Archive for the ‘Turnierberichte’ Category

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So schön ist der Sommer in Berlin

12. Juni 2018

Bericht vom Saisonendturnier von Berlin Backgammon

Berlin ist im Sommer so schön wie kaum eine andere Großstadt! Berlin ist grün, es gibt viel Wasser. Manchmal steht es, meist fließt es. Fließt es sehr langsam und ist es breit, nennt der Berliner es See. Berlins oftmals nicht eben schöne Bauten bieten im Sommer einen erträglichen Anblick (sogar der Berliner Dom, dieses Schandmal wilhelminischer Hybris), die langweiligen und uniformen Büro- und Hotelneubauten der Nachwendezeit werden vom Grün der Bäume schamhaft verborgen. Das Leben ist in Berlin im Sommer noch bunter als sonst, Fußgänger und Fahrradfahrer schweben durch die Straßen, Autofahrer hupen ein wenig leiser als sonst, und an schönen Sommertagen und in lauen Sommernächten sind die Terrassen der Cafés voller Stimmengewirr und Lachen. Man kann es sich im Berliner Sommer so richtig gut gehen lassen. Lest hier weiter!

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Berliner Familienbackgammon

13. Mai 2018

Berliner Familienbackgammon

Backgammon ist in seiner traditionellen Form ein Familien- und Freundesspiel, und das, obwohl es in deutschen Spielesammlungen seltsamerweise oft Puff heißt, also gleichlautend mit einer Institution, die man im allgemeinen außerhalb der Familie verortet. Vielleicht hat der Name aber eher etwas mit puffen in der Bedeutung von schlagen zu tun? Auch das passt nicht so recht dazu, es in der Familie zu spielen.

Für das Familienspiel spricht aber, dass es oft wie Mensch-ärgere-dich-nicht! gespielt wird, also wie ein Spiel, das dazu dient, die kindliche Frustrationstoleranz zu erhöhen. Bei diesem Gedanken kann ich nicht umhin zu vermuten, dass einige Freunde unseres schönen Spiels – zum Glück sehr wenige und in Berlin noch weniger – in ihrer Kindheit nicht genügend Mensch-ärgere-dich-nicht! gespielt haben. Nun holen sie Verpasstes beim Backgammon nach. Ich kenne aber auch einige, die diesen nachholenden Lernprozess erfolgreich durchlaufen haben, und das ist dann wieder – um es auf Berliner Art zu sagen – gut so!

Dass man es in der Familie zu einiger Könnerschaft bringen kann und auch im modernen Backgammon mit Cube und Crawford-Regel bestehen kann, haben Jutta und Jürgen Lange aus Falkensee bei Berlin bewiesen, die im Mai erstmals an unserem Turnier – zunächst in der Beginnersklasse – teilgenommen haben.

Jutta und Jürgen LangeJutta und Jürgen Lange

Jutta schaffte auf Anhieb den Sieg in der Beginnerskategorie, Jürgen wurde Dritter. Wenn das kein guter Einstand ist!

Sabine Brinkmann (li), Asha Hanke, stehend Yonas Brinkmann (li) und Sokrates BukalisSabine Brinkmann (li), Asha Hanke, stehend Yonas Brinkmann (li) und Sokrates Bukalis

Arriviert sind bereits Mutter und Sohn Brinkmann, Sabine und Yonas. Beide haben, seit sie zu uns gestoßen sind, viel dazugelernt und spielen inzwischen in der Masterskategorie. Und beim Maiturnier hatten beide in der Vorrunde vier von vier möglichen Siegen vorzuweisen – so viele wie niemand sonst!

Vitali Olchanski (li), Yonas BrinkmannVitali Olchanski (li), Yonas Brinkmann

Außer Jutta und Jürgen gab es zu Beginn unseres Monatsturniers, bei dem 33 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei waren, darunter neun Beginners, einige Neue zu begrüßen. Doch zuerst gab es herzlichen Beifall für den frischgebackenen Deutschen Schülermeister, Yonas Brinkmann. Bravo, Yonas!

