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Michael, der Teufelskerl, oder: Sabine und die vier Pokale

21. Juni 2019

Bericht vom Saisonendturnier von Berlin Backgammon am 15. und 16. Juni 2019

Das Saisonendturnier von Berlin Backgammon ist der Höhepunkt der Saison im Berliner Backgammonleben. Es findet an zwei Tagen statt, es bietet noch mehr Wettbewerbe als ein normales Monatsturnier, die Vorrunde hat mehr Matches, die Matches der beiden K-O-Runden sind länger.

Während die meisten Saisonabschlussturniere in Deutschland den Besten der Jahresrangliste vorbehalten sind, kann in Berlin jedermann teilnehmen. Wer möchte, kann sogar an der Ausschüttung des im Saisonverlaufs thesaurierten Jahrespools beteiligt werden, indem er oder sie durch Nachzahlung so gestellt wird wie jemand, der wie die anderen regelmäßig bei den Monatsturnieren dabei war.

Vor dem Turnier: Man begrüßt sich, man stärkt sich, man unterhält sichVor dem Turnier: Man begrüßt sich, man stärkt sich, man unterhält sich

Auch in diesem Jahr fand das Berliner Saisonendturnier zur gleichen Zeit wie die „Lange Nacht der Wissenschaften“ statt. Ohne Teil des offziellen Programms zu sein, kann man bei uns spielerisch einen Blick auf Arithmetik, Bruchrechnen, Statistik, Equityberechnungen usw. usf. werfen. Und wer noch tiefer einsteigen will, kann anhand des Verdopplungswürfel Integralrechnung üben und Funktionsanalyse lernen. Nicht umsonst wird unser Lieblingsspiel an einigen Schulen in Frankreich im Mathe- und Statistikunterricht untestützend eingesetzt. Backgammon ist ein strategisches Spiel mit mathematisch-statistischem Einschlag, das durch die KI-Analyseprogramme, die seit den 90er Jahren verfügbar sind, besser verstanden worden ist. Learning from the bots war Ende der 90er, Anfang der 2000er Jahre ein heißes Thema.

Begrüßung durch den TurnierleiterBegrüßung durch den Turnierleiter

Das war aber nicht das Thema der kurzen Einführung des Turnierleiters vor Turnierbeginn. Vielmehr ging es darum, das Turnierformat in der nächsten Saison weiter zu verbessern. So ist es nahezu sicher, dass wir in der nächsten Saison bei gleicher Anzahl von Siegen als Tie-Breaker, also zur Unterscheidung, nicht mehr die Buchholzwertung, sondern den Blix, den Berliner Glücksindex (Erklärung:
https://berlin-backgammon.org/2019/06/17/runde-fur-runde-verlauf-des-berliner-saisonendturniers-2019-im-juni/#VorrundeTabelle) heranziehen werden. Dadurch gelangen anders als bei der Buchholzwertung, die diejenigen Spieler bevorzugt, deren Gegner im aktuellen Turnier erfolgreicher gespielt haben, diejenigen Spieler in die Hauptrunde, die gegen die langfristig erfolgreicheren Spieler gespielt haben. Um den Turnierverlauf zubeschleunigen, werden wir auch die Anmeldegbühr nach der Anmeldezeit differenzieren: Je später sich jemand anmeldet, höher desto wird die Anmeldegebühr sein.

Danach hießen wir die neuen Spieler willkommen: Çetin Tongaloğlu, ein erfahrener Spieler aus Hamburg, stieg natürlicherweise in die Championsklasse ein. Von ihm existiert leider kein Foto.

Elias hat einen Freund mitgebracht, der mit elterlicher Erlaubnis in der Beginnersklasse startete: Daniil Bondarenko.

Stefan Kostov (li) und Daniil BondarenkoStefan Kostov (li) und Daniil Bondarenko

Der Berliner Hans Henninger war vor einer Woche als Beginner bei der Deutschen Meisterschaft dabei. Dort hat es ihm so gut gefallen, dass er nun auch am Berliner Turnier teilnehmen wollte.

Hans Henninger, leider verschwommen. Ich hoffe, dass er bei seiner nächsten Turnierteilnahme besser getroffen wirdHans Henninger, leider verschwommen. Ich hoffe, dass er bei seiner nächsten Turnierteilnahme besser getroffen wird

Die Berliner Milen Donev und Stefan Kostov wollten Turnierbackgammon spielen und haben unsere Website im Internet gefunden. Beide starteten in der Beginnersklasse.

Milen Donev (li) und Elias LamnabhiMilen Donev (li) und Elias Lamnabhi

Herzlich willkommen, Ihr Neuen! Kommt wieder, wenn es Euch gefallen hat!

Karen Kazariants hat es beim letzten Mal so gut gefallen, dass er wieder dabei war. Das freut uns, Karen!

Tobias Bilz (li) und Karen KazariantsTobias Bilz (li) und Karen Kazariants

Außer Çetin Tongaloğlu, der aus Hamburg angereist war, konnten wir noch weitere Weitgereiste begrüßen (in der Reihenfolge der Anmeldung): Jost Müller-Kreth aus Bremen, der sich langsam zum Stammgast entwickelt, den Vorjahressieger Marcus Reinhard aus Aachen, den Vorvorjahressieger Stephan Hartmann aus Darmstadt und Stefan Blancke aus Lüneburg, ausweislich der deutschen Backgammon-Rangliste einer der besten Spieler in Deutschland.

Viertelfinale: Stephan Hartmann und Sabine Brinkmann. Stephan Blancke kiebitztViertelfinale: Stephan Hartmann und Sabine Brinkmann. Stephan Blancke kiebitzt

Auch Euch ein herzliches Willkommen!

Und dann gab es noch eine Punkt im Rahmen der Begrüßung, der traurig war: Den Abschied von Ufuk Doğanay. Er wird nun mindestens vier Jahre jenseits des Atlantiks Backgammon spielen und anderes machen (wofür wir uns mit ihm freuen). Zum Abschied bekam Ufuk ein blaues Band mit dem Logo von Berlin Backgammon. Mach’s gut, Ufuk, alles Gute! Wir werden Dein ausgeglichenes und freundliches Wesen vermissen! Plan‘ Deine Heimatbesuche so, dass Du auch in den nächsten Jahren ab und zu zum Berliner Turnier kommen kannst!

Wir verabschieden Ufuk Doğanay, der für vier Jahre auf der anderen Seite des Atlantiks Backgammon spielen wirdWir verabschieden Ufuk Doğanay, der für vier Jahre auf der anderen Seite des Atlantiks Backgammon spielen wird

Und dann hätten noch zwei ein Bändchen mit Logo bekommen, die aber nicht erschienen waren: Thomas Frübing, der nicht nur Backgammon an der Schule unterrichtet hat, sondern auch in seiner AG ein Abschlussturnier veranstaltet hat, dessen Siegerin an unserem Beginnersturnier teilnehmen durfte (https://berlin-backgammon.org/2019/03/17/durchmarsch-mit-schlusspasch/). Eine schöne Idee, Thomas, die mit dem blauen Band ausgezeichnet wird!

In Berlin gibt es in der Backgammonszene im wesentlichen zwei Gruppen: Einige wenige wollen am liebsten nur miteinander spielen und Neue wegbeißen, was seit einiger Zeit aber nicht mehr gestattet ist, und die große Mehrheit, die neue Spieler herzlich begrüßt, sie in das Turnier einfürt, ihnen hilft und Tipps gibt. Und dann gibt es noch einige, die aktiv neue Spieler werben. Einer von ihnen ist Meisam Jamshidi, der selbst erst in dieser Saison zu uns gestoßen ist und schnell Teil unserer Community geworden ist. Im Maiturnier haben gleich vier seiner Freunde ihre Berliner Turnierpremiere gefeiert, und stellvertretend für alle, die schon neue Spieler mitgebracht haben, erhält er zum Zeichen des Dankes und der Anerkennung ebenfalls eine blaues Band mit dem Logo von Berlin Backgammon.

Wir werden Meisam und Thomas ihr Bändchen bei ihrer nächsten Teilnahme überreichen.

Und nun konnte es endlich losgehen! Der Nachmittag ging bei herrlichem Sonnenschein und blauem Himmel schnell vorüber, nur Jürgen Lange brauchte ein bißchen länger als die anderen: Dafür konnte er am Ende der Vorrunde, die der Bedeutung des Saisonendturniers entsprechen über 5 Matches ging und gegen 20 Uhr endete, vier Siege auf der Habenseite seines Matchbuchs verbuchen. Nur unser Rising Star Yonas Lamnabhi (eher Risen Star, denn er ist schon einer), der ungeschlagen blieb, konnte ihn übertreffen!

Faruk Kocaer (li) und Thorsten MieselFaruk Kocaer (li) und Thorsten Miesel

Ebenso viele Siege wie Jürgen hatten der Vorjahressieger Marcus Reinhard, Sabine Brinkmann, die seit der letzten Saison einen steilen Aufstieg hinter sich hat, der alte Fuchs Igor Bakunowizki, Jost Müller-Kreth, der in den letzten Wochen schon in Amsterdam und Hamburg gezeigt hat, was er kann, Stephan Hartmann, der in der Frankfurter Rangliste ganz oben steht, und Tobias Bilz, der erst in dieser Saison zu uns gestoßen ist und große spielerische Fortschritte gemacht hat.

Carlo Petkovsek (li) und Frank MaschkiwitzCarlo Petkovsek (li) und Frank Maschkiwitz

Das waren die acht, die in die Hauptrunde kamen, ohne dass ein Stechen nötig war: Alle anderen hatten drei Siege und weniger auf dem Konto, aber auch zumindest eine Sieg und spielten damit in der Second Chance weiter. Alle Ergebnisse gibt es hier zu sehen: https://berlin-backgammon.org/2019/06/17/runde-fur-runde-verlauf-des-berliner-saisonendturniers-2019-im-juni/

Guido Weidner (li) und Frank PetrikatGuido Weidner (li) und Frank Petrikat

Vor dem Beginn der beiden K.O.-Runden gibt es traditionell beim Saisonendturnier noch einen Wettbewerb, und zwar die Calcutta-Auktion der Hauptrundenteilnehmer.

Das dramatische Viertelfinalmatch zwischen Stephan Hartmann und Sabine Brinkmann zieht viele Zuschauer an.Das dramatische Viertelfinalmatch zwischen Stephan Hartmann und Sabine Brinkmann zieht viele Zuschauer an.

Die war spannend und bald beendet, und nach einer halben Stunde Pause konnte wir gegen 21:30 Uhr das Turnier mit den Viertelfinals der Hauptrunde und der ersten Phase der Second Chance fortsetzen.

DMP im Viertelfinale: Igor Bakunowizki (li) und Jost Müller-Kreth. Michael Rieder kiebitztDMP im Viertelfinale: Igor Bakunowizki (li) und Jost Müller-Kreth. Michael Rieder kiebitzt

Kurz vor Mitternacht war der erste Turniertag dann beendet.

Wiedersehen im Viertelfinale: Jürgen Lange (li) trifft erneut auf Marcus Reinhardt. Ehefrau Jutta und Wolfgang zum Winkel kiebitzenWiedersehen im Viertelfinale: Jürgen Lange (li) trifft erneut auf Marcus Reinhardt. Ehefrau Jutta und Wolfgang zum Winkel kiebitzen

Jürgen Lange, Jost Müller-Kreth, Tobias Bilz und Stephan Hartmann waren im Halbfinale!

Für die Nachwelt festgehalten: Scoresheet mit unerwarteten Zahlen nach dem Viertelfinalmatch zwischen Jürgen Lange und Marcus Reinhardt. Jürgen hat den Vorjahressieger in die Second Chance geschickt!Für die Nachwelt festgehalten: Scoresheet mit unerwarteten Zahlen nach dem Viertelfinalmatch zwischen Jürgen Lange und Marcus Reinhardt. Jürgen hat den Vorjahressieger in die Second Chance geschickt!

Am Sonntag ging es dann mit den Halbfinals weiter, nachdem wir die ersten beiden Runden des Beratungsdoppels gespielt hatten (davon später mehr).

