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Durchmarsch mit Schlusspasch

17. März 2019

Bericht vom Monatsturnier von Berlin Backgammon am 16. März 2019

Im März fanden insgesamt 40 Spielerinnen und Spieler – davon fünf Beginners – den Weg ins en passant, um in spannenden Matches einen Sieger – oder eine Siegerin – zu küren, in angenehmer Gesellschaft einen schönen Backgammon-Tag zu verbringen und sich rundum wohlzufühlen.

Erneut hatte Bill Gates am Vorabend des Turniers seinen mittlerweile gefürchteten Windows-Patchday, und auch dieses Mal blieb Berlin Backgammon nicht verschont. Wann lernen die es in Seattle endlich, funktionierende Updates zu liefern?

So begann das Turnier mit nahezu einer Stunde Verspätung. Danach lief es aber zügig und halbwegs glatt, auch weil wir gelernt haben, mit dem ständigen Einfrieren unseres Turniersteuerungssoftware einigermaßen umzugehen, und so waren wir dann doch noch in der Zeit fertig (mehr oder weniger).

Zuerst begrüßten wir wie immer die Neulinge und Weitgereisten:

Da war zunächst Vivien Diehr, die jüngste aller Teilnehmerinnen. Sie hatte an ihrer Schule das Turnier einer Backgammon-AG, die von Thomas Frübing geleitet wird, gewonnen. Einer ihrer Preise war die Teilnahme an unserem Monatsturnier, wo sie in der Beginnersklasse startete. Sie spielte eifrig und konzentriert, zeigte, was sie gelernt hat, und konnte am Ende zwei Siege für sich beanspruchen. Bravo, Vivien, und herzlich willkommen!

Gute Laune, Spaß am Spiel und schon eine gehörige Portion Können: Rising Star Vivien DiehrGute Laune, Spaß am Spiel und schon eine gehörige Portion Können: Rising Star Vivien Diehr

Zusammen mit Vivien trat ihr Vater Volker Stullin an, ebenfalls in der Beginnersklasse. Herzlich willkommen, Volker!

Volker Stullin, BeginnersstarterVolker Stullin, Beginnersstarter

Sabine Imgrund aus Aschaffenburg hat schon ein paar Mal in Frankfurt gekiebitzt, wählte aber Berlin zum Ort ihrer ersten Turnierteilnahme. Herzlich willkommen, Sabine!

Rising Start Vivien Diehr und Sabine ImgrundRising Start Vivien Diehr und Sabine Imgrund

Und wenn wir gerade bei den Beginners sind: Nach vielen Jahren in der Versenkung – er hat sein letztes Berliner Turnier 2011 gespielt – tauchte Dirk Olm wieder auf. Nach der langen Turnierpause traute er sich zunächst nur den Start in der Beginnersklasse zu, gehört aber, was seine Spielstärke angeht, immer noch in die Mastersklasse. Herzlich willkommen, Dirk!

Uwe Imgrund hat in dieser Saison in Frankfurt mit dem Turnierbackgammon begonnen und hat sich schon stark verbessert. In Berlin hatte er bei seinem ersten Start außerhalb von Frankfurt wenig Glück. Herzlich willkommen, Uwe!

Michael Horchler (li) und Uwe ImgrundMichael Horchler (li) und Uwe Imgrund

Aus Bremen waren die Bremer Stadtmusikanten angereist: Zunächst kam Jost Müller-Kreth, der schon bei unserem Festival im letzten Oktober dabei war und nun erneut antrat. Herzlich willkommen, Jost!

Der Bremer Jost Müller-KrethDer Bremer Jost Müller-Kreth

Jost traf hier übrigens einen seiner wenigen Namensvettern, den Berliner Jost Neumann, der zum zweiten Mal bei unserem Turnier da war. Schön, dass es Dir beim ersten Mal so gut gefallen hat, dass Du wiedergekommen bist, Jost!

Sokrates Bukalis (li) und Jost NeumannSokrates Bukalis (li) und Jost Neumann

Danach betraten Heiko Schnaars und Carsten Schweigert die heiligen Spielhallen des en passant. Sie spielen ab und zu in Hamburg und wollten beide mal auch unser Berliner Turnier mitspielen. Herzlich willkommen, Heiko und Carsten!