Jochen Reinecke, Asha HankaJochen Reinecke, Asha Hanka

Erstmals in der Masterskategorie startete Jochen Reinecke. Er war bei seiner ersten Teilnahme vorsichtshalber in der Beginnerskategorie gestartet, hatte dort Berliner Turnierluft geschnuppert und beschlossen, nicht nur wiederzukommen, sondern auch gleich eine Spielklasse aufzusteigen.

Thomas Koch (li), Bernd LützThomas Koch (li), Bernd Lütz

Aus Hannover waren Bernd Lütz und Daniel Meyer angereist, die erstmals an unserem Turnier teilnahmen. Bernd startete in der Mastersklasse, sein Kumpel war einer der neun Beginners.

Detlev Appel (li), Daniel MeyerDetlev Appel (li), Daniel Meyer

Zum ersten Mal war die Berlinerin Katja Kullmann bei unserem Monatsturnier dabei. Bei den Beginners fühlte sie sich gut aufgehoben und hat angekündigt, wiederzukommen.

Behrus Pakzad, Katja KullmannBehrus Pakzad, Katja Kullmann

Erstmals wieder dabei war nach langer Abwesenheit unser ehemaliger Turnierleiter Thomas Koch, der seinen sportlichen Schwerpunkt inzwischen auf andere Aktivitäten verlegt hat, aber im Backgammon immer noch ein außerordentlich starker Spieler ist.

Thomas Koch (li), Carlo PetkovsekThomas Koch (li), Carlo Petkovsek

Ebenfalls wieder mal dabei war Jerzy Behnke, der neben seinem spielerischen Können auch sein Talent für Faxen zeigte.

Jerzy BehnkeJerzy Behnke

Euch allen sagen wir ein herzliches Willkommen!

Wer die Tabelle nach der Vorrunde (die Turnierdokumentation ist hier: https://berlin-backgammon.org/2018/05/13/runde-fur-runde-verlauf-des-berliner-maiturniers-2018/) anführte, wissen wir bereits: Sabine und Yonas Brinkmann hatten als einzige vier Siege auf dem Konto! Fünf Spieler konnten drei Siege vorweisen und waren sicher in der Hauptrunde: Carlo Petkovsek, Rolf Schüler (trotz des schwersten Vorrundenloses!), Michael Horchler, Ralf Sudbrak (drittschwerstes Vorrundenlos) und Frank Petrikat.

Und dahinter kam es, wie es kommen musste: Jerzy Behnke, Faruk Kocaer und Paul Schlegel hatten zwei Siege, acht Buchholzpunkte und vier Sonneborn-Beger-Punkte. Wieder war ein Stechen angesagt! Zunächst durfte Paul aussetzen, da er gegen einen der anderen beiden bereits einen Matchsieg vorweisen konnte, und Faruk konnte Jerzy besiegen. Danach musste er gegen Paul spielen, und letzterer konnte sich durchsetzen und den 8. Platz in der Hauptrunde erobern.

Kiebitze, als wäre es das Finale: Stechen zwischen Faruk Kocaer und Jerzy Behnke um den Einzug in die HauptrundeKiebitze, als wäre es das Finale: Stechen zwischen Faruk Kocaer und Jerzy Behnke um den Einzug in die Hauptrunde

Paul, der durchs Nadelöhr gehen musste, um in die Hauptrunde zu gelangen, schlug zunächst Sabine und danach Ralf Sudbrak und stand damit im Finale. Sein Gegner war Frank Petrikat, der zunächst gegen Yonas und danach gegen Carlo Petkovsek die Oberhand behielt. Es war seine zweite Finalteilnahme in dieser Saison!

Finale: Paul Schlegel (li), Frank PetrikatFinale: Paul Schlegel (li), Frank Petrikat

Aber im Finale ging ihm die Puste aus, und gegen Paul ging er geradezu unter. Paul, der sich zu einem ausgezeichneten Spieler entwickelt hat, so waren sich alle Beobachter einig, hat in dieser Saison viel Pech gehabt. Der Turniersieg war wahrlich überfällig. Glückwunsch Euch beiden zum tollen Ergebnis!