Der zweite Tag unseres Saisonendturniers beginnt mit dem Beratungsdoppel-Wettbewerb. Hat sich wie ein Kiebitz positioniert, spielt aber mit: Bernhard Ludwig Winkelhaus + Stephan Hartmann und Ralf Sudbrak und Rolf Schüler. Der Kiebitz ist Yonas LamnabhiDer zweite Tag unseres Saisonendturniers beginnt mit dem Beratungsdoppel-Wettbewerb. Hat sich wie ein Kiebitz positioniert, spielt aber mit: Bernhard Ludwig Winkelhaus + Stephan Hartmann und Ralf Sudbrak und Rolf Schüler. Der Kiebitz ist Yonas Lamnabhi

Jürgen Lange, der im Viertelfinale Marcus Reinhardt geschlagen und in die Second Chance geschickt hatte, führte lang gegen Stephan Hartmann, der zuvor Sabine Brinkmann aus der Hauptrunde geworfen hatte.

Halbfinale: Stephan Hartmann (li) und Jürgen Lange. Guido Weidner und Ralf Sudbrak kiebitzenHalbfinale: Stephan Hartmann (li) und Jürgen Lange. Guido Weidner und Ralf Sudbrak kiebitzen

Zwischendurch sah es so aus, als könnte Jürgen mit einem gedoppelten Gammon das Match gewinnen, verlor das Spiel aber dann doch, nachdem Stephan einen glücklichen späten Treffer gelandet hatte. Gleich im nächsten Spiel musste er selbst fürchten, Gammon und das Match zu verlieren, rettete sich aber durch einen Panthersprung in einen einfachen Spielverlust. Das Crawford Game (10-9 für Stephan) überstand Jürgen, aber beim Stand von 10-10 machte Stephan den Sack dicht. Kein Match für schwache Nerven! Damit war Stephan im Finale! Würde er wieder wie vor zwei Jahren das Saisonendturnier gewinnen können?

Mehr als spannend: DMP im Halbfinale zwischen Stephan Hartmann (li) und Jürgen Lange. KiebitzeMehr als spannend: DMP im Halbfinale zwischen Stephan Hartmann (li) und Jürgen Lange. Kiebitze

Im anderen Halbfinale spielte ebenfalls Berlin gegen Auswärts: Tobias Bilz hatte im Viertelfinale Yonas Lamnabhi um seine Hoffnungen gebracht, und Jost Müller-Kreth hatte Igor Bakunowizki in die Second Chance relegiert.

Halbfinale: Jost Müller-Kreth (li) und Tobias BilzHalbfinale: Jost Müller-Kreth (li) und Tobias Bilz

Auch hier tobte ein langer und harter Kampf, nicht ganz so spannend wie am anderen Halbfinalbrett, aber auch hier war bis zum Schluss alles drin. Tobias konnte sich schließlich durchsetzen und ins Finale einziehen!

Nicht minder spannend: Halbfinale zwischen Jost Müller-Kreth (re) und Tobias BilzNicht minder spannend: Halbfinale zwischen Jost Müller-Kreth (re) und Tobias Bilz

Jost blieb nur das Match um Platz 3, das er gegen Jürgen für sich entscheiden konnte. Glückwunsch Euch beiden!

Match um Platz 3: Jost Müller-Kreth (li) und Jürgen LangeMatch um Platz 3: Jost Müller-Kreth (li) und Jürgen Lange

Kurz vor 19:00 Uhr begann dann ein denkwürdiges Finale auf 15 Punkte, das den beiden Kontrahenten am Brett alles abverlangte! Zunächst zog Tobias schnell davon, auf 5-0, aber Stephan konnte wieder näherkommen und den Abstand verkürzen, dann sogar einen kleinen Vorsprung gewinnen, ohne sich absetzen zu können.

Finale: Stephan Hartmann (li) und Tobias BilzFinale: Stephan Hartmann (li) und Tobias Bilz

Tobias robbte sich wieder ran. Usw, usf … Und dann kam es zu einem Dejà-vu, nur in anderer Reihenfolge: Wie im Halbfinale sah es plötzlich so aus, als könnte Stephan mit einem gedoppelten Gammon das Match gewinnen, aber Tobias traf Stephans allerletzten Stein und konnte das Gammon vermeiden. Schließlich stand es 13-12 für Stephan, und bei diesem Stand doppelt der Zurückliegende früh, nämlich, sobald ein paar Gammons am Horizont auftauchen. So machte es auch Tobias, der nach dem Doppler einen Wirbelsturm entfachte… Im Sturm wirbelte er drei Checker von Stephan auf die Bar, Stephan drohte nun seinerseits ein Gammon und Matchverlust, aber dann war Tyche gnädig und gewährte Stephan ein Pasch, mit dem er seine drei tanzenden Steine in Tobias‘ 5-Punkte einsetzen konnte, und bewahrte ihn vor dem gedoppelten Gammon und der Matchniederlage!

Das dramatische Finalmatch nähert sich dem Ende: Tobias Bilz (li) und Stephan Hartmann und viele ZuschauerDas dramatische Finalmatch nähert sich dem Ende: Tobias Bilz (li) und Stephan Hartmann und viele Zuschauer

Und dann kam das Crawford-Game! Auch dieses wogte hin und her wie bei Homer, bis sich beide Farben mit starkem Heimfeld eine offene Außenfeldschlacht mit Blots lieferten. Stephan traf, Tobias setzte ein und traf, Stephan setzte ein und traf, Tobias setze ein und traf, Stephan setzte ein und traf …………………… nicht, und Tobias gelang es, seinen letzten Blot durch die gegnerischen Reihen zu manövrieren und das Match zu gewinnen! Glückwunsch Euch beiden!

Damit bleibt der Siegerpokal dieser Saison zum ersten Mal seit 2016 wieder in Berlin. Berlin empfängt gerne Gäste und ist auch freigiebig, aber ab und zu siegen wir auch gern, wa?

In der Second Chance waren im Viertelfinale noch vier Spieler im Turnier, die schon in der ersten Runde hatten spielen müssen. Sie mussten gegen die aus der Hauptrunde relegierten Verlierer der Viertelfinals antreten. Nach dem Viertelfinale stand es zwischen Hauptrunde und Second Chance unentschieden: Rolf Schüler und Igor K sackten Siege für die Second Chance ein (gegen Marcus Reinhardt und Igor Bakunowizki), Sabine Brinkmann und Yonas Lamnabhi für die aus der Hauptrunde Relegierten (gegen Amir Golshani und Thomas Krüger).

Viertelfinale der Second Chance: Amir Golshani und Sabine BrinkmannViertelfinale der Second Chance: Amir Golshani und Sabine Brinkmann

Im Halbfinale war dann für diejenigen, die die Second Chance von Anfang an mitgespielt hatten, Schluss, und so standen sich im Finale der Second Chance Mutter und Sohn gegenüber.

Familienangelegenheit im Finale der Second Chance: Sabine Brinkmann und Yonas Lamnabhi. Sabine lacht nicht wie gewohnt. Ahnt sie schon, dass sie dieses Match nicht gewinnen wird?Familienangelegenheit im Finale der Second Chance: Sabine Brinkmann und Yonas Lamnabhi. Sabine lacht nicht wie gewohnt. Ahnt sie schon, dass sie dieses Match nicht gewinnen wird?

An Backgammon-Erfahrung sind sie gleich alt, und erneut hatte Sabine nicht vor, ihrem Sohn den Vortritt zu überlassen: Aber im auf 9 Punkte verkürzten Finalmatch, das anders als das große Finale von vorsichtigem Cubeverhalten und kleinen Schritten geprägt war, setzte sich schließlich Yonas durch. Auf jeden Fall ist die Backgammon-Familienkasse jetzt gut gefüllt. Glückwunsch auch Euch beiden!

Michael Horchler ist mit mehr als 100 Ranglistenpunkten Vorsprung Berliner Backgammon-Meister der Saison 2018/19. Vizemeister ist Ralf Sudbrak, und Dritte der Rangliste ist Sabine Brinkmann, die sich im letzten Turnier der Saison noch an Igor Bakunowizki und Dankwart Plattner vorbeigeschoben hat. Euch dreien Bravo und Glückwunsch! Die Abschlussrangliste der Saison 2018/19 ist hier zu finden: https://berlin-backgammon.org/berliner-meisterschaft-2018-19/.

Beratungsdoppel: Sabine Brinkmann + Jost Müller-Kreth und Frank Maschkiwitz + Igor BakunowizkiBeratungsdoppel: Sabine Brinkmann + Jost Müller-Kreth und Frank Maschkiwitz + Igor Bakunowizki

Mit den beiden Einzelfinals war das Turnier kurz vor 22:00 Uhr im wesentlichen beendet; nur das Finale des Beratungsdoppels musste nach der Siegerehrung gespielt werden, da zwei der daran Beteiligten in den Einzelfinals dabei waren. Am Brett saßen sich Sabine Brinkmann und Jost Müller-Kreth auf der einen und Tobias Bilz und Matthäus Vigl auf der anderen Seite gegenüber. Wer würde Berliner Meister im Beratungsdoppel werden?

Finale des Beratungsdoppels: Links Sabine Brinkmann + Jost Müller-Kreth und Tobias Bilz + Matthäus Vigl. Yonas Lamnabhi kiebitztFinale des Beratungsdoppels: Links Sabine Brinkmann + Jost Müller-Kreth und Tobias Bilz + Matthäus Vigl. Yonas Lamnabhi kiebitzt

Tobias und Matthäus liefen den beiden anderen immer ein bißchen hinterher, und als sie in aussichtsreicher Position bei 3weg-2weg doppelten, brachten sie ihren Vorsprung nicht durch. Damit sind Sabine Brinkmann und Jost Müller-Kreth Berliner Meister im Beratunsdoppel und Tobias Bilz und Matthäus Vigl Vizemeister im Beratungsdoppel! Glückwunsch!

Bester Newcomer der Saison ist trotz seiner Abwesenheit beim Saisonendturnier Meisam Jamshidi geworden. Mit nur fünf Teilnahmen holte er 377 Ranglistenpunkte! Beste Lady ist Sabine Brinkmann.

Das Speedgammon-Turnier hat Ralf Sudbrak gegen Dankwart Plattner gewonnen. Auf den Plätzen folgten Jost Müller-Kreth und Michael Rieder. Glückwunsch! Dankwart ist damit Speedgammon-Meister, Michael Horchler, der Berliner Backgammon-Meister, ist im Speedgammon Vizemeister, und Rolf Schüler ist Dritter der Rangliste. Glückwunsch an alle!

Das Beginnersturnier hat der Neuling Milen Donev gewonnen. Glückwunsch!

Der Lady’s Prize des Turniers geht an Sabine Brinkmann. Glückwunsch!

Das Satellitenturnier hat Igor K gewonnen. Glückwunsch!

Und dann gab es noch einen letzten Wettbewerb, das Director’s Tournament, zu dem der Turnierleiter alle eingeladen hat, die am Sonntag nicht mehr in einem Turnier gespielt haben. Die Teilnahme war kostenlos, der Preis war klein, aber es gab einen Pokal. Vitali Olchanski hat das Finale gegen Frank Maschkiwitz gewonnen. Glückwunsch Euch beiden!