Bremer Lokalderby in Berlin: Carsten Schweigert (li) und Heiko SchnaarsBremer Lokalderby in Berlin: Carsten Schweigert (li) und Heiko Schnaars

Und da war da noch Heikos Bruder Jörg, von dem zunächst nicht klar war, ob er es rechtzeitig zum Turnierbeginn schaffen würde. Schließlich war er aber auch da und komplettierte das Bremer Quartett. Herzlich willkommen, Jörg!

Jochen Reinecke (li) und Jörg SchnaarsJochen Reinecke (li) und Jörg Schnaars

Zur gleichen Zeit wie er kam auch der Berliner Milad Majidi, der über unsere Website zu uns gefunden hat. Er spielte sein erstes Turnier bei uns. Herzlich willkommen, Milad!

Thomas Frübing (li) und Milad MajidiThomas Frübing (li) und Milad Majidi

Amir Golshani, der im Februar zum ersten Mal an unserem Berliner Turnier teilgenommen hatte, war zum zweiten Mal dabei. Dieses Mal machte er es besser als bei seiner ersten Teilnahme. Schön, dass du wieder dabei warst, Amir!

Andreas Kohlschmidt (li) und Carlo Petkovsek. Dahinter wartet Amir Golshani auf seinen Gegner, den Turnierleiter, der als Paparazzo noch eine Runde durchs Spiellokal drehtAndreas Kohlschmidt (li) und Carlo Petkovsek. Dahinter wartet Amir Golshani auf seinen Gegner, den Turnierleiter, der als Paparazzo noch eine Runde durchs Spiellokal dreht

Aus der dunklen und kalten Polarnacht in Tromsø im Norden Norwegens flüchtet Andrè Larsen gern mal in den Berliner Vorfrühling, um ein bißchen Tageslicht zu genießen. Er war dieses Mal der am weitesten Gereiste. Schön, dass du wieder dabei warst, Andrè!

Schwerer Brocken für Ufuk: Andrè Larsen (li) und Ufuk DoğanaySchwerer Brocken für Ufuk: Andrè Larsen (li) und Ufuk Doğanay

Nachdem alle begrüßt und alles gesagt war, waren die Spielerinnen und Spieler am Zug. In vier Vorrundenmatches war zu ermitteln, wer in welcher der sich anschließen K-O-Runden – Hauptgruppe und der Second Chance – starten durfte.

Drei Spieler waren danach ohne Niederlage: Yonas Brinkmann, der Seriensieger dieser Saison, Michael Horchler, und Amir Golshani, der bei seiner ersten Teilnahme keinen einzigen Sieg hatte erringen können, jetzt aber mit Geschick und Können ungeschlagen war!

Im März war das en passant schön voll: Vorne Tobias Bilz (li) und Yonas Brinkmann, dahinter Matthäus Vigl und Jutta Lange, ganz hinten Mel Sippel und Andrè LarsenIm März war das en passant schön voll: Vorne Tobias Bilz (li) und Yonas Brinkmann, dahinter Matthäus Vigl und Jutta Lange, ganz hinten Mel Sippel und Andrè Larsen

Acht weitere Spieler hatten drei Siege auf ihrem Konto, und weil in dem Achterfeld nur für fünf von ihnen Platz war, musste die Buchholzwertung entscheiden. Am unglücklichsten traf es Carsten Schweigert und Ufuk Doganay, die beiden nur einen Buchholzpunkt weniger als der Achte der Vorrundentabelle hatten (alle Ergebnisse hier einzusehen: https://berlin-backgammon.org/2019/03/17/runde-fuer-runde-verlauf-des-berliner-maerzturniers-2019/).

In der oberen Tableauhälfte rückten Yonas Brinkmann (Sieg über Marcus Selle) ebenso wie seine Mutter Sabine (Sieg über Amir Golshani) ins Halbfinale vor. Sabine konnte ihren Sohn ins Match um den 3. Platz verweisen und zog zum ersten Mal ins Finale ein. Ein weiterer schöner Erfolg – ihr bisher schönster – für Sabine, die erst seit einem guten Jahr bei den Masters mitspielt und sich kontinuierlich verbessert hat!