Match um Platz 3: Ralf Sudbrak (li), Carlo PetkovsekMatch um Platz 3: Ralf Sudbrak (li), Carlo Petkovsek

Im Spiel um den dritten Platz setzte sich Carlo Petkovsek durch, Ralf wurde Vierter. Gratulation auch Euch beiden!

Nur mit Ach und Krach hat es Bernd Lütz aus Hannover in die Second Chance geschafft. Erst im letzten Spiel der Vorrunde gelang ihm der Sieg, der es ihm erlaubte, weiter im Turnier zu spielen. Doch ab jetzt spielte er wie entfesselt: Nacheinander konnte er Jerzy Behnke, Faruk Kocaer, Rolf Schüler und im Halbfinale auch Thomas Koch schlagen. In der anderen Tableauhälfte konnte Yonas, der von Frank Petrikat in die Second Chance relegiert worden war, seinen Frust über die Viertelfinalniederlage in der Hauptrunde abschütteln und Dankwart Plattner und danach Vitali Olchanski schlagen. Damit stand er als Gegner von Bernd fest. Beide schenkten sich nichts und lieferten sich ein hartes Match, in dem Bernd einen 1-4-Rückstand aufholen konnte. Im Double Match Point kam es schließlich zu einem Bear-off-Duell, das bis zum Schluss spannend blieb. Am Ende war Bernd der Glücklichere. Bravo auch Euch beiden zu diesem guten Ergebnis!

Finale der Second Chance: Yonas Brinkmann (li), Bernd LützFinale der Second Chance: Yonas Brinkmann (li), Bernd Lütz

In der Rangliste (https://berlin-backgammon.org/berliner-meisterschaft-201718/) hat es auf den ersten zehn Plätzen kaum eine Veränderung gegeben. Die ersten zehn der Rangliste nehmen bekanntlich beim Saisonendturnier im Juni ohne Zuzahlung an der Ausschüttung des im Verlauf der Saison angesparten Jahrespools teil.

Den Lady“s Prize hat sich Sabine Brinkmann gesichert, den Rookie“s Prize erhält Jochen Reinecke. In den beiden von Sokrates Bukalis geleiteten Satellitenturnieren konnten Igor K und Detlev Appel einen freien Startplatz beim Saisonendturnier im Juni erspielen. Gratulation!

Detlev Appel (re), Karli Baatz, Heike Münch schaut zuDetlev Appel (re), Karli Baatz, Heike Münch schaut zu

Bei den Beginners umrahmt das Ehepaar Lange (Jutta auf Platz 1, Jürgen auf Platz 3) die Zweite Heike Münch. Auch Euch herzlichen Glückwunsch!

Das Saisonendturnier von Berlin Backgammon findet am zweiten Juniwochenende, also am 9. und 10. 6., im en passant, Schönhauser Allee 58 (U2 Eberswalder Str.), 10437 Berlin, Tel. 0177–7383899 statt. Am Samstag beginnt das Turnier wie immer um 13:00 Uhr, am Sonntag starten wir pünktlich um 12:30 Uhr mit der Beratungsdoppelmeisterschaft, bevor wir das Einzelturnier mit den Halbfinals und dem Finale fortsetzen. Neben Einzelturnier und Doppelmeisterschaft gibt es wie immer ein Beginersturnier, das Speedgammon, ein Satellitenturnier, eine Calcutta-Auktion der Hauptrundenteilnehmer und das Director“s Tournament, zu dem ich acht Teilnehmer einladen werde, die sich in dieser Saison Verdienste um das Berliner Backgammonleben erworben haben, und das ich mit einem kleinen Preisgeld ausstatten werde. Alle Termine stehen im Berliner Backgammon Kalender (https://berlin-backgammon.org/berliner-spieltermine/). Bis dann!