Und nun kommen die Fotos von der Siegerehrung:

Sieger des Speedgammonturniers: Ralf Sudbrak (li), beglückwünscht von Turnierleiter RolfSieger des Speedgammonturniers: Ralf Sudbrak (li), beglückwünscht von Turnierleiter Rolf

Die Sieger des Speedgammonturniers auf dem Treppchen: Ralf Subrak (mi), Sieger, Dankwart Plattner (li), Zweiter, Jost Müller-Kreth, Dritter. Vorne Turnierleiter Rolf SchülerDie Sieger des Speedgammonturniers auf dem Treppchen: Ralf Subrak (mi), Sieger, Dankwart Plattner (li), Zweiter, Jost Müller-Kreth, Dritter. Vorne Turnierleiter Rolf Schüler

Turniervierter: Jürgen Lange mit MedailleTurniervierter: Jürgen Lange mit Medaille

Turnierdritter: Jost Müller-Kreth. Dankwart überprüft, ob er den richtigen Pokal in der Hand hatTurnierdritter: Jost Müller-Kreth. Dankwart überprüft, ob er den richtigen Pokal in der Hand hat

Erster Pokal für Sabine Brinkmann, Finalistin der Second ChanceErster Pokal für Sabine Brinkmann, Finalistin der Second Chance

Sieger der Second Chance: Yonas LamnabhiSieger der Second Chance: Yonas Lamnabhi

Finalist Stephan HartmannFinalist Stephan Hartmann

Turniersieger Tobias BilzTurniersieger Tobias Bilz

Hat sich dieses Mal auf die Auktion konzentriert: Vorjahressieger Marcus ReinhardtHat sich dieses Mal auf die Auktion konzentriert: Vorjahressieger Marcus Reinhardt

Glückwunsch: Turnierleiter und Dritter der Jahreswertung im Speedgammon Rolf SchülerGlückwunsch: Turnierleiter und Dritter der Jahreswertung im Speedgammon Rolf Schüler

Michael Horchler, SpeedgammonvizemeisterMichael Horchler, Speedgammonvizemeister

Dankwart Plattner, SpeedgammonmeisterDankwart Plattner, Speedgammonmeister

Nächster Pokal für Sabine Brinkmann, Dritte der JahreswertungNächster Pokal für Sabine Brinkmann, Dritte der Jahreswertung

Dritter Pokal für Sabine Brinkmann: Beste Lady der SaisonDritter Pokal für Sabine Brinkmann: Beste Lady der Saison

Ralf Sudbrak, Berliner VizemeisterRalf Sudbrak, Berliner Vizemeister

Michael Horchler, Berliner Backgammon-MeisterMichael Horchler, Berliner Backgammon-Meister

Das Finale des Beratungsdoppels war noch nicht gespielt, die Finalisten auf der Bühne: Links Sabine Brinkmann + Jost Müller-Kreth und Tobias Bilz + Matthäus ViglDas Finale des Beratungsdoppels war noch nicht gespielt, die Finalisten auf der Bühne: Links Sabine Brinkmann + Jost Müller-Kreth und Tobias Bilz + Matthäus Vigl

Sieger des Director‘s Tournaments: Vitali Olchanski prüft mit skeptischem Blick den PokalSieger des Director‘s Tournaments: Vitali Olchanski prüft mit skeptischem Blick den Pokal

Alle SiegerAlle Sieger

Berliner Meister im Beratungsdoppel: Sabine Brinkmann mit ihrem vierten Pokal, Jost Müller-Kreth mit seinem zweiten. Wann hat es seit den seligen Zeiten von Andrea Wirth eine so erfolgreiche Lady in Berlin gegeben?Berliner Meister im Beratungsdoppel: Sabine Brinkmann mit ihrem vierten Pokal, Jost Müller-Kreth mit seinem zweiten. Wann hat es seit den seligen Zeiten von Andrea Wirth eine so erfolgreiche Lady in Berlin gegeben?

Berliner Vizemeister im Beratungsdoppel: Tobias Bilz + Matthäus ViglBerliner Vizemeister im Beratungsdoppel: Tobias Bilz + Matthäus Vigl

Nun wisst ihr auch, waum ich mich nicht für einen der beiden zur inneren Debatte stehenden Überschriften dieses Turnierberichts entschließen konnte und mit einem entschiedenen JEIN beide zu einer zusammengezogen habe. Und wem das doch nicht klargeworden ist, der bekommt es hier bildlich erläutert:

Sabine und die vier PokaleSabine und die vier Pokale

Ich hätte nicht gedacht, dass jemand bei einem einzigen Turnier so viele Pokale einheimsen kann! Und auch außer Sabine gab es ja mehrfach Ausgezeichnete zuhauf!

Das war die Saison 2018/19. Danke an alle, die mitgemacht haben, danke an alle, die mitgeholfen haben! Danke, Sven, für Beherbung und Bewirtung! Danke, Bernhard Ludwig Winkelhaus, für das Sponsoring des Sommerfests 2019! Danke, Jutta Lange und Michael Rieder, für die Mehrzahl der Fotos dieses Turnierberichts! Und danke an alle, die ich hier vergessen habe zu erwähnen!

Das nächste Turnier ist das Saisonauftaktturnier der Saison 2019/20. Es findet am dritten Samstag im August, also am 17. 8., im en passant, Schönhauser Allee 58 (U2 Eberswalder Str.), 10437 Berlin, Tel. 0177–7383899 statt. Und am 25.8. treffen wir uns beim Sommerfest von Berlin Backgammon, das um 14:30 mit einer Bootsfahrt auf dem Müggelsee beginnt. Eingeladen sind alle, die in dieser Saison an einem der Berliner Wettbewerbe (Meisterschaft, Liga, Speedgammon, Beginnersturnier, Beratungsdoppel, Festival) teilgenommen haben. Näheres folgt in einem Newsletter. Alle Termine bis Dezember 2019 stehen im Berliner Backgammon Kalender (https://berlin-backgammon.org/berliner-spieltermine/). Bis dann!

Viele Grüße
Dankwart

Berliner Meisterschaft / Berlin Championship
1. Michael Horchler
2. Ralf Sudbrak
3. Sabine Brinkmann

Berliner Meisterschaft im Speedgammon / Berlin Championship Speedgammon
1. Dankwart Plattner
2. Michael Horchler
3. Faruk Kocaer / Rolf Schüler

Beste Lady der Saison / Best Lady of this Saison
Sabine Brinkmann

Bester Newcomer der Saison / Best Newcomer of this Saison
Meisam Jamshidi

Finalrunde
1. Tobias Bilz
2. Stephan Hartmann
3. Jost Müller-Kreth
4. Jürgen Lange

Second Chance
1. Yonas Lamnabhi
2. Sabine Brinkmann

Punktsieger des Spieltags
1. Yonas Lamnabhi (148)
2. Tobias Bilz (145)
3. Stephan Hartmann (115)

Berliner Doppelmeisterschaft / Berlin Double Consultation Championship
1. Sabine Brinkmann + Jost Müller-Kreth
2. Tobias Bilz + Matthäus Vigl

Lady’s Prize
Sabine Brinkmann

Rookie’s Prize
(kein Rookie)

Satellit
Igor Kaplanski

Speedgammon
1. Ralf Sudbrak
2. Dankwart Plattner
3. Jost Müller-Kreth
4. Michael Rieder

Director‘s Tournament
1. Vitali Olchanski
2. Frank Maschkiwitz

Beginners
1. Milen Donev

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Das Krimifinale

14. April 2019

Bericht vom Monatsturnier von Berlin Backgammon am 13. April 2019

32 Spielerinnen und Spieler wollten den April, der im Backgammon macht, was er will, genießen und versammelten sich zu einem Monatsturnier, bei dem die vielen spannenden Matches Siegern und sogar den Besiegten viel Freude bereiteten, vor allem aber das unüberbietbar aufregende Finale eine Hitze erzeugte, die in wunderbarem Kontrast zur draußen vor der Tür herrschenden grimmigen Kälte stand.

Da Bill Gates seine Windows-Update-Probleme nicht in den Griff bekommt, beziehungsweise Windows nun anscheinend endgültig so hat programmieren lassen, dass OpenOffice in der Apache-Version immer wieder und unvorhersehbar abstürzt, und umgekehrt die Apache-Macher nicht in der Lage sind, der Probleme Herr zu werden, sind wir im April auf die Libre-Version von Open Office umgestiegen. Der Umstieg selbst verursacht wiederum Anpassungsbedarf, jedoch war die Turniersteuerung bis zum Turniertag fast vollständig überarbeitet, und das Turnier verlief endlich mal wieder ohne technische Störungen. Uff!

So konnte wir also ohne Hektik die Neuen und Weitgereisten begrüßen.

Yuriy Demchenko (li) und Manueel Mikhaeel Khorani. Osama Gibriel-Sliwa schaut zu.Yuriy Demchenko (li) und Manueel Mikhaeel Khorani. Osama Gibriel-Sliwa schaut zu.

Zu den Neuen gehörten Osama Gibriel-Sliwa und Manueel Mikhaeel Khorani. Die beiden Berliner haben unsere Website im Internet gefunden und beschlossen, bei einem unserer Turniere zu starten. Da sie den Verdopplungswürfel nicht kannten, nahmen sie zunächst am Beginnersturnier teil. Herzlich willkommen!

Ramin Azhdari (li) und Elias BrinkmannRamin Azhdari (li) und Elias Brinkmann

Den gebürtigen Hamburger Ramin Azhdari hat es vor einem knappen Jahr berufshalber nach Berlin gebracht. Als er unsere Website gefunden hatte, ist er sofort zu unserem Turnier geeilt. Auch er startete zunächst in der Beginnersklasse. Herzlich willkommen!

Ein weiterer Teilnehmer betrat erst gegen 14:00 Uhr das „en passant“ und konnte noch ins Beginnersturnier und ins Speedgammontunrier aufgenommen werden. In der Eile hat er vergessen, die Erklärung gemäß der EU-Datenschutzverordnung zu unterschreiben, so dass wir hier keinen Namen nennen und kein Foto veröffentlichen können. Auch den Newsletter kann er nicht erhalten, aber vielleicht liest er ja diesen Bericht. Grundsätzlich gilt: Keine Erklärung, kein Start beim Berliner Turnier.

Thomas Krüger (li) und der Bremer Jost Müller-KrethThomas Krüger (li) und der Bremer Jost Müller-Kreth

Dem Bremer Jost Müller-Kreth hat unser Turnier so gut gefallen, dass er nun schom zum dritten Mal unser Gast war. Als Neuling kann er darum nicht mehr begrüßt werden, aber als Weitgereister schon. Herzlich willkommen! Übrigens hat Jost einen eigenen stimmungsvollen Erlebnisbericht vom gestrigen Turnier geschrieben, den ihr hier lesen könnt: https://berlin-backgammon.org/2019/04/14/kulturen-in-deutschland/.

Petru Hlihor (li) und Igor BakunowizkiPetru Hlihor (li) und Igor Bakunowizki

Petru Hlihor aus Cluj / Klausenburg in Rumänien kommt immer wieder zu einem einmonatigen Forschungaufenthalt nach Leipzig. An einem seiner Leipziger Wochenenden lässt er die Forschung ruhen, kommt nach Berlin und widmet sich seinem geliebten Backgammon. Herzlich willkommen, Petru!

Und dann konnte das Turnier starten. Im vierten Match wiederholte sich das Finale des Märzturniers: Michael Horchler gegen Sabine Brinkmann! Hatte Michael im März noch den Sieg gegen Sabine davongetragen, so musste er dieses Mal Sabine den Vortritt lassen.

Michael Horchler und Sabine BrinkmannMichael Horchler und Sabine Brinkmann

Nach dem Match stand fest: Sabine hatte in den vier Matches der Vorrunde vier Siege errungen. Das schafften außer ihr nur noch Matthäus Vigl und Meisam Jamshidi. Sechs weitere Spieler hatten drei Siege, und zwei von ihnen mussten ins Stechen um den Einzug in die Hauptrunde, die ja nur scht Teilnehmern Platz bietet. Ufuk und Dankwart mussten also einen Onepointer spielen, den Ufuk für sich entscheiden konnte.

Speedgammon: Ufuk Doğanay (li) und Yonas BrinkmannSpeedgammon: Ufuk Doğanay (li) und Yonas Brinkmann

Bemerkenswert war, dass dieses Mal 12 Spieler, fast die Hälfte des Teilnehmerfeldes, nur einen Sieg auf dem Habenkonto hatte. Ich kann mich nicht erinnern, so eine Punkteverteilung schon einmal gesehen zu haben! Alle Ergebnisse gibt es wie immer in der Turnierübersicht: https://berlin-backgammon.org/2019/04/14/runde-fur-runde-verlauf-des-berliner-aprilturniers-2019/.

In der Hauptrunde wurden Yonas und Sabine Brinkmann gegeneinander gelost, und Yonas konnte dieses Mal seine Mutter und im Halbfinale danach auch Igor K überwinden. Finale für Yonas!

In der anderen Tableauhälfte konnte Meisam Jamshidi zunächst Matthäus Vigl und danach den Märzsieger Michael Horchler bezwingen. Nun stand er als zweiter Finalist fest!

Für beide Spieler war es die zweite Finalteilnahme. Wir erinnern uns: Meisam, der erst seit Dezember 2018 zur Berlin Backgammon Community gestoßen ist, war im Februarfinale Ralf Sudbrak unterlegen. Und Yonas hatte im Oktober 2017 gegen Ralf Jonas im Finale gestanden, konnte damals einen 0-6-Rückstand (Match auf 9 Punkte) aufholen und unterlag erst im DMP nach 2 Stunden und 6 Minuten (!) Matchzeit, als er nur noch einen Stein im Board hatte und Jonas mit drei Steinen im Board einen Pasch würfeln musste, den er auch aus dem Becher zauberte.