Familienderby im Halbfinale: Sabine und Yonas BrinkmannFamilienderby im Halbfinale: Sabine und Yonas Brinkmann

In der unteren Tableauhälfte konnte Michael Horchler den nicht ganz heimlichen Favoriten Andrè Larsen, der in Berlin immer für einen vorderen Platz gut ist, und danach auch noch Rolf Schüler besiegen. Finale gegen Sabine! Dort führte er 5-3, als er nach einem wohl zu frühen Doppler entscheiden musste, Sabines Redoppel anzunehmen. Nach einiger Überlegung entschied er sich fürs Take, und es kam zu einem Bear-off-Duell, bis Michael schließlich noch 4 Steine und Sabine zwei Steine im Board übriggelassen hatten. Michael brauchte mindestens einen Zweier-Pasch, würfelte – und da lag er, der benötigte Pasch! Match- und Turniersieg ohne Niederlage für Michael, aber auch ein toller zweiter Platz für Sabine! Herzlichen Glückwunsch euch beiden!

Und weil ein Bild mehr als 1000 Worte und vier Bilder sogar viel mehr als 4000 Worte sagen, gibt es hier vier Stills aus dem langen Finalmatch:

Vor dem großen Finale: Michael Horchler und Sabine BrinkmannVor dem großen Finale: Michael Horchler und Sabine Brinkmann

Im großen Finale: Sabine zieht energisch, Michael beobachtetIm großen Finale: Sabine zieht energisch, Michael beobachtet

Der letzte Wurf im großen Finale: Da liegt der Pasch! Sabine ist entsetzt, Michael traut seinen Augen noch nichtDer letzte Wurf im großen Finale: Da liegt der Pasch! Sabine ist entsetzt, Michael traut seinen Augen noch nicht

Die Entscheidung ist gefallen. Michael freut sich (verhalten), Sabine ist enttäuschtDie Entscheidung ist gefallen. Michael freut sich (verhalten), Sabine ist enttäuscht

Im Match um den dritten Platz wollte Yonas eigentlich ein längeres Match spielen und einigte sich mit seinem Gegner Rolf darauf, das Match auf 7 statt 5 Punkte auszutragen (für die Rangliste wird es dennoch als 5-Punkte-Match gewertet). Aber dann jagte Yonas den Verdopplungswürfel auf 8. Danach konnte Yonas Rolfs letzten zurückliegenden Stein ausschließen und begann schon mit dem Abtragen, als Rolf endlich einsetzen konnte. So dauerte das lange Match nur ein Spiel. Durch den Sieg in dem kurzen Langmatch wurde Yonas Turnierdritter, Rolf Turniervierter! Glückwunsch auch euch beiden!

Jost Neumann (li) und Jürgen Lange, dahinter Michael Horchler (li) und Uwe ImgrundJost Neumann (li) und Jürgen Lange, dahinter Michael Horchler (li) und Uwe Imgrund

In der Second Chance mussten die Spieler, um ins Finale zu gelangen, einen weiten Weg zurücklegen: Fünf Runde waren zu spielen, bis man im Finale war. Zwei Spieler schafften das Kunststück: Zum einen Amir Golshani, der aber nicht die volle Distanz gehen musste, denn er war zuvor in der Hauptrunde, wo er sein Viertelfinalmatch verloren hatte, so dass er erst im zweiten Viertelfinale der Second Chance antreten musste. Er konnte sich gegen Carsten Schweigert und Marcus Selle durchsetzen.

In Berlin gibt es viele schöne Bretter. Eins davon gehört dem Backgammonlehrer Thomas FrübingIn Berlin gibt es viele schöne Bretter. Eins davon gehört dem Backgammonlehrer Thomas Frübing

Schwerer hatte es Ufuk Doğanay, der ja zuvor nur knapp – durch einen fehlenden Buchholzpunkt – den Einzug in die Hauptrunde verpasst hatte. Hatte er in der ersten Runde noch – aufgrund seiner drei Vorrundensiege – verdient spielfrei, musste er danach Match um Match gewinnen. Im Viertelfinale überwand er den schwersten Brocken, den Norweger Andrè Larsen, der vielleicht die der im Backgammonspiel notwendigen Konzentration abträgliche Wirkung des wohlschmeckenden deutschen Gerstensafts unterschätzt hatte, und im Halbfinale den Bremer Jost Müller-Kreth.