Viele Grüße
Dankwart

Finalrunde
1. Paul Schlegel
2. Frank Petrikat
3. Carlo Petkovsek
4. Ralf Sudbrak

Second Chance
1. BERND LÜTZ
2. Yonas Brinkmann

Lady’s Prize
Sabine Brinkmann

Rookie’s Prize
Jochen Reinecke

Satellit 1
Igor Kaplanski

Satellit 2
Detlev Appel

Speedgammon
1. nicht gemeldet
2. nicht gemeldet

Beginners
1. Jutta Lange
2. Heike Münch
3. Jürgen Lange

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Der April macht, was er will

15. April 2018

Bericht vom Aprilturnier der Berliner Meisterschaft

Der April macht, was er will, sagt uns ein altes Sprichwort. Ich meine, dass schon der März gemacht hat, was er will, und dass er in diesem Sinne ein früher April war. Und ich möchte hinzufügen, dass er nie das gemacht hat, was ich will, nämlich die Sonne scheinen lassen (das macht nun freundlicherweise der April, endlich!).

Auch im Backgammon macht der April, was er will, erschwerend kommt jedoch hinzu, dass im Backgammon nicht nur im März, sondern in jedem Monat April ist. Nur für den alten Fuchs Ralf Jonas ist nicht in jedem Monat April, vielmehr macht der alte Fuchs in jedem Monat, was er will, und hat so bei jedem Turnier, bei dem er in dieser Saison anwesend war, satte 90 Punkte geholt.

Lest weiter, wie es im April war

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Das Turnier der sieben Backgammonwunder

11. März 2018

Bericht vom Märzturnier der Berliner Meisterschaft, dem Paul-Magriel-Gedächtnisturnier

Wer kennt sie nicht, die sieben Weltwunder? Mausoleum in Halikarnassos, Leuchtturm von Alexandria, Zeus-Statue in Olympia, Koloss von Rhodos, Artemistempel in Ephesos, Pyramiden von Gizeh und die Gärten der Semiramis: Es brauchte in der Antike die ganze bekannte Welt, um sieben Weltwunder zu finden.

Gut 2000 Jahre später gibt es ein paar Städte mehr auf der Welt, unter ihnen an prominenter Stelle Berlin. Hier wird mit Begeisterung – und weiter zunehmender Begeisterung – Backgammon gespielt, und auch dieses spannende Spiel kennt seine Wunder. Normalerweise treten davon zwei bis drei pro Jahr auf, manchmal mehr, manchmal weniger. Bei unserem Märzturnier traten die Wunder nun so gehäuft auf, dass es an ein Wunder grenzte und alle, die dabei waren, verwunderte und in Staunen versetzte.

Lest hier mehr über die Wunder!

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Das frankophile Backgammonturnier

18. Februar 2018

Bericht vom Februarturnier von Berlin Backgammon

Zwischen Karneval und Berlinale fanden sich im Februar 30 Berliner Backgammonfreundinnen und -freunde ein, um einen entspannten Nachmittag bei unserem Lieblingsspiel, dem würfelgesteuerten und verstandesgeleiteten Hin- und Herschieben von Steinen auf einem aus vier Quadranten und 24 Zungen bestehenden Spielbrett, zu verbringen. Einige blieben bis in die frühen Morgenstunden, um ein hochklassiges und ungemein spannendes Turnierfinale mitzuerleben.

Lest weiter, um alles zu erfahren!

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Das frankophile Backgammonturnier

18. Februar 2018

Bericht vom Februarturnier von Berlin Backgammon

Zwischen Karneval und Berlinale fanden sich im Februar 30 Berliner Backgammonfreundinnen und -freunde ein, um einen entspannten Nachmittag bei unserem Lieblingsspiel, dem würfelgesteuerten und verstandesgeleiteten Hin- und Herschieben von Steinen auf einem aus vier Quadranten und 24 Zungen bestehenden Spielbrett, zu verbringen. Einige blieben bis in die frühen Morgenstunden, um ein hochklassiges und ungemein spannendes Turnierfinale mitzuerleben.

