383899
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So schön ist der Sommer in Berlin

12. Juni 2018

Bericht vom Saisonendturnier von Berlin Backgammon

Berlin ist im Sommer so schön wie kaum eine andere Großstadt! Berlin ist grün, es gibt viel Wasser. Manchmal steht es, meist fließt es. Fließt es sehr langsam und ist es breit, nennt der Berliner es See. Berlins oftmals nicht eben schöne Bauten bieten im Sommer einen erträglichen Anblick (sogar der Berliner Dom, dieses Schandmal wilhelminischer Hybris), die langweiligen und uniformen Büro- und Hotelneubauten der Nachwendezeit werden vom Grün der Bäume schamhaft verborgen. Das Leben ist in Berlin im Sommer noch bunter als sonst, Fußgänger und Fahrradfahrer schweben durch die Straßen, Autofahrer hupen ein wenig leiser als sonst, und an schönen Sommertagen und in lauen Sommernächten sind die Terrassen der Cafés voller Stimmengewirr und Lachen. Man kann es sich im Berliner Sommer so richtig gut gehen lassen. Lest hier weiter!