Das Finale hat gerade erst begonnen, da steht es schon 6-0 auf 9 Punkte: Meisam Jamshidi (li) und Yonas BrinkmannDas Finale hat gerade erst begonnen, da steht es schon 6-0 auf 9 Punkte: Meisam Jamshidi (li) und Yonas Brinkmann

Das war die Geschichte. Wie war am Samstag abend die Gegenwart? Dieses Mal führte Yonas rasch 6-0 (Finals werden immer auf 9 Punkte gespielt), und wie im Oktober 2017 schien die Sache gelaufen – jedoch dieses Mal für Yonas. Meisam aber, der schon als guter Spieler zu uns gekommen ist, inzwischen aber noch besser geworden ist, bewahrte die Ruhe und nutzte seine Chancen: Er doppelte aggressiver, spielte mit mehr Risiko und robbte sich Punkt um Punkt heran. Bald stand es 6-6, und kurz danach sogar 7-6 für ihn.

Das Finale ist weiter fortgeschritten, inzwischen steht es 6-3 auf 9 Punkte: Yonas Brinkmann (li), Meisam Jamshidi. Angezogen vom spannenden Match haben sich viele Zuschauer eingefundenDas Finale ist weiter fortgeschritten, inzwischen steht es 6-3 auf 9 Punkte: Yonas Brinkmann (li), Meisam Jamshidi. Angezogen vom spannenden Match haben sich viele Zuschauer eingefunden

Während Meisams Aufholjagd war Yonas ruhig, spielte nicht ängstlich und suchte Meisam so gut es ging Paroli zu bieten. Beim Stand von 3weg, 2weg doppelt man schon mit niedrigen Siegchancen, wenn man signifikante Gammonchancen hat. So auch Yonas.

Das Finale ist weit fortgeschritten: Yonas Brinkmann (li) liegt inzwischen 3-weg-2weg hinten. Meisam denkt darüber nach, wie er dieses Spiel noch umbiegen kann.Das Finale ist weit fortgeschritten: Yonas Brinkmann (li) liegt inzwischen 3-weg-2weg hinten. Meisam denkt darüber nach, wie er dieses Spiel noch umbiegen kann.

Meisam nahm in dieser schwierigen Stellung wohl korrekt an und brachte sich mit Pasch 6 wieder in eine konkurrenzfähige Rennposition. Aber es war ein Pyrrhus-Pasch: Selbst ein Pasch 1, mit dem er weitere vier Steine abtragen konnte, half ihm am Ende nichts, denn mit zwei Steinen auf der 2 hätte er im nächsten Wurf keine eins Würfeln dürfen. Das tat er aber, und nun zeigte er zum ersten Mal Emotionen, als wüsste er, dass dieser Wurf ihn das Match kosten würde. Aber es war ja noch nicht vorbei, Yonas hatte mit zwei Steinen auf der 6 und auf der 2 nur 13 gute Würfe. Er würfelte – und zauberte die benötigte 62 aus dem Becher. Die Spannung der zahlreichen Zuschauer, denen zwischenzeitlich mehrfach das Herz stehengeblieben war, entlud sich mit einem kollektiven Wow.

Kurz vor Schluss im Finale: Yonas Brinkmann (li) führt im Crawford-Game, Meisam Jamshidi würfeltKurz vor Schluss im Finale: Yonas Brinkmann (li) führt im Crawford-Game, Meisam Jamshidi würfelt

Das Match war aber noch nicht beendet. Im Crawford-Spiel stand es nun 8-7 für Yonas, und obwohl es Meisam noch gelang, eine Art Backgame aufzuziehen, sprang Yonas locker wie eine Gemse über alle Hindernisse. Turniersieg für Yonas, zweiter Platz für Meisam in einem hochklassigen Match, das an Spannung kaum zu überbieten war. Glückwunsch Euch beiden!

Im Match um den dritten Platz setzte sich Igor K gegen Michael Horchler durch. Glückwunsch auch Euch beiden!

In der Second Chance starteten 12 der 17 Spielerinnen und Spieler mit nur einem Sieg aus der Vorrunde. Kein Wunder, dass drei von ihnen es bis ins Viertelfinale, in das die Verlierer des Viertelfinals der Hauptrunde relegiert werden, schafften. Nur einer der Relegierten, Petru Hlihor, konnte das Viertelfinale siegreich bestehen, scheiterte aber im Halbfinale an Thorsten, der somit im Finale stand.

In der anderen Tableauhälfte konnte Faruk Kocaer alle Gegner und Gegnerinnen (Jutta, Sabine) aus dem Feld schlagen und stand somit als Gegner von Thorsten fest.

Finale der Second Chance: Thosten Miesel (li), Faruk KocaerFinale der Second Chance: Thosten Miesel (li), Faruk Kocaer

Faruk führte im Match auf 7 Punkte schnell 3-0, aber Thorsten holte auf. Faruk gewann noch ein Spiel zum 4-3, aber danach – beim Stand von 3-4 – doppelte Thorsten früh, gewann Gammon und das Match. Gratulation Euch beiden!

Den Lady’s Prize gewann Sabine Brinkmann. Glückwunsch!

In der Rangliste (https://berlin-backgammon.org/berliner-meisterschaft-2018-19/) hat es auf den ersten 5 Plätzen keinen Wechsel gegeben. Michael Horchler hat seinen Vorsprung weiter auf fast 90 Punkte ausgebaut, die Gutschrift von 31 Punkten nicht eingerechnet. Auch konnte niemand von außen in die Phalanx der ersten Spieler, die kostenlos an der Ausschüttung des Jahrespools teilnehmen, eindringen. Aber Meisam Jamshidu und Yonas Brinkmann katapultierten sich durch Panthersprünge auf Platz 13 (von 21) und 15 (von 22) und haben nun – wenn auch nich allzu große – Chancen, im Mai noch unter die ersten zehn zu kommen.

Das Speedgammonturnier gewann Faruk Kocaer. Sein zweiter Erfolg an diesem Tag! Zweiter wurde Michael Horchler, Dritter Tobias Bilz. Glückwunsch!

Speedgammon-Finale: Michael Horchler (li) und Faruk KocaerSpeedgammon-Finale: Michael Horchler (li) und Faruk Kocaer

Die beiden Satellitenturniere, die einen kostenlosen Startplatz bei einem der nächsten Turniere garantieren, gewannen Jost Müller-Kreth und Rolf Schüler. Glückwunsch!

Beginnerssieger ist Yuriy Demchenko. Damit durfte er in der Second Chance starten. Der Neuling Ramin Azhdari wurde Zweiter, Dritter der Neuling Manueel Mikhaeel Khorani. Gratulation!

Bis zum nächsten Monatsturnier von Berlin Backgammon müssen wir nun fünf Wochen warten. Es findet am 18. Mai 2019 statt, und zwar zur gewohnten Zeit und wie immer im „en passant“. Alle Termine stehen im Berliner Backgammon Kalender (https://berlin-backgammon.org/berliner-spieltermine/). Bis dann!

Dankwart

Finalrunde
1. Yonas Brinkmann
2. Meisam Jamshidi
3. Igor Kaplanski
4. Michael Horchler

Second Chance
1. Thorsten Miesel
2. Faruk Kocaer

Punktsieger des Spieltags
Yonas Brinkmann (100)

Lady’s Prize
Sabine Brinkmann

Rookie’s Prize
(Kein Rookie)

Satellit 1
Rolf Schüler

Satellit 2
Jost Müller-Kreth

Speedgammon
1. Faruk Kocaer
2. Michael Horchler
3. Tobias Bilz

Beginners
1. Yuriy Demchenko
2. Ramin Azhdari
3. Manueel Mikhaeel Khorani

h1

Durchmarsch mit Schlusspasch

17. März 2019

Bericht vom Monatsturnier von Berlin Backgammon am 16. März 2019

Im März fanden insgesamt 40 Spielerinnen und Spieler – davon fünf Beginners – den Weg ins en passant, um in spannenden Matches einen Sieger – oder eine Siegerin – zu küren, in angenehmer Gesellschaft einen schönen Backgammon-Tag zu verbringen und sich rundum wohlzufühlen.

Erneut hatte Bill Gates am Vorabend des Turniers seinen mittlerweile gefürchteten Windows-Patchday, und auch dieses Mal blieb Berlin Backgammon nicht verschont. Wann lernen die es in Seattle endlich, funktionierende Updates zu liefern?

So begann das Turnier mit nahezu einer Stunde Verspätung. Danach lief es aber zügig und halbwegs glatt, auch weil wir gelernt haben, mit dem ständigen Einfrieren unseres Turniersteuerungssoftware einigermaßen umzugehen, und so waren wir dann doch noch in der Zeit fertig (mehr oder weniger).

Zuerst begrüßten wir wie immer die Neulinge und Weitgereisten:

Da war zunächst Vivien Diehr, die jüngste aller Teilnehmerinnen. Sie hatte an ihrer Schule das Turnier einer Backgammon-AG, die von Thomas Frübing geleitet wird, gewonnen. Einer ihrer Preise war die Teilnahme an unserem Monatsturnier, wo sie in der Beginnersklasse startete. Sie spielte eifrig und konzentriert, zeigte, was sie gelernt hat, und konnte am Ende zwei Siege für sich beanspruchen. Bravo, Vivien, und herzlich willkommen!

Gute Laune, Spaß am Spiel und schon eine gehörige Portion Können: Rising Star Vivien DiehrGute Laune, Spaß am Spiel und schon eine gehörige Portion Können: Rising Star Vivien Diehr

Zusammen mit Vivien trat ihr Vater Volker Stullin an, ebenfalls in der Beginnersklasse. Herzlich willkommen, Volker!

Volker Stullin, BeginnersstarterVolker Stullin, Beginnersstarter

Sabine Imgrund aus Aschaffenburg hat schon ein paar Mal in Frankfurt gekiebitzt, wählte aber Berlin zum Ort ihrer ersten Turnierteilnahme. Herzlich willkommen, Sabine!

Rising Start Vivien Diehr und Sabine ImgrundRising Start Vivien Diehr und Sabine Imgrund

Und wenn wir gerade bei den Beginners sind: Nach vielen Jahren in der Versenkung – er hat sein letztes Berliner Turnier 2011 gespielt – tauchte Dirk Olm wieder auf. Nach der langen Turnierpause traute er sich zunächst nur den Start in der Beginnersklasse zu, gehört aber, was seine Spielstärke angeht, immer noch in die Mastersklasse. Herzlich willkommen, Dirk!

Uwe Imgrund hat in dieser Saison in Frankfurt mit dem Turnierbackgammon begonnen und hat sich schon stark verbessert. In Berlin hatte er bei seinem ersten Start außerhalb von Frankfurt wenig Glück. Herzlich willkommen, Uwe!

Michael Horchler (li) und Uwe ImgrundMichael Horchler (li) und Uwe Imgrund

Aus Bremen waren die Bremer Stadtmusikanten angereist: Zunächst kam Jost Müller-Kreth, der schon bei unserem Festival im letzten Oktober dabei war und nun erneut antrat. Herzlich willkommen, Jost!

Der Bremer Jost Müller-KrethDer Bremer Jost Müller-Kreth

Jost traf hier übrigens einen seiner wenigen Namensvettern, den Berliner Jost Neumann, der zum zweiten Mal bei unserem Turnier da war. Schön, dass es Dir beim ersten Mal so gut gefallen hat, dass Du wiedergekommen bist, Jost!

Sokrates Bukalis (li) und Jost NeumannSokrates Bukalis (li) und Jost Neumann

Danach betraten Heiko Schnaars und Carsten Schweigert die heiligen Spielhallen des en passant. Sie spielen ab und zu in Hamburg und wollten beide mal auch unser Berliner Turnier mitspielen. Herzlich willkommen, Heiko und Carsten!

Bremer Lokalderby in Berlin: Carsten Schweigert (li) und Heiko SchnaarsBremer Lokalderby in Berlin: Carsten Schweigert (li) und Heiko Schnaars

Und da war da noch Heikos Bruder Jörg, von dem zunächst nicht klar war, ob er es rechtzeitig zum Turnierbeginn schaffen würde. Schließlich war er aber auch da und komplettierte das Bremer Quartett. Herzlich willkommen, Jörg!

Jochen Reinecke (li) und Jörg SchnaarsJochen Reinecke (li) und Jörg Schnaars

Zur gleichen Zeit wie er kam auch der Berliner Milad Majidi, der über unsere Website zu uns gefunden hat. Er spielte sein erstes Turnier bei uns. Herzlich willkommen, Milad!

Thomas Frübing (li) und Milad MajidiThomas Frübing (li) und Milad Majidi

Amir Golshani, der im Februar zum ersten Mal an unserem Berliner Turnier teilgenommen hatte, war zum zweiten Mal dabei. Dieses Mal machte er es besser als bei seiner ersten Teilnahme. Schön, dass du wieder dabei warst, Amir!

Andreas Kohlschmidt (li) und Carlo Petkovsek. Dahinter wartet Amir Golshani auf seinen Gegner, den Turnierleiter, der als Paparazzo noch eine Runde durchs Spiellokal drehtAndreas Kohlschmidt (li) und Carlo Petkovsek. Dahinter wartet Amir Golshani auf seinen Gegner, den Turnierleiter, der als Paparazzo noch eine Runde durchs Spiellokal dreht

Aus der dunklen und kalten Polarnacht in Tromsø im Norden Norwegens flüchtet Andrè Larsen gern mal in den Berliner Vorfrühling, um ein bißchen Tageslicht zu genießen. Er war dieses Mal der am weitesten Gereiste. Schön, dass du wieder dabei warst, Andrè!

Schwerer Brocken für Ufuk: Andrè Larsen (li) und Ufuk DoğanaySchwerer Brocken für Ufuk: Andrè Larsen (li) und Ufuk Doğanay

Nachdem alle begrüßt und alles gesagt war, waren die Spielerinnen und Spieler am Zug. In vier Vorrundenmatches war zu ermitteln, wer in welcher der sich anschließen K-O-Runden – Hauptgruppe und der Second Chance – starten durfte.

Drei Spieler waren danach ohne Niederlage: Yonas Brinkmann, der Seriensieger dieser Saison, Michael Horchler, und Amir Golshani, der bei seiner ersten Teilnahme keinen einzigen Sieg hatte erringen können, jetzt aber mit Geschick und Können ungeschlagen war!

Im März war das en passant schön voll: Vorne Tobias Bilz (li) und Yonas Brinkmann, dahinter Matthäus Vigl und Jutta Lange, ganz hinten Mel Sippel und Andrè LarsenIm März war das en passant schön voll: Vorne Tobias Bilz (li) und Yonas Brinkmann, dahinter Matthäus Vigl und Jutta Lange, ganz hinten Mel Sippel und Andrè Larsen

Acht weitere Spieler hatten drei Siege auf ihrem Konto, und weil in dem Achterfeld nur für fünf von ihnen Platz war, musste die Buchholzwertung entscheiden. Am unglücklichsten traf es Carsten Schweigert und Ufuk Doganay, die beiden nur einen Buchholzpunkt weniger als der Achte der Vorrundentabelle hatten (alle Ergebnisse hier einzusehen: https://berlin-backgammon.org/2019/03/17/runde-fuer-runde-verlauf-des-berliner-maerzturniers-2019/).

In der oberen Tableauhälfte rückten Yonas Brinkmann (Sieg über Marcus Selle) ebenso wie seine Mutter Sabine (Sieg über Amir Golshani) ins Halbfinale vor. Sabine konnte ihren Sohn ins Match um den 3. Platz verweisen und zog zum ersten Mal ins Finale ein. Ein weiterer schöner Erfolg – ihr bisher schönster – für Sabine, die erst seit einem guten Jahr bei den Masters mitspielt und sich kontinuierlich verbessert hat!

Familienderby im Halbfinale: Sabine und Yonas BrinkmannFamilienderby im Halbfinale: Sabine und Yonas Brinkmann

In der unteren Tableauhälfte konnte Michael Horchler den nicht ganz heimlichen Favoriten Andrè Larsen, der in Berlin immer für einen vorderen Platz gut ist, und danach auch noch Rolf Schüler besiegen. Finale gegen Sabine! Dort führte er 5-3, als er nach einem wohl zu frühen Doppler entscheiden musste, Sabines Redoppel anzunehmen. Nach einiger Überlegung entschied er sich fürs Take, und es kam zu einem Bear-off-Duell, bis Michael schließlich noch 4 Steine und Sabine zwei Steine im Board übriggelassen hatten. Michael brauchte mindestens einen Zweier-Pasch, würfelte – und da lag er, der benötigte Pasch! Match- und Turniersieg ohne Niederlage für Michael, aber auch ein toller zweiter Platz für Sabine! Herzlichen Glückwunsch euch beiden!

Und weil ein Bild mehr als 1000 Worte und vier Bilder sogar viel mehr als 4000 Worte sagen, gibt es hier vier Stills aus dem langen Finalmatch:

Vor dem großen Finale: Michael Horchler und Sabine BrinkmannVor dem großen Finale: Michael Horchler und Sabine Brinkmann

Im großen Finale: Sabine zieht energisch, Michael beobachtetIm großen Finale: Sabine zieht energisch, Michael beobachtet

Der letzte Wurf im großen Finale: Da liegt der Pasch! Sabine ist entsetzt, Michael traut seinen Augen noch nichtDer letzte Wurf im großen Finale: Da liegt der Pasch! Sabine ist entsetzt, Michael traut seinen Augen noch nicht

Die Entscheidung ist gefallen. Michael freut sich (verhalten), Sabine ist enttäuschtDie Entscheidung ist gefallen. Michael freut sich (verhalten), Sabine ist enttäuscht

Im Match um den dritten Platz wollte Yonas eigentlich ein längeres Match spielen und einigte sich mit seinem Gegner Rolf darauf, das Match auf 7 statt 5 Punkte auszutragen (für die Rangliste wird es dennoch als 5-Punkte-Match gewertet). Aber dann jagte Yonas den Verdopplungswürfel auf 8. Danach konnte Yonas Rolfs letzten zurückliegenden Stein ausschließen und begann schon mit dem Abtragen, als Rolf endlich einsetzen konnte. So dauerte das lange Match nur ein Spiel. Durch den Sieg in dem kurzen Langmatch wurde Yonas Turnierdritter, Rolf Turniervierter! Glückwunsch auch euch beiden!

Jost Neumann (li) und Jürgen Lange, dahinter Michael Horchler (li) und Uwe ImgrundJost Neumann (li) und Jürgen Lange, dahinter Michael Horchler (li) und Uwe Imgrund

In der Second Chance mussten die Spieler, um ins Finale zu gelangen, einen weiten Weg zurücklegen: Fünf Runde waren zu spielen, bis man im Finale war. Zwei Spieler schafften das Kunststück: Zum einen Amir Golshani, der aber nicht die volle Distanz gehen musste, denn er war zuvor in der Hauptrunde, wo er sein Viertelfinalmatch verloren hatte, so dass er erst im zweiten Viertelfinale der Second Chance antreten musste. Er konnte sich gegen Carsten Schweigert und Marcus Selle durchsetzen.

In Berlin gibt es viele schöne Bretter. Eins davon gehört dem Backgammonlehrer Thomas FrübingIn Berlin gibt es viele schöne Bretter. Eins davon gehört dem Backgammonlehrer Thomas Frübing

Schwerer hatte es Ufuk Doğanay, der ja zuvor nur knapp – durch einen fehlenden Buchholzpunkt – den Einzug in die Hauptrunde verpasst hatte. Hatte er in der ersten Runde noch – aufgrund seiner drei Vorrundensiege – verdient spielfrei, musste er danach Match um Match gewinnen. Im Viertelfinale überwand er den schwersten Brocken, den Norweger Andrè Larsen, der vielleicht die der im Backgammonspiel notwendigen Konzentration abträgliche Wirkung des wohlschmeckenden deutschen Gerstensafts unterschätzt hatte, und im Halbfinale den Bremer Jost Müller-Kreth.

Damit feierte Ufuk, der nun seit gut einem Jahr mit uns spielt, seinen bis dato größten Erfolg, und dabei blieb es: Im Match auf 7 Punkte führte er 5-3, als er Amir den Cube zu früh anbot. Der akzeptierte, redoppelte naturgemäß sofort, und konnte in der Folge das Spiel umdrehen. Nach seinem unglücklichen Turnierstart im Februar gewann er verdient die Second Chance. Glückwunsch Euch beiden!

Finale der Second Chance: Amir Golshani und Ufuk DoğanayFinale der Second Chance: Amir Golshani und Ufuk Doğanay

Mit seinem Durchmarsch, der ihm den dritten Turniersieg der Saison einbrachte, holte sich Michael Horchler Platz 1 der Rangliste zurück. Ralf Sudbrak und Igor B dahinter rutschen je einen Rang ab, Dankwart bleibt Vierter. Sabine folgt auf Platz 5. Den größten Sprung nach vorn machte der Turniervierte Rolf (von 12 auf 7). Marcus Selle, der es in der Second Chance bis ins Halbfinale gebracht hat, hat sich an Platz 10, der von Igor K gehalten wird, herangerobbt, von dem ihn noch 5 Ranglistenpunkte trennen. Zur Erinnerung: Platz 10 ist der letzte Platz der Mairangliste, der zur kostenlosen Teilnahme an der Ausschüttung des Jahrespools beim Saisonendturnier berechtigt.

Zwei Turnierleiter im Finale des Speedgammonturniers: Rolf Schüler (li) und Dankwart PlattnerZwei Turnierleiter im Finale des Speedgammonturniers: Rolf Schüler (li) und Dankwart Plattner

Im Speedgammonturnier, das Rolf Schüler leitet, spielten Thorsten Miesel und Sabine Brinkmann um Platz 3. Sabine hätte fast auf Zeit verloren, da machte Thorsten sie ohne Verpflichtung auf ihre Zeitnot aufmerksam. Sehr fair, Thorsten! Danach zog Sabine zügig und komplettierte ihren erfolgreichen Backgammontag mit einem Sieg. Zum Dank teilte sie sich den Preis mit Thorsten, was ebenfalls sehr fair war. So sieht Berliner Backgammon-Sportsgeist aus! Im Finale spielten Dankwart und Rolf. Dankwart konnte sich knapp durchsetzen.

Lady’s Derby: Jutta Lange (li) und Sabine Brinkmann

Den Lady’s Prize gewann Sabine Brinkmann, die beiden von Thorsten Miesel geleiteten Satellitenturniere Matthäus Vigl und Michael Horchler. Bester Beginnersstarter im von Sabine Brinkmann geleiteten Beginnersturnier war der Eigentlich-Master Dirk Olm. Glückwunsch Euch allen!

Bernhard Ludwig Winkelhaus und Mel SippelBernhard Ludwig Winkelhaus und Mel Sippel

Bis zum nächsten Monatsturnier von Berlin Backgammon müssen wir nun vier Wochen warten. Es findet am 13. April 2019 statt, und zwar zur gewohnten Zeit und wie immer im „en passant“. Alle Termine stehen im Berliner Backgammon Kalender (https://berlin-backgammon.org/berliner-spieltermine/). Bis dann!

Viele Grüße
Dankwart

Finalrunde
1. Michael Horchler
2. Sabine Brinkmann
3. Yonas Brinkmann
4. Rolf Schüler

Second Chance
1. Amir Golshani
2. Ufuk Doganay

Punktsieger des Spieltags
Michael Horchler (115)

Lady’s Prize
Sabine Brinkmann

Rookie’s Prize
Milad Majidi

Satellit 1
Matthäus Vigl

Satellit 2
Michael Horchler

Speedgammon
1. Dankwart Plattner
2. Rolf Schüler
3. Sabine Brinkmann
4. Thorsten Miesel

Beginners
1. Dirk Olm
2. Karl-Heinz Baatz

h1

Langes Warten

3. Februar 2019

Bericht vom Monatsturnier von Berlin Backgammon am 2. Februar 2019

26 Spielerinnen und Spieler fanden sich am Samstag ein, um in spannenden Matches einen Sieger zu küren, angenehme Gesellschaft unter Gleichgesinnten zu erleben und einen schönen Backgammon-Tag zu verbringen.

Nach dem Wurf: Würfel steht ohne StützeNach dem Wurf: Würfel steht ohne Stütze

Das Turnier begann wie immer mit der Begrüßung der Neuen und Weitgereisten:

Zum ersten Mal dabei war Amir Golshani aus Ludwigsfelde, der sich seinen Freunden Meisam und Hossein angeschlossen hatte.

Amir Golshani (li) und Yuryi DemchenkoAmir Golshani (li) und Yuryi Demchenko

Auch Jost Neumann war zum ersten Mal bei unserem Turnier, ist allerdings ein alter Hase, denn er spielt seit über 60 Jahren Backgammon (und im Sommer Golf). Vor Urzeiten hat er auch schon im Belmont gespielt.

Jost Neumann (li) und Christian SetzpfandtJost Neumann (li) und Christian Setzpfandt

Cihan Göksu aus Kopenhagen unterschätzte sich und startete in der Beginnersklasse. Da er demnächst in Tübingen ein Studium aufnehmen wird, sucht er nach einer Spielmöglichkeit in Stuttgart und Umgebung.

Matthäus Vigl (li) und Cihan Gösku, entspanntMatthäus Vigl (li) und Cihan Gösku, entspannt

Aus Odessa war erneut Bakri Tsuleiskiri angereist.

Badri Tsuleiskiri und Jutta LangeBadri Tsuleiskiri und Jutta Lange

Bill Pope aus London hatte uns schon ein Mal 2016 besucht, nun nutzte er erneut einen Berlin-Besuch, um an unserem Turnier teilzunehmen.

Thorsten Miesel (li), Bill PopeThorsten Miesel (li), Bill Pope

Ruedi Altermatt aus Basel gefällt Berlin aus vielerlei Gründen. Dieses Mal hat er unterwegs in seinen Urlaubsort seinen bei einem Satellitenturnier gewonnenen kostenlosen Startplatz abgeholt.

Euch allen, Neuen und Weitgereisten, sagt die Berlin Backgammon Community ein herzliches Willkommen!

Christian Setzpfandt (li) und Thomas KrügerChristian Setzpfandt (li) und Thomas Krüger

Und dann begann die Vorrunde, in deren Verlauf alle Teilnehmer gegen vier zufällig ausgeloste Gegner spielen.

Zwei Spieler hatten danach eine reine Weste, also vier Siege auf dem Konto, und zogen sicher in die Hauptrunde ein: Jürgen Lange, der ausweislich des Blix eines der schwereren Lose hatte, und Christian Setzpfandt.

Weiter sieben Spieler hatten 3 Siege auf dem Konto, aber nur für sechs von ihnen war in der Hauptrunde Platz. Ein Stechen war aber nicht nötig, denn Badri Tsuleiskiri hatte die schlechtere Buchholzwertung und musste sich mit der Second Chance begnügen. Alle Ergebnisse gibt es hier: https://berlin-backgammon.org/2019/02/03/runde-fuer-runde-verlauf-des-berliner-februarturniers-2019/.

Vor dem Beginn der Finalrunden gab es noch ein besonderes Ereignis: Michihito Kageyama, bekannt als Michi, Nr. 2 der Backgammon-Giants-Liste,
hatte Berlin Backgammon freundicherweise zwei Exemplare seines vielgelobten und empfehlenswerten Lehrbuchs gestiftet. Opening Concepts (https://www.amazon.de/Opening-Concepts-Backgammon-Odyssey-Band/dp/1979006407) wendet sich überwiegend an Anfänger, einiges ist aber auch für Fortgeschrittene interessant. Wir haben die beiden Bücher verlost. Die glücklichen Gewinner waren der Beginner Cihan Göksu und der Master Jürgen Lange. Glückwunsch!

Cihan Göksu (li) und Jürgen Lange, Gewinner der beiden Exemplare von Opening Concepts, die von Michi gestiftet wurdenCihan Göksu (li) und Jürgen Lange, Gewinner der beiden Exemplare von Opening Concepts, die von Michi gestiftet wurden

Durch Siege über Ufuk Doğanay und Ruedi Altermatt zog Meisam Jamshidi ins Finale ein. In der anderen Tableauhälfte überwand Ralf Sudbrak Jürgen Lange und Christian Setzpfandt und war somit Meisams Gegner. Ralf setzte sich im Finalmatch schnell ab, aber Meisam konnte bald aufholen. Ralf konnte ein weiteres Spiel gewinnen und doppelte beim Stand von 5-4 angesichts seiner Gammonchancen früh, konnte sie realisieren und gewann Gammon und das Turnier. Glückwunsch, Ralf, und Gratulation, Meisam, zu den tollen Resultaten!

Finale: Meisam Jamshidi (li) und Ralf SudbrakFinale: Meisam Jamshidi (li) und Ralf Sudbrak

Im Spiel um den 3. Platz setzte sich Ruedi Altermatt gegen Christian Setzpfandt durch. Gratulation auch Euch beiden!

Match um Platz 3: Christian Setzpfandt (li) und Ruedi Altermatt, ZuschauerinMatch um Platz 3: Christian Setzpfandt (li) und Ruedi Altermatt, Zuschauerin

In der Second Chance kam es in der ersten Runde zu einem direkten Duell um den Lady’s Prize: Sabine Brinkmann konnte sich gegen Jutta Lange durchsetzen und ihn erobern.

Match um den Ladie’s Prize: Jutta Lange (li) und Sabine Brinkmann

Danach unterlag sie aber in einem langen Match Igor K, der anschließend seinerseits in einem noch längeren Match Igor B unterlag.

Jürgen Lange (li) steht als Finalist der Second Chance schon fest, Bill Pope (re) ist Halbfinalist, da wird in der anderen Tableauhälfte noch das Viertelfinale gespieltJürgen Lange (li) steht als Finalist der Second Chance schon fest, Bill Pope (re) ist Halbfinalist, da wird in der anderen Tableauhälfte noch das Viertelfinale gespielt

Der aus der Hauptrunde relegierte Jürgen Lange hatte den Beginnerssieger Cihan Göksu und danach Badri Tsuleiskiri aus dem Turnier geworfen. Danch musste Jürgen Lange warten, sogar lange warten, denn er stand schon als Finalist fest, als in der anderen Tableauhälfte noch das Viertelfinale im Gange war. Endlich durfte er sich gegen Igor Bakunowizki, der nach Igor K noch Bill Pope hatte besiegen müssen, ans Board setzen. Igor behielt die Oberhand und siegte damit zum zweiten Mal hintereinander in der Second Chance. Trotzdem ein tolles Turnierresultat für Jürgen. Glückwunsch und Gratulation Euch beiden!

Endlich! Finale der Second Chance zwischen Jürgen Lange (li) und Igor bakunowizkiEndlich! Finale der Second Chance zwischen Jürgen Lange (li) und Igor bakunowizki

Die Rangliste (https://berlin-backgammon.org/berliner-meisterschaft-2018-19/), die noch vor drei Spieltagen so aussah, als ob Michael Horchler und Frank von Willert sich ein weitab des Feldes stattfindendes Privatduell lieferten, hat sich ganz schön gewandelt: Nach dem Februarturnier wird sie von Ralf Sudbrak angeführt, Igor Bakunowizki belegt den zweiten Platz, und Michael Horchler ist auf den dritten Platz zurückgefallen. Den größten Sprung nach vorn hat Jürgen Lange gemacht: Mit einem Pantersprung von 89 Punkten jettete der Punktsieger des Spieltages von Platz 22 auf Platz 15 und nähert sich damit den magischen Zehn, die kostenlos an der Ausschüttung des Added beim Saisonendturnier teilnehmen.

Im Speedgammonturnier tröstete sich Michael Horchler über seine Hauptturnierniederlage gegen den Beginnersstarter Cihan Göksu mit einem Finalsieg gegen Ruedi Altermatt. Den Lady’s Prize gewann Sabine Brinkmann, das Satellitenturnier Igor K. Bester Beginner war Cihan Göksu. Glückwunsch Euch allen!

Michael Horchler (li) und Ruedi Altermatt im Speedgammon-FinaleMichael Horchler (li) und Ruedi Altermatt im Speedgammon-Finale

Bis zum nächsten Monatsturnier von Berlin Backgammon müssen wir nun sechs Wochen warten. Es findet am 16. März 2019 statt, und zwar zur gewohnten Zeit und wie immer im „en passant“. Alle Termine stehen im Berliner Backgammon Kalender. Bis dann!

Viele Grüße
Dankwart

Finalrunde
1. Ralf Sudbrak
2. Meisam Jamshidi
3. Ruedi Altermatt
4. Christian Setzpfandt

Second Chance
1. Igor Bakunowizki
2. Jürgen Lange

Punktsiger des Spieltags
Ralf Sudbrak (100)

Lady’s Prize
Sabine Brinkmann

Rookie’s Prize
Amir Golshani

Satellit
Igor Kaplanski

Speedgammon
1. Michael Horchler
2. Ruedi Altermatt

Beginners
1. Cihan Göksu
2. Yuriy Demchenko

Gewinner von „Opening Concepts“, gestiftet von Michi
Cihan Göksu
Jürgen Lange

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Von A wie Ande bis Z wie Zimmermann: Das Januar-ABC von Berlin Backgammon

21. Januar 2019

Bericht vom Monatsturnier von Berlin Backgammon am 19. Januar 2019

Daniel Anda und Viktoria PryndaDaniel Anda und Viktoria Prynda

Vicky Prynda und Daniel Lüchtenborg, beide zum zweiten Mal dabei, brachten einen Freund mit, den Berliner Daniel Ande. Er startete in der Beginnersklasse. Herzlich willkommen, Daniel!

Faruk Kocaer (li) und Igor BakunowizkiFaruk Kocaer (li) und Igor Bakunowizki

Igor Bakunowizki stand mit vier Siegen nach der Vorrunde ganz oben. Er musste sich im Viertelfinale der Second Chance Carlo geschlagen geben, kämpfte sich danach ins Finale der Second Chance und unterlag erst dort seinem Gegner. Glückwunsch! Durch die gute Platzierung ist er auf Platz 2 der Rangliste vorgerückt.

Thomas Frübing (li) und Tobias Bilz. Matthäus Vigl kiebitzt.Thomas Frübing (li) und Tobias Bilz. Matthäus Vigl kiebitzt.

Tobias Bilz hatte bei seiner dritten Teilnahme nach der Vorrunde wie zehn andere Spieler zwei Siege, aber die beste Buchholzwertung, also die erfolgreichsten Gegner. Er konnte im Viertelfinale der Hauptrunde den späteren Sieger der Second Chance besiegen, unterlag aber im Halbfinale und errang schließlich den dritten Platz. Glückwunsch!

Sabine Brinkmann und Hossein LakSabine Brinkmann und Hossein Lak

Nach den guten Ergebnissen der letzten Monate sah es für Sabine Brinkmann dieses Mal mit zwei Siegen in vier Matches in der Vorrunde schlechter als gewohnt aus. Sie musste in die erste Runde der Second Chance und unterlag dort prompt Jörg Zimmermann. Aus die Maus!

Thomas Frübing (re) und Marcus Selle. Karl Heinz Baatz kiebitzt. Im Hintergrund Carlo Petkovsek (li) und Meisam JamshidiThomas Frübing (re) und Marcus Selle. Karl Heinz Baatz kiebitzt. Im Hintergrund Carlo Petkovsek (li) und Meisam Jamshidi

Thomas Frübing hatte nach der Vorrunde zwei Siege und musste wie Dankwart und Rolf ins Stechen um die Teilnahme an der Hauptrunde. Er konnte zunächst Dankwart besiegen, musste sich dann aber Rolf geschlagen geben. Schließlich unterlag er in der Second Chance Thorsten Miesel.

Jörg Zimmermann (li) und Meisam JamshidiJörg Zimmermann (li) und Meisam Jamshidi

Meisam Jamshidi holte bei seiner zweiten Teilnahme in der Vorrunde vier Siege in vier Matches. Er unterlag im Viertelfinale der Hauptrunde Rolf Schüler und danach im Viertelfinale der Second Chance Maik Kerner. Dennoch holte er schon wieder viele Ranglistenpunkte.

Für Igor Kaplanski fing das Jahr so an wie das letzte aufgehört hatte: Mit lauter Niederlagen! In der Vorrunde konnte er nur einen Sieg einfahren, in der ersten Runde der Second Chance musste er sich Ralf Sudbrak geschlagen geben. Manchmal muss man hart im Nehmen sein.

Der Neuling Daniel Anda (li) und Maik KernerDer Neuling Daniel Anda (li) und Maik Kerner

Maik Kerner war Sieger des Beginnersturniers und damit für die Second Chance der Masters qualifiziert. Er konnte dort zunächst Hossein Lak und danach Meisam Jamshidi schlagen. Erst im Halbfinale ging ihm der Atem aus, und er unterlag Igor Bakunowizki. Eine beachtliche Leistung für einen Beginnersstarter! Bravo, Maik! Zusätzlich gönnte er sich noch ein Extra-Zuckerli und gewann das Satellitenturnier, so dass er bei seiner nächsten Teilnahme in der Masterskategorie starten wird.

Faruk Kocaer (li) und Igor BakunowizkiFaruk Kocaer (li) und Igor Bakunowizki

Faruk Kocaer konnte nach der Vorrunde zwei Siege vorweisen. Das reichte angesichts seiner guten Buchholzwertung für die Teilnahme an der Hauptrunde, wo er noch einmal zwei Siege einheimste und erst im Finale die Waffen strecken musste. Glückwunsch!

Sabine Brinkmann und Hossein LakSabine Brinkmann und Hossein Lak

Für Hossein Lak stand es bei seiner zweiten Teilnahme an unserem Berliner Turnier nach der Vorrunde unentschieden: Zwei Siege, zwei Niederlagen. In der Second Chance unterlag er dann Maik Kerner. Backgammon ist manchmal zuckersüß, aber manchmal auch brutal bitter.

Jutta und Jürgen LangeJutta und Jürgen Lange

Jürgen Lange hatte nach den mäßigen Ergebnissen der letzten Turnier mit zwei Siegen in der Vorrunde einen guten Einstand. In der ersten Runde der Second Chance musste er gegen seine Frau Jutta antreten, die, nachdem sie in der Vorrunde gegen Jürgen noch eine Niederlage hatte einstecken müssen, nun Revanche nahm. Damit war das Turnier für ihn noch nicht beendet, denn nun hatte er Zeit und Muße, seiner Frau die Daumen zu drücken und sie mit Getränken und Zuspruch zu versorgen. In dieser Funktion war er sehr erfolgreich und brachte sie ins Halbfinale der Second Chance!

Jutta Lange konnte in der Vorrunde nur einen Sieg erringen, drehte dann (wie ich es ihr vorhergesagt hatte) aber in der Second Chance voll auf und schlug in aufsehenerregenden Matches zunächst ihren Mann Jürgen, danach Ralf Sudbrak und schließlich in einem spannenden Match, das mit einem dramatischen Backgame endete, auch noch Frank Petrikat. Erst im Halbfinale scheiterte sie am späteren Sieger Matthäus Vigl. Bravo, Jutta!

Marcus Selle (li) und Thorsten Miesel. Im Hintergrund Rolf Schüler (li) und Meisam JamshidiMarcus Selle (li) und Thorsten Miesel. Im Hintergrund Rolf Schüler (li) und Meisam Jamshidi

Nachdem er beim Dezemberturnier noch Finalist der Second Chance war, konnte Thorsten Miesel dieses Mal in der Vorrunde nur gegen Freilos gewinnen, aber das reichte immerhin für die Teilnahme an der Second Chance. Der Plan danach war einfach: Jedes Match gewinnen, hieß die Devise. Das gelang ihm, bis er im Viertelfinale auf Igor Bakunowizki stieß. Auf jeden Wellenkamm folgt ein Wellental.

Tobias Bilz (li) und Carlo Petkovsek im Match um Platz 3Tobias Bilz (li) und Carlo Petkovsek im Match um Platz 3

Carlo Petkovsek rückte mit zwei Siegen direkt in die Hauptrunde vor, wo er erst im Halbfinale dem späteren Turniersieger unterlag. Er errang schließlich im Match gegen Tobias Bilz den vierten Platz. Glückwunsch!

Frank Petrikat (li) und Rolf SchülerFrank Petrikat (li) und Rolf Schüler

Frank Petrikat war der einzige Spieler, der nach der Vorrunde drei Siege hatte, und war damit locker für die Hauptrunde qualifiziert. Er überstand das Viertelfinale ebensowenig wie die drei Viersiegspieler. Im Viertelfinale der Second Chance schied er gegen Jutta Lange aus, der er ein dramatisches Schluss-Backgame lieferte. Immerhin rückte er in der Rangliste auf Platz 9 vor.

Igor Bakunowizki (re) und Dankwart PlattnerIgor Bakunowizki (re) und Dankwart Plattner

Dankwart Plattner hatte nach der Vorrunde zwei Siege und ebenso viele Buchholzpunkte wie Rolf Schüler und Thomas Frübing, gegen den er im Stechen verlor. In der Second Chance konnte er noch ein Match gewinnen, dann war Schluss. Tröstete sich mit der Finalteilnahme im Speedgammon.

Marcus Selle (li) und Hossein LakMarcus Selle (li) und Hossein Lak

Für Marcus Selle war dieses Turnier verhagelt. Nur ein Sieg in der Vorrunde, danach in der ersten Runde der Second Chance eine Niederlage gegen Thorsten Miesel. Was soll man sagen? Da muss man durch, Marcus!

Finalmatch: Rolf Schüler (li) und Faruk KocaerFinalmatch: Rolf Schüler (li) und Faruk Kocaer

Rolf Schüler hatte nach der Vorrunde zwei Siege und musste wie Dankwart und Thomas Frübing ins Stechen um die Hauptrunde. Dort konnte er Thomas, der zuvor Dankwart geschlagen hatte, besiegen. Ab da gab es kein Halten mehr: Er überwand alle Gegner und wurde Turniersieger. Glückwunsch! Danach gab es noch ein Extra-Bonbon: Er gewann auch das Speedgammon-Finale gegen Dankwart. Nochmal Glückwunsch!

Faruk Kocaer (li) und Ralf SudbrakFaruk Kocaer (li) und Ralf Sudbrak

Ralf Sudbraks Konto war nach der Vorrunde ausgeglichen: Zwei Siege, zwei Niederlagen. Das reichte angesichts der Buchholzwertung nur für die Second Chance. Dort unterlag er Jutta Lange. Dennoch behält er Platz 3 in der aktuellen Rangliste.

Matthäus Vigl und Jutta Lange im Halbfinale der Second ChanceMatthäus Vigl und Jutta Lange im Halbfinale der Second Chance

Matthäus Vigl kam wie Igor B und Meisam ungeschlagen in Hauptrunde. Er überstand sowenig wie die anderen Viersiegspieler das Viertelfinale der Hauptrunde, schlug sich danach aber ins Finale der Second Chance durch und traf dort auf Igor B, der die Vorrunde ebenfalls ohne Niederlage abgeschlossen hatte, und gewann das Finalmatch der Second Chance. Glückwunsch! Seine Zusatzbelohnung: Großer Sprung nach vorn in der Rangliste.

Jörg Zimmermann (li) und Matthäus ViglJörg Zimmermann (li) und Matthäus Vigl

Nur einen Sieg konnte Jörg Zimmermann in der Vorrunde für sich verbuchen. In der Second Chance schlug er die zuletzt erfolgreiche Sabine Brinkmann, musste danach aber Dankwart den Vortritt lassen. So geht’s eben im Leben.

Wie immer stehen alle Ergebnisse und die Rangliste auf unserer Website.

Das nächste Monatsturnier von Berlin Backgammon findet schon am 2. Februar 2019 statt, und zwar zur gewohnten Zeit und wie immer im „en passant“. Alle Termine stehen im Berliner Backgammon Kalender. Bis dann!

Viele Grüße
Dankwart

Finalrunde
1. Rolf Schüler
2. Faruk Kocaer
3. Tobias Bilz
4. Carlo Petkovsek

Second Chance
1. Matthäus Vigl
2. Igor Bakunowizki

Lady’s Prize
Jutta Lange

Satellit
Maik Kerner

Speedgammon
1. Rolf Schüler
2. Dankwart Plattner

Beginners
1. Maik Kerner
2. Julian Lüchtenborg

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Kling, Glöckchen! Klackert, ihr Würfel!

26. Dezember 2018

Bericht vom Monatsturnier von Berlin Backgammon am 22. Dezember 2018

Weihnachten stand vor der Tür, als wir am 22. Dezember, einen Tag vor dem 4. Adventssonntag, unser Monatsturnier gespielt haben. Da liegt es nahe, zu fragen, ob Weihnachten, oder zumindest seine Lyrik, etwas mit Backgammon zu tun hat.

Vom Himmel hoch – das passt nicht ganz, bei uns kommen die Würfel aus dem Würfelbecher. Macht hoch die Tür, die Tore weit – passt nicht immer, normalerweise versuchen wir zu primen und Lücken zu schließen. Nur wenn wir ein Backgame anstreben, wäre das eine anzuwendende Spielmaxime. Quem pastores – passt auch nicht, im Backgammon gibt es nur Jäger. Es ist ein Ros entsprungen – bei uns springen Würfel aus dem Becher, immerhin. Stille Nacht – still ist es beim Backgammon nur, wenn man sich mit einem NC-Kopfhörer oder wenigstens mit Ohrstöpseln abschottet; und Turniere, die bis in die Nacht dauern, sind in Berlin wenig beliebt, auch wenn Backgammonspielerinnen und -spieler großenteils Nachtmenschen sind. Nur in Japan, so hören wir, beginnen Nachwuchsturniere nach dem Vorglühen ungefähr zu der Zeit, in der man auch in einen Club gehen würde, also um 1 Uhr morgens. Ob es dann aber still ist? Alle Jahre wieder – kommt das Saisonendturnier! Morgen kommt der Weihnachtsmann – und gleich würfel ich Pasch 6! Schneeflöckchen, Weißröckchen – kann schon in Kombination mit Backgammon vorkommen. Kling, Glöckchen – klacker, Würfel! Laßt uns froh und munter sein – eine gute Devise fürs Backgammonturnier! Ihr Kinderlein kommet – passt auch zum Backgammonturnier (aber wenn ihr sehr jung seid, bitte nur in Begleitung der Eltern!). Leise rieselt der Schnee – laut klackern die Würfel auf Holz (selten) und leise auf Filz oder Leder (oft). In dulci iubilo – nach dem Matchsieg. Usw usf.

Wir schlussfolgern, dass es zwischen Weihnachtslyrik und Backgammon durchaus Korrespondenzen gibt, dass sie aber nicht sehr zahlreich und selten zwingend sind.

Die 35 Spielerinnerinnen und Spieler, die sich zu unserem Weihnachtsturnier versammelt haben, darunter fünf Beginners, haben aber sicher nicht so sehr Weihnachtslyrik im Kopf gehabt, als das Turnier begonnen hat, sondern mehr die Hoffnung und den Willen, aus ihren Würfen das Beste zu machen. Wie immer haben wir aber vor dem Turnierbeginn die Neuen und unsere Gäste von außerhalb begrüßt:

Der Neuling Andi Walther (li) und Ralf Sudbrak, dahinter Ruedi Altermatt aus Basel (li) und Jürgen LangeDer Neuling Andi Walther (li) und Ralf Sudbrak, dahinter Ruedi Altermatt aus Basel (li) und Jürgen Lange

Andrea Bohnert aus Freiburg, die einen Berlin-Besuch so gelegt hat, dass sie an unserem Turnier teilnehmen konnte. Als erfahrene internationale Turnierspielerin startete sie bei den Masters.

Andi Walther aus Berlin, der schon in der Vorinternetzeit Backgammon gespielt hat und nun wieder – ebenfalls bei den Masters – einsteigt.

Der Neuling Meisam Jamshidi und Sabine Brinkmann, dahinter Heike Münch aus Dresden und der Neuling Detlef Rösning, im Hintergrund Andrea Bohnert aus Freiburg, zum ersten Mal in Berlin, und Badri Tsuleiskiri aus OdessaDer Neuling Meisam Jamshidi und Sabine Brinkmann, dahinter Heike Münch aus Dresden und der Neuling Detlef Rösning, im Hintergrund Andrea Bohnert aus Freiburg, zum ersten Mal in Berlin, und Badri Tsuleiskiri aus Odessa

Meisam Jamshidi aus Berlin, der Berlin Backgammon über unsere Website entdeckt hat und ebenfalls in der Masterskategorie startete.

Marcus Selle (li) und der Neuling Hossein Lak aus Luckenwalde, dahinter Paul Schlegel (li) und Frank Maschkiwitz. Rechts Jutta Lange und Frank von WillertMarcus Selle (li) und der Neuling Hossein Lak aus Luckenwalde, dahinter Paul Schlegel (li) und Frank Maschkiwitz. Rechts Jutta Lange und Frank von Willert

Und noch ein Mastersstarter-Neuling: Hossein Lak aus Luckenwalde, der uns ebenfalls im Internet gefunden hat.

Detlef Rösning aus Berlin startete zunächst bei den Beginners.

Erstmals am Start und gleich Beginnerssieger: Yuriy DemchenkoErstmals am Start und gleich Beginnerssieger: Yuriy Demchenko

Yuriy Demchenko, ebenfalls aus Berlin, musste zum Start (in der Beginnerskategorie) überredet, ja getragen, fast schon gezwungen werden – nicht zu seinem Nachteil.

Badri Tsuleiskiri aus Odessa in der Ukraine, der zum zweiten Mal an unserem Turnier teilgenommen hat.

Ruedi Altermatt aus Basel, dem unser Festival so gut gefallen hat, dass er so bald wie möglich wiedergekommen ist.

Heribert Lindner (li) aus Würzburg und Ufuk DoğanayHeribert Lindner (li) aus Würzburg und Ufuk Doğanay

Heribert Lindner aus Würzburg, deutscher Backgammonmeistreisender.

Euch allen ein herzliches Willkommen!

Thorsten Miesel (li) und Christian Setzpfandt. Einer von beiden ist Mel Sippels nächster GegnerThorsten Miesel (li) und Christian Setzpfandt. Einer von beiden ist Mel Sippels nächster Gegner

Und dann ging es mit der Vorrunde los! Nach gut fünf Stunden stand fest: Fünf Spielerinnerinnen und Spieler hatten eine weiße Weste, also vier Siege (alle Ergebnisse hier: https://berlin-backgammon.org/2018/12/23/runde-fuer-runde-verlauf-des-berliner-dezemberturniers-2018/): Mel Sippel, Dankwart Plattner, Matthäus Vigl, Marcus Selle und Paul Schlegel. Fünf weitere Spielerinnen und Spieler hatten drei Siege auf der Habenseite; von ihnen durften drei in die Hauptrunde: Badri Tsuleiskiri, Thomas Frübing und Ruedi Altermatt.

Jutta Lange und Paul SchlegelJutta Lange und Paul Schlegel

In der Hauptrunde musste Mel sich Badri geschlagen geben, Ruedi konnte Marcus besiegen, Thomas setzte sich gegen Matthäus durch und Dankwart schlug Paul. Badri und Thomas mussten im Halbfinale die Segel streichen. Sie spielten den dritten Platz nicht aus, sondern teilten ihn sich. Und so standen sich zu später Stunde (beide Finalisten waren auch im Speedgammon weit gekommen, Ruedi außerdem im Satellitenturnier, waren also pausenlos beschäftigt) Ruedi und Dankwart im Finale gegenüber. Dankwart war am Ende der Glücklichere und konnte das Match für sich entscheiden. Herzlichen Glückwunsch allen vieren!

Gute Laune am Brett: Marcus Selle und Sabine Brinkmann. Hossein Lak und Meisam Jamchidi beobachten das MatchGute Laune am Brett: Marcus Selle und Sabine Brinkmann. Hossein Lak und Meisam Jamchidi beobachten das Match

Im Halbfinale der Second Chance war keiner der aus der Hauptrunde Relegierten anzutreffen. Sabine Brinkmann unterlag Thorsten Miesel, der damit im Finale gegen Ralf Subrak, der sich gegen den Neuling Meisam Jamshidi durchgesetzt hatte, antreten musste. Ralf Sudbrak behielt die Oberhand und war damit Sieger der Second Chance (und seit Menschengedenken der erste Side-Pool-Gewinner, der sich den Side Pool in der Second Chance gesichert hat). Herzlichen Glückwunsch, Ralf und Thorsten, und Respekt für den starken Auftritt, Sabine (erneut) und Meisam!

Das Speedgammonturnier gewann Heribert Lindner im Finale gegen Dankwart Plattner. Glückwunsch! Und im Satellitenturnier setzte sich Ruedi Altermatt im Finale gegen Mel Sippel durch. Ruedi wird also noch ein Mal nach Berlin kommen! Glückwunsch!

Thorsten Miesel und Mel SippelThorsten Miesel und Mel Sippel

Den Ladie’s Prize sicherte sich Mel Sippel, den Rookie’s Prize Meisam Jamshidi. Beide Preise werden bei der nächsten Teilnahme überreicht. Bei den Beginners siegte der zunächst teilnahmeunwillige Berliner Yuriy Demchenko, der eigentlich nur seinen Freund Badri Tsuleiskiri begleiten und ansonsten nur zuschauen wollte. Manche Zeitgenossen muss man zum Sieg tragen, ja sogar schubsen!

In der Rangliste (https://berlin-backgammon.org/berliner-meisterschaft-2018-19/) ist das Feld wieder enger zusammengerückt. Die beiden Teufelskerle Michael Horchler und Frank von Willert führen sie nach wie vor an, aber auf Rang 3 hat sich der Second-Chance-Sieger Ralf Subrak vorgeschoben. Knapp dahinter Dankwart, der sich mit dem ersten Durchmarsch der Saison von Rang 7 auf 4 verbessert hat, und Paul Schlegel. Ebenfalls große Sprünge nach vorn haben Marcus Selle (von 12 auf 8) und Mel Sippel (von 13 auf 9) gemacht. Mit dem dieses Mal glücklosen Igor K auf Platz 10 schließt sich der Kreis derer, die nach derzeitigem Stand für die Ausschüttung des Jahrespools beim Saisonendturnier qualifiziert sind. Aber bis dahin ist noch ein weiter Weg, fließt viel Wasser die Spree hinunter, kann sich noch viel ändern.

Das nächste Monatsturnier von Berlin Backgammon findet am 19. Januar 2019 statt, und zwar zur gewohnten Zeit und wie immer im „en passant“. Alle Termine stehen im Berliner Backgammon Kalender (https://berlin-backgammon.org/berliner-spieltermine/). Bis dann!

Viele Grüße
Dankwart

Finalrunde
1. Dankwart Plattner
2. Ruedi Altermatt
3. Thomas Frübing / Badri Tsuleiskiri (geteilt)

Second Chance
1. Ralf Sudbrak
2. Thorsten Miesel

Lady’s Prize
Melanie Sippel

Rookie’s Prize
Meisam Jamshidi

Satellit
Ruedi Altermatt

Speedgammon
1. Heribert Lindner
2. Dankwart Plattner

Beginners
1. Yuriy Demchenko
2. Elyas Brinkmann

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Zwei Teufelskerle und kein Hallelujaengel

19. November 2018

Bericht vom Monatsturnier von Berlin Backgammon am 17. November 2018

Der November ist in Berlin meist trist und grau, obwohl in diesem Jahr ja alles anders ist. An einem Samstag im November scheint aber immer die Sonne, nämlich am Turniertag von Berlin Backgammon.

Marcus Selle (li) und Frank Petrikat. Dahinter Karl Heinz Baatz (li) und Frank MaschkiwitzMarcus Selle (li) und Frank Petrikat. Dahinter Karl Heinz Baatz (li) und Frank Maschkiwitz

29 Spielerinnen und Spieler haben teilgenommen und erlebten zwei Teufelskerle: Frank von Willert tat sich nach seinem tollen Finalsieg gegen Mochy beim Oktoberturnier zunächst schwer. Ein Freilos und Jutta Lange halfen ihm aber, wenigstens die Second Chance zu erreichen (alle Turnierergebnisse sind hier dokumentiert: https://berlin-backgammon.org/2018/11/18/runde-fuer-runde-verlauf-des-berliner-novemberturniers-2018/). Jetzt erst hatte er seine Saturiertheit überwunden und siegte ununterbrochen, bis er im Finale stand.

Frank von Willert (li) und Sokrates BukalisFrank von Willert (li) und Sokrates Bukalis

Seine Finalgegnerin Sabine Brinkmann als Hallelujaengel zu bezeichnen, wäre völlig verfehlt: Sie schlug in der Vorrunde ihre Söhne wie eine Rabenmutter und zog mit drei Siegen (mit denen sie sich den Lady’s Prize sicherte) in die Hauptrunde ein, wo sie aber im Viertelfinale Michael Horchler, von dem noch die Rede sein wird, unterlag.

Im Vordergrund: Tobias Bilz (li) und Elyas Brinkmann, dahinter Yonas und Sabine Brinkmann, im Hintergrund Günter Schmidt (li) und Jörg ZimmermannIm Vordergrund: Tobias Bilz (li) und Elyas Brinkmann, dahinter Yonas und Sabine Brinkmann, im Hintergrund Günter Schmidt (li) und Jörg Zimmermann

Jetzt ebenfalls in der Second Chance, schlug sie ihren Sohn Yonas (und fast auch Elyas, der sich aber lieber schon eine Runde früher von Carlo Petkovsek statt von seiner Mama schlagen ließ) wieder! In aller Öffentlichkeit! Und dann auch noch im Halbfinale den ausgebluteten Dankwart! Frank, der Teufelskerl Nr. 2, bot ihr im Finale dann aber Paroli und stand zum dritten Mal in den vier Turnieren dieser Saison auf dem Treppchen! Gratulation Euch beiden!

Christian Setzpfandt (li) und Jürgen Lange, dahinter Frank Petrikat (li) und Paul SchlegelChristian Setzpfandt (li) und Jürgen Lange, dahinter Frank Petrikat (li) und Paul Schlegel

Michael Horchler schaffte es mit drei Siegen in die Hauptrunde und setzte sich dort gegen Sabine und Ralf Sudbrak durch: Seine dritte Finalteilnahme in vier Saisonturnieren! Ihm gegenüber saß Igor Bakunowizki, der mit vier Vorrundensiegen in die Hauptrunde eingezogen war und dort Igor K und Paul Schlegel schlagen konnte.

Freundlicher Händedruck vor dem Finale: Igor Bakunowizki (li) und Michael HorchlerFreundlicher Händedruck vor dem Finale: Igor Bakunowizki (li) und Michael Horchler

Im Finalmatch führte er beständig, konnte sich aber nicht absetzen. Als er im 9-Punkte-Match 8-7 Crawford führte, bäumte Michael sich auf und gewann Gammon! Zweiter Turniersieg für den Teufelskerl Nr. 1 in dieser Saison. Gratulation Euch beiden!

Ralf Subrak (li) und Sokrates BukalisRalf Subrak (li) und Sokrates Bukalis

Den 3. Platz sicherte sich Paul Schlegel im Match gegen Ralf Sudbrak. Gratulation auch Euch beiden!

Paul Schlegel (li) und Andreas KohlschmidtPaul Schlegel (li) und Andreas Kohlschmidt

Das erstmals in dieser Saison ausgetragene Speedgammonturnier gewann Stefan Blancke im Finale gegen Yonas Brinkmann. Gratulation Euch beiden!

Carlo Petkovsek (li) und Rolf Schüler, dahinter Jürgen Lange (li) und Stefan BlanckeCarlo Petkovsek (li) und Rolf Schüler, dahinter Jürgen Lange (li) und Stefan Blancke

Im Satellitenturnier sicherte sich Mel Sippel den freien Startplatz für eines der nächsten Turniere im Finale gegen Matthäus Vigl. Gratulation!

Mel Sippel und Andreas KohlschmidtMel Sippel und Andreas Kohlschmidt

Sieger des Beginnersturniers ist Elyas Brinkmann. Gratulation!

Karl Heinz Baatz (li) und Igor Bakunowizki. Elyas Brinkmann und Carlo Petkovsek kiebitzenKarl Heinz Baatz (li) und Igor Bakunowizki. Elyas Brinkmann und Carlo Petkovsek kiebitzen

In der vierten Rangliste der Saison 2018/29 steht der zweimalige Turniersieger und einmalige Turnierfinalist Michael Horchler mit 351 Punkten an erster Stelle, gefolgt vom zweimaligen Second-Chance- und einmaligen Turniersieger Frank von Willert an zweiter (327 Punkte). Igor Bakunowizki und Ralf Sudbrak folgen mit 253 und 239 Punkten, Paul Schlegel hat 231 und Sabine Brinkmann 213 Punkte (https://berlin-backgammon.org/berliner-meisterschaft-2018-19/).

Thomas Frübing (li) und Tobias Bilz, Matthäus Vigl kibitztThomas Frübing (li) und Tobias Bilz, Matthäus Vigl kibitzt

Das nächste Monatsturnier von Berlin Backgammon ist ein echtes Weihnachtsturnier, denn es findet am 22. Dezember statt, und zwar zur gewohnten Zeit und wie immer im „en passant“. Alle Termine stehen im Berliner Backgammon Kalender (https://berlin-backgammon.org/berliner-spieltermine/). Bis dann!

Viele Grüße
Dankwart

Thorsten Miesel (li) und Rolf Schüler, dahinter Michael Horchler (li) und Stefan BlanckeThorsten Miesel (li) und Rolf Schüler, dahinter Michael Horchler (li) und Stefan Blancke

Finalrunde
1. Michael Horchler
2. Igor Bakunowizki
3. Paul Schlegel
4. Ralf Sudbrak

Second Chance
1. Frank von Willert
2. Sabine Brinkmann

Lady’s Prize
Sabine Brinkmann

Rookie’s Prize
Rookieloses Turnier

Satellit
Melanie Sippel

Speedgammon
1. Stefan Blancke
2. Yonas Brinkmann

Beginners
1. Elyas Brinkmann
2. Karl-Heinz Baatz