Hier könnt ihr den Bericht weiterlesen

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Geschichten von Ralf und Rolf

17. Januar 2018

Bericht vom Januarturnier von Berlin Backgammon

Einige Berliner, die zuletzt im Dezemberturnier unserer Meisterschaft gespielt hatten, waren froh, dass es nach fünf Wochen Pause endlich wieder ein Spielgelegenheit gab. Andere hatten zwischen den Jahren beide Berliner Sonderturniere mitgespielt und doch schon wieder Hunger auf Backgammon. Und einige waren ganz neu in unserem Kreis. Wie auch immer, 37 Teilnehmerinnen und Teilnehmer versammelten sich zum Jahresauftakt von Berlin Backgammon, um unserer Leidenschaft zu frönen: dem verstandesbegabten Spiel mit Steinen, Würfeln und einem Kubus.

Peter Haßelberg aus Gelsenkirchen, der EBIF Deutschland ins Leben gerufen hat und viel für die Backgammon-Community in Deutschland getan hat, außerdem zusammen mit Merhzad das Dortmunder Turnier leitet, war zum ersten Mal in Berlin dabei.

Peter Haßelberg, Leiter von EBIF Deutschland (re) und Co-Turnierdirektor in Dortmund, und Rolf SchülerPeter Haßelberg, Leiter von EBIF Deutschland (re) und Co-Turnierdirektor in Dortmund, und Rolf Schüler

Mümün Kuru, den ich vor ein paar Jahren bei der Deutschen Meisterschaft in Frankfurt kennengelernt habe, hat den weiten Weg von Bayreuth nach Berlin nicht gescheut.

Freundliches Lächeln vor dem Match: Mümün Kuru (re) und Andreas KohlschmidtFreundliches Lächeln vor dem Match: Mümün Kuru (re) und Andreas Kohlschmidt

Thomas Pertzel, Berliner, der bisher überwiegend im Freundeskreis gespielt hat, trat ebenfalls in der Championsgruppe an. Euch drei ein herzliches Willkommen!

Vitali erklärt die Welt und das Backgammon, Sabine und Thomas lauschen Vitali erklärt die Welt und das Backgammon, Sabine und Thomas lauschen

Dazu kam Sabine Brinkmann, die Leiterin des Beginnersturniers, die sich entschieden hat, den Aufstieg in die Mastersgruppe zu wagen.

Sabine Brinkmann und Faruk Kocaer. Im Hintergrund Lutz Steuer (re) und Tibor TaylorSabine Brinkmann und Faruk Kocaer. Im Hintergrund Lutz Steuer (re) und Tibor Taylor

Noch mehr Neulinge gab es bei den Beginners:

Thomas Kaiser, Heike Zbierski, Christine und Michael Bialas und Michael Labahn wollten alle mal die Turnierwelt des Backgammon beschnuppern.

Ein Board, zwei Würfel, zwei Neue: Die Beginners Heike Zbierski und Michael KaiserEin Board, zwei Würfel, zwei Neue: Die Beginners Heike Zbierski und Michael Kaiser

Das haben sie ausführlich im Beginnersturnier getan, und ich hoffe, es hat ihnen ebenso gut gefallen wie Klaus Brinckmann, der sich nach ein paar Jahren Abstinenz wieder zur Teilnahme entschlossen und angekündigt hat, auf jeden Fall wiederzukommen!

Sarah Khan (li), Klaus BrinckmannSarah Khan (li), Klaus Brinckmann

Nach der Begrüßung der Neuen ging es mit der Vorrunde los, und an deren Ende war ein einziger Spieler ungeschlagen: Michael Horchler, der Sieger des Berliner Cups, machte weiter, wo er am zweiten Weihnachtstag aufgehört hatte.

Für einen heißt Spielpause Arbeit. Eine Zigarre versüßt die Plackerei.Für einen heißt Spielpause Arbeit. Eine Zigarre versüßt die Plackerei.