Damit feierte Ufuk, der nun seit gut einem Jahr mit uns spielt, seinen bis dato größten Erfolg, und dabei blieb es: Im Match auf 7 Punkte führte er 5-3, als er Amir den Cube zu früh anbot. Der akzeptierte, redoppelte naturgemäß sofort, und konnte in der Folge das Spiel umdrehen. Nach seinem unglücklichen Turnierstart im Februar gewann er verdient die Second Chance. Glückwunsch Euch beiden!

Finale der Second Chance: Amir Golshani und Ufuk DoğanayFinale der Second Chance: Amir Golshani und Ufuk Doğanay

Mit seinem Durchmarsch, der ihm den dritten Turniersieg der Saison einbrachte, holte sich Michael Horchler Platz 1 der Rangliste zurück. Ralf Sudbrak und Igor B dahinter rutschen je einen Rang ab, Dankwart bleibt Vierter. Sabine folgt auf Platz 5. Den größten Sprung nach vorn machte der Turniervierte Rolf (von 12 auf 7). Marcus Selle, der es in der Second Chance bis ins Halbfinale gebracht hat, hat sich an Platz 10, der von Igor K gehalten wird, herangerobbt, von dem ihn noch 5 Ranglistenpunkte trennen. Zur Erinnerung: Platz 10 ist der letzte Platz der Mairangliste, der zur kostenlosen Teilnahme an der Ausschüttung des Jahrespools beim Saisonendturnier berechtigt.

Zwei Turnierleiter im Finale des Speedgammonturniers: Rolf Schüler (li) und Dankwart PlattnerZwei Turnierleiter im Finale des Speedgammonturniers: Rolf Schüler (li) und Dankwart Plattner

Im Speedgammonturnier, das Rolf Schüler leitet, spielten Thorsten Miesel und Sabine Brinkmann um Platz 3. Sabine hätte fast auf Zeit verloren, da machte Thorsten sie ohne Verpflichtung auf ihre Zeitnot aufmerksam. Sehr fair, Thorsten! Danach zog Sabine zügig und komplettierte ihren erfolgreichen Backgammontag mit einem Sieg. Zum Dank teilte sie sich den Preis mit Thorsten, was ebenfalls sehr fair war. So sieht Berliner Backgammon-Sportsgeist aus! Im Finale spielten Dankwart und Rolf. Dankwart konnte sich knapp durchsetzen.

Lady’s Derby: Jutta Lange (li) und Sabine Brinkmann

Den Lady’s Prize gewann Sabine Brinkmann, die beiden von Thorsten Miesel geleiteten Satellitenturniere Matthäus Vigl und Michael Horchler. Bester Beginnersstarter im von Sabine Brinkmann geleiteten Beginnersturnier war der Eigentlich-Master Dirk Olm. Glückwunsch Euch allen!

Bernhard Ludwig Winkelhaus und Mel SippelBernhard Ludwig Winkelhaus und Mel Sippel

Bis zum nächsten Monatsturnier von Berlin Backgammon müssen wir nun vier Wochen warten. Es findet am 13. April 2019 statt, und zwar zur gewohnten Zeit und wie immer im „en passant“. Alle Termine stehen im Berliner Backgammon Kalender (https://berlin-backgammon.org/berliner-spieltermine/). Bis dann!

Viele Grüße
Dankwart

Finalrunde
1. Michael Horchler
2. Sabine Brinkmann
3. Yonas Brinkmann
4. Rolf Schüler

Second Chance
1. Amir Golshani
2. Ufuk Doganay

Punktsieger des Spieltags
Michael Horchler (115)

Lady’s Prize
Sabine Brinkmann

Rookie’s Prize
Milad Majidi

Satellit 1
Matthäus Vigl

Satellit 2
Michael Horchler

Speedgammon
1. Dankwart Plattner
2. Rolf Schüler
3. Sabine Brinkmann
4. Thorsten Miesel

Beginners
1. Dirk Olm
2. Karl-Heinz Baatz

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Runde für Runde: Verlauf des Berliner Märzturniers 2019

17. März 2019

Runde für Runde: Verlauf des Berliner Märzturniers 2019

Alle Spielpaarungen der Vorrunde, die Tabelle nach der Vorrunde, die Stechen, die Finalrunde und die Second Chance des Turniers vom 16. 3. 2019 gibt es hier