Dahinter standen acht Spieler mit je drei Siegen, und es war klar, dass einer von ihnen in die Second Chance musste: Der Unglückliche war dieses Mal Faruk Kocaer, der die Unwägbarkeiten, die die Abschaffung des Stechens mit sich gebracht hat, bitter zu spüren bekam:

Thorsten Miesel und Sabine Brinkmann im letzten Match der Vorrunde. Faruk Kocaer beobachtet das Match mit größter Spannung. Im Vordergrund spielen Ralf Jonas (li) und Carlo Petkovsek.Thorsten Miesel und Sabine Brinkmann im letzten Match der Vorrunde. Faruk Kocaer beobachtet das Match mit größter Spannung. Im Vordergrund spielen Ralf Jonas (li) und Carlo Petkovsek.

Im letzten Match der Vorrunde drückte er ganz kräftig Sabine die Daumen. Er hatte so viele Siege wie Rolf, auch ebenso viele Buchholzpunkte, aber einen Sonneborn-Berger-Punkt weniger. Ein Sieg Sabines würde ihm den ersehnten Buchholzpunkt bringen, der ihn an Rolf vorbei auf den 8. Tabellenplatz promovieren würde. Sabine siegte, Faruk bekam seinen Buchholzpunkt. Aber er rückte nicht an Rolf vorbei, denn auch dieser hatte gegen Sabine gespielt, und Sabines Sieg verschaffte auch Rolf einen zusätzlichen Buchholzpunkt.

Alle anderen Spieler mit mindestens einem Siegpunkt rückten in die Second Chance vor, mit Ausnahme von Ilona und James Klein und Frank Maschkiwitz, die es vorzogen, den Abend ohne Backgammon zu verbringen!

In der Hauptrunde konnte Rolf Ralf Jonas nicht standhalten und stieg in die Second Chance ab. Ralf Jonas aber konnte auch gegen Paul in einem dramatischen Match, in dem Paul nach hohem Rückstand noch den DMP erreichte, bestehen und stand im Finale!

Dramatisches Halbfinalmatch: Ralf Jonas (li) und Paul Schlegel, KiebitzeDramatisches Halbfinalmatch: Ralf Jonas (li) und Paul Schlegel, Kiebitze

In der anderen Tableauhälfte schickte Michael Horchler zunächst Lutz Steuer aus Leipzig in die Second Chance und bezwang danach auch BG-Giant Tobias Hellwag.

Finale: Michael Horchler (li), Ralf JonasFinale: Michael Horchler (li), Ralf Jonas

Im Finale auf 9 Punkte ging ihm aber die Luft aus, und er musste Ralf, der den Side Pool bereits vor Beginn des Finals sicher hatte, den Sieg überlassen! Im Spiel um den dritten Platz konnte Paul sich gegen Tobias durchsetzen.

Paul Schlegel (li) und Tobias Hellwag. Es kiebitzen Ralf Sudbrak (vorn), Frank Petrikat (li) und Peter HaßelbergPaul Schlegel (li) und Tobias Hellwag. Es kiebitzen Ralf Sudbrak (vorn), Frank Petrikat (li) und Peter Haßelberg

Bravo Euch vieren! Alle erhielten einen Preis, denn aufgrund der vielen Teilnehmer gab es im Januar insgesamt sechs Preisplätze, vier davon in der Hauptrunde und zwei für die beiden Finalteilnehmer der Second Chance.

Dort mussten zunächst vier Spieler in die Vorrunde. Danach wurde wie immer neu ausgelost, und in der nächsten Runde reduzierte sich das Feld auf 7 Spieler. Als 8. trat nun Maik Kerner hinzu, der Sieger des Beginnersturniers, der sich erst im Stechen gegen Christine Bialas durchgesetzt hatte.

Christine Bialas und Maik Kerner im Spiel um den 1. Platz des Beginnersturniers. Ehemann Michael Bialas kiebitztChristine Bialas und Maik Kerner im Spiel um den 1. Platz des Beginnersturniers. Ehemann Michael Bialas kiebitzt

Er musste aber Thomas Krüger weichen, der danach auch Guido Weidner besiegen konnte.

Thomas Krüger (li) und Maik Kerner. Maik ist der Sieger des Beginnersturniers, der in der Second Chance mitspielen darfThomas Krüger (li) und Maik Kerner. Maik ist der Sieger des Beginnersturniers, der in der Second Chance mitspielen darf

Aber an Lutz Steuer, der aus der Hauptrunde kommend Sokrates nach Hause geschickt hatte, war kein Vorbeikommen, und so stand Lutz im Finale! Im anderen Halbfinale traf Rolf Schüler, der ebenfalls aus der Hauptrunde gekommen war und Ufuk Doğanay besiegt hatte, auf Dankwart, dem er keine Chance ließ. Im Finale konnte er sich auch gegen Lutz durchsetzen. Bravo, ihr beiden, und Glückwunsch!

Fast wie in Michelangelos „Erschaffung Adams“: Rolf Schüler (li) und Lutz Steuer vor dem „kleinen“, dem Second-Chance-FinaleFast wie in Michelangelos „Erschaffung Adams“: Rolf Schüler (li) und Lutz Steuer vor dem „kleinen“, dem Second-Chance-Finale

Durch seinen Sieg in der Second Chance konnte Rolf Schüler sich wieder an die Tabellenspitze setzen. Ralf Jonas konnte durch seinen Turniersieg Boden gutmachen und folgt ihm auf dem Fuße. Igor ist auf Platz 3 zurückgefallen, mit zwei Pünktchen Abstand folgt Faruk auf Platz 4. Mit Rolf und Ralf stehen erstaunlicherweise zwei Spieler an der Spitze, die nicht an allen Monatsturnieren teilgenommen haben. Geholfen hat ihnen, dass sie beide zwei Turniersiege errungen haben, dazu noch je einen Sieg in der Second Chance. Außerdem profitieren sie (bisher) auch von der in dieser Saison eingeführten Gutschriftregelung, die ihren Abstand zum übrigen Feld ganz schön vergrößern würde. Der einzige, der außer ihnen in dieser Saison einen Turniersieg auf dem Konto hat, ist Faruk.

Tobias Hellwag und Guido Weidner, KiebitzeTobias Hellwag und Guido Weidner, Kiebitze

Den Lady’s Prize hat Sabine Brinkmann erhalten, den Rookie’s Prize Thomas Pertzel. Thorsten Miesel hat im Satellitenturnier einen freien Startplatz erobert.

Im Speedgammon teilen sich Michael Horchler und Tibor Taylor den ersten Platz.

Das Beginnersturnier hat Maik Kerner gewonnen, Christine Bialas und Charon Fathieh erreichten die Plätze 2 und 3. Bravo!

Gute Laune: Christine Bialas, Charon FathiehGute Laune: Christine Bialas, Charon Fathieh

Das nächste Monatsturnier von Berlin Backgammon findet erst am dritten Februarwochenende, also am 17.2., wie gewohnt um 13:00 Uhr im en passant, Schönhauser Allee 58 (U2 Eberswalder Str.), 10437 Berlin, Tel. 0177–7383899. Alle Termine stehen im Berliner Backgammon Kalender (https://berlin-backgammon.org/berliner-spieltermine/). Bis dann!

Viele Grüße
Dankwart

Finalrunde
1. Ralf Jonas
2. Michael Horchler
3. Paul Schlegel
4. Tobias Hellwag

Second Chance
1. Rolf Schüler
2. Lutz Steuer

Lady’s Prize
Sabine Brinkmann

Rookie’s Prize
Thomas Pertzel

Satellit
Thorsten Miesel

Speedgammon
1. Michael Horchler / Tibor Taylor

Beginners
1. Maik Kerner
2. Christine Bialas
3. Charon Fathieh

 
 

Die komplette Turnierdokumentation kann Runde für Rund eingesehen